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Pro für mich alles
Kontra kann man leider nur 90 Tage bleiben (normalerweise)
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Ich hatte 1999 die Möglichkeit, mir einen langgehegten Traum zu erfüllen, und in die Karibik zu fliegen.
Freunde hatten sich damals für 2 Jahre auf St. Vincent niedergelassen und mich eingeladen.
Dadurch, dass ich kein "typischer" Tourist war, hab ich sicher viel mehr erlebt und gesehen, als die "typischen".
Bevor ich zum persönlichen Teil komme, hier ein paar grundsätzliche Infos:
Eigentlich St. Vincent & die Grenadinen, aber ich war nur auf St. Vincent und kurz auf Bequia!
Es ist also eine Kette von Inseln , wobei St. Vincent die größte - und damit die Hauptinsel ist.
Alles folgende bezieht sich im wesentlichen auf St. Vincent.
Die Insel ist vulkanischen Ursprung und hat somit schwarze Strände ( werden so heiß, dass man locker Eier drauf braten könnte - und Füße!!!). Der noch aktive Vulkan La Soufrière (1234 m) befindet sich im Norden der Insel und ist 1979 (!) das letzte Mal ausgebrochen. Den kann man übrigens besteigen.
Die Insel ist von bewaldeten ( Regenwald) Bergen durchzogen und im wesentlichen nur an der Küste besiedelt. Es herrscht tropisches Klima, feucht , warm und angenehm windig. Von Oktober bis Mai ist Trockenzeit, danach das Gegenteil. Wobei das nicht überbewertet werden sollte. Morgens wird es 6.00 Uhr hell und abends 18.00 dunkel. Morgens kann man wirklich nicht länger im Bett bleiben, weil es ziemlich schnell warm wird - um nicht zu sagen heiß...
GRÖSSE:
mit 389 km² etwas kleiner als Bremen
Für einen Aufenthalt bis 90 Tage benötigt man lediglich einen gültigen Reisepass ( muss mind. noch 6 Monate gültig sein, glaub ich). Im Flugzeug muss man einen Schein ausfüllen, wo man wohnen wird, warum man herkommt usw.. Deshalb sollte man sich vorher schon irgendwo einquartiert haben! Außerdem sollte man
ein Weiterflug - bzw. Rückflugticket besitzen.
Man wird ziemlich oft kontrolliert auf dem Flughafen ( ist manchmal ganz schön unangenehm, wenn da vor allen die hinter einem stehen, alles - wirklich alles ausgepackt und hochgehalten wird!!!).
~~~GESUNDHEIT~~~
Es gibt so gut wie keine Malaria-Gefahr auf den Inseln. Fliegt man in der Trockenzeit hin, gibt's sowieso kaum Moskitos. Trotzdem immer unterm Moskitonetz schlafen!!! Es gibt dort das Dengue - Fieber.Da die Sonnenstrahlung nicht zu unterschätzen ist, sollte man "vorgegrillt" sein ( nicht übertreiben). Außerdem benötigt man unbedingt Schutzcreme mit LF über 30! Wir haben von Vichy eine mit LF 60 gehabt, die sehr geeignet war. Keine Angst, braun wird man sowieso.
Hygienische Vorsichtsmaßnahmen sind wie in anderen tropischen Ländern, d.h. möglichst kein pures Leitungswasser trinken usw..~~~SPRACHE~~~
kreolisches Englisch ( hört sich witzig an)~~~WÄHRUNG~~~
karibische Dollar~~~FORTBEWEGUNGSMITTEL~~~
Es herrscht Linksverkehr. Das Straßennetz ist relativ gut ausgebaut. Die meisten Straßen sindMeine Erfahrung:
Man sollte auf gar keinen Fall mit einem eigene Gefährt fahren - Lebensgefahr!!!!
Es fahren in jede Richtung "Van`s", d.h. Minikleinbusse. Man kann sie an jeder Stelle durch Handzeichen zum Anhalten bringen. Sie fahren unter einem bestimmten Namen immer in die gleiche Richtung. Wenn man unterwegs raus will, muss man das dem Fahrer kurz vorher zurufen. Er hält, man bezahlt ihn ( ist sehr billig, damals 1ECD für eine relativ weite Strecke, am besten, man fragt vorher, was es kostet).
In Deutschland würden in so einem Fahrzeug ca. 12-14 mitfahren können. Die meisten die ich dort erlebt habe, sind mit bis zu 24 gefahren! Es kann also eng werden. Außerdem führt die Straße meist direkt am Meer entlang, besser gesagt am Abgrund zum Meer. Sehr kurvenreich und eng... .Vor einer Kurve ( die man meist nicht einblicken kann) wird gehupt, um den Gegenverkehr zu warnen. Das muss man erlebt haben! Und über allem dröhnt laut Reggea-Musik. Klasse!
Ich war mit einer Freundin dort. Da ich ein Regenwald - u. Papageienfan bin, war das eines der ersten Ziele. Wir sind mit einem Van dorthin gefahren, wobei man bis zum Eingang noch ca.1h oder mehr laufen muss. Oder man lässt sich weiter fahren gegen Gebühr ( wir waren aber arme Hunde).
Da nur ein begrenzter Teil zugänglich ist ( es ist sehr bergig), wählt man natürlich den ausgewiesenen Pfad. Man betritt wirklich eine ganz andere Welt. Nach einem längeren Trip kommt man zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man die Königsamazonen u.a. Vögel beobachten kann. Königsamazonen sind Papageien, die es nur auf dieser Insel gibt!!! Sie haben allen Farben im Gefieder - wunderschön.Man hat einen herrlichen Ausblick über ein kleines Paradies. Gefährliche Tiere gibt es da nicht.
Über einen anderen Pfad kommt man nach ca.1h zu wunderschönen Wasserfällen ( Trinity - Falls).
Dort haben wir gebadet. Das Wasser fällt stufenweise ab, so dass sich kleine Tümpel dazwischen bilden. Dort kann man nach belieben schwimmen, sich durchmassieren lassen oder umbringen. Es ist nicht ganz ungefährlich, dafür aber wunderschön und kostenlos.
Mangos, Papayas, Ananas, Tamarinden, Brotfrucht , Maracujas, usw. gibt es reichlich und superlecker! Auch Kokosnüsse, unter denen man nicht liegen sollte, gibt`s in Hülle und Fülle.
Überhaupt, dass Essen ist indisch-angehaucht und damit äußerst köstlich.
Einheimische Früchte und Gemüse sind recht preiswert, aber alles andere ist es nicht, da viel eingeflogen wird. Man sollte auf dem Markt einkaufen gehen, dort bekommt man gleich ein paar Rezepte dazu!!!
Die Insel befindet sich übrigens zwischen dem ruhigen karibischen Meer und dem stürmischen atlantischen Ozean. Ich war vorwiegend auf der karibischen Seite, weil nur dort kann man wunderbar schnorcheln und schwimmen. Am Atlantik sind solche riesigen Wellen, dass man nichts von beiden kann. Trotzdem ist es dort sehr eindrucksvoll und gigantisch.
Von St. Vincent aus gelangt man (Knete vorausgesetzt) ohne Probleme auf die Nachbarinseln mit dem Flugzeug oder einem Boot. Dort befinden sich dann die typischen weißen Strände - und damit auch Touristen. Letztere sieht man auf St. Vincent nur in hoteleigenen Taxen in der Hauptstadt. Die Unterwasserwelt kann man auch auf St. V. erleben. So viel bunte Fische und anderes Unterwassergetier hab ich noch nie gesehen. Das Wasser hat eine gute Qualität, obwohl an einigen Stellen Einheimische ihre Abwässer reinlaufen lassen. Aber das hab ich selten gesehen.Tja, es gibt noch unglaublich viel zu erzählen. Aber die besten Geschichten erlebt man immer noch selbst!!! Deswegen solltet ihr mal hinfahren. Es ist nicht wirklich teuer, wenn man nicht so anspruchsvoll ist und gut plant. Einige gute Infos gibt es, wenn man mal unter St. Vincent sucht.
Neulich hab ich eine Seite gesehen mit Unterkunftsadressen für die Insel. Die Preise gingen bei 20 US-Dollar los. Da kann man sich doch nicht beschweren, oder???!!!! Allerdings muss man mit Kakerlaken rechnen, zumindest hatten wir welche.
Kurzer Hinweis zu Bildern und ciao: Man scheint erst würdig zu sein, Bilder reinzustellen, wenn man mind. mit seinem grünen Punkt Eingang in die WERT-STOFF-Sammlung gefunden hat.
Deswegen konnte ich erst jetzt Bilder einscannen.
größere Bucht - alle einsam!!!
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christianpirker 25.12.2007 22:56
photoart 25.07.2007 00:00
ein schöner und informativer reisebericht. hat mir gut gefallen. lg TOM
JoergTh 18.03.2007 17:42
Krischan.B 05.04.2006 21:44
Oh, was für ein schöner Reisebericht. Da will ich hin. Ich finde es übrigens klasse, wenn man endlich mal in der Minderheit ist - das war eine der bleibenden Erfahrungen für mich. Es gibt einem eine vernünftige Perspektive.
Pik7 16.02.2006 16:56