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Erfahrungsbericht

für St. John's, Newfoundland
5 Sterne Der Heilige Johann im Neugefundenen Land Bericht mit Bildern
79 von 79 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen

Pro Sehr viel sehenswertes

Kontra Schwer zu erreichen

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Übersichtlichkeit
Dienstleistungsangebot (Banken, Geschäfte etc.):
Abfertigungszeit und Pünktlichkeit:
Atmosphäre
Flughafensteuer:

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celles Seit 27 Feb 2011

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2009 haben wir mit der Tahitian Princess eine Transatlantikkreuzfahrt gemacht. Da kamen wir auch in das abgelegene St. John's und das bei 25° C !!! unfassbar...

St. John’s ist die älteste Stadt ganz Nordamerikas und die Hauptstadt von Neufundland. Sie liegt direkt am Atlantik und verfügt über einen geschützten Hafen. Die Schreibweise in der Kurzform ist gewollt, damit sie nicht mit der Hauptstadt von New Brunswick, Saint John, verwechselt wird. Die Stadt zählt rund 100.000 Einwohner.

Reisezeit
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Da das Klima von St. John's sehr rau und windig ist und die Stadt doch bei 47 Grad nördlicher Breite liegt, ist ein Aufenthalt in den Sommermonaten am empfehlenswertesten. Die Temperaturen pendeln dann tagsüber um die 20 Grad Marke. Sie können sogar bis knapp unter die 30 Grad Marke steigen. Werte um die 25 Grad sind keine Seltenheit, immerhin hat St.John’s sogar eine leicht südlichere Lage als Wien. Die Niederschläge bewegen sich zwischen 90 und 150mm, wobei das Maximum im Januar erreicht wird. Der Oktober ist statistisch gesehen mit 19 Regentagen führend. Bei uns war es wie gesagt sehr warm


Einreise
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Diese erfolgt entweder über den St. John's International Airport (YYT), der 6 km nordöstlich der Stadt liegt, oder über den Hafen von St. John's. 1950 trat Neufundland der kanadischen Union bei und musste folglich seinen Hafen erweitern. 1963 kam ein Cargo Terminal dazu sowie eine Zufahrtsstraße. Heutzutage dient der Hafen als Anleger für Fischerboote aber auch für Kreuzfahrtschiffe. Auch Forschungsschiffe zum Aufspüren von Erdölfeldern starten von ihm aus.


Sehenswürdigkeiten
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Vom Hafen kommend, trifft man unweigerlich auf die Water Street. Sie verläuft parallel zur Wasserlinie in Ost-Westrichtung. Sie entstand bereits im 16.Jahrhundert und ist noch immer von einer Reihe historischer Bauten geprägt. Die ehemalige Funktion als Handelsplatz von Basken, Franzosen, Spaniern, Portugiesen und Engländern haben Boutiquen und Souvenirläden übernommen. Neben diesen gibt es auch eine Anzahl an Hotels, Pubs und Restaurants.

Von der Water Street geht es auch hinunter zum Harbourside Park. Der Park wurde 1984 gegenüber des National War Memorial errichtet, um der Ausrufung von Newfoundland seitens Sir Humphry Gilbert 1583 zu gedenken. Es ist der einzige Park, der an den Hafen grenzt. Neben Grünflächen ist der Park von Stiegen durchzogen, die auf unterschiedliche Ebenen führen, wo die Geschichte des Hafens beschrieben wird. Auch zwei überlebensgroße Denkmäler von Neufundländern sind auch vorhanden. Diese waren schon sehr beeindruckend.

Das durch Spenden finanzierte Nationale Kriegsdenkmal wurde am 1. Juli 1924 enthüllt. Das Monument erhebt sich in Halbkreisform über den Treppen zur Water Street. Die fünf Figuren des Denkmals wurden von den beiden englischen Bildhauern Blundstone und Bayes geschaffen. Sie symbolisieren Neufundlands Verstrickung in den Krieg. Die Frauenfigur stellt die Bereitschaft der Provinz dar, dem Britischen Empire zu dienen. Die Fackel in ihrer Hand steht für die Freiheit, mit dem Schwert in der anderen Hand drückt sie die Kampfbereitschaft aus. Ein echtes Meisterwerk, nicht auslassen !!!!!

Geht man vom Denkmal nach Norden, kommt man auf die Duckworth Street. Sie ist eine in Ost-West Richtung verlaufende Einkaufsstraße, die parallel zur Waterfront verläuft. Sie ist rund 1200 m lang und umfasst eine Reihe historischer Holzhäuser mit wechselnden Farbenpaletten. Viele dieser Häuser haben Erker. 1849 eröffnete dort die erste Bank Neufundlands. Neben Souvenirläden, Einzelhändlern, Cafés, Restaurants sind hier auch Hotels wie das Sheraton Newfoundland am Ostende der Straße vertreten. Bunt wie auf den ABC Inseln, fast kitschig.

Um weitere Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, setzt man den Weg Richtung Norden zur Military Road fort. Wenn man diese von Osten nach Westen entlang geht, stößt man auf die untenstehenden Sehenswürdigkeiten. Die Sankt Thomas Kirche wurde 1835 als schwarze Holzkirche eröffnet. Sie hatte ursprünglich die Funktion einer Garnisonskirche für die Briten des Fort Williams, das sich am heutigen Standort des Sheraton Newfoundland befand. Die Kirche überlebte trotz ihrer Holzkonstruktion die Großen Feuer von 1846 und 1892. 1846 wurde die Kirche etwas versetzt und erhielt, gemeinsam mit seinem Kirchturm, einen blauen Anstrich. Gefiel mir gut...sicher einen Besuch wert

Das graue, neoklassizistische Colonial Building wurde von 1846 bis 1850 nach den Plänen von James Purcell erbaut. Bis 1959 war das Gebäude der Sitz der Regierung von Neufundland. Als Baumaterial wurde Kalkstein aus Cork verwendet. Sein griechisches Portal wird von sechs ionischen Säulen getragen. Der Giebel weist das königliche Wappen als Relief auf. Die Decken-Fresko im Inneren wurden von dem straffällig gewordenen polnischen Maler Alexander Pindikowski umgesetzt. Auch von Meisterhand.

Um das Gebäude herum erstreckt sich der Bannerman Park. Dieser verdankt seinen Namen dem Governor Alexander Bannerman, der das Land für diesen 1891 eröffneten Park spendete. Er wurde im viktorianischen Stil angelegt und musste ein Jahr später bereits als Zeltlager für die Obdachlosen des Großen Feuers herhalten. Im Sommer werden in ihm Folk Festivals abgehalten. Für seine Besucher gibt es auch einen Swimmingpool, Spielplatz und Liegewiesen, auf denen Büsten lokaler Größen stehen. Eher etwas zum entspannen. Nicht ganz sooooo sehenswert.

Schweift man nun von der Military Road Richtung Norden auf die Kings Bridge Road gelangt man zum Commissariat House. Es ist eines der ältesten georgianischen Holzhäuser in Neufundland. Es ist eines der letzten militärischen Bauwerke des 19. Jahrhunderts. Kurzfristig hat es auch als Hospital fungiert. Länger war seine Rolle als Pfarrei für die Saint Thomas' Church. Heutzutage kann man es mit seinem Garten besichtigen. Aktuelle Öffnungszeiten und Preise sind zu erfragen. Die Kirche durfte auch nicht fehlen.

Zurück auf der Military Road eröffnet sich der Blick auf das Government House aus rotem Sandstein wurde 1831 vollendet. Das Aussehen verdankt es dem Gouverneur Sire Thomas Cochrane. Das Baumaterial wurde vom nahen Signal Hill von schottischen Bauarbeitern herbeigeschafft, dennoch betrugen die Endkosten das Dreifache der ursprünglich angenommenen. Das Government House ist der Sitz des amtierenden Gouverneurs von Neufundland und ist von einem Garten umgeben, der nur teilweise öffentlich ist.

Hangaufwärts und schon ziemlich im Westen der Military Road folgt die Anglikanische Kathedrale - Heiliger Johannes der Täufer. Ihr verdankt die Stadt ihren Namen. Sie wurde 1699 als Gemeindekirche gegründet und wurde 1892 nach dem Großen Feuer wiedererrichtet. Diesmal wurde sie im neogotischen Stil mit Buntglasfenstern und einer Orgel neuaufgebaut. Vor der Kirche befindet sich ein Torbogen mit der Statue von Johannes dem Täufer. Das Innere setzt sich auch aus einer Bibliothek, einem Museum und einer Damenkapelle zusammen. Boah...keuch.

Ihr gegenüber liegt The Rooms. Es ist ein gänzlich barrierefreies Museum, das die Geschichte, das Erbe und die Kultur Neufundlands präsentiert. Es vereint Provinzarchive, Kunstgalerien und Museen. Es bietet sogar einen Fischraum, wo Familien ihren Fang weiterbearbeiten können. Alle Teile des Museums bedienen sich audiovisueller Effekte des 21. Jahrhunderts. Auch ein Souvenirladen ist vorhanden. Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise sind der Homepage zu entnehmen. Das war weniger mein Geschmack.

Hier sollte man Kehrt machen und wieder in Richtung Hafen gehen. Dabei gerät man zur Gower Street United Church, die auch Methodisten Kathedrale genannt wird. Sie wurde mittels roter Ziegelsteinen errichtet und 1896 vollendet, nachdem die ursprüngliche Kirche dem Großen Feuer von 1892 zum Opfer fiel. Die jetzige Kirche besaß einen Kirchturm, der aber aufgrund seines baulichen Zustands entfernt werden musste. Abgeschlossen wird die Kirche von einem grünen Dach. Auch wieder eine tolle Kirche.

Unweit von ihr trifft man auf die Anglican Cathedral of Saint John the Baptist. Sie wurde ab 1847 unter Verwendung des imperialen Maßsystems errichtet. Vorher standen in ihrer Nähe rund 6 Holzkirchen. Seit 1981 gilt diese als National Historic Site. Das Hauptschiff, das bis 1850 erbaut wurde, diente lange Zeit als Kirche selbst. Die Kanzel und die Sakristei wurden von 1880 bis 1885 hinzugefügt.1892 fiel die Kirche einem Feuer zum Opfer. Komplettiert wurde die Kirche, die im Inneren auch über Buntglasfenster verfügt, erst 1905. Sehr bemerkenswert.

Die George Street führt jetzt nach Downtown St. John's. Sie ist eine Bar- und Kneipenmeile. Sie hatte früher eine Länge von sechs Häuserblocks, wurde aber durch das Convention Center auf zwei Blocks verkürzt. Diese dienen aber gänzlich dem Nachtleben. Die George Street ist für den Autoverkehr nur von 8:00 bis 12:00 Uhr mittags geöffnet, danach gehört sie den Fußgängern. Im Oktober finden auf ihr die Mardi Gras Festivitäten statt, welche anderswo im Februar gefeiert werden. Im August gibt es noch das Sechs-Nächte-George-Street-Festival.

Auf dem Weg dorthin wird man von einem Wandgemälde begleitet. Holmes, der etliche Wandgemälde in St.John's und Umgebung realisiert hatte, verwirklichte an einer Mauer im Downtown Abschnitt von St.John's ein rund 20 Meter langes Wandgemälde, welches das damalige Leben (1930 - 1950) in St.John's wiederspiegelt. Szenen aus diesem Werk sind der Hafen und seine Fischer, der damalige Verkehr mit Auto und Pferdekutschen sowie das Pressewesen. Das war vielleicht ein endloses Meisterwerk !!!

Den Schlusspunkt bildet beim Hafen dann das aus örtlichem Granit errichtete Gerichtsgebäude. Es wurde von Whiteway entworfen. Das Bauwerk wurde nach zweijähriger Bauzeit 1901 vollendet und ist vom Hafen sowie der Water Street aus über Stufen erreichbar. Es wurde als Ersatz für ein kleineres Gebäude aus dem Jahre 1849 erbaut, welches einen Lebensmittelmarkt, ein Gefängnis und das Postamt beherbergte. Das heutige Gebäude fungiert noch immer als Provinzgericht. Von dort aus kann man entweder zum Hotel, zum Hafen oder zum Flughafen fahren.


Unterkünfte
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Das Sheraton Newfoundland liegt im Osten der Stadt. Es ist ein 4-Stern-Hotel, dessen Zimmer unter anderem mit Badezimmer mit Dusche und Wanne, Bügeleisen mit Brett, Modemanschluss, Fenster zum Öffnen, Fernseher, Haartrockner, Heizung, Highspeed-Internet, Kabel-TV, Kaffee- und Teekocher, Klimaanlage, Minibar, Pay-TV, Radio, Schreibtisch sowie Telefon ausgestattet sind. Das Hotel selbst bietet ein Beauty-Center, ein Business Center, einen Fitneßraum, einen Friseur, eine Gartenanlage, eine Hotelbar, einen Internet-Zugang, Kinderbetreuung, Liegen, Massageangebote, ein Restaurant, Shopping im Hotel, Tagungsräume ein Wellness-Center / Spa, Wireless LAN sowie Zimmerservice.

The Murray Premises ist ein 3-Sterne-Hotel in Downtown. Neben einem Innenhof mit Gastronomie wartet das Hotel mit einem Business Center, einem Cafe, einer Hotelbar, einem Internet-Zugang, einem, Restaurant, Tagungsräumen, einem Wellness-Center, und einem Whirlpool auf. Die Zimmer haben ein komplettes Bad, ein Bügeleisen und -brett, einen Fernseher, einen Haartrockner, eine Heizung, eine Hi-Fi-Anlage, Highspeed-Internet, einen Teekocher, eine Klimaanlage, einen Kosmetikspiegel, einen Kühlschrank, Satelliten-TV sowie einen Schreibtisch, eine Sitzecke und Telefon.

Danke fürs Lesen

Celles

Bilder

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St. John's, Newfoundland
Nationale Kriegsdenkmal
von celles celles
St. John's, Newfoundland

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Kommentare

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  • miss_chocolate 21.05.2012 10:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • karlheinz46at 02.05.2012 20:51
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • carmaxx 06.06.2011 13:58
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • hochsauerlaender 29.05.2011 04:51
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    B H !!

  • t.schlumpf 24.05.2011 13:03
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Hat etwas länger gedauert - sorry ;o)

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