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Pro Die Leichtigkeit des Seins ...
Kontra Bombenanschläge, Krieg und Naturkatasprohen
Detailbewertung
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Sri Lanka ………… eine paradiesisch anmutende Insel, südlich von Indien gelegen, im Indischen Ozean, … wurde bis 1972 Ceylon genannt (einst brit. Kolonie)und ist eigentlich eine Sozialistische Demokratische Republik. (Heute mutet es eher einer Dikatur an) Ceylon der Name alleine, übte auf mich als Kind eine Faszination aus und mein Wunsch war es immer "wenn ich mal groß bin" dort mal hinzufliegen.
Diesen Wunsch habe ich mir vor 10 Jahren erfüllt, und hatte die einmalige Gelegenheit dort bei einem Teeexporteur ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Eine große Umstellung war für mich, dass man dort als Frau (insbesondere als weiße Frau) nicht alleine wohnen kann. Die Firma hatte mir ein Haus und eine Hausangestellte zur Verfügung gestellt, die für mich waschen, kochen, aufräumen und IMMER anwesend sein sollte. Das wollte ich unter keinen Umständen, aber mein Protest war erfolglos, denn sehr schnell habe ich die Gründe verstanden. Da Sri Lanka inzwischen nun über 20 Jahre im Bürgerkrieg lebt, gibt es nicht nur sehr viel Willkür, Kriminalität und Korruption, sondern das Gesetz ist sehr auslegungsfähig. Es wird permanent gestohlen, eingebrochen und vergewaltigt. NEID ist nicht nur bei uns, sondern auch in Sri Lanka ein großes Problem. Als ich damals meinen singhalesischen Freund kennen lernte stellte er mir zusätzlich zu meiner Sicherheit 2 Wachmänner ab, die von nun an 24 h mein Haus bewachen sollten. Ich kam mir schon seltsam vor, insbesondere da es kein Privatleben mehr gab. Neben dem, dass ich hin- und wieder ein Kobrapärchen im Garten hatte, und ich den Gärtner bitten musste diese zu bitten umzuziehen (sie kamen aber immer wieder zurück), gab es tatsächlich während meines Aufenthalts einige Vorkommnisse, die mich daran erinnerten, wie sicher es bei uns in Deutschland doch ist.Nachdem ich damals mein Praktikum beendete, kam ich aber (alleine schon wegen meines Freundes) viele Male zurück. Dieses Jahr war ich bereits zwei Mal in Sri Lanka und viele Dinge haben sich verändert.
Viele Reiseberichte berichten von Hotels und Sehenswürdigkeiten. Ich möchte Euch heute eher einen "nicht-touristischen" Eindruck vermitteln …Es gibt seit Oktober 2005 einen neuen Präsidenten, Mahinda Rajapaksa der sehr diktatorisch und kriegsgeil zu sein scheint und der Waffenstillstand wurde nun wieder aufgehoben. Seitdem gibt es tägliche Bombenanschläge nicht nur im Norden und Osten, sondern auch im Süden und im Westen der Insel. Natürlich versuchen die Hotels die Touristen nicht zu verunsichern und viele Vorkommnisse werden vor Touristen verheimlicht, da Sri Lanka bereits einen doch recht hohen Umsatzverlust hinnehmen muss. Die Preise sind um 150% gestiegen, und auch die Gehälter sind untypischerweise auch etwas höher geworden. (im Durchschnitt ca. € 100 - 150 monatlich) Sri Lanka erlebt eine Inflation, die sich gewaschen hat und auch dort wird die Schere zwischen superarm und superreich immer größer.
Die Singhalesen verzaubern mich immer wieder mit ihrem breiten, freundlichen Lachen. Oft sind sie sehr hilfsbereit, oft natürlich auch mit dem geheimen Wunsch, dass man sich ihnen finanziell erkenntlich zeigt. Viele Singhalesen haben im deutschsprachigen Ausland paar Jahre gelebt, etwas Geld gespart um dann in Sri Lanka sich eine Existenz aufbauen zu können. Für viele Touristen ist das ganz angenehm, da viele Deutsch sprechen.=///=///=///=///=///=
Straßenverkehr:
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Hygiene, Krankheiten und Impfschutz:
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Es gibt gute Ärzte in Sri Lanka, aber die Krankenhäuser entsprechen bei weitem nicht unserem deutschen Standard. (Allerdings kenne ich derzeit kein Land, in dem es unseren Standard gibt) Sri Lanka ist zwar das Reichste Land der 3. Welt Länder - aber immer noch ein 3. Welt Land……..
Interessant fand ich vor 4 Wochen den Preis für ein großes Blutbild: In Deutschland ca. 600 € und in Sri Lanka 1,40 €.
Singhalesen benutzen kein Toilettenpapier, sondern waschen sich nach jedem Toilettengang mit Wasserdusche ab. Deshalb sollte man sich dementsprechend präparieren, wenn man sich außerhalb der touristischen Zonen aufhält und dieser Sitte nicht folgen möchte.
Toll und vorbildlich finde ich, dass sämtliche Religionen hier problemlos zusammenleben wie nirgendwo. Hindus, Buddhisten, Moslems und Christen feiern und leben zusammen ihre religiösen Feste ohne Stress. So eine Toleranz wünsche ich mir in Europa auch! Einen Nachteil für die Wirtschaft ist es allerdings, dass es in Sri Lanka wahnsinnig viele Feiertage gibt. Also nicht sehr gut fürs Brutto-Sozialprodukt ….. Dann ist es eine Unsitte, wenn Gehälter ausbezahlt werden, dass die meisten sozialschwachen Männer, das Geld direkt in Arrak (Cococusnussbrandy) umsetzen. Am nächsten Tag warten Arbeitgeber dann meist vergeblich auf das Erscheinen der Arbeitnehmer. Also ähnlich wie hier in Deutschland: Wer Arbeit wegen Geldmangel am Nötigsten hat, der liegt daheim und schläft und beschwert sich dann, dass er sozial benachteiligt ist….. ;-)
Wenn man sich höflich begrüßt und verabschiedet sagt man "Aibowan", was soviel bedeutet wie: ich wünsche ihnen ein langes Leben. Im Norden leben Tamilen und abgesehen von den terroristischen Tamil Tigers, leben Singhalesen und Tamilen friedlich zusammen. Sehr gut funktioniert in Sri Lanka die Großfamilie und auch die Moralvorstellung und das Wertesystem innerhalb Familien. In Sri Lanka wird mit singhalesischen Rupie bezahlt und für € 100 bekommt man ca. 14.500 LKR. In Touristenorten kostet ein Essen durchschnittlich 500 LKR = ca. 3,50 €. (Vor 10 Jahren kostete ein durchschnittliches Essen noch 3 DM) Gegessen wird in Sri Lanka mit den Händen, was nicht nur besser schmeckt, sondern auch etwas Übung bedarf.Durch die klimatischen Verhältnisse ist es verständlich, dass Arbeiten nicht immer so schnell ausgeführt werden, und Dinge brauchen einfach 3 x solange wie hier in Deutschland. In der Hauptstadt COLOMBO herrscht zwar reges Treiben und doch merkt man, dass die Mentalität der rund 20 MIO Einwohner eher das Prinzip "Die Entdeckung der Langsamkeit" verfolgt. Smog ist völlig normal, denn die Autos haben sich ca. verzwanzigfacht in den letzten 10 Jahren. Plus Staub, keine Partikelfilter etc. tragen ihr Nötiges hier mit bei. Ansonsten feiern die Singhalesen sehr gerne und Baila wird immer wieder gerne gesungen, getanzt und gespielt. Ich hatte die Gelegenheit auf vielen Hochzeiten zu tanzen ;-) und freue mich immer wieder über die Lebensfreude die bei Bailaklängen so überschwappt ….
=///=///=///=///=Was mich immer in asiatischen Ländern immer traurig macht, ist die Prostitution in unterschiedlichen Weisen. Oft wird dem europäischen "Sextouristen" von angeblichen homosexuellen jungen Männern echte Liebe geschworen, die aber von Haus aus hetero sind.
Die Jungs tun das, weil sie sich finanzielle Vorteile versprechen und vergewaltigen dabei ihre Seele. Oft sieht man bei den Rückflügen alte und seltsame Männer in Begleitung von blutjungen Mädels, die "verkauft" wurden ….
Drogen gibt es auch hier - aber steht unter Todesstrafe. Daran wir man nun wieder erinnert, wenn man an der Immigration auf dem Flughafen steht.
Besonders schöne Plätze und StreckenÜber KANDY wurde hier bei Ciao schon sehr viel berichtet - zu recht! Kandy ist sehr schön, insbesondere sehenswert ist das Waisen-Elefantenhaus in PINAWELA. VORSICHT: Es gibt zwei Verschiedene. Eins liegt an der Durchgangsstraße und bietet Elefantenreiten, Fütterung etc. an. Das sollte man meiden, denn dort werden die Elefanten nicht artgerecht behandelt und man ist dort nur auf Touriabzocke aus. Das Waisenhaus, indem man nur zusehen und nicht Füttern oder Reiten darf ist das Richtige und liegt ca. 2 km hinter dem Vorgenannten. Dort werden Waisen liebvoll und mit hohem Engagement versorgt. Sie werden mehrmals am Tag zum Baden geführt und man kann in einem nahe gelegenen Restaurant gemütlich dem Elefantenspektakel zusehen. Links sind die Riesen angekettet, da sie wohl noch traumatisiert sind, z.B. von skrupellosen Elfenbeinjägern, die wegen dem weißen Gold gewissenlos diese fantastischen Tiere töten. Oft sind die Babies alleine und werden dann in diesen Heim großgezogen. Viele müssen noch resozialisiert werden und sind deshalb angekettet. Rechts dürfen alle anderen Elefanten, ohne Ketten, baden. Einfach megasüß den Elefanten zuzusehen. Ich könnte Wochen alleine nur dort verbringen. Innerhalb der letzten 10 Jahre hat sich dort viel getan. Viele, viele Babies und manche sind sicherlich auch dort mittlerweile geboren. Man findet auch noch viele freie und wilde Elefanten, die aber trotzdem lieb sind.
KANDY hat einen wirklich sehenswerten und attraktiven Botanischen Garten. Auch der buddhistische Tempel (nur ohne Schuhe und mit bedecktem Körper betretbar) (Zahntempel) der Stadt hat eine reizvolle Ausstrahlung. Im April gibt es viele Festivitäten und man kann Tanzschauspielen, Feuerschlucker und Musik, Musik und Musik in den Straßen finden. Oftmals verbunden mit so genannten Pereras, die mit geschmückten und prachtvollen Elefantenzügen durch die Städte einhergehen.
Weiter südlich kommt man dann nach HIKKADUA das sehr ähnlich wie NEGOMBO ist. Allerdings ist der Strand dort auch manchmal steinig und man findet dort auch Tauch- und Wassersportschulen und nach dem Tsunami sieht man nicht mehr allzu viel von den baulichen Schäden. GALLE ein nettes, altes Städtchen mit romantischer Stadtmauer liegt im Süden von Sri Lanka und ist recht attraktiv und verfügt über den einzigen Yachthafen Sri Lankas, der sich in den letzten 10 Jahren gemausert hat. Liegegebühren für einen 56 Fuß Yacht 230 USD/Tag (ziemlich unverschämt)….aber wer dorthin von einer langen Überfahrt kommt, der zahlt wohl alles….. (geographisch ist südlich von Sri Lanka bis zum Südpol kein Festland mehr) Etwas weiter an der Küste kommt man nach UNAWATTUNA (mein Liebelingsörtchen in der Gegend) was sehr gemütlich ist. Keine große Attraktionen - eher unspektakulär ruhig und angenehm. Insgesamt muss man für HIKKADUA, GALLE UND UNAWATUNA hier unbedingt die starken Strömungen berücksichtigen. Manchmal kommt man erst 2 km entfernt von der Eintrittsstelle an Land. Auch sind die Strände oft mit Felsen besiedelt.
Wenn man an der Ostküste hochfährt kommt man an wunderschönen, teilweise unberührten Buchten vorbei, die Luft wird direkt besser. Entlang und über Reisfelder, immer wieder in Berührung mit der Natur. Nicht selten steht plötzlich ein Elefant da rum oder Leoparden kreuzen den Weg. Durch den Tsunami sind auch paar Krokodile an anderen Plätzen als zuvor unterwegs. Nicht ungefährlich, denn die können ganz schön schnell wetzen ….(auf dem Photo könnt ihr Eins sehen - habe mich allerdings nicht näher rangetraut). Es gibt riesengroße Warane, die mir nicht so ganz geheuer sind, denn sie ähneln doch Dinosaurier und die sind genau wie die Riesenphytons für nicht so gut berechenbar ….. Vögel gibt es in jeder Art und ganz viele davon. Weniger gefährlich sind die vielen Affen und Äffchen. Jedoch können die auch beißen und entpuppen sich oft als Diebe. Also alles gut festhalten, denn die rennen gerne mal mit ner Tasche auf und davon.Leider ist es seit 2 Jahren wieder nicht möglich in den Osten bzw. Norden zu fahren, denn der Bürgerkrieg ist seit dem neuen Präsidenten neu aufgeflammt. Vor kurzem konnte man noch in Tamillengebiet fahren…im Moment leider nicht. Unglaublich finde ich, dass die terroristische Gruppe, die Tamil Tigers, von Norwegen unterstützt wird.
Man kann in den Dschungel Richtung Zentral-Sri Lanka fahren und sich auf wunderbaren Serpentinenstraßen auf knapp 2.000 Meter (dank dem aufmerksamen Leser, ist der lächerliche Rundungsfehler von ft zu mt, von schlappen 1000 m direkt korrigiert worden ;-))nach NUWARA ELIYA hinaufarbeiten. Sri Lanka ist reich an Bodenschätzen. So kommt neben Eisenerz auch Zinnerz, Mangan, Molybdän, Nickel, Kobalt, Arsen, Wolfram, Tellur und etwas Gold vor. An Edelsteinen werden Rubine, Saphire, Topase und Spinelle gewonnen. Auf dem Weg dorthin fährt man an auffälligen Wasserfällen vorbei und an der Straße werden oft Mineralsteine und Edelsteinen verkauft.Auffällig ist seit 10 Jahren die hohe Anzahl von Straßenhunden, die eigentlich alle gleich aussehen. Wichtige Pflanzen sind vielfältige Kokossorten, Reis, Zuckerrohr, Teesträucher, Indigo, Tabak, Kaffee, Kakao und Chinarinde sowie eine Vielzahl von Gewürzpflanzen (Chili, Zimt, Curry, Curcuma etc.)
Wunderbar sind die unzähligen Teeplantagen auf den Hochplateaus Sri Lankas.Nun in NUWARA ELIYA werden wir an heimische Temperaturen erinnert. Empfindlich kalt ist es dort insbesondere abends. Dort gehört eine Heißwasserdusche zum Glück zur Standardausstattung, selbst günstigerer Hotels. Hier findet einmal im Jahr die Landesrallye statt. Als ich vor kurzem da war, gab es eine Jeeprallye auf künstlich angelegten Parcours an dem schönen See, der fast ganz mit Seerosen bedeckt ist. Märkte und Feste - aber vor Allem das Klima macht NUWARA ELIYA zu einem besonderen Ort für die sonst sonnengeplagten Singhalesen. Man merkt auch direkt, dass die Menschen dort aktiver sind, was sich hauptsächlich durch die dort tamilische vorherrschende Mentalität und das kühlere Klima auszeichnet.
Es ist auffällig, dass das Gemüse dort einzigartig lecker schmeckt. Alles frisch und natürlich gewachsen ….Es gibt noch jede Menge andere wunderschöne Plätze wie SIRINGYA, DAMBULLA und der ELEFANTROCK. Viel, viel Geschichte und Spiritualität findet man in Sri Lanka und zwar überall .....
=///=///Durch den wiederaufgeflammten Bürgerkrieg werden weniger Hotels gebucht und dadurch werden weniger Touris dorthin gekarrt und dementsprechend sind die Preise wieder angestiegen. Am komfortabelsten fliegt man auf einem Direktflug von Deutschland wie z.B. Condor, LTU, Lufthansa, SriLanka Airlines für insgesamt ca. 690 - 1200 € oder Schnäppchen für Spontane gibt es auch schon ab € 400 Hin-und Zurück. Darüber hinaus gibt es zu ähnlichen Preisen Flüge mit 1-2 Zwischenstopps, wie mit der Royal Jordan, Ethidad, Emirates oder Quatar Airlines. Der Nonstopflug dauert ca. 10 -11 h. 30-tägigesTouristenvisa gibt es gratis für Europäer am Flughafen. Passpflicht .
=///=///=///=///=///=///=Man kann durchaus schöne Zimmer für € 10,00 - 15,00 pro Doppel-Zimmer/Nacht finden. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt.
Sri Lanka ist für mich besonders immer wieder eine Reise wert, da ich die Früchte und das Essen (sehr scharf in der Originalküche) hier in Europa immer vermisse. Aber auch die weißen und goldenen Strände mit dem türkisblauen Meer fehlen mir. Und die Gerüche vermisse ich …… und natürlich die herzliche und liebevolle Art der Menschen dort, die man so schnell nicht mehr wieder findet …. Ich werde immer wieder hierher zurückkommen und mich verzaubern lassen …..Sri Lanka wird sich sicher noch sehr schnell verändern und der westlichen Welt leider immer ähnlicher…deshalb genieße ich das Paradies noch, solange es es gibt ……Wer Fragen hat oder paar wirkliche Insidertipps braucht, kann mich gerne ansprechen.
Vielen Dank fürs Lesen und viel Spaß und Neues für Euren nächsten AusflugMai 2007
Pancho
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YinYang512 11.02.2011 08:47
Guter 'Insider'-Bericht, gibt mir ein gutes Bild für einen möglichen Urlaub. LG Axel.
Sheila1 30.01.2010 20:11
lahr2006 08.02.2009 09:11
Pater_Brown 03.09.2008 21:16
---super dokumentiert--- Leider werde ich wohl in nächster Zeit kaum Gelegenheit zu einer solchen Reise haben... LG Günther
Meisterhaft berichtet und somit BH.