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Da ich auch Sri Lanka schon zwei Mal bereiste; möchte ich auch zu diesem Land einige meiner Erfahrungen weitergeben. Der erste Besuch war als ‚Individualtourist‘ mit einer Aufenthaltsdauer von sechs Wochen. Es ist absolut problemlos, nur mit einem Flugticket und ohne feste Hotelbuchung nach Sri Lanka zu Reisen. Unterkünfte findet man wie Sand am Meer. Ich musste es nie bedauern, nur mit einer gewissen Vorstellung was ich sehen möchte, in ein fremdes Land gereist zu sein. Man kommt immer mit anderen Reisenden ins Gespräch, die einen mit zusätzlichen Tips versorgen können. Und stellt sich ein Ort nicht als das heraus, was man sich vorgestellt hat, kann man problemlos weiterreisen. Ist es schöner als erwartet, ist es ebenfalls kein Problem, etwas länger zu bleiben Beim zweiten Besuch kam ich als Pauschaltourist mit zwei Wochen Zeit. Ich sah das gleiche Land, doch diesmal war es ein Schnelldurchgang.
Einreisebestimmungen Für Deutsche besteht in Sri Lanka Pass- und Visumzwang. Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Touristenvisa (bis 30 Tage) werden bei der Einreise in Sri Lanka erteilt. Eine Verlängerung des Visums ist in Colombo problemlos möglich. Allerdings sollte man im Falle einer Visumsverlängerung etwas Zeit mitbringen. Wäre ich nicht in Indien gewesen, würde ich schwören, dass die Ceylonesen die Langsamkeit erfunden haben. Also, einige Stunden für ein paar Stempel sollte man schon einplanen.
Sicherheit Nach Empfehlung des Auswärtigen Amtes sollten touristische Reisen in den Norden (nördlich von Anuradhapura und östlich von Polonaruwa) sowie in den Osten (Landweg nach Trincomalee, Batticaloa und Ampara) deshalb unterbleiben. Trotz des andauernden Bürgerkrieges fühlte ich mich als Tourist in Sri Lanka nie gefährdet. Das ist aber eine völlig subjektiv Einschätzung.
Strände Wer nach Sri Lanka reist, wird es in der Regel wegen der Strände tun. Sicherlich gibt es sehr schöne Strände, die unserem Tropenidyll von weissem Strand und Kokospalmen satt, entsprechen. Wer lange Strände zum offenen Meer schätzt kommt hier sicher auf seine Kosten. Liebt man aber mehr Buchten, also etwas geschützter (ohne Strömung) ist die Auswahl nicht sehr gross. Als Paradebeispiel für eine wunderschöne Badebucht ist für mich Unawatuna, südöstlich von Galle. Als Nachteil empfand ich in Sri Lanka, dass die Strasse und die Eisenbahntrasse relativ dicht am Meer vorbei führen daher die Strände zumindest an der Westküste nicht sehr breit sind. Aber wer nach Sri Lanka nur zum Baden
Bilder von Sri Lanka, Allgemeines
Abendstimmung auf Sri Lanka
reist ist selber Schuld. Sri Lanka hat wesentlich mehr als nur Strände zu bieten.
Natur Was mich an Sri Lanka begeistert, ist dass trotz Überbevölkerung ein scheinbar harmonisches Verhältnis zur Tierwelt besteht. Es gibt sehr viele Nationalparks, in denen auch tatsächlich noch viele Tiere zu sehen sind. Auch in Gebieten ausserhalb der Nationalparks sind Tierbeobachtungen möglich. Habt ihr schon mal eine wildlebende Elefantenherde aus einer Entfernung von nicht mehr als fünfzig Meter beobachtet ? Es ist wirklich unvergesslich, wenn man völlig ohne Zeitdruck das soziale Verhalten einer Elefantenherde beobachten kann. In Sri Lanka ist das mit nur ein klein wenig Glück möglich. Ich hatte die Gelegenheit bei einem Ausflug von Ella nach Buruvagala. Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch etwas vor den sicherlich sehr possierlichen Affen warnen. Ein wenig sollte man seine Habseligkeiten unter Kontrolle haben. Da die Affen an fütternde Touristen gewohnt sind, sind sie auch keinesfalls ängstlich. Blitzschnell können sie sich eine Kamera oder einen anderen Wertgegenstand schnappen und damit verschwinden.
Hochland Wer etwas Zeit hat, sollte unbedingt einmal in die Berge fahren. Ich denke hier erschliesst sich Sri Lanka in seiner vollen Schönheit. Teeplantagen und wunderschöne Reisterassen stehen hier auf dem Programm. Es geht nicht so rummelig und touristisch wie an der Küste zu. Die Leute sind meinem Geschmack nach wesentlich angenehmer als am Strand. Das Klima ist milder und ausserdem gibt es hier einfach mehr zu sehen. Als ideale Ausgangsbasis empfand ich hier Ella. Ella selbst hat zwar nicht viel zu bieten. Aber von hier aus kann man wunderbare Tagestouren entweder zu Fuss, mit dem Bus oder mit dem Zug unternehmen.
Essen Das Essen auf Sri Lanka ist gut aber nicht mit dem Indischen vergleichbar. In touristischen Gebieten ist das Essen abwechslungsreich. Selbst Pizza, Nudeln,Hamburger und der gleichen sind problemlos zu erhalten. Wer aber mal authentisch ceylonesisch Essen möchte, sollte da Essen gehen, wo es auch die Einheimischen tun. Am einfachsten ist es, wenn man mit einem einheimischen Fahrer unterwegs ist. Wir sind es gewohnt, ein Gericht mit Huhn, Rind oder Schwein zu bestellen. In Sri Lanka werden aber jede Menge Schüsseln mit Fleisch, Fisch, Gemüse und Reis aufgetischt. Hier geht es schon eine Nummer schärfer und wesentlich „geschmackvoller“ zu. Bezahlt wird das, was gegessen wurde. Wurde eine Zutat nicht genommen, wird sie auch nicht bezahlt. Jedenfalls bekam ich bei solch einer Gelegenheit das meinem Geschmack nach beste Essen in Sri Lanka. In der Regel wird mit der Hand gegessen, aber auf Wunsch gibt es auch ein Besteck. Versuchen sollte man auch Ananas oder Papaya mit Chillypulver. Eine wirklich leckere Mischung. Wer gerne Kokosnussmilch trinkt ist mit der Milch aus einer gelben Kokosnuss ebenfalls gut bedient.
Verkehr Nirgends wo in Asien habe ich mehr Verkehrsunfälle als in Sri Lanka gesehen. Es ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn man in einem PKW oder Bus sitzt der ein anderes Fahrzeug überholt und man rast auf ein Auto zu, das ebenfalls gerade überholt wird. In der Regel geht das schon gut und spannend ist es allemal. Aber für schwache Nerven ist das nichts und oft habe ich gedacht, jetzt hilft nur noch beten. Diese Fahrweise erklärt sicherlich, warum der Fahrer öfters mal an einem Tempel anhält und stille Andacht mit einem seiner Götter hält.
Das angenehmste Verkehrsmittel ist für mich der Zug. Hatte ich von Bildern her immer den Eindruck, das dieses Transportmittel hoffnungslos überfüllt ist, ist die Realität etwas anders. Natürlich sind die Züge gut besetzt. Aber wenn man einmal mit so einem Zug durch die Berge und teilweise über den Wolken mit max. 30 Stundenkilometer durch die Gegend fährt, wird schnell merken, dass die schönsten Plätze natürlich am Fenster und in den offenen Türen sind. Also, wer in Sri Lanka ist, sollte unbedingt mal Zug fahren, möglichst im Hochland. Es ist wirklich einmalig und in keinem Falle stressig.
Einige touristische Highlights Trotz seiner kleinen Fläche bietet Sri Lanka erstaunlich viele Sehenswürdigkeiten. Die folgenden Sehenswürdigkeiten habe ich alle zwei mal gesehen. Einmal während eines sechswöchigen Urlaubes als „Rucksackreisender“, „Individualtourist“ oder wie auch immer und einmal als Pauschaltourist in einer Dreitagetour. Vorneweg, die Unterkünfte als Pauschalreisender waren luxuriöser. Dafür erfolgte die Reise im Schnelldurchgang. Ohne Gruppe waren die Unterkünfte zwar einfacher aber dafür hatte ich auch die Gelegenheit, das was ich sah, auf mich wirken zu lassen und zu verarbeiten.
Polonaruwa Ein absolutes touristisches Muss ist Polonaruwa, eine jahrhundertelang im Urwald verschollene Königsstadt. Sie war die zweite bedeutende Königsstadt nach Anuradhapura. Das Gelände ist so gross, dass es so gut wie unmöglich ist, alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag zu besichtigen. Eine gute Möglichkeit ist, das Geläne per Fahrrad zu besichtigen. Sehenswert sind hier u.a. die Ruvanveli Dagoba. Sie ist etwa 160 m hoch und sehr beeindruckend. Am beeindruckendsten war allerdings Gal Vihara, bestehend aus vier Buddhafiguren. Die schönste Figur ist ein vierzehn Meter grosser liegen Buddha, der gerade ins Nirvana eingeht. Mit Hilfe eines Lochs im Zaun (ich hatte aber eine Eintrittskarte) konnte ich zum Sonnenaufgang, vor Kassenöffnung, den Anblick auf diese wundervolle Buddhafigur geniessen. Während des Sonnenaufgangs verrichtete ein Mönch seine Morgenandacht. Zur Seite standen ihm dabei ein Trommler und ein Flötenspieler. Eine wirklich perfekte Kulisse, die einem Raum für viel Nachdenken über das „Wesentliche in der Welt“ lässt. Das A und O in dieser Anlage ist Zeit. Und die hat man nur, wenn man nicht mit einer Touristengruppe kommt. In diesem Fall wird man etwa im Takt von fünfzehn Minuten von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit getrieben. Der Reiseleiter gibt den Takt an , nicht das eigene Empfinden. So war das beim zweiten Besuch.
Sigiria Sigiriya ist eine Festung auf einem 185 m hohen Felsmonolithen, die von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Empfehlenswert ist eine Besteigung am besten vormittags. Je früher desto besser. Nachmittags scheint die Sonne direkt in den Felsen. Es ist dann wirklich heiss wie in einem Backofen. Über in den Stein geschlagene Stufen und später über eiserne Steige und Leitern erreicht man die Gegend. Am Felsfuss mit Wasser eindecken! Aber so oder so wird das ganze zu einer schweisstreibenden Angelegenheit und schwindelfrei sollte man auch sein. Auf halber Höhe sind sehr schöne Felsfresken zu bestaunen, die die leichtbekleideten Wolkenmädchen zeigen. Zu diesen Fresken gelangt man über eine stählerne Wendeltreppe, die direkt an der Steilwand hängt. Schwindelfrei sollte man schon sein. Aber es lohnt sich
Kandy Kandy ist durch seinen Zahntempel, in dem ein Zahn Buddhas aufbewahrt wird, das religiöse Zentrum Sri Lankas. Deshalb ist auch der Zahntempel (Dalada Maligawa) die grösste Touristenattraktion. Der Zahn selber ist aber in der Regel nicht zu besichtigen. Der Tempel liegt direkt an einem künstlichen See. Mir persönlich hat der Park, der sich hinter dem Tempel befindet am besten gefallen. Hier allerdings der verwilderte Teil, in dem ich den Eindruck hatte in einem tropischen Regenwald zu sein. Auch ein Besuch des Botanischen Gartens ist lohnenswert, da es sich um eine weitläufige sehr gepflegte Anlage handelt. Da der Batonische Garten ausserhalb des Zentrums liegt, muss man mit dem Bus dahin. Am besten man sagt dem Fahrer wo man hin möchte. Er sagt dann, wenn man es nicht schon selber gemerkt hat – alle Touristen, die in diesem Bus sind, wollen dahin – wo man aussteigen muss.
Pinawela Ein weiteres unvergessliches Erlebnis ist der Besuch des Elefantenwaisenhauses in Pinnawela. Das Elefantenwaisenhaus liegt in der Nähe von Kandy und ist täglich geöffnet. Pinawela ist mit öffentlichen Verkehrmittel von Kandy aus zu erreichen. Am beeindruckensten ist es, wenn eine ganze Elefantenherde zum Baden an den Fluss geführt wird. Möchte man dieses Schauspiel geniessen, sollte man sich vorher nach den Badezeiten erkundigen.
Schlussworte Natürlich gibt es in Sri Lanka noch viel mehr zu sehen. Aber ich wollte nur beschreiben, dass Sri Lanka nur für einen Badeurlaub, in dem man am Strand abhängt, viel zu schade ist. Und ich kann nur wiederholen : es ist völlig problemlos, diese wunderschöne Land auf eigene Faust zu entdecken. Ihr werdet es nicht bereuen.
ja - wunderschön. - Ich kenne diese Insel von einigen Leuten, die damals in den 90igern zu uns kamen, es waren fast alles Tamile, die aus dem Norden der Insel kamen. - Und die hatten immer Kontakt in die Heimat, so bekam ich viele Filmchen zu sehen von Hochzeiten, und alle möglichen Festlichkeiten. - Selbst hinzufahren wäre mir eine viel zu lange Flugreise. Und die Reiseberichte die ich bisher gesehen habe, ohje - so gar nicht mein Ding - Pauschalreisen.. sagt alles, oder ;-)I)) bh kommt noch gell - LG gisela
24.03.2013 18:55
Das steht bei mir auch noch auf dem Programm. Daher wirklich ungemeinn nützlich, Dein Beitrag-
19.03.2013 08:47
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06.03.2013 10:35
ja - wunderschön. - Ich kenne diese Insel von einigen Leuten, die damals in den 90igern zu uns kamen, es waren fast alles Tamile, die aus dem Norden der Insel kamen. - Und die hatten immer Kontakt in die Heimat, so bekam ich viele Filmchen zu sehen von Hochzeiten, und alle möglichen Festlichkeiten. - Selbst hinzufahren wäre mir eine viel zu lange Flugreise. Und die Reiseberichte die ich bisher gesehen habe, ohje - so gar nicht mein Ding - Pauschalreisen.. sagt alles, oder ;-)I)) bh kommt noch gell - LG gisela