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Mehr Schein als Sein!
Pro Sonne, reichhaltiges Essen, kinderfreundliche Anlage
Kontra Sauberkeit, langweiliges Umfeld
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
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| Anbindung | |
| Service | |
| Essen & Trinken | |
| Atmosphäre | |
| Sauberkeit | |
| Behindertenfreundlichkeit |
Aufgrund der durchweg guten Erfahrung der letzten Jahre, war klar, dass wir auch 2009 drei Wochen in der Türkei verbringen würden.
Diesbezüglich vertrauen wir bereits seit Jahren Thomas Cook Reisen und dem Karstadt Reisebüro in München. Thomas Cook ist zwar etwas teurer als die meisten Anbieter, dafür sind die Serviceleistungen aber auch eine Klasse besser.
Thomas Cook Kunden werden in den ausgewählten Hotels bevorzugt in den oberen Etagen untergebracht. Ferner wird darauf geachtet, dass die Zimmer nicht direkt im Bereich des Eingangsportals liegen und somit eine gewisse Nachtruhe gewährleistet ist.
Sehr positiv ist auch die Tatsache zu bewerten, dass bei frühzeitiger Buchung die Möglichkeit der kostenlosen Sitzplatzreservierung besteht. Thomas Cook arbeitet mit CONDOR zusammen. Hier hat der Fluggast ein wenig mehr Beinfreiheit als in den Flugzeugen der Linie SUNEXPRESS.
Während des Fluges erhalten Thomas Cook Reisende das Premium – Menü, während Reisende anderer Reiseunternehmen lediglich eine kleine warme Mahlzeit erhalten.
Um den Unterschied zu verdeutlichen, hier ein Beispiel:
Nicht-Thomas-Cook-Kunden erhalten während des Fluges ein Kaltgetränk, eine warme Mahlzeit in Form eines Nudelgerichts, ein Stückchen Kuchen und eine Tasse Kaffee.
Thomas-Cook-Kunden erhalten ein Putensteak mit Kartoffeln, Gemüse und einem Salat, ein Brötchen mit Butter und Käse, eine Quarkspeise, ein Stück Kuchen, eine hochwertige 40g Tafel Vollmilchschokolade, ein Kaltgetränk und eine Tasse Kaffee.
Wir hatten uns bereits frühzeitig für das SPICE-Hotel in Belek entschieden. Somit war die Buchung kein Problem. Kunden, die wissen was sie wollen, wohin sie wollen und was sie nicht wollen sind jedem Reisebüro willkommen.
Für den dreiwöchigen Aufenthalt im SPICE-Hotel & SPA (All Inklusive Premium, zwei Personen im Doppelzimmer mit Gartenblick) vom 26.05. bis einschließlich 16.06.2009 ergab sich ein Preis von 3198 Euro. Für die Reiserücktrittversicherung waren bei Vertragsabschluss 118 Euro zu zahlen. 768 Euro waren umgehend an den Reiseveranstalter zu überweisen. Die Restsumme wird grundsätzlich spätestens vier Wochen vor Reisebeginn fällig. Wenn der Kunde alle Bedingungen erfüllt, treffen die Reiseunterlagen zwei Wochen vor Reisebeginn ein.
Da All Inklusive nicht immer All Inklusive ist, werde ich zum besseren Verständnis die All Inklusive Leistungen unseres Hotels aufführen:
Vollpension in Form von reichhaltigen und abwechslungsreichen Buffets, Langschläfer-Frühstück, Abendessen in den A-La-Carte-Restaurants (Reservierung 1-mal je Woche, türkisch, italienisch, mediterran und asiatisch).
Der Reiseablauf war wie folgt vorgesehen:
Abflug München am 26.05.2009 um 07:20 Uhr. Ankunft Antalya 11:20 Uhr. Bustransfair vom Flughafen bis zum Hotel ca. 40 Minuten. Somit hätten wir das Hotel zwischen 13:00 und 13:30 Uhr erreichen müssen.
Doch es kam ganz anders!
Beim Eintreffen am Reiseschalter wurde uns mitgeteilt, dass die vorgesehene Maschine nicht zur Verfügung stünde. Auf dem Flug von Antalya nach München sei es zu einem Vogelschlag im Bereich der Flugzeugnase gekommen. Dieser Schaden müsse nun erst behoben werden.
Aus diesem Grunde würde sich der Abflug auf 09:00 Uhr verschieben. Nicht toll, aber nicht zu ändern!
Um 13:00 Uhr befanden wir uns dann in der Luft. Die Landung erfolgte um 16:30 Uhr Ortszeit. Durch die Verspätung von über 5 Stunden, mussten auch die Abfahrtzeiten der Busse zu den jeweiligen Hotels geändert werden.
Die Hotelzufahrt war mit Abstand die großzügigste, die wir an diesem Tage gesehen hatten (beim Transfair wurden insgesamt 11 Hotels angefahren); der Eingangsbereich umwerfend. Eine riesige Eingangshalle mit 4 pompös wirkenden goldfarbenen Säulen, zahllosen Sesseln und Sofas, Marmorboden und einem alles überragenden Kronenleuchter versetzte uns schon ein wenig ins Staunen.
Das zugewiesene Zimmer befand sich in der zweiten Etage mit Blick in die Gartenanlage. Die Ausstattung war auf den ersten Blick ansprechend. Das Badezimmer war wie auch der Schlafraum im marokkanischen Stil eingerichtet. Die Badewanne dient gleichzeitig als Dusche. Duschgel, Shampoo und Seife gehören zur Grundausstattung und werden regelmäßig nach- bzw. aufgefüllt.
Der Schlafbereich ist ca. 25m² groß und verfügt über zwei Einzelbetten, die sich aber problemlos zusammenschieben lassen. Der Raum ist klimatisiert und ist ferner mit einem Fernseher, Telefon und einer Minibar ausgestattet
Dadurch kamen wir in den Genuss eines wundervollen Sonnenaufgangs und eines Morgensparziergangs in einer noch ruhenden Hotelanlage.
Für diese Villen gibt es eine VIP-Lounge. Hier ist Exklusivität gewährleistet. Die Betreuung erfolgt durch eigens für diese Gäste zuständiges Personal.
Das SPICE-Hotel ist im orientalischen Stil gehalten und erinnert an einen marokkanischen Palast. Zwischen dem Hauptgebäude und den Nebengebäuden befinden sich zahlreiche Pools. Man kann wirklich von einer Poollandschaft sprechen, die allen Bedürfnissen der Gäste genügen sollte.
Die Pools sind mit Liegestühlen und Sonnenschirmen ausgestattet. Allerdings besteht ein krasses Missverhältnis zwischen Liegestühlen und Sonnenschirmen. Bei zwei Liegestühlen sollte ein Sonnenschirm zur Verfügung stehen. Zu etwa 20% war das nicht der Fall. So ist es auch zu erklären, dass bereits gegen 06:30 Uhr die ersten Reservierungen von Liegen und Schirmen begann.
Die Liegen sind alle mit einer Auflage versehen, die durch den täglichen Gebrauch leider eine wenig “schmuddelig“ sind. Dafür gibt es entsprechende Liegetücher, die täglich zwischen 10:00 und 19:00 Uhr getauscht werden können.
Die Wassertiefe beträgt durchschnittlich 1,40 m. Die Becken für Klein- und Kleinstkinder sind entsprechend angepasst.
Unmittelbar in der Nähe finden die Abendveranstaltungen im Amphitheater statt. Dieses Theater bietet etwa 400 Gästen Platz.
Die Grünanlagen wurden mit viel Liebe angelegt und sind entsprechend gepflegt. Der Baumbestand ist eher dürftig, und so gibt es kaum natürlichen Schatten.
An dieser Stelle unterbrachen wir unseren ersten Rundgang, um zu frühstücken.
Ein Hotel, das über mehr als 500 Zimmer verfügt, sollte auch entsprechende Speiseräume zur Verfügung stellen.
Neben Brot, Brötchen, Kuchen, warme Speisen, Eier, Marmelade, Müsli, Obst, Salate, Fisch und zahlreichen orientalischen Leckereien, werden insgesamt über 10 Teesorten angeboten. Frisch gepresster Orangensaft gehört genauso zum Angebot wie ein schmackhafter Kaffee. Wer lieber Cola oder Wasser trinken möchte wird auch hier befriedigt.
So landeten wir am ersten Tage am Strand und genossen die Sonne bei etwa 27 Grad. Der Strand war sehr sauber; die Wasserqualität sehr unterschiedlich. Von glasklar bis trüb haben wir alles erlebt. Dennoch kann man sagen, dass das Badevergnügen hier nicht beeinträchtigt wird.
Bei den Wasserrutschen wurde der Mini-Club eingerichtet. Hier werden die Kinder fast 10 Stunden täglich betreut und können sich auf dem Kinderspielplatz austoben.
Hier werden Massagen und andere Wellness – Anwendungen angeboten. Hier wird tagsüber durch das Personal für diese Anwendungen mit Preisnachlässen von bis zu 50% geworben.
Im SPA-Bereich integriert ist ein Fitness-Center. Die Geräte sind von „Technogym“ und entsprechen den technischen Anforderungen, die in Deutschland gefordert werden.
Das Abendessen kann in der Zeit von 19:00 bis 21:30 Uhr eingenommen werden. Wie beim Frühstück ist das Angebot überwältigend. Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts in allen Variationen sind optisch eine Augenweide. Salate, Fisch und Fleisch, Nudeln, Reis, Gemüse, Käse etc., alle kommen auf ihre Kosten.
Zum Essen werden alle Getränke gereicht, die der Gast wünscht. Das Bedienungspersonal ist in der Regel freundlich und zuvorkommend.
Das Abendprogramm wird überwiegend vom Animationsteam des Hotels gestaltet, das auch tagsüber versucht die Gäste bei Laune zu halten und ist nicht besonders anspruchsvoll, aber doch auf die Mehrheit der Hotelgäste zugeschnitten. Etwa alle drei Tage wird den Hotelgästen ein Highlight geboten. Künstler aus Afrika, China, Kuba oder der Türkei sorgen für Abwechslung mit ansprechenden künstlerischen Darbietungen.
Belek ist bekannt für die zahlreichen Golfplätze. Ansonsten ist das Umfeld nicht besonders spannend. Von unserem Hotel bis nach Belek waren es lediglich 2 km. Dort befinden sich zahlreiche Geschäfte, die selbstverständlich ausschließlich Originalwaren zum Kauf anbieten.
Jeden Samstag findet in Belek ein Bauernmarkt statt, der seinen Namen eigentlich zu Unrecht trägt, weil Obst, Gemüse und Gewürze lediglich auf etwa 10% der Gesamtfläche angeboten werden. Die verbleibenden 90% sind mit den üblichen Verkaufsständen belegt (Hosen, Schuhe, Hemden, Wasserpfeifen etc. in der üblichen und durchweg minderwertigen Qualität).
Der Ort Belek hat kaum Sehenswürdigkeiten zu bieten. Neben der Moschee lohnt es sich noch den künstlich erbauten Wasserfall zu betrachten, der gerade am Abend durch die entsprechende Beleuchtung nett anzuschauen ist.
Wer sich entscheidet diese Fahrt mit einem Taxi durchzuführen, darf mit rund 120 Euro rechnen. Wichtig ist in diesem Falle, dass vor Antritt der Fahrt der Preis ausgehandelt wird, sonst kann es eine böse Überraschung geben.
Der erste Eindruck des SPICE-Hotels ist durchweg positiv. Wenn dann die erste Begeisterung verflogen ist, dann ist festzustellen, dass der Schein in einigen Bereichen trügt. Die Sauberkeit der Zimmer ist oberflächlich gegeben. Bei genauerem Hinsehen konnte ich im Badezimmer leichte Schimmelspuren im Bereich der Badewannenabdichtung erkennen. Ferner war im Deckenbereich ein älterer Wasserschaden zu erkennen. Die Balkontür klemmte, die Minibar kühlte nicht ausreichend.
Grundsätzlich fehlt es im SPICE-Hotel an der zwingend erforderlichen Dienstaufsicht, wie ich es bei Hotels der Delfin-Kette beobachten konnte.
Die Hotelanlage ist ca. drei Jahre alt. Die zwischenzeitlich entstandenen Risse und Beschädigungen am Gebäude selbst wurden nicht oder nicht fachgerecht beseitigt. Bei den Ausbesserungsarbeiten wurde kaum Wert darauf gelegt, dass ein einheitliches Bild entsteht.
Das SPICE-Hotel wird dem eigenen Anspruch nicht in jeder Beziehung gerecht. In Punkto Sauberkeit, Service und Management gibt es einiges zu verbessern.
Die Pool-Landschaft ist sehr schön. Liegen und Sonnenschirme sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden.
Das Animationsprogramm ist nicht überragend, aber wenigstens verhalten sich die Animateure zurückhaltend und drängen sich nicht auf.
Die Verpflegung ist reichhaltig und abwechslungsreich. Die Qualität des Fleisches ist nicht immer 1A. Die Spezialitäten-Restaurants sind eine Klasse für sich. Die hier angebotenen Fleischgerichte sind ausnahmslos von einer besseren Qualität.
Leider wird wenig auf die Einhaltung von Umgangsformen gelegt. Gerade beim Abendessen kommt es nicht selten vor, dass sich Gäste direkt vom Pool an den Tisch begeben und in Badekleidung ihr Abendessen einnehmen.
Das Fitness-Center wurde nicht beaufsichtigt. Es wurden dort keine Handtücher zur Verfügung gestellt. Der Wasserbehälter war selten gefüllt und wenn, dann hatte das Wasser lediglich Zimmertemperatur (24 Grad).
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Rentier08 13.07.2011 16:32
l.x.klar 03.07.2011 17:41
mami-online 06.06.2011 20:41
BuxMaskottchen 18.05.2011 17:42
Sehr umfangreich und ehrlich beschrieben. L.G
Die-Xanadu 11.05.2011 20:18
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weg.de
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