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|---|---|---|
| Userbewertung | 1 Erfahrungsbericht |
Pro Frühstück, Lage, gute Zimmer
Kontra Teilweise muffiger Geruch im Gebäude, wirkt abgenutzt
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Service | |
| Essen & Trinken | |
| Atmosphäre | |
| Sauberkeit | |
| Behindertenfreundlichkeit |
Das Sokos Hotel Presidentti in Helsinki gehört zur Kette der Sokos Hotels, von denen es einige in Finnland gibt und jeweils auch eines in Russland und Estland. Allein in Helsinki gibt es sieben verschiedene Hotels der Kette.
Mein bester Freund und ich haben zwei Nächte in dem Hotel verbracht und nun möchte ich euch meine Erfahrungen hier natürlich auch mitteilen. :-)Das Hotel hat laut Website 494 Zimmer, von denen die meisten Nichtraucherzimmer sind.
Ich werde wohl nie verstehen, wieso die Hotelpreise für ein und das selbe Hotel im Internet auf den verschiedenen Reiseportalen und auch in Reisebüros so schwanken, aber egal.
Jedenfalls stehen auch für das Sokos Hotel Presidentti die verschiedensten Preise aufgelistet. Auf der offiziellen Seite der Sokos Hotels sieht man Preise ab ca. 150 Euro pro Nacht. Die verschiedenen Portale im Internet zeigen hingegen Preise ab ungefähr 40 Euro.
Wichtig ist aber vor allem, was mein Aufenthalt im Hotel gekostet hat. Diesen hat mir mein bester Freund geschenkt - Da fragt man eiigentlich nicht nach dem Preis, doch ich kam einfach nicht drumrum. Er sagte, er hat insgesamt für zwei Nächte 115 Euro für das Zimmer bezahlt und über ein Reisebüro gebucht.
Aber gerade weil das Hotel so zentral im Stadtzentrum und am Hauptbahnhof liegt, kann man natürlich auch keine wunderschöne und idyllische Lage erwarten. Es kommt halt darauf an, was man von seinem Aufenthalt in Helsinki erwartet. Sucht man Ruhe und Erholung, ist das Sokos Presidentti wohl nicht unbedingt das idealste Hotel. Für Stadtbesichtigungen, Partys, Shopping oder auch geschäftliche Aufenthalte kann man allerdings kaum eine bessere Wahl treffen.
Ein großer Vorteil ist auch, dass das Hotelgebäude direkt neben dem großen Einkaufszentrum Kamppi liegt. Auch das andere große Einkaufszentrum Forum ist nur ein paar Meter entfernt. Im Erdgeschoss des Gebäudes gibt es Bars, usw und rundherum findet man halt überall Geschäfte, Pubs, usw.Auch einige Sehenswürdigkeiten der Stadt sind nicht weit entfernt. Zum Senatsplatz läuft man zum Beispiel nur 5 Minuten, zur Felsenkirche nur 2 Minütchen.
Von außen sieht das Hotel durchaus unbeeindruckend aus. Einfach ein großes Gebäude mit einigen Geschäften im Ergeschoss, das nicht besser und nicht schlechter aussieht, als die Gebäude drumherum.
Wenn man durch die Gänge läuft, erkennt man, dass das Gebäude um einen tristen Innenhof herum gebaut ist. Durch die Fenster in den Gängen hat man Sicht auf den Hof und kann in die Fenster der gegenüberliegenden Gänge schauen.
Es handelt sich also nicht um einen einfachen Klotz-artigen Bau, auch wenn es von außen so wirkt.
Der Innenhof ist allerdings wirklich trist und schäbig, da verzichtet man gern auf die Aussicht und würde lieber fensterlose Gänge vorziehen. An einem Abend hatte sich dort eine Gruppe Jugendlicher breitgemacht, die dort mit Einkaufswagen und viel Müll herumsaßen - Dieses Bild hat zum übrigen Anblick des Innenhofs wiklich gepasst ;-)
Zuvor hatte ich mir natürlich schon zahlreiche Bilder aus dem Hotel angesehen und diese fand ich so ansprechend, dass ich natürlich auch mit dementsprechend hohen Erwartungen ins Hotel gegangen bin.
Zuerst kommt man natürlich in die Lobby und dieser Anblick war für mich schon etwas merkwürdig. Der Stil war dort so irgendwo zwischen altmodisch-kitschig und modern. Das allgemeine Design, die farbliche Gestaltung wirkte so, als wäre es vor 20 Jahren zuletzt renoviert worden. Zwar sehr sauber, aber für mich irgendwie unmodern, kitschig und durchaus hässliche Farben. Die aufgestellten Möbel hingegen waren in schönen, einfachen Farben gehalten. Mittig standen einige hübsche und bequeme Sofas. Eine recht breite Treppe führt von dort in obere Etagen und von der Lobby aus kommt man direkt in eine Diskothek und in ein Pub.Drei oder vier Aufzüge, wie viele es genau waren, weiß ich nicht mehr, brachten die Gäste in ihre Hotelzimmer. Bei sieben oder acht Etagen (auch da weiß ich nicht mehr die genaue Anzahl), sind Aufzüge ja auch ein Muss.
Die Aufzüge selbst waren recht klein, in goldener Farbe und wirkten teilweise schon ziemlich abgenutzt.
Der Frühstücksbereich hingegen sah wirklich sehr sehr ansprechend aus. Farblich sehr schön und modern gestaltet, schlichte, aber doch gemütliche Möbel. Es gab eckige Tische und auch größere, runde Sitzgruppen. Als ich da war, war der große Raum schon weihnachtlich dekoriert. Dort hat das Essen wirklich Spaß gemacht.
Allerdings hat man auf dem zweiten Blick schon die ein oder andere große Macke an Tischen oder Stühlen entdeckt. Ein einwandfreier Zustand war das auch nicht gerade, aber im Allgemeinen war das eben ein schöner Raum.
Im Hotel gibt es das Restaurant Sevilla, das ich nicht ausprobiert habe, da ich aufgrund der allgemeinen Preise in Helsinki dort nicht einmal gewagt habe, auch nur einen Blick auf die Speisekarte zu werfen.
Direkt von der Lobby aus gibt es einen Eingang zur Diskothek "Pressa". Dort habe ich auch kein einziges Mal hereingeschaut. Als ich daran vorbeigelaufen bin, standen dort etwas ältere Leute in vornehmer Garderobe an. Da hätte ich nicht reingepasst, aber ich glaube auch, dass an diesen Abenden dort Sonderveranstaltungen waren.Direkt daneben befindet sich allerdings, auch von der Lobby aus begehbar, das Pub Adjutantti, in dem ich an beiden Abenden meines Aufenthaltes im Hotel zu Gast war. Die Atmosphäre ist schummrig-dunkel, so wie man es erwartet. Am ersten Abend war ein Musiker da, der für etwas Unterhaltung gesorgt hat und das Lokal war auch gut gefüllt. Mein bester Freund hat dort allerdings über sechs Euro für ein Bier bezahlt. Ist woanders in Helsinki zwar auch nicht viel billiger, aber den Spaß verderben solche Preise ja doch schon irgendwie.
Für ein finnisches Hotel ist eine Sauna natürlich auch Pflicht. Diese war auch direkt neben der Lobby - Da ich aber kein Sauna-Fan bin, habe ich sie nicht ausprobiert. Einen Pool gibt es auch, den habe ich aber nicht gefunden. Deswegen nehme ich einmal an, dass er direkt dem Sauna-Bereich angrenzt, den ich ja nicht betreten habe.Um meine Sucht zu stillen, gab es im Hotel auch kostenloses Internet. Drei PCs standen in der Lobby und waren frei zugänglich. Allerdings war das eher ungemütlich und auch nicht wirklich spaßig, weil die PCs an einem kleinen Standtisch waren und jeder mal eben so schauen konnte, was man daran gerade treibt. Außerdem waren auch nicht immer alle drei gleichzeitig funktionstüchtig, bzw. auch oftmals besetzt.
Wir hatten ein Standard-Zimmer mit zwei Einzelbetten. Die billigste Zimmerkategorie im Hotel, aber das ist ja nicht weiter schlimm. Für zwei Tage Aufenthalt braucht man ja keine Suite.
Die Größe des Zimmers kann ich sehr schlecht einschätzen, aber da es sich ja um einen Standardraum handelt, ist es natürlich kein wirklich großes Zimmer gewesen. Es war aber auf jeden Fall ausreichend und kein bisschen beengend. Der Abstand der Möbel war jeweils breit genug, man konnte sich gut bewegen und ich hatte auch noch viel Platz für meine Yoga-Übungen. Da gibt's also nix zu meckern :-)Wenn man hereinkommt, steht links erst einmal eine große Garderobe mit Schrank, Bügeln und halt genügend Platz, um alles zu verstauen. Rechts befindet sich die Tür zum Badezimmer.
Läuft man geradeaus weiter kommt man in den "normalen" Zimmerbereich. Rechts an der Wand stehen zwei Einzelbetten und ein recht breiter Nachttisch. Auf der linken Seite steht ein Schreibtisch mit einem gepolsterten Stuhl. Über dem Schreibtisch hängt ein großer, breiter Spiegel. Außerdem steht auch ein großer Flachbild-Fernseher auf dem Tisch. Zwei große Fenster nehmen die komplette Breite einer Wand ein. Schräg vor den Fenstern steht ein Schaukel-Sessel.
Die Garderobe ist praktisch und groß. Im Schrank befindet sich ein Fön, ein Bügeleisen und Brett und auch zwei weitere Kissen fürs Bett. Auch Kleinigkeiten wie Nähzeug kann man darin finden. Im Garderobenbereich befindet sich auch die Minibar, die wir aufgrund der sehr hohen Preise gar nicht erst genutzt haben.
Die Betten wirkten sehr sauber und waren äußert bequem. Die Bettwäsche war sehr einfach gehalten. Einfach weiß. Die Tagesdecke sah aber ganz nett aus. Leider roch die Bettwäsche nicht so sauber, wie sie aussah. Wieder kam mir so der Gedanke an Jugendherberge oder Krankenhaus. Die Bettwäsche roch genauso, wie es in den Gängen roch. Irgendwie muffig. Nicht dreckig, aber eben so, als hätte sie schon jahrelang irgendwo rumgelegen. Aber wie gesagt, das Bett war sehr bequem, deshalb kümmerte ich mich kaum um die Bettwäsche.Besonders hat mir der Schaukelsessel gefallen. Mich begeistern solche Dinge immer sehr schnell und so saß ich bestimmt eine halbe Stunde lang bloß auf dem Sessel und habe hin- und hergeschaukelt. So einen muss ich für zu Hause haben!
Ein Highlight war auch der Fernseher, der wirklich ziemlich groß und hochwertig war. Wirklich viele Sender gab es nicht, so 15-20 Stück, aber da ich eh nicht gerne fernsehe, fand ich das nicht weiter schlimm. Auch 1,2 deutsche Sender waren dabei.Der Schreibtisch war groß und der gesamte Bereich auch allgemein sehr schön und bequem gestaltet.
Die Aussicht ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Auch da kommt es wieder darauf an, was man von seinem Aufenthalt erwartet. Man konnte von unserem Fenster aus direkt auf das Einkaufszentrum Kamppi sehen. Ich fand den Ausblick toll, da es immer viele Menschen unten auf der Straße gab, die man beobachten konnte.Wirklich schön sah das Bad nicht aus. Es war schon ziemlich modern und weiß gehalten. Keine besondere Deko und auch keine farblichen Akzente. Man fand dort Flüssigseife, Duschgel und Shampoo - allesamt von der Marke Dove und besonders vom Shampoo war ich begeistert - Das war einfach perfekt. Aaaber, ich schreibe ja hier keinen Bericht über das Shampoo, ich schweife ab.
Also... Auch Badezusatz gab es, aber da ich nicht baden war, brauchte ich den auch nicht. Insgesamt gab es 5 Handtücher, die haben für meinen besten Freund und mich natürlich gereicht, zumal alle 5 am nächsten Tag gewechselt wurden. Das hat mich sehr gewundert, weil wir nicht einmal alle gebraucht hatten, aber war natürlich eine positive Überraschung.
Als mein bester Freund die Karte zum Aufschließen des Zimmers nicht bei sich hatte, gab es ohne weiteres sofort eine neue, da gab es keine Probleme. Das hat Vor- und Nachteile. Einerseits merkt man daran, dass man sich dort wirklich um seine Gäste kümmert, aber er musste bloß Name und Zimmernummer sagen und schon bekam er die Karte. Das ist ein ziemlich einfacher und unsicherer Weg, finde ich.
Viel netter als die Frauen an der Rezeption fand ich die Putzfrauen, die eigentlich den ganzen Tag durch die Gänge wuselten und Zimmer saubermachten. Mit ihnen habe ich mich zwar nicht unterhalten, aber man bekam immer ein freundliches Lächeln und sie wirkten eben sehr sympathisch.Auch das Personal am Frühstücksbuffet war freundlich und hat sich stets darum gekümmert, dass alles sauber bleibt. Etwas unangenehm fand ich es, dass sich ein paar von ihnen eine ganze Zeit lang direkt hinter mich stellten und quatschten, während ich frühstückte. Aber das ist ja kein Grund, sich direkt zu beschweren. Sooo störend war es ja nun auch nicht ;-)
Im Preis mit inbegriffen war das Frühstück. Da musste man natürlich zuschlagen und so viel essen, wie nur geht.
Der erste Blick auf das Buffet war schon großartig. Es gab wirklich alles, was man sich zum Frühstück vorstellen konnte. Und dazu noch sehr sauber und in großen Mengen. Man musste sich also nicht anstellen, um irgend etwas zu bekommen.Es gab Müsli, Cornflakes, zig verschiedene Brotsorten, süßes Gebäck, Rührei, Schinken, Wurst, Käse, Gemüse, Pudding... Wirklich alles, was das Herz begehrt. Zum Trinken gab es natürlich Kaffee, aber auch Milch, Tee und verschiedene Fruchtsäfte.
Wirklich alles habe ich natürlich nicht probiert, da ich keine gute Esserin bin und viele Produkte so oder so für mich gar nicht erst infrage kommen. Doch ich konnte verschiedene Brotsorten probieren, von denen ich sehr begeistert war. Das Gemüse schmeckte sehr frisch, der Käse köstlich. Am besten waren jedoch so kleine Donuts, die mit Schokolade überzogen waren. Die waren sooo gut, das kann man kaum beschreiben. Das Essen im Allgemeinen war dort aber so klasse, dass ich am zweiten Tag drei Scheiben Brot, zwei Brötchen, Gemüse und drei Donuts gegessen habe. Sonst frühstücke ich gar nicht, das heißt schon was.Also, allein schon wegen dem Frühstück lohnt sich das Hotel :-)
Also, ich finde, das Hotel braucht einfach einen neuen Schliff. Es wirkt teilweise abgenutzt und unschön, was alles irgendwie herunterzieht. Würde dies anders sein, hätte das Hotel locker einen Stern mehr von mir bekommen. Doch diese kleinen Nachteile sind auch nicht so schlimm, dass ich das Hotel direkt diesbezüglich als schlecht bezeichnen würde.
Pluspunkte gibt es für die modernen Zimmer bzw. auch die Ausstattung der Zimmer. Das Personal ist freundlich, die Lage ist einfach der Hammer und das Frühstück ist nahezu das Beste am ganzen Hotel.Eine Empfehlung kann ich für jeden aussprechen, dem diese kleinen Nachteile nichts ausmachen und der viel Wert auf eine zentrale Lage legt. Ich werde das Hotel bestimmt noch einmal besuchen, da ich einfach weiß, was mich erwartet und insgesamt ganz zufrieden war.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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Elke008 13.01.2012 17:31
christianpirker 12.01.2012 11:22
duderally 10.01.2012 12:13
bh, sehr guter Bericht
schumitoni 10.01.2012 07:26
Do gibts a mole an BH
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