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Pro Interessantes und einmaliges Gebiet in Europa
Kontra man muß gut zu Fuß und per Fahrrad sein
Der am 1. Januar 1967 gegründete Slowinzische Nationalpark liegt in Hinterpommern an der Ostseeküste - zwischen den Lembork (Lauenburg) und Slupks (Stolp) in der polnischen Woiwodschaft Pommern.
Das Zentrum, 550 ha, umfasst einige typische, besonders seltene naturnahe Lebensräume zusammen: Breitstrandige Küstenabschnitte, mächtige Wanderdünen, die größte ist die Lontzkedüne , 42m hoch, auf einer Nehrung, ruhige Flussuferpartien und den größten Küstensee westlich von Danzig. Zwischen den Küstenorten Ustka (Stolpmünde), Ortsteil Rowy und Leba (Leba) zieht sich ein ca. 35 km langer Fernwanderweg entlang.
Mittlerweile war ich schon zweimal in dem Gebiet Urlaub machen, einmal in Rowy und 2011 in Ustka selbst. Das erste Mal war ich 1968 dienstlich in den Häfen der beiden Orten.
Das Kerngebiet liegt zwischen Rowy und Leba und ist per Fahrrad und zu Fuß für trainierte Leute zu erschließen. Im Sommer kann man auch Boote mieten und das Gebiet erschließen. Ich selbst fuhr mit Frau von Rowy nach Leba, parkte das Auto am letzten Parkplatz (ausgeschildert) und dann wanderten wir ca. 1,5 Stunden am Strand in Richtung Westen bis zum Zugang der großen Dünenlandschaft, der größten in Europa. Dann ging es staunend und fotografierend etwa 1 Stunde durch die „kleine Sahara“ mit der 42 m hohen Hauptdüne. Die Dünen wandern bis zu 10 m im Jahr und geben im Hinterland dann über Jahrhunderte oder Jahrtausende begrabenes Gelände am Strand mit Torf- und Holzablagerungen frei. Wir waren immer im Winter dort, ohne Touristenströme und Gebühren.
Die Hotels der Umgebung organisieren ganzjährig mit Busen Fahrten zum Zugang und mieten dann Fahrzeuge, die die Besucher zur Hauptdüne transportieren. Zurück ging es dann im Uferwald ebenfalls in 1,5 Stunden. Man kommt in der Mitte an einem Raketenmuseum vorbei hatten doch die „ Peenemünder „ unter Wernher von Braun hier Raketen V- 2 in Richtung Ostsee verschossen , danach nutzten die sowjetischen und polnischen Streitkräfte das Gelände und so findet heute Raketen aus 3 Epochen ausgestellt.
Interessant ist auch das Gelände um den Leuchtturm. Hier sind noch Hinterlassenschaften der sowjetischen Streitkräfte zu finden, wahrscheinlich eine Küstenraketenbasis.
Wir umkreisten mit dem Auto das gesamte Naturparkgelände und wanderten dann von den letzten Parkplätzen ins Gelände hinein.
Einige Zahlen aus dem Internet:
Größe: 18.618 Hektar,
davon
59,3 Prozent Wasser
24,5 Prozent Wald
8,2 Prozent Weideland
7,9 Prozent Sumpf
5,1 Prozent Strand und Dünen
Der Name des Parks bezieht sich auf das Volk der Slowinzen, ein westslawisches Volk, das im Slowinzischen Küstenland in Hinterpommern lebte. Sie lebten zwischen den Städten Slupsk unbd Leba. In Polen selbst werden sie auch als Lebakaschuben bezeichnet und sind evangelischen Glaubens. Zum Nationalpark gehört das Freilichtmuseum Slowinzisches Dorf in Kluki (Klucken), dass 1963 eingeweiht wurde. Viele der alten Häuser sind restauriert, es gibt Bauerngehöfte als Museum, und auch selten in Polen, einen erhaltenden Friedhof mit alten Grabsteinen mit Namen wie Poller und Klick. 1945/ 46 hatte man mit den westslawischen Völkerschaften in Pommern seine Probleme lebten sie doch Jahrhunderte , oft „unterdrückt und eingedeutscht in deutscher Obhut“, nahmen deutsche Namen, die Sprache und Gebräuche an und waren als Soldaten am ersten und zweiten Weltkrieg aktiv und beteiligt und galten erst einmal als „ Deutsche“.
Mit der Aussiedlung der „echten Deutschen „ brach natürlich erst einmal eine Zivilisation zusammen und so betrieb man dann erst einmal „ Stalinsche Nationalitätenpolitik“ und versuchte die vorhandenen Westslawen zu Polen zu machen. In dem Museum kann man Vieles erkennen, wenn man sich mit der Materie auskennt und Dokumente und Sachzeugen einzuordnen weiß.
Einige der Bewohner wurden ausgesiedelt , andere blieben und versuchten sich ins neue Polen einzubringen, was aber nicht so richtig gelang. Viele wanderten doch seit Ende der 40iger Jahre Viele nach Westdeutschland aus oder in andere polnische Gebiete, mit sicheren Arbeitsplätzen, ab.
besteht schon seit dem Mittelalter als Fischer- und Bauerndorf und wurde ähnlich wie Ahrenhoop in Mecklenburg oder Worpswerde in Niedersachsen auf niederem Niveau von Bildenden Künstlern aufgesucht.
1939 lebten in Kluki 660 Menschen in 154 Haushaltungen bei 97 Wohnhäusern. Das Dorf hatte drei Ortsteile: Pawelke-Kolonien, Selesener Klucken und Zemminer Klucken. Es gehörte zum Landkreis Stolp im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern.
Ich selbst lernte noch nach dem Krieg Pollers und Klicks aus dieser Gemeinde in der DDR kennen.
ist die Stadt in den Dünen. Das kleine Städtchen ist Fischereihafen und Seebad gleichzeitig. Der ursprüngliche im 13. Jahrhundert gegründete Fischerort, Stadtrecht 1357, wurde nach Jahrhunderten langem Kampf gegen Überschwemmungen und Sand aufgegeben und 1570 weiter landeinwärts neu aufgebaut. Die Gegend wird deshalb auch Polska Sahara genannt, die polnische Sahara genannt.
Ustkawird heute die Sommerhauptstadt Polens genannt. Urlaubsort war Stolpmünde allerdings schon recht lange. Schon vor hundertfünfzig Jahren kamen regelmäßig Gäste in die Hafenstadt und zwischenzeitlich war der Ort gar ein Modebad und Villen Berliner Bankiers u. a. anderer Geldleute sind heute noch zu sehen. Auch das deutsche, sowjetische und polnische Militär hat die Stadt geprägt.
Unterkunft, Gastronomie :Im Winter ist wie in anderen Urlaubsgebieten an der See nicht los und Vieles geschlossen das ändert sich aber ab Ende April und zieht sich bis Anfang Oktober hin, wenn Hunderttausende Polen und viele Ausländer an die See strömen.
Es gibt dann Unterkünfte und Gastronomie in allen Preislagen und die Museen und andere Sehenswürdigkeiten sind geöffnet.
Wir waren wie geschrieben im Hotel „Lubicz“ in Ustka und „ Kormoran“ in Rowy
( siehe auch meine Berichte) im Winter gut versorgt und untergebracht und das „ Sommerstrandleben“ möchte ich sowieso noch nie.
Ein interessantes Gebiet, das man unbedingt einmal besuchen sollte.
Zufluss zur Ostsee Slowinzischer Nationalpark, Ostseeküste
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sweety179 20.04.2012 20:46
schotterkoenig 20.02.2012 18:57
meerline77 10.01.2012 05:47
daddyslittlegirl 26.09.2011 18:40
d3m0n0815 22.08.2011 10:46