Über sich:"Leben und Leben lassen" (J.W.v.Goethe) - BH-STAU, ich bitte um Geduld, werden alle ausgel...
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Liebe Ciao Leser, Freunde und Mitglieder,
unser letztes Urlaubsziel war Malta, genau gesagt Sliema. Eigentlich war das wohl eines von den letzten Urlaubsländern gewesen, das ist besuchen wollte, aber nach dem ich meinem Reisebüro erklärt habe, dass meine Tochter eine Englisch-Schule besuchen sollte, schickten sie uns auf die Insel Malta nach Sliema.
Zu allererst musste ich zu meiner Schande erst einmal im Atlas nachschauen, wo den diese Insel überhaupt liegt, schäm. Na ja, so bin ich also ohne viel Wissen über die Insel nach Malta geflogen. Einiges habe ich in den Katalogen gefunden und auch einige Berichte auf ciao gelesen.
Gebucht haben wir die gesamte Reise bei FTI. Die Reise beinhaltete den Flug mit Air Malta, Halbpension im Hotel Victoria in Sliema und die Englisch Schule LAL für meine Tochter.
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##Preis:
Hotel, Transfer und Flug für 13 Tage mit Halbpension 1142,-- Euro pro Person Englisch Sprachschule LAL, Hauptkurs 20 x 45 min 352,-- Euro
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Gestartet sind wir vom Münchner Flughafen mit der Air Malta nach Malta. Die Air Malta ist eine kleinere Fluggesellschaft, war aber soweit alles OK, (Bericht über Air Malta ist schon online). Die Flugzeit beträgt 2 Stunden und 15 Minuten.
Am Flughafen in Malta angekommen ging es dann mit einem Taxibus weiter ins Hotel. Nach ca. 45 min Fahrtzeit, wir fuhren noch andere Hotels an, kamen wir dann im Hotel Victoria an. Es handelt sich dabei um ein 4-Stern-Hotel im alten Victorianischen Stil (Bericht übers Hotel ist ebenfalls schon online).
############## Sliema ###############
Sliema ist eine moderne Stadt an der Nordküste Maltas, sie ist beliebtes Wohngebiet und ein großes Touristenzentrum. Sliema, was so viel wie Frieden bedeutet, war früher ein ruhiger Fischerort auf einer Halbinsel gegenüber von Valletta. Heute sind Sliema und das küstenaufwärts gelegene St.Julian die wichtigsten Urlaubsorte Maltas.
Sliema ist auch ein super Ausgangspunkt für Ausflüge. Unser Hotel war etwas auf einer Anhöhe gebaut, somit hatten wir keine langen Wege. In ca. 10 Minuten waren wir am Hafen und ebenfalls in ca. 10 Minuten bei einer Badebucht.
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##Ortsbild von Sliema:
Sehr verbautes Örtchen, aber alle Häuser sahen irgendwie urig aus. Die Häuser sind aus Ziegeln gebaut, die man an der Fassade noch erkennen konnte, die Türen sind in starken blau und rot Tönen gestrichen, die Häuser sind weiß. Jedes Haus besitzt auch noch seinen eigenen Heiligen, der entweder als Statue oder Aufgemalt auf das Haus achtet. Dazwischen kann man dann auch neue Bauten, meist Hotels erkennen.
Da die Menschen auf
Bilder von Sliema, Malta
die engen Straßen von Sliema, wie auch oben im Foto zu sehen
Malta sehr religiös sind, findet man auch ganz viele Kirchen, diese sind meistens mit Lampengirlanden geschmückt. Erleuchtet werden sie dann wohl erst, wenn die Gemeinde ihren Gemeindeheiligen feiert. Jede Woche ist in einem anderen Städtchen eine solche Feier. Auch werden jeden Tag Böller zu Mittag und Abend in die Luft geschossen. Die ersten Tage wussten wir überhaupt nicht, was los ist, zu Mittag hat es geknallt wie zu Silvester bei uns. Am Himmel konnte man dann kleine Rauchpilze erkennen. Abends wird richtiges Feuerwerk verwendet. Die Straßen sind eng, schmal und sehr verwinkelt. In den ersten Tagen haben wir uns des Öfteren verlaufen, aber später kamen wir dann hinter das Maltesische Konzept. Die Autos werden einfach an den Straßenrand geparkt, somit werden die Straßen noch enger und der Linksverkehr tut dann noch das Übrige dazu. Der Linksverkehr machte uns auch die erste Zeit ein wenig zu schaffen.
Autos kamen um die Ecke, wo eigentlich keine kommen sollten, aber nach einer Zeit gewöhnt man sich auch daran. Na ja, ganz habe ich mich nicht daran gewöhnt, beim Überqueren der Straße habe ich wohl noch nie so oft nach links, rechts, links, rechts geschaut, wie auf Malta.
Autofahren in Malta würde ich selber keinem Nichtmalteser anraten, es geht zu wie in Italien nur noch das Ganze im Linksverkehr. Dementsprechend kracht es auch des Öfteren, wir haben schon in unserer kurzen Zeit 2 Unfälle gesehen. Einmal mit einem Smart und einem Bus (der Smart hat gewonnen, der Bus hatte eine große Delle) und einem Auto und einem Moped (Moped wurde vom Auto gefressen, steckte vorne unter der Motorhaube), Personen kamen aber keine zu Schaden. Autos gibt es auf der Insel alle Marken, von ganz alten Minis bis zum Ferrari und Mercedes ist alles vertreten.
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##Der Hafen:
Die Hafenstraße geht fast um den ganzen Inselrand. Der Hafen selber ist sehr schön, das Wasser sauber und blau. Kein muffiger Hafen sondern hier konnte man sogar baden gehen. Der Hafen bietet sehr viele Möglichkeiten um Ausflüge mit Booten oder Bussen zu unternehmen. Des Weiteren gibt es hier viele Geschäfte, Boutiquen und Souvenirläden. Auch viele Restaurants und Bars sind zu finden.
Die Busse fahren ca. alle 15 - 30 Minuten sind sehr günstig, 0,46 Euro bis 1,16 Euro, aber auch sehr alt und nicht mit Klimaanlage versorgt. Auf Malta wird dann einfach die Bustüre offen gelassen beim Fahren, damit es nicht so heiß wird.
Vom Hafen aus hat man einen wunderschönen Blick nach Valetta, der besonders schön am Abend ist, wenn ganz Valetta beleuchtet wird.
Vom Hafen aus kann man mit einem Fährboot nach Valletta fahren. Valletta wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und lockt mit vielen Sehenswürdigkeiten, wie St. Johns Co-Cathedrale, Upper Baracca Gardens, Fort St. Elmo, Großmeisterpalast, weiteres auch mit Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Die Überfahrt dauert nur ca. 15 Minuten.
Wir haben mit einem der vielen Boote von der Firma Captain Morgan mit einer türkischen Gullet, einem 38 m langen zweimastigen Segelschoner aber ohne Segel, einen Tagesausflug gemacht. Die Route ging von Sliema die Küste entlang zur Nachbarinsel Gozo wo wir in einer abgelegenen Bucht vor Anker gingen. Hier konnten wir direkt vom Boot ins kristallklare Wasser springen, bekamen Mittagessen in Buffetform. Danach ging es weiter nach Comino, zur Blauen Lagune. Wunderbares Türkieses Wasser, wo man bis zum Grund sehen konnte. Leider war es ein bisschen stürmisch und wir hatten etwas Seegang. War witzig, wenn man vom Sonnendeckt hinunter krabbelte zur Bar um etwas zum Trinken zu holen. Vor allem das wieder Hochkrabbeln mit den vollen Bechern, grins. Nachmittags gab es dann noch Brötchen und Obst. Der Preis betrug pro Person 50 Euro und wenn man All Inklusive nahm 56 Euro, hier konnte man dann trinken was man wollte. Diesen Ausflug kann ich nur wärmstens empfehlen, war ein toller Tag der von 9.00 bis 16.30 Uhr dauerte. Auch die Abholung vom Hotel war inklusive.
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##Strände in Sliema:
Die Strände bestehen nur aus Kalksandsteinplatten. Die Malteser haben aber Metallleitern ins Meer gebaut, wie bei uns bei den Swimmingpools. Über die Leitern kommt man sehr gut ins Wasser, aber man ist sofort im tiefen Meer, umgeben von Fischschwärmen. Zum Schnorcheln total super, aber auch ohne Taucherbrille sieht man im klaren Wasser bis auf den Grund. Bei der Stelle, wo wir immer baden gingen, gab es auch eine natürliche, flache Mulde mit Wasser drinnen, was man sozusagen als Kinderbecken nutzte. Auch Rettungsschwimmer waren von ca. 9.30 - 18.00 Uhr hier am Strand tätig. Also zum Schwimmen war es echt toll, zum Sonnen aber sehr, sehr hart auf den Steinplatten und unbequem.
Am Abend werden die Strände dann zum Grillen und Feiern benützt, sieht echt urig aus, wenn überall Grillfeuer lodern, Kerzen angezündet wurden und die Leute gemütlich um die Lagerfeuer saßen. Teilweise waren es ganze Familienfeste mit vielen Leuten, es wurde Musik gespielt, gesungen und natürlich gespeist.
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##Einkaufen in Sliema:
Sehr viele und sehr schöne Sachen. Eher alles kleine Boutiquen, alles Markenkleidung und sehr viel Italienisches. Die Größen sind leider auch Italienisch, also ich hatte leichte Probleme etwas Passendes zu finden. Die Preise sind wie bei uns, wir hatten aber Glück, da Ausverkauf war, und die meisten Sachen bis zu 70 % ermäßigt waren.
Supermärkte gibt es alle paar Meter und auch kleine Souvenirgeschäfte. In den versteckten Gassen kann man auch ganz winzige Obstläden, Bäcker und Handwerksbetriebe finden. Es lohnt sich ein wenig bummeln zu gehen.
Die meisten Geschäfte schließen aber schon um 18.00 Uhr oder spätestens um 19.30 Uhr ist alles geschlossen.
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##Abends auf Sliema:
Schöne Bummelmeilen auf der Uferpromenade. Hier kann man bis zu den nächsten Ortschaften laufen. Alle paar Meter laden Restaurants und Bars mit Blick auf das Meer zum Ausruhen ein. Auch sind auf der ganzen Uferpromenade Bänke aufgestellt. Abends kommen dann die Händler zur Promenade und bieten Porträitbilder, Karikaturen, Souvenirs, usw. an.
Die Preise in den Restaurants sind normal, wie bei uns. Cocktails bekommt man von 4 Euro bis 6,50 Euro.
Die Diskofreunde müssen nach St.Julian, dort tobt der Bär, hier findet man auch die Jugend.
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##Sprache:
Die Landessprache ist Malti, die zweite Amtssprache ist Englisch. Es wird kaum Deutsch gesprochen. In Sliema gibt es sehr viele Englisch Schulen, daher sind viele Jugendliche vertreten. Meine Tochter besuchte die LAL Sprachschule, sie hatte aber immer am Nachmittag von 13.30 - 17.00 Uhr Unterricht, leider konnten wir dadurch nicht sonderlich viel unternehmen. War ein bisschen blöde, aber man kann nicht alles haben. Der Bericht über die LAL-Sprachschule ist auch schon eingestellt.
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##Wetter:
Heiß, heiß, heiß und sehr heiß. Vor allem aber an der Küste geht dann schon mal ein Wind, der sehr angenehm ist. Im Juli haben sie durchschnittlich nur einen Regentag. Also unbedingt Sonnencreme verwenden. Auf dem Schiffausflug haben wir alle zwei einen tollen Sonnenbrand bekommen. Wenn ich unterm Tag beim Shoppen war, war ich nach einer Stunde klitsch nass geschwitzt, trotzdem die Geschäfte alle gekühlt werden.
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##Währung:
Euro
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##Zeit:
Gleich wie bei uns.
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##Rauchen:
Wie bei uns ausnahmslos nur im Freien, da aber dafür überall.
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##Die Rückreise:
Die Rückreise ging eigentlich ganz problemlos los. Wir wurden pünktlich vom Hotel abgeholt und sicher zum Flughafen gebracht. Die Fahrt dauerte aber eine volle Stunde, da wir noch einige andere Hotels anfahren mussten.
Nach einem kurzen Bummel durch den Flughafen, und einem letzten Kaffee auf der Raucherterrasse gingen wir planmäßig an Bord der Air Malta. Aber dann passierte gar nichts. Wir standen und standen und saßen und saßen im Flugzeug, nach einer halben Stunde gaben sie dann durch den Lautsprecher bekannt, dass sie Schwierigkeiten mit der Engine haben, war natürlich sehr beruhigend. Nach einer Stunde haben sie den Fehler behoben und das Flugzeug repariert. Na ganz wohl war mir dann erst wieder als wir in München gelandet sind, zwar mit einer Stunde Verspätung aber sicher.
Der Rückflug dauerte 2 Stunden und 20 Minuten.
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So jetzt noch mein Fazit:
Empfehlenswert für Kulturliebhaber, Schwimmer, Taucher und Schnorchler. Auch zum Shoppen und Bummeln sehr zum Empfehlen.
Sliema ist ein toller Ausgangspunkt für sämtliche Besichtigungstouren und Ausflügen.
Ein Ort mit maltesischen Flair und meistens sehr hilfsbereiten und netten Maltesern.
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Ich hoffe, ich konnte Euch Sliema ein wenig näher bringen.
Mir hat es in Sliema gefallen, aber nach 13 Tagen war ich auch wieder froh nach Hause fahren zu dürfen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Liebe Grüße Claudia
dieser Bericht erscheint und erschien auch auf anderen Meinungsplattformen
02.12.2012 10:21
BH
22.08.2012 17:56
bh folgt
23.06.2012 00:28
Klasse berichtet - verdientes bh