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Erfahrungsbericht

für Siofok
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5 Sterne Plattensee - Siofok
18 von 18 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Relativ günstig, hübsche Frauen, angenehmer See

Kontra Alternativprobleme an regnerischen Tagen

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

Pelzwurst101 Seit 26 Mai 2011

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  • 26.05.2011

    Plattensee - Siofok

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Prolog:
Seit 1998 fahre ich regelmäßig mit einem Freund ans Südufer des Balaton. Hauptsächlich nach Siofok. Ich bin 40 Jahre alt.

Anreise:
Mit dem Auto: Abhängig davon, aus welchem Teil der Bundesrepublik man kommt. Aus südlicheren/östlicheren Bundesländern durchaus zu empfehlen. Wobei das Autobahnnetz in Ungarn nicht so ausgeprägt ist, wie bei uns. Die letzten 60 - 100km muss auch über Landstraßen gefahren werden. Das letzte Stück am Südufer des Balaton entlang zieht sich ebenfalls bis nach Siofok.
Mit dem Flugzeug: Je eher man bucht, um so günstiger ergattert man einen Flug nach Budapest und zurück für knapp 60 Euro. Flugzeit: ca. 1 Stunde. Vom Airport BUD nach Siofok kann man per Metro und Zug für ca. 18 Euro gelangen. Dauer ca. 1,5 Stunden. Unser Favorit.

Unterkunft:
Wir haben alles ausprobiert. Buchung im Vorfeld über div. Internetagenturen oder Hotelbuchung vor Ort. Von Hotels kann aufgrund des Preis-/Leistungsverhältnisses abgeraten werden. Apartements vorab zu buchen lohnt sich nur ab einer genügend großen Personengruppe. Für 2 Personen gilt auch hier: Einfach zu teuer.
Besser: Etwas abseits des Zentrums beschilderte Mietangebote von Privateigentümern nutzen. Meistens lässt sich hier auch handeln. Eine komplette untere Etage für bis zu 4 Personen ist für ca. 20 Euro/p.P. zu haben (inkl. Küche, TV etc.). Da kann es auch schon mal vorkommen, dass man von der Wirtin auf ein Schnäppschen oder zum Grillen eingeladen wird.
Ich weiß nicht, ob ich es erwähnen soll: Aber ab 23h laufen im ungarischen TV (vergleichbar mit ARD/ZDF) bis morgens pornografische Filme. Woanders würde man dafür auch noch zahlen. Hier gratis. Hat man sich aber auch nach 2 Stunden satt dran gesehen.

Verpflegung:
Kioske haben sich in der Regel als ziemlich teuer heraus gestellt. Außer dem Nötigsten (Getränke, d.h. Wasser, Wein, Bier etc.) sollte hier nicht eingekauft werden. Wer auf das Frühstück verzichten kann, dem empfehle ich als Brunch einen frischen Baumkuchen (Kürtös Kalacs). Macht satt, kostet nur 1,50 Euro und hält bis zum frühen Abend. Zur Mittagszeit haben wir noch 2 halbe Bier (Dreher) getrunken (3 Euro). Am späten Nachmittag empfehlen sich die Bar/Restaurants in der Innenstadt. Leicht zu erreichen und vom Preis-/Leistungsverhältnis OK. Hier gibt es meistens kombinierte Angebote wie z.B. Pizza und ein Getränk für 2,50 Euro. Uns hat es gereicht. Vom Stadtzentrum aus Richtung Wasserturm (direkt am Park) blieb uns auch "Ramirez" in guter Erinnerung. Hier kann man Gyros auf der Hand oder aber auch als Platte hinten in der Sitzecke zu angenehmen Preisen genießen. Das Gyros ist wirklich unschlagbar. Die Platte kostet ca. 4-5 Euro.
Sollte man dennoch im Supermarkt/Kiosk einkaufen wollen, empfiehlt sich die ungarische Kolbasz-Wurst (herzhaft, würzig) und entsprechende Backwaren (Brot, Brötchen). Am Abend und in der Nacht haben wir uns alkoholische Getränke zu 80% an den in der Innenstadt gelegenen Kiosken erworben. Wie auch hier in Deutschland ist dies einfach nur eine Frage des Preises.Von Cocktails, Mixgetränken in Bars/Diskos (Redbull-Wodka o.ä.) etc. kann ich nur dringend abraten. Der Alkoholgehalt beschränkt sich auf das Minimalste, ist eher kaum zu bemerken. Die Preise sind dafür ähnlich hoch wie in Deutschland. Am besten fährt man mit Bier bzw. Sekt und/oder Wein aus dem Kiosk/Supermarkt. Eine Flasche Sekt ist für ca. 3 Euro zu haben. Wer etwas "RedBull-artiges" dazumischen will, dem sei die riesige Anzahl div. Energizer anzuraten. Hier herrscht ein enormes Preisgefälle. Die 0,2l-Dose (Bomba, Detonater etc.) sind schon ab 80Ct zu haben.

Umgebung:
Einen 5-Sterne-Urlaub darf man nicht erwarten. Ob nun in Siofok oder woanders in Ungarn. Hier ist alles etwas ursprünglicher, aber nicht unangenehmer. Die Ungarn sind herzlich, aufgeschlossen und hilfsbereit solange man sich nicht als Proll-Touri aus West-Germany outet. Mit vielen habe ich aus den letzten Jahren bis heute noch Kontakt, wurde für einige Tage nach Budapest eingeladen etc..
Im Gegensatz zu div. Berichten meiner Vorgänger, habe ich gegen die ostdeutschen Urlauber nichts einzuwenden. Ist es doch auch so, dass diese schon seit Jahrzehnten mit der ganzen Familie zum Plattensee in den Urlaub fahren. Wen das stört, der hätte sich vorher schlau machen müssen.
Insgesamt gewinnt Deutschland den Ausländeranteil-Contest in dieser Region. Am Wochenende sind tagsüber vermehrt ungarische Familien auszumachen, die Tagesausflüge an den Balaton unternehmen.
Vom Plattensee geht ein beeindruckendes Flair aus. Alles wirkt auch trotz der künstlichen Badestrände sehr naturbelassen. Das Wasser heizt sich wegen der geringen Tiefe des Balatons (Durchschnitt 3m; tiefste Stelle 12m) schnell auf; kühlt aber auch entsprechend nach 1-2 kälteren Tagen stark ab. Tiefere Stellen erreicht man erst nach ca. 100-150m jenseits des Ufers (ideal für Kinder). Stundenlanger Aufenthalt im Wasser stellt kein Problem dar. Die Wasserqualität ist seit Jahren durchweg "gut".
Der dem Zentrum nahe liegende sog. Coca-Cola-Beach ist hingegen nur gegen eine Gebühr betretbar. Hat man keine Badeutensilien dabei, kann man auch von außen reinschwimmen. Geht auch.
Schöner, nicht so überlaufen, sind allerdings die kleinen Strände abseits des großen Coco-Cola-Beaches. Andererseits laufen hier nicht so viele hübsche Frauen herum.
Die Frauen sind sind im Vergleich zu Deutschland mehrere Klassen attraktiver. Das fällt am Flughafen schon auf, zieht sich durch den Urlaub und vor dem Rückflug weiß man, was einen in Deutschland schon wieder erwartet. Klar, alles Geschmackssache und subjektiv. Habe aber über die Jahre den Eindruck gewonnen, dass ungarische (generell osteuropäische) Frauen mehr Wert auf sich legen - und das in jedem Lebensalter. Ob da was geht? Sicher geht da was. Wenn man sich entsprechend benehmen kann und sich vielleicht bemüht, das ein oder andere Wort Ungarisch zu lernen. So schwer ist das auch nicht.
Für das Abendvergnügen ist gesorgt. Die Diskotheken Palace und Flört rühren kräftig die Werbetrommel. Teilweise auch mit speziellen Angeboten (Sangria for free, Espuma Party etc.). Mittlerweile kann ich mit solchen Angeboten nichts mehr anfangen. Beide Diskos sind am WE rappelvoll mit U18-Kids, die sich für einen Gratis-Sangria 30 Minuten anstellen müssen. Durch die Woche herrscht meist gähnende Leere bei gleichbleibenden Preisen. Als sehr angenehm hat sich am Coca-Cola-Beach die ein oder andere Bar herausgestellt (bloß nicht das Cap. Morgan, oder wenn, dann nur mit 2 Promille). In die Nacht hereingleiten kann man auch direkt am C.-C.-Beach indem man sich in einen der dort vorhandenen Strandstühle flezt und bei 3-7 Weißbier (Preise ähnlich wie bei uns) die Sonne im See versinken lässt. Auch hier kommt man schnell mit anderen Leuten, auch Ungarn, ins Gespräch - wenn man sich nicht zu dämlich anstellt. Am gesamten Strand gibt es diverse Open-Air-Clubs/Bars mit guter, eingängier, grooviger Musik.
Generell ist anzumerken, dass sich die lohnenswerten Party-Tage auf das Wochenende beziehen (Fr/Sa). Durch die Woche ist nur mäßiger Betrieb zu verzeichnen (liegt an den Ungarn, die hauptsächlich am Freitag anreisen).
Aufgefallen sind in den letzten Jahren immer mehr sog. dt. Abschlussklassen, die sich gröhlend und kotzend duch die Innenstadt wuchten. Habe mir angewöhnt, soetwas zur Kenntnis zu nehmen und darauf zu warten, bis die meisten um 22h vor Schwäche nach Hause torkeln.
Taxi-Nutzung habe ich gelernt zu vermeiden. Viel zu überteuert. Kein einheitlicher Preis (gerade Nachts herrscht üble Abzocke, auch kein Handeln möglich. Lieber die 2km zur Unterkunft locker abjoggen).

Sport:
Wer nicht nur feiern möchte und bis in den Nachmittag hinein schläft, der kann seinem sportlichen Ehrgeiz freien Lauf lassen. Für Jogger bieten sich fast überall geeignete Strecken an. Der vor 7 Jahren rund um den Balaton verlegte Radrundweg (bestens ausgeschildert, ca. 210km lang) lädt zu einer 2-4-tägígen Rundreise ein. Die Ausleihe eines Rades kostet ca. 8 Euro pro Tag. Highlight unseres Urlaubes ist wie jedes Jahr der im Sommer stattfindende Balaton-Atuszas. Hierbei gilt es, eine 5,2km-lange Strecke vom Nord- zum Seeufer des Balaton schwimmend zu überqueren (Revfülöp - Balatonboglar). Die Kosten betragen ca. 12 Euro (mit inbegriffen ist eine ärztliche Untersuchung und die Nutzung der Fähre). Die Fahrt von Siofok nach Boglar kostet ca. 5 Euro. Ca. 10.000 Starter sind auch dieses Jahr wieder zu erwarten. Ein Mega-Event, top organisiert.

Tagesreisen:
Wer mobil nicht flexibel ist, kann sich bei div. Anbietern über eine Vielzahl von Tagesausflügen informieren. Dies reicht von der traditionellen Weinverkostung über Burgbesichtigungen inkl. Ritterspielen bis hin zu einer Nacht in Budapest. Die Preise sind m.E. als nicht gerade günstig zu bezeichnen, stellen aber immerhin eine Alternative bei schlechtem Wetter dar.

Fazit:
Durchaus zu empfehlendes Urlaubsland bzw. zu emfehlender Urlaubsort. Wie überall gibts es auch hier Vor- und Nachteile. Wer in der Lage ist, abzugrenzen und sich auf seine eigenen Vorlieben zu fokussieren, erlebt hier wunderbare Urlaubstage.
Wer weiß, wo effektiv gespart werden kann, wird mit einem 2-wöchigen Superulaub für weit unter 500 Euro belohnt.

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Kommentare

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  • Die-Xanadu 27.05.2011 11:14
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Magneto85 27.05.2011 09:38
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Queen500 27.05.2011 08:50
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    guter Einstand! LG Michael

  • Marnie61 27.05.2011 06:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • xXschmiddixX 26.05.2011 23:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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