Sightseeing in Valencia

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Vamos a Valencia, vale?

5  07.05.2009

Pro:
es kommt drauf an, was ihr draus macht !  (siehe Bilder)

Kontra:
nichts !

Empfehlenswert: Ja 

travelgirl

Über sich: Gegenlesungen werden nun nach und nach abgearbeitet, wer welche vermisst, bitte melden! - neue Missi...

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INTRO


Es waren mal wieder Semesterferien, die Praktika waren abgeleistet und die Hausarbeiten geschrieben. Und alles was ich brauchte war Urlaub! Von einem Freund bekam ich den Tipp, es mal auf Expedia zu versuchen, denn dort würde man günstig noch etwas bekommen. Zwar glaubte ich nicht daran, allerdings wurde ich doch überrascht. Da ich schon immer mal nach Spanien wollte, schaute ich mir per Suchfunktion die Treffer an, für 220 Euro sollte es etwas an der Costa Azahar geben. Ich dachte, dass das bestimmt irgendwo mitten in der Pampa wäre, man in einem drittklassigen Hotel landen würde, … Aber nachdem ich mir das Angebot genauer angesehen hatte, war ich sprachlos. Und wenige Wochen später saß ich mit einer Freundin im Flugzeug nach Valencia. Was man dort alles unternehmen kann, werde ich nun erzählen.

ANREISE


Hat man seinen Sommerurlaub individuell gebucht, steht man meist vor der Frage, wie man vom Flughafen zur Unterkunft kommt. Während die Pauschaltouristen meist in Bussen zu ihren Hotels gekarrt werden, sollte man als Individualreisender schon vorher darüber nachdenken, wie man in die Unterkunft kommt – Ok, ich gebe zu: wir haben uns auch erst am Flughafen drum gekümmert, wir wussten nur, dass wir nicht mit dem Taxi fahren wollten, aber das war ja schon vorher klar denn:
es gibt eine praktische Möglichkeit, am Flughafen eines der superteuren Taxis zu vermeiden, die einen für 50 Euro in die Stadt karren wollen (je nach Spanischkenntnissen halbiert sich der Betrag auch…- allerdings fand ich auch 25 Euro sehr übertrieben). Wenn man es allerdings nicht all zu eilig hat, sollte man den AeroBus nehmen, der einen bequem in die Stadt fährt, das haben wir nämlich auch gemacht. Bei der Touristeninfo im Flughafen und – wenn man genügend Kleingeld hat (Scheine werden nämlich ungern bis gar nicht angenommen) – auch beim Fahrer kann man für 2,50 Euro eines der Tickets kaufen.
Der Bus fährt unten am Ausgang des Flughafens ab, jeden Tag von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Zwar gibt es einen Fahrplan, allerdings nimmt man es in Spanien nicht all zu genau damit, so dass man schlimmstenfalls 20 Minuten warten muss, ehe man in den geräumigen Bus einsteigen kann.
Man zeigt dann sein Ticket vor, oder kauft es dann eben beim Fahrer, der – in unserem Falle - neben Spanisch gebrochenes Englisch und Italienisch sprach, wird dann dazu aufgefordert, seine Koffer in einer speziellen Vorrichtung im Bus abzuladen und sich dann einen Platz zu suchen, was recht problemlos möglich ist, da die meisten Leute von dem Bus nichts wissen, und daher ein teures Taxi nehmen. Der Bus startet seine Fahrt am Flughafen und dann einmal im Kreis, wieder zurück zum Flughafen. Die Haltestellen heißen: Airport - Avenida del Cid – Bailén - Angel Guimerá - Avenida del Cid – Airport.
Wir sind bis zur Haltestelle Bailén gefahren, die sich direkt in der Nähe der Estación del Norte (zentraler Bahnhof, direkt neben der Stierkampfarena) befindet, allerdings kann die Strecke bei Sonnenschein und schweren Koffern schon etwas länger dauern. Von der Estación del Norte aus sind es noch mal wenige Meter zum Plaza de Ayuntamiento, dem Rathausvorplatz, an dem man dann einen Anschlussbus (meist 1,10 Euro pro Fahrt) nehmen kann. Am besten erkundigt man sich gleich bei Ankunft im Flughafen an der Touristeninfo , wie man am besten zu seinem Ziel kommt, man bekommt dort einen kostenlose Stadtplan in den alles eingezeichnet wird. Der Aero-Bus ist eine tolle Alternative zu überteuerten Taxis, ich kann ihn echt jedem empfehlen.

KULTUR


Valencia hat für alle Städtereisenden den Unschlagbaren Vorteil, dass man sowohl die Möglichkeit hat, sich am Strand die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, als auch in der Stadt Powershopping zu betreiben, oder eben einen ausgedehnten Kulturtag zu planen. Natürlich können es auch zwei, oder drei werden – aber nun erzähle ich euch mal etwas über die Museen, die mir am besten gefallen haben…


# IVAM
Mit einem der knatschroten Touristenbusse, in die man an verschiedenen Haltestellen in Valencia zusteigen kann, haben wir einen Teil unseres Sight Seeing Programms bestritten. Nach einem Stopp an der Plaza de Reina, den ich zum Getränkeholen genutzt hab, ging es weiter zum IVAM, was für „Institut Valencia d’Art Modern“ (also valencianisches Institut für neuere Kunst) steht und mir wesentlich besser als das Museo de Bellas Artes (Museum der schönen Künste) gefallen hat.
Das IVAM befindet sich an der c/ Guillem de Castro, 118 und ist bequem per Bus zu erreichen. Ehe es mit dem Ausstellungsbesuch losgehen konnte, mussten wir noch unserer Jacken und Taschen abgeben – was zum einen kostenlos und zum anderen praktisch war, da man ja seine Klamotten nicht unbedingt mitschleppen möchte - und Eintritt bezahlen. Das Museum, das man an jedem Tag, außer montags von 10 Uhr morgens bis 20 Uhr abends besuchen kann, verlangt regulär 2 Euro Eintritt, Studenten und Schüler bezahlen 1 Euro und Rentner kommen umsonst rein. Absolut fair, zudem kann man sich noch mit kostenlosen Flyern zu den jeweiligen Wechselausstellungen eindecken. Gesehen haben wir sieben Wechselausstellungen und die permanente Ausstellung. Die erste von Elizabeth Murray und wurde in Zusammenarbeit mit dem MoMA veranstaltet und war recht nett gemacht. Als nächstes haben wir „Cróncia del Guernica“ gesehen, was eine recht kleine Ausstellung war, ich glaube mal gerade zehn Exponate, wenn ich mich richtig entsinne.
Nachdem wir in der permanenten Ausstellung waren, wurde es „interessant“. „SD Observatorio“ hieß die Ausstellung, die sehr ‚modern’ war. Laut Flyer sollte es eine „colleción africana de arte contemporráneo y no una collection arte contemporráneo africano” (afrikanische Sammlung von zeitgenössischer Kunst und nicht eine Sammlung von zeitgenössischer afrikanischer Kunst) werden. Ob das gelungen ist?! Naja, da ich in afrikanischer Kunst nicht sonderlich fit bin, lasse ich das mal mit dem Beurteilen. Nach der Ausstellung der “Arte Español del Siglo XX en la Colección BBVA“, in der auch ein Bild von Joan Miró hing, sind wir in den Teil, der mir am besten gefiel, gewechselt. Die Skulpturenausstellung „Geometría sin límites“ von Juan Asensio, die den perfekten Ruhepol zum afrikanischen Videochaos (das einzige, was mir in Erinnerung vom afrikanischen Raum blieb, waren hektische Videoaufzeichnungen mit klischeehaften Buschtrommeln und schlechten Cuts) bot.
Die „Paisaje marítimo“ von Ignacio Pineizo fand ich dann nicht ganz so prickelnd, dafür aber die „Fuentes 2006“, die sich direkt vor dem IVAM Haupteingang befindet. Die Brunnen sind wirklich toll und originell gemacht. So viel Kunst macht hungrig und so wurde es Zeit für das Abendessen, das wir nicht im Museumscafe einnehmen wollten. Neben dem Museumscafe gibt es auch noch einen Museumsstore, der recht teuer ist, aber irgendwie muss sich das Museum ja finanzieren.


# Museo Taurino
Wenn man dann schon einmal in Spanien ist, möchte man natürlich auch schauen, wie

Bilder von Sightseeing in Valencia
  • Sightseeing in Valencia Patio der Lonja de Seda - Sightseeing in Valencia
  • Sightseeing in Valencia bar der lounge am Museo de las Ciencias Príncipe F
  • Sightseeing in Valencia Catedral de Valencia - Sightseeing in Valencia
  • Sightseeing in Valencia In der Ciutat - Sightseeing in Valencia
Sightseeing in Valencia Patio der Lonja de Seda - Sightseeing in Valencia
Sightseeing in Valencia
es sich mit den Klischees verhält. Und neben Ballermann, Strand, Flamenco und Sangria ist da natürlich auch der Stierkampf ganz oben auf der Liste. Erst recht, wenn das Stierkampfstadion samt Museum sich mitten in der Stadt, direkt neben dem Nordbahnhof (Estación del Norte) in der Calle del Doctor Serra, befindet. Zwar würde ich persönlich nicht in eine Stierkampfarena gehen, um mir dort corridas mit lebendigen Stieren anzugucken, aber so ein Museum ohne Tiere, dafür mit einigen Ausstellungsstücken, wie Klamotten – die sog. Trajes - und Kampfutensilien war durchaus OK, und da es nichts gekostet hat, wäre es ja auch nicht schlimm gewesen, wenn wir direkt wieder rausgegangen wären. Später hatten wir die Möglichkeit, einen kurzen Blick in die Stierkampfarena zu werfen, die derzeit – in der Stierkampfpause – auf für Konzerte genutzt wird. Das Museo Taurino jedenfalls ist täglich außer Montags von 10-20 Uhr geöffnet, und sofern keine Veranstaltungen stattfinden, kann man auch die Arena – wirklich beeindruckend… - besichtigen; natürlich ohne Tiere, dafür mit nettem Guide… Und der eine oder andere interessante Film wird im Stierkampfmuseum auch noch gezeigt – in diesem Museum kann man also das eine oder andere Stündchen rumkriegen, für den unwahrscheinlichen Fall, dass es in Valencia mal regnet.


# Museo Príncipe Felipe
Möchte man das Museum besuchen, so sollte man am besten mit dem Bus dorthinfahren, da die Ciutat de les Arts i de les Ciències sich relativ außerhalb befindet. Entweder mit Hopp on – Hopp off Bus (das ist relativ teuer) oder per normalem Bus mit dreißiger Nummer und Ziel "Ciutat de les Arts i les Ciències" (mit knapp über einem Euro sicherlich die bessere Option), so fährt man dann bis zur Haltestelle der Avenida de Obrero. Dann läuft man eigentlich auf das Príncipe Felipe (Prinz Filipe) Museumsgebäude zu. Wenn man das große weiße Gebäude betritt, muss man sich auf eine Flughafen like Taschenkontrolle gefasst zu machen. Aber keine Sorge, das ist recht harmlos und Getränke werden einem auch nicht abgenommen, Getränkeautomaten und ein Bistro, das für ein Museum recht günstig ist, gibt es allerdings trotzdem. Etwas teurer sind die Mitbringsel, die man am Eingangsbereich kaufen kann. Günstig dagegen ist dagegen aber die Teilnahme an den angebotenen Talleres (das sind eine Art Workshops): Ich habe am Taller TV für 2,50 € teilgenommen und nun eine CD, auf der ich auf Spanisch das Wetter moderiere - immerhin. Englische Workshops gibt es auch, allerdings nur in den (spanischen) Sommerferien. Im Gang nach der Sicherheitskontrolle gibt es verschiedene Tafeln mit Wissenschaftlern und berühmten Zitaten, allerdings nur auf Spanisch und Valenciano. Das Museum selbst hat drei Etagen samt tollem Kinderbereich, der nicht nur für die Allerkleinsten spannend ist – hier haben auch wir einen Großteil unserer Zeit verbracht…. Hier kann man nämlich die spielerisch die Wissenschaft entdecken können. Auf der ersten Ebene gings ums Mitmachen und die „kindgerechte“ Erklärung von diversen wissenschaftlichen Phänomenen, wobei das Selbstausprobieren im Vordergrund stand. War ganz lustig und von Elastizitätstest über Fuß- und Basketball bis zu Sprung –höhe und –weite aus dem Stadt testen haben wir so ziemlich alles gemacht. Dazu gabs dann noch eine Gedächtnisabteilung, eine über deutsche Scherenschnittfilme aus den 20er Jahren, die mit Mozarts Zauberflöte untermalt waren etc. Bevor wir allerdings in die zweite Ebene gefahren sind – alles funktioniert per Rolltreppe – haben wir uns noch ein Foucaultsches Pendel und DANN Strukturen angeguckt. In der zweiten Etage gab es dann eine überklimatisierte *brrrrr* Ausstellung zu v.a. spanischen Nobelpreisträgern, die nicht so ganz unser Interesse wecken wollte. Also ging es weiter in die dritte Etage, wo ne Ausstellung rund um Phänomene des menschlichen Körpers war, die eher an die Erwachsenen gerichtet war. Dumm war nur, dass einige Sachen außer Betrieb waren. Neben nem Calciumwertscanspiel gab es auch Gewichtschätzspiele und einige andere Sachen… Ein teures Vergnügen ist der Besuch in der Wissenschafts- und Kunststadt schon, allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, Eintrittskarten zu kombinieren und so Eintritt zu sparen, am besten informiert man sich auf der http://www.cac.es/, auf der man die jeweils gültigen Preise und Uhrzeiten findet
.

ESSEN


# Casa Blanca
Nein, wir sind nicht in Washington, sondern in unmittelbarer Nähe der Ciutat de les Arts i de les Ciències, genauer gesagt in der Avenida Instituto Obrero de Valencia 19, in einem kleinen, ruhigen Seitenweg gegenüber des NH Hotels. Hier befindet sich das Restaurant Casa Blanca, in dem wir am ersten Tag unseres Valenciaaufenthalts gegessen haben. Ehrlich gesagt was es ziemlich schwierig, so spät noch etwas nettes zu finden, und so waren wir wirklich erleichtert, als wir dann noch die schöne Terrasse entdeckt hatten, auf dem wir den lauen Sommerabend ausklingen lassen konnten. Die Auswahl an Speisen war wirklich OK, ich hatte mich für eine Art unpaniertes Schnitzel mit Gemüse und Kartoffeln entschieden, meine Begleitung für Fisch – das war eine eher schwierige Angelegenheit, da die Auswahl an Fisch riesig ist. Nunja, die Preise waren durchschnittlich, das Essen aber durchaus OK, dafür war die Atmosphäre draußen um so toller, auf wenn es schon nervte, dass man auf die Getränke relativ lange warten musste, man uns zwischenzeitlich aber diverse Zwischengänge verkaufen wollten, was wir dankend ablehnten. Die Kellner waren ansonsten freundlich, wenn auch verpeilt – was bleibt ist die praktische Lage und die schöne Terrasse.


# Mc Doof
Meistens haben wir es so gehalten, dass wir uns beim wirklich ausgezeichneten Frühstück im Hotel – von den leckeren Schokoladentorten und dem noch besseren frisch gepresstem Orangensaft schwärme ich heute noch… – den auch vollgeschlagen haben und uns das Mittagessen geschenkt haben, was nicht all zu dumm ist, wenn man erst um 10:30 Uhr am Frühstücksbuffet vorbeischaut. Danach ging es meistens in die Stadt zwecks Sight Seeing, Shopping und Co.. Dabei passierte es das eine oder andere Mal, dass wir die spanische Mittagssonne überschätzten, und dringenst irgendetwas zu trinken brauchten, um nicht völlig auszutrocken. Wenn dann kein Supermarkt in der Nähe ist – und das war in der Stadt leider nicht der Fall – haben wir meist die Filiale des amerikanischen Fastfoodimperiums angesteuert, die sich am Plaza de la Reina, also direkt an der Kathedrale befindet. Dort hatten wir dann die Möglichkeit, zu moderaten Preisen (die Preisstruktur ist vergleichbar der in Deutschland, vielleicht minimal günstiger), etwas leckeres und vor allem kaltes (Eiswürfel sind schon eine tolle Erfindung…) zu trinken zu bekommen und unseren Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Auch praktisch ist, dass man hier Softeis bekommt (ich mag das Softeis mit Schokosoße wirklich seeeehr gerne), allerdings sollte man hier vielleicht dazusagen, dass man erwähnen sollte, dass man keine Erdnüsse mag… Denn wie in Frankreich werden diese über das Eis gestreut…. Ansonsten gibt es weitere Mc Doof Filialen in einschlägigen Shoppingcentern.

BETEN


Spanien gilt ja als eines der Länder, in denen der katholische Glauben besonders praktiziert wird. Ob das wirklich so ist, ist natürlich eine andere Frage. Fest steht jedenfalls, dass es auch in Valencia zahlreiche Kirchen gibt, die man besichtigen kann.


# Catedral
Die Kathedrale von Valencia befindet sich direkt am Plaza de la Reina, wenn man nicht gerade beten möchte, kann man die Kathedrale auch einfach aus kulturellem Interesse besuchen. Am besten kauft man sich dazu eines der Tickets mit Audioguide (ich meine es waren drei Euro, die wir dafür bezahlt haben), und kann sich dann frei durch die Kirche bewegen. Die Audioguides, für die man auch noch ein Pfand in hinterlegen muss, sind in verschiedenen Sprachen zu bekommen, da wir allerdings ins Spanien schlechte Erfahrungen mit übersetzten Sightseeing Attraktionen gemacht haben (bei einer Stadtrundfahrt wollte man auf ein Fitnessstudio hinweisen, machte daraus aber im Deutschen eine Schule, nämlich ein Gymnasium…), beließen wir es bei einem spanischen Audioguide, der allerdings auch für nicht Muttersprachler gut zu verstehen ist. Wir haben jedenfalls diverse Kapellen, einen Gral etc. besichtigt, und uns die wichtigsten Kunstwerke angeschaut. Eine Erwähnung Wert sind noch die Kerzen. In normal aussehenden Kirchenkerzen gab es kleine elektrische Birnchen und je nach dem, wie wichtig der Kapellenheilige war, wurden dann 20ct oder 1 Euro für die ultimative Erleuchtung fällig. Geöffnet hat die Kathedrale jedenfalls montags bis samstags ab 10 Uhr, sonntags ab 14 Uhr.


# Basílica de la Virgen de los Desamparados
Die Basilika mit dem ellenlangen Namen ist eigentlich eine ganz süße Kirche, die sich in unmittelbarer Nähe der Kathedrale befindet, genauer gesagt am Plaza de la Virgen, der im Sommer ein wirklich cooler Tipp zum draußen Essen / Cafetrinken / Tapasessen… ist. Nunja, aber hier geht es eigentlich um die Basílica. Und die ist wirklich schön. Von außen in einer Art flamino-terracotta gemisch mit einer dunkelblauen Kuppel ist sie wirklich schön anzuschauen, auch innen ist alles sehr heimelig, es gibt viele große Gemälde und noch mehr Kerzen – im Gegensatz zur Kathedrale auch echte. Was mich allerdings störte war der große Menschenauflauf in der relativ kleinen Basilika. Zum anderen hat die Basilika relativ früh geschlossen und zwischendurch sogar eine Siesta, so dass es wirklich purer Zufall ist, dass man die Basilika besichtigen kann.

RELAXEN


Wie ihr ja sicherlich wisst, ist die Siesta eines der zentralen Elemente des spanischen Tagesablaufes, deswegen sollte man es den Spaniern ruhig nachtun, und einfach relaxen!


# Horchatería El Siglo
Ich wette, dass kaum jemand hier in Deutschland weiß, was eine Horchatería ist. Wenn ich euch nun sage, dass man dort Horchata kaufen kann, ist wahrscheinlich auch keinem geholfen. Deswegen erzähle ich erst einmal, was das ist. Horchata de Chufa ist ein Getränk, dass man ins Deutschen als Erdmandelmilche übersetzt. Ich fand es relativ bitter. Es gibt generell zwei Varianten: eine als Slushgetränk und eine andere als Milch (mit Eiswürfeln). Das Getränk – in der Horchatería ab 1,60 Euro, je nach Größe und zubereitungsart – ist besonders in und um Valencia beliebt, es gibt auch zahlreiche Mobile Verkaufsstände in der Stadt. Allerdings gibt es auch traditionelle Läden, so u.a. die Horchatería El Siglo, die Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet wurde, und sich am Plaza Santa Catalina 11 befindet, das ist übrigens eine Seitenstraße des Plaza de la Reina. Wenn ihr euch nach draußen setzt, passt gut auf eure Sachen auf, mir wäre beinahe meine Kamera geklaut worden, und das passierte so: Es kamen zwei kleine Mädchen, ich schätze sie mal auf 8 und 12 Jahre an den Tisch, und wedelten uns mit zwei Din A4 Flyern vor der Nase. Auf dem Tisch hatte ich meine Kamera liegen, da ich gerade zuvor noch etwas fotografiert hatte, und dann die Kellnerin kam… Naja, die Mädels haben die Flyer auch geschickt über den Tisch gehalten und dann die Kamera genommen, was ich allerdings noch gemerkt habe und so bin ich den beiden geistesgegenwärtig-intuitiv hinterhergelaufen und habe die kleine festgehalten, während ich die Größere nach MEINER Kamera gefragt habe, habe ich sie in der Hand der Kleinen entdeckt ihr das Handgelenk festgehalten dann die Kamera aus der Hand gerissen und wütend rumgeschimpft, unverschämt meinte die Große dann „Das ist meine Kamera“. Danach bin ich dann wieder an den Tisch, war total geschockt und zitterig und bin dann von den Horchateriabesitzern und meiner Begleitung beruhigt worden…


# Lonja de Seda
Sollte man einfach nur Faulenzen wollen, bietet es sich an, dies mit einem Besuch im UNESCO Weltkulturerbe zu verbinden, ein solches gibt es nämlich auch in Valencia. Am Plaza del Mercado (das klingt zwar ganz toll, heißt auf Deutsch aber nichts anderes als Marktplatz) befindet sich die Lonja de Seda, direkt gegenüber der Kirche des Heiligen Juan und dem Mercado Central (das ist eine große Markthalle – mehr dazu später….) Das gotische Gebäude ist ganz nett anzusehen und architektonisch auch sicherlich interessant (drinnen Säulen, außen nette Verzierungen), allerdings kann man das ganze auch in knapp 10 Minuten besichtigen – Eintritt muss man nicht bezahlen – und sich dann in den zauberhaften Patio pflanzen, um dort zwischen Blumen und Co auf einer Bank einfach ein bißchen Sonne auf sich scheinen zu lassen.


# L'Umbracle
Auch das L'Umbracle ist Teil der Ciutat de les Arts i de les Ciències, das heißt für die Anreise gilt das gleiche wie für das Museo de Príncipe Felípe. L'Umbracle ist quasi die Lunge des Geländes. Neben zahlreichen tollen Palmen findet man hier die tollsten Pflanzen, wer einen grünen Daumen hat, wird sicherlich Freude daran finden, die zahlreichen lateinischen Schildchen an den einzelnen Grünpflanzen zu übersetzten. Am Rande des skelettartig-überdachten Baus, gibt es weiße Steinbänken die zum Siesta halten oder eben Relaxen einladen, schließlich ist das Umbracle Skelett relativ lang, allerdings würde ich trotz der Länge und der zwei langen Bahnen hier kein 100-Meterrennen veranstalten, denn der Luftdruck ist hier selbst abends noch recht schlauchend bis subtropisch. In der Mitte des Umbracles befindet sich eine Treppe, die zu einer Ausstellung gehört, allerdings kann man die Treppe ja auch so benutzen, und genießt dann eine atemberaubende Aussicht auf das Wissenschaftsmuseum, das dem spanischen Prinzen Felipe gewidmet ist. Aber es gibt auch echte Treppen, so die zum Parkhaus der Ciutat, gegen unverschämte Preise kann man hier seine Autos parken, oder eine Rundfahrt mit der Bimmelbahn, eben durchs Gelände der Ciutat de les Arts i de les Ciències buchen - würde ich allerdings nicht empfehlen, denn dann verpasst ihr einiges…

SHOPPING


Natürlich könnte ich euch jetzt jede Menge über lustige Fächershops ab Plaza de la Reina, kleine Süße Botiquen zwischen Kathedrale und Plaza de la Virgen erzählen, oder euch stundenlang damit zutexten, wo ihr den nächsten Corte Inglés findet, der auf so ziemlich jedem Stadtplan eingezeichnet ist (während die Gratispläne in Paris von Lafayette gesponsort werden, macht das in Spanien häufig die Kaufhauskette Corte Inglés….), verrate ich euch lieber zwei meiner Geheimtipps.


# Mercado Central
Gegenüber der Lonja de Seda befindet sich der Mercado Central, eine wirklich riesig große Markthalle. Anders als bei uns in Deutschland, wo Wochenmärkte meist open air stattfinden, verfügt fast jede Stadt über Markthallen, in denen feste Stände installiert sind, die täglich frische Ware anbieten. Ob es nun frischer Fisch ist, oder Obst, Gemüse und Käse, hier findet man so ziemlich alles. Direkt am Markt gibt es auch einige – ich würde sie mal Buden nennen – die verschiedene Speisen anbieten zum dort essen bzw. mitnehmen anbieten, so auch die berühmte Paella Valenciana. Meist ist so eine to go Portion aus der Riesenpfanne für um die drei Euro zu bekommen; eine gute Möglichkeit zu testen, ob man diese Art Paellazubereitung auch wirklich mag – ich habe mich nicht rangewagt, da ich weder Meeresfrüchte mag, noch Kaninchen. Für Interessierte ist es aber ganz ratsam, ehe man eine überteuerte Portion in einem Restaurant in der Innenstadt bestellt….


# El Saler
Das Shoppingcenter mit dem Seepferdchen im Logo befindet sich etwas außerhalb, nämlich an der Autopista del Saler, nº 16. Dies ist allerdings kein Problem, da es direkt gegenüber der Ciutat liegt, und da die ohnehin fast jeder besucht, lohnt sich ein Abstecher in die Mall, die auch bequem per Bus zu erreichen ist. Das Saler ist wie jedes andere Shoppingcenter auch aufgebaut: es gibt einen Shoppingbereich, der den Großteil der Fläche einnimmt, dann eine Bereich mit Essen, Fastfood und Co, einen Supermarkt (in diesem Falle Carrefour), sowie ein Kino und weitere Freizeitmöglichkeiten. Neben Zara, Bershka und Co kann ich vor allem den Laden 18th October empfehlen, denn hier können auch Leute mit einer 4 oder 5 am Anfang ihrer Kleidergröße günstig schicke Sachen shoppen. Von meinem dort gekauften Jeansblazer schwärme ich noch heute, und in Deutschland bin ich schon oft drauf angesprochen worden, wo ich das tolle Teil den her habe. Gut, zu empfehlen ist auch das Kino, hier kann man gut und günstig Filme anschauen. Aber Achtung: Seid pünktlich zum Film, denn die Werbung läuft hier nicht nach der auf dem Ticket angegebenen Zeit, sondern zuvor…

ABGENDGESTALTUNG


Wenn man nicht schon am Anfang des Urlaubs die Tapasbar seines Vertrauens gefunden hat, kommen hier ein paar Ideen, wie man den Abend sinnvoll gestalten kann.


# Ciutat de les Arts i de les Ciències
Da unser Hotel in unmittelbarer Nähe der Ciutat de les Arts i de les Ciències lag, und man abends nicht all zu viel Lust dazu hat, ewig lange mit dem Bus zu fahren, haben wir uns es oft relativ einfach gemacht und sind in die Ciutat de les Arts i de les Ciències gegangen, denn dort gibt es genau vor dem Museo de las Ciencias Príncipe Felipe eine wirklich Chillige Lounge unter freiem Himmel mit tollem Blick auf die anderen Gebäude der Ciutat, aber auch ganz viel Wasser in den künstlich angelegten Wasserbecken der Ciutat. Und da es abends relativ warm war, und die Abgrenzungen der Zierwasserflächen so breit sind, dass man sich locker drauf setzen kann, mussten wir das ausnutzen und haben mit unseren Füßen ein bißchen im Wasser geplätschert. Die rumlaufende Security fand das nicht ganz so lustig, er wollte uns verscheuchen, sein schlagkräftigstes Argument war dabei, dass man Chemikalien á la Chlor in das Wasser gegeben hätte, worauf ich ihn dann fragte, wie er das mit Freibädern hält. Nun ja, da er keine Freibäder kannte, war die Diskussion müßig, ich versicherte ihm jedoch, dass es bei uns in Deutschland durchaus üblich sei, in Freibädern Chemikalien ins Wasser zu kippen, und irgendwann schien er keine Lust mehr auf eine Diskussion zu haben, so dass er uns dort sitzen ließ. Praktischerweise hatten wir uns dann noch ein leckeres Getränk besorgt – zu empfehlen u.a. das sog. Refresco limón, eine Art Slushgetränk auf Basis von Fanta Limón für um die 2 Euro. Allerdings bekommt man hier auch alles andere, was das Herz begehrt, vom Wein(mischgetränk) über Cocktails bis hin zum Bier. Und die Sitzgelegenheiten sind auch ziemlich cool, von großen Kissen bis hin zu tiefen Plastikstühlen bei denen man quasi direkt überm Boden sitzt, ist alles dabei… Und das tollste ist: neben der Loungemusik hört man das fantastische Wasserplätschern und hat eine atemberaubende Aussicht auf die verschiedenen Gebäude der Ciutat.


# L'Hemisfèric
Sollte man einen Kinoabend der besonderen Art planen, sollte man nicht ins Kino im Shoppingcenter El Saler gehen – das übrigens auch wirklich empfehlenswert ist – sondern schräg gegenüber ins L'Hemisfèric, das zur Ciutat de les Arts i de les Ciències gehört, es wurde im April 1998 als erstes Gebäude des Komplexes eröffnet. Das augenförmige Kino bzw. Planetarium betritt man unterirdisch. Neben einer Lasershow ist hier für die Abendgestaltung v.a. das IMAX Kino spannend. Hier werden verschiedene Filme gezeigt und auf Grund der speziellen Deckenkrümmung und Sitzposition brauch man dafür auch keine speziellen Brillen mehr. Wir haben jedenfalls 6 Euro bezahlt und dafür dann einen Cirque du Soleil Film gesehen. Und sollte man Probleme mit der spanischen Sprache haben, gibt es auch spaceige Übersetzungskopfhörer, mit Übersetzungen.

AUSFLÜGE


Nunja, da wir ja nur eine Woche in Valencia waren, wollten wir natürlich so viel wie möglich mitnehmen und haben daher auf größere Ausflüge ins Umland verzichtet, die natürlich auch problemlos möglich gewesen wären, schließlich befindet sich mitten in der Innenstadt der Nordbahnhof, von dem zahlreiche Züge in die Umgebung abgehen. Wenn man etwas länger vor Ort ist, würde sich sicherlich ein Ausflug nach Barcelona oder den Aquapark Benidorm lohnen.


# Playa Cabanyal
Vamos a la playa…. Das stellte sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas komplizierter heraus, da alle Busse allerdings schön klimatisiert sind, hält man auch das aus. Idealerweise fährt man bis zum Rathaus (Ayuntamiento) und erkundigt sich dann dort bei einem der netten Busfahrer, wie man zum nächsten Strand (playa) kommt… im Idealfall sagt der einem dann eine Busnummer, wir sind dann nach knapp 40 minütiger Fahrt an der „Playa del Cabanyal“ gelandet. Von der Bushaltestelle mussten wir noch an ein paar Häusern und einer Palmenallee vorbeigehen, hatten dafür aber auch die tolle Möglichkeit, einen Strandmarkt zu sehen, an dem man allerlei Krimskrams – von der Strandmatte über Rastazöpfe – bekam. Nun gut, also waren wir dann am traumhaften Sandstrand mit noch tollerem blauen Himmel und klarem Wasser; was will man mehr? Wir haben uns noch Strandliegen und einen Sonnenschirm gemietet, da es doch recht sonnig – Sonnenbrillen sind in Spanien ein must-have – war, musste dafür aber auch ein paar Euros abdrücken. Ansonsten gibt es am Strand alles, was man braucht, so u.a. auch WCs die erstaunlicherweise recht sauber waren, ne Erste Hilfe Station und ein paar überteuerte Bierbuden.

FAZIT


Valencia ist toll. Hier kann man perfekt verschiedene Geschmäcker unter einen Hut bringen. Während die einen am Strand bruzzeln, können die Anderen sich eine große Anzahl spannender Museen anschauen, Shoppen gehen oder einfach nur relaxen. Man hat sehr viele Möglichkeiten, einen abwechslungsreichen und günstigen Urlaub zu gestalten – man muss sie nur nutzen!

Ich freue mich schon auf eure Kommentare!


* PS: Der Titel bedeutet so viel wie: Auf nach Valencia!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
hochsauerlaender

hochsauerlaender

04.10.2013 16:03

bh

Buure5

Buure5

08.09.2013 16:43

Hat mich bisher nicht so gereizt.

dummie1980

dummie1980

03.09.2013 11:52

bh

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