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Erfahrungsbericht

für Sightseeing in Valencia
5 Sterne Vamos a Valencia, vale? Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro es kommt drauf an, was ihr draus macht! (siehe Bilder)

Kontra nichts!

INTRO


Es waren mal wieder Semesterferien, die Praktika waren abgeleistet und die Hausarbeiten geschrieben. Und alles was ich brauchte war Urlaub! Von einem Freund bekam ich den Tipp, es mal auf Expedia zu versuchen, denn dort würde man günstig noch etwas bekommen. Zwar glaubte ich nicht daran, allerdings wurde ich doch überrascht. Da ich schon immer mal nach Spanien wollte, schaute ich mir per Suchfunktion die Treffer an, für 220 Euro sollte es etwas an der Costa Azahar geben. Ich dachte, dass das bestimmt irgendwo mitten in der Pampa wäre, man in einem drittklassigen Hotel landen würde, … Aber nachdem ich mir das Angebot genauer angesehen hatte, war ich sprachlos. Und wenige Wochen später saß ich mit einer Freundin im Flugzeug nach Valencia. Was man dort alles unternehmen kann, werde ich nun erzählen.

ANREISE


Hat man seinen Sommerurlaub individuell gebucht, steht man meist vor der Frage, wie man vom Flughafen zur Unterkunft kommt. Während die Pauschaltouristen meist in Bussen zu ihren Hotels gekarrt werden, sollte man als Individualreisender schon vorher darüber nachdenken, wie man in die Unterkunft kommt – Ok, ich gebe zu: wir haben uns auch erst am Flughafen drum gekümmert, wir wussten nur, dass wir nicht mit dem Taxi fahren wollten, aber das war ja schon vorher klar denn:
es gibt eine praktische Möglichkeit, am Flughafen eines der superteuren Taxis zu vermeiden, die einen für 50 Euro in die Stadt karren wollen (je nach Spanischkenntnissen halbiert sich der Betrag auch…- allerdings fand ich auch 25 Euro sehr übertrieben). Wenn man es allerdings nicht all zu eilig hat, sollte man den AeroBus nehmen, der einen bequem in die Stadt fährt, das haben wir nämlich auch gemacht. Bei der Touristeninfo im Flughafen und – wenn man genügend Kleingeld hat (Scheine werden nämlich ungern bis gar nicht angenommen) – auch beim Fahrer kann man für 2,50 Euro eines der Tickets kaufen.
Der Bus fährt unten am Ausgang des Flughafens ab, jeden Tag von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Zwar gibt es einen Fahrplan, allerdings nimmt man es in Spanien nicht all zu genau damit, so dass man schlimmstenfalls 20 Minuten warten muss, ehe man in den geräumigen Bus einsteigen kann.
Man zeigt dann sein Ticket vor, oder kauft es dann eben beim Fahrer, der – in unserem Falle - neben Spanisch gebrochenes Englisch und Italienisch sprach, wird dann dazu aufgefordert, seine Koffer in einer speziellen Vorrichtung im Bus abzuladen und sich dann einen Platz zu suchen, was recht problemlos möglich ist, da die meisten Leute von dem Bus nichts wissen, und daher ein teures Taxi nehmen. Der Bus startet seine Fahrt am Flughafen und dann einmal im Kreis, wieder zurück zum Flughafen. Die Haltestellen heißen: Airport - Avenida del Cid – Bailén - Angel Guimerá - Avenida del Cid – Airport.
Wir sind bis zur Haltestelle Bailén gefahren, die sich direkt in der Nähe der Estación del Norte (zentraler Bahnhof, direkt neben der Stierkampfarena) befindet, allerdings kann die Strecke bei Sonnenschein und schweren Koffern schon etwas länger dauern. Von der Estación del Norte aus sind es noch mal wenige Meter zum Plaza de Ayuntamiento, dem Rathausvorplatz, an dem man dann einen Anschlussbus (meist 1,10 Euro pro Fahrt) nehmen kann. Am besten erkundigt man sich gleich bei Ankunft im Flughafen an der Touristeninfo , wie man am besten zu seinem Ziel kommt, man bekommt dort einen kostenlose Stadtplan in den alles eingezeichnet wird. Der Aero-Bus ist eine tolle Alternative zu überteuerten Taxis, ich kann ihn echt jedem empfehlen.

KULTUR


Valencia hat für alle Städtereisenden den Unschlagbaren Vorteil, dass man sowohl die Möglichkeit hat, sich am Strand die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, als auch in der Stadt Powershopping zu betreiben, oder eben einen ausgedehnten Kulturtag zu planen. Natürlich können es auch zwei, oder drei werden – aber nun erzähle ich euch mal etwas über die Museen, die mir am besten gefallen haben…


# IVAM
Mit einem der knatschroten Touristenbusse, in die man an verschiedenen Haltestellen in Valencia zusteigen kann, haben wir einen Teil unseres Sight Seeing Programms bestritten. Nach einem Stopp an der Plaza de Reina, den ich zum Getränkeholen genutzt hab, ging es weiter zum IVAM, was für „Institut Valencia d’Art Modern“ (also valencianisches Institut für neuere Kunst) steht und mir wesentlich besser als das Museo de Bellas Artes (Museum der schönen Künste) gefallen hat.
Das IVAM befindet sich an der c/ Guillem de Castro, 118 und ist bequem per Bus zu erreichen. Ehe es mit dem Ausstellungsbesuch losgehen konnte, mussten wir noch unserer Jacken und Taschen abgeben – was zum einen kostenlos und zum anderen praktisch war, da man ja seine Klamotten nicht unbedingt mitschleppen möchte - und Eintritt bezahlen. Das Museum, das man an jedem Tag, außer montags von 10 Uhr morgens bis 20 Uhr abends besuchen kann, verlangt regulär 2 Euro Eintritt, Studenten und Schüler bezahlen 1 Euro und Rentner kommen umsonst rein. Absolut fair, zudem kann man sich noch mit kostenlosen Flyern zu den jeweiligen Wechselausstellungen eindecken. Gesehen haben wir sieben Wechselausstellungen und die permanente Ausstellung. Die erste von Elizabeth Murray und wurde in Zusammenarbeit mit dem MoMA veranstaltet und war recht nett gemacht. Als nächstes haben wir „Cróncia del Guernica“ gesehen, was eine recht kleine Ausstellung war, ich glaube mal gerade zehn Exponate, wenn ich mich richtig entsinne.
Nachdem wir in der permanenten Ausstellung waren, wurde es „interessant“. „SD Observatorio“ hieß die Ausstellung, die sehr ‚modern’ war. Laut Flyer sollte es eine „colleción africana de arte contemporráneo y no una collection arte contemporráneo africano” (afrikanische Sammlung von zeitgenössischer Kunst und nicht eine Sammlung von zeitgenössischer afrikanischer Kunst) werden. Ob das gelungen ist?! Naja, da ich in afrikanischer Kunst nicht sonderlich fit bin, lasse ich das mal mit dem Beurteilen. Nach der Ausstellung der “Arte Español del Siglo XX en la Colección BBVA“, in der auch ein Bild von Joan Miró hing, sind wir in den Teil, der mir am besten gefiel, gewechselt. Die Skulpturenausstellung „Geometría sin límites“ von Juan Asensio, die den perfekten Ruhepol zum afrikanischen Videochaos (das einzige, was mir in Erinnerung vom afrikanischen Raum blieb, waren hektische Videoaufzeichnungen mit klischeehaften Buschtrommeln und schlechten Cuts) bot.
Die „Paisaje marítimo“ von Ignacio Pineizo fand ich dann nicht ganz so prickelnd, dafür aber die „Fuentes 2006“, die sich direkt vor dem IVAM Haupteingang befindet. Die Brunnen sind wirklich toll und originell gemacht. So viel Kunst macht hungrig und so wurde es Zeit für das Abendessen, das wir nicht im Museumscafe einnehmen wollten. Neben dem Museumscafe gibt es auch noch einen Museumsstore, der recht teuer ist, aber irgendwie muss sich das Museum ja finanzieren.


# Museo Taurino
Wenn man dann schon einmal in Spanien ist, möchte man natürlich auch schauen, wie es sich mit den Klischees verhält. Und neben Ballermann, Strand, Flamenco und Sangria ist da natürlich auch der Stierkampf ganz oben auf der Liste. Erst recht, wenn das Stierkampfstadion samt Museum sich mitten in der Stadt, direkt neben dem Nordbahnhof (Estación del Norte) in der Calle del Doctor Serra, befindet. Zwar würde ich persönlich nicht in eine Stierkampfarena gehen, um mir dort corridas mit lebendigen Stieren anzugucken, aber so ein Museum ohne Tiere, dafür mit einigen Ausstellungsstücken, wie Klamotten – die sog. Trajes - und Kampfutensilien war durchaus OK, und da es nichts gekostet hat, wäre es ja auch nicht schlimm gewesen, wenn wir direkt wieder rausgegangen wären. Später hatten wir die Möglichkeit, einen kurzen Blick in die Stierkampfarena zu werfen, die derzeit – in der Stierkampfpause – auf für Konzerte genutzt wird. Das Museo Taurino jedenfalls ist täglich außer Montags von 10-20 Uhr geöffnet, und sofern keine Veranstaltungen stattfinden, kann man auch die Arena – wirklich beeindruckend… - besichtigen; natürlich ohne Tiere, dafür mit nettem Guide… Und der eine oder andere interessante Film wird im Stierkampfmuseum auch noch gezeigt – in diesem Museum kann man also das eine oder andere Stündchen rumkriegen, für den unwahrscheinlichen Fall, dass es in Valencia mal regnet.


# Museo Príncipe Felipe
Möchte man das Museum besuchen, so sollte man am besten mit dem Bus dorthinfahren, da die Ciutat de les Arts i de les Ciències sich relativ außerhalb befindet. Entweder mit Hopp on – Hopp off Bus (das ist relativ teuer) oder per normalem Bus mit dreißiger Nummer und Ziel "Ciutat de les Arts i les Ciències" (mit knapp über einem Euro sicherlich die bessere Option), so fährt man dann bis zur Haltestelle der Avenida de Obrero. Dann läuft man eigentlich auf das Príncipe Felipe (Prinz Filipe) Museumsgebäude zu. Wenn man das große weiße Gebäude betritt, muss man sich auf eine Flughafen like Taschenkontrolle gefasst zu machen. Aber keine Sorge, das ist recht harmlos und Getränke werden einem auch nicht abgenommen, Getränkeautomaten und ein Bistro, das für ein Museum recht günstig ist, gibt es allerdings trotzdem. Etwas teurer sind die Mitbringsel, die man am Eingangsbereich kaufen kann. Günstig dagegen ist dagegen aber die Teilnahme an den angebotenen Talleres (das sind eine Art Workshops): Ich habe am Taller TV für 2,50 € teilgenommen und nun eine CD, auf der ich auf Spanisch das Wetter moderiere - immerhin. Englische Workshops gibt es auch, allerdings nur in den (spanischen) Sommerferien. Im Gang nach der Sicherheitskontrolle gibt es verschiedene Tafeln mit Wissenschaftlern und berühmten Zitaten, allerdings nur auf Spanisch und Valenciano. Das Museum selbst hat drei Etagen samt tollem Kinderbereich, der nicht nur für die Allerkleinsten spannend ist – hier haben auch wir einen Großteil unserer Zeit verbracht…. Hier kann man nämlich die spielerisch die Wissenschaft entdecken können. Auf der ersten Ebene gings ums Mitmachen und die „kindgerechte“ Erklärung von diversen wissenschaftlichen Phänomenen, wobei das Selbstausprobieren im Vordergrund stand. War ganz lustig und von Elastizitätstest über Fuß- und Basketball bis zu Sprung –höhe und –weite aus dem Stadt testen haben wir so ziemlich alles gemacht. Dazu gabs dann noch eine Gedächtnisabteilung, eine über deutsche Scherenschnittfilme aus den 20er Jahren, die mit Mozarts Zauberflöte untermalt waren etc. Bevor wir allerdings in die zweite Ebene gefahren sind – alles funktioniert per Rolltreppe – haben wir uns noch ein Foucaultsches Pendel und DANN Strukturen angeguckt. In der zweiten Etage gab es dann eine überklimatisierte *brrrrr* Ausstellung zu v.a. spanischen Nobelpreisträgern, die nicht so ganz unser Interesse wecken wollte. Also ging es weiter in die dritte Etage, wo ne Ausstellung rund um Phänomene des menschlichen Körpers war, die eher an die Erwachsenen gerichtet war. Dumm war nur, dass einige Sachen außer Betrieb waren. Neben nem Calciumwertscanspiel gab es auch Gewichtschätzspiele und einige andere Sachen… Ein teures Vergnügen ist der Besuch in der Wissenschafts- und Kunststadt schon, allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, Eintrittskarten zu kombinieren und so Eintritt zu sparen, am besten informiert man sich auf der http://www.cac.es/, auf der man die jeweils gültigen Preise und Uhrzeiten findet
.

ESSEN


# Casa Blanca
Nein, wir sind nicht in Washington, sondern in unmittelbarer Nähe der Ciutat de les Arts i de les Ciències, genauer gesagt in der Avenida Instituto Obrero de Valencia 19, in einem kleinen, ruhigen Seitenweg gegenüber des NH Hotels. Hier befindet sich das Restaurant Casa Blanca, in dem wir am ersten Tag unseres Valenciaaufenthalts gegessen haben. Ehrlich gesagt was es ziemlich schwierig, so spät noch etwas nettes zu finden, und so waren wir wirklich erleichtert, als wir dann noch die schöne Terrasse entdeckt hatten, auf dem wir den lauen Sommerabend ausklingen lassen konnten. Die Auswahl an Speisen war wirklich OK, ich hatte mich für eine Art unpaniertes Schnitzel mit Gemüse und Kartoffeln entschieden, meine Begleitung für Fisch – das war eine eher schwierige Angelegenheit, da die Auswahl an Fisch riesig ist. Nunja, die Preise waren durchschnittlich, das Essen aber durchaus OK, dafür war die Atmosphäre draußen um so toller, auf wenn es schon nervte, dass man auf die Getränke relativ lange warten musste, man uns zwischenzeitlich aber diverse Zwischengänge verkaufen wollten, was wir dankend ablehnten. Die Kellner waren ansonsten freundlich, wenn auch verpeilt – was bleibt ist die praktische Lage und die schöne Terrasse.


# Mc Doof
Meistens haben wir es so gehalten, dass wir uns beim wirklich ausgezeichneten Frühstück im Hotel – von den leckeren Schokoladentorten und dem noch besseren frisch gepresstem Orangensaft schwärme ich heute noch… – den ïÂ

Bilder

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  • BellaSwan 30.05.2012 19:39
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • utily_el 30.05.2012 19:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • pelikany 29.05.2012 19:00
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Victoria3087 27.05.2012 18:01
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Yamcha 27.05.2012 16:16
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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