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Erfahrungsbericht

für Sightseeing, St. Petersburg
5 Sterne Beten mit Mc Lenin oder: Sightseeing für Fortgeschrittene. Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro man kann sich in Petersburg problemlos problemlos mehrere Stunden, gar Tage beschäftigen

Kontra man muss sich entscheiden können, was man den machen möchte

So, habe nun die Hieroglyphen - das waren die russischen Wörter, die Ciao nicht darstellen konnte - entfernt und durch die Transkription ersetzt.


INTRO


Im Rahmen eines Austauschs hatte ich im vergangenen Jahr die Möglichkeit, einige Wochen in der ehemaligen russischen Hauptstadt, St. Petersburg, zu verbringen. Zwar haben unsere Gastgeber ein wirklich umfangreiches Programm für uns organisiert, allerdings gab es auch den einen oder anderen Tag, an dem wir uns selbst beschäftigen mussten, was eigentlich meistens relativ gut funktioniert hat, obwohl ich anfangs von der riesigen Stadt und, der fremden Sprache und den kyrillischen Buchstaben doch recht erschlagen war. Für alle diejenigen, die nun auch Lust bekommen haben, das Venedig des Nordens - schließlich gibt es hier zahreiche Kanäle. eine Rundfahrt lohnt sich!!! - zu bereisen, möchte ich nun ein bißchen mehr über meine Erfahrungen erzählen. Ich habe versucht, einige Kategorien zu finden, in die ich die einzelnen Tipps einordne, so dass jeder auf seine Kosten kommt. Wichtig zu erwähnen ist vielleicht noch, dass man in Petersburg unbedingt mobil sein sollte, da die Entfernungen in Russland doch andere sind, als in der typisch deutschen Kleinstadt. Ich würde daher jedem empfehlen, sich eine Metrokarte zu kaufen. Dabei sollte man die Finger von den einzelnen Jetons (ca. 12 Rubel) für eine Fahrt lassen, und sich gleich eine Mehrfahrtenkarte kaufen. Wir hatten immer 50er Karten – Plastikkarten die durch eine Art Sensor die Metrodrehkreuze öffnen. Solltet ihr einen Studentenausweis haben, wird der euch hier nicht sonderlich viel nutzen, da meist nur die russischen Studenten von Rabatten profitieren. Ausländische Studenten bezahlen meist die russischen Erwachsenenpreise und ausländische Erwachsene ein kleines Vermögen – davon merken aber die wenigsten Touristen etwas, da die Informationsschilder auf Englisch gleich andere Preise haben, als die in kyrillischer Schrift…

KULTUR


Wenn man schon einmal in Petersburg ist, sollte man unbedingt das riesige Kulturangebot nutzen, nicht nur Museumsliebhaber und Kunstfans kommen hier auf ihre Kosten, sondern auch Liebhaber klassischer Musik oder Ballettinteressierte.


# Hermitage
Dieses Museum ist ein absolutes Muss. Und man sollte sich ehrlich gesagt dafür mehrere Stunden, wenn nicht Tage Zeit nehmen. Für uns war das kein Problem, schließlich kommt man hier mit dem internationalen Studentenausweis umsonst rein. Das Museum, dass in Teilen des alten Winterpalais untergebracht ist, und über zig Räume in mehreren Gebäuden verfügt, erschlägt einen. Deshalb sollte man lieber gezielt schauen, in welchem Saal den gerade das Bild hängt, das man unbedingt sehen wollte. Dazu gibt es eine Art Computer im Eingangsbereich, an dem man sich den Weg zu seinem Bild ausdrucken kann. Und wer noch kein Lieblingsbild hat, der sucht sich einfach eines – die Auswahl ist groß, hier Hängen schließlich Werke von Rembrandt, da Vinci, Picasso und Co , man kann sich auf Wunsch nämlich auch eine Liste mit den wichtigsten Werken samt Wegbeschreibung ausdrucken. Gleiches gilt für den ausgestellten Keramikkram. Sollte man dann noch Zeit haben, kann man die zahlriechen Museumsshops besuchen, oder eine Runde im Internet surfen. Dabei kann man Guthaben bzw. Stunden kaufen, die man im Laufe eines Monats einlösen kann. Was auch spannend ist: von außen um die Hermitage rumlaufen, die atemberaubende Architektur bestaunen und dann noch einen Blick auf die riesige Säule am Schloßplatzwerfen, wo man günstig Souveniers erstehen kann. Warum man dort neben dem typischen Nippes auch Tokio Hotel Feuerzeuge bekommt, bleibt mir ein Rätsel. Geöffnet: Montags bis Samstags von 10:00 - 18 Uhr. Eintritt für Studis frei, Erwachsene relativ teuer. Nächste Metro: Kanal Gribojedowa, dann den Newski Prospekt entlang.


# Kunstkamera
Nach einem Besuch in der Hermitage bietet sich auch ein Besuch in der Kunstkamera an, einem etwas kleineren Museum, das sich auf der anderen Newa-Seite befindet. Ich würde dazu raten, einfach von der Hermitage zu Fuß hin zu gehen, man geht einfach durch das Hermitagegelände und dann Richtung Admiralität (großes gelbes Gebäude mit einer Art Antenne drauf) und dann über die andere Straße, schließlich über die Brücke - und hält sich dann halb links am Ende der Brücke, ehe man vor einem malerischen Häuschen mit Kuppeldomdach steht. Was einen drinnen erwartet ist nicht mehr ganz so malerisch, Kuriositäten, gesammelt von russischen Zaren. Dabei u.a. tote, getrocknete Tiere, eingelegte Embryos und überhaupt - ekelig. Dass so viele Schulklassen da waren – schon erschreckend. Allerdings gibt es auch Harmloseres zu sehen: Trachten der Russen und ihrer Vorfahren. Geöffnet hat die Kunstkamera Dienstags - Sonntags, jeweils 10-18 Uhr. Tickets für Nichtrussen: 150 Rubel Studis, Erwachsene: 250.


# Staatliches Museum für politische Geschichte Russlands
Ein Geheimtipp ist sicherlich das Museum für poltische Geschichte, dass sich in in der Kubischewa Straße 2 befindet, die nächste Metrostation heißt Gorkowskaja, man kann aber auch bequem zu Fuß hingehen, von der Hermitage aus habe ich 20 Minuten gebraucht, zwischenzeitlich aber mehrmals auf Brücken angehalten, um über die Newa zu blicken. In dem Museum jedenfalls findet man alles Wissenswerte zur politischen Geschichte Russlands, alles wird sehr modern und didaktisch nett aufbereitet dargestellt. Realia und Filme runden die Ausstellung ab, in der es auch einen Nachbau des Winterpalasts zu bewundern gibt. Geöffnet: Freitags - Mittwochs von 10-18 Uhr. Eintritt ab 30 Rubel (russische Studenten).

ESSEN


Obwohl wir das eine oder andere Mal typisch Russisch gegessen haben, waren wir dann doch froh, dass die Globalisierung es auch bis nach St. Petersburg geschafft hat. Besonders in den Ablegern amerikanischer Fastfoodtempel trifft man auf andere Ausländer, und es ist wirklich ab und zu toll, mit Menschen zu sprechen, die sich ebenfalls verloren im russischen Großstadtjungle vorkommen.


# Frikadelka
Auswärts günstig russisch essen lautet hier die Devise. Für weniger als 200 Rubel – meist haben wir hier um die 160 – 180 Rubel bezahlt – wird man hier halbwegs satt. Neben Borschtsch mit Smetana (eine Art Schmand), bekommt man hier auch pseudo-europäische Sachen. Mit lustigen europäischen Flaggen verziert werden einem dann hier Schnitzel mit Bratkartoffeln und Co angepriesen, allerdings hatten diese geschmacklich nicht sonderlich viel mit ihrem angeblichen Ursprungsland zu tun. Ich habe einmal einen Schnitzel gehabt, dass angeblich ein Putenschnitzel sein sollte, sich aber als eine Art paniertes Hack aus der Pfanne mit Sesamsemmelbröselpanade entpuppte. Über den Fettgehalt der dazu gereichten Bratkartoffeln will ich mich mal nicht auslassen. Man sollte sich hier lieber an Russische Spezialitäten halten, mit Blini, Pelmeni und Suppen ist man hier gut bedient – Brot dazu wird extra berechnet. Einen Blick wert ist auch das Nachtischbuffet bzw. die Kaffeeecke, besonders der Schokoladenkuchen lacht einen an…. Gemessen an den günstigen Essenspreisen sind die Getränke relativ teuer, dafür ist alles relativ (Tische, Toiletten, Theke) sauber. Anreise ist relativ einfach: Metro bis Newski-Prospekt, und dort den Ausgang Kanal Gribojedowa nehmen, dann nur noch in die Straßen am italienischen Kanal abbiegen und auf der rechten Straßenseite dem Flussverlauf folgen. Auf der Hälfte der Distanz zur Erlöserkirche, und noch vor dem Russischen Museum liegt das Restaurant an einer Straßenecke.


# Subway
Sollte man etwas gesunder essen wollten, kann man es beim amerikanischen Sandwichparadies versuchen, dass seine Filiale auf dem Newski Prospekt unterhält. Kommt man von der Metro Newski-Prospekt, und hat dort den Ausgang Kanal Gribojedowa genommen, muss man am Dom Knigi noch einige Meter vorbeilaufen und steht dann vor dem Laden. Die Sandwichauswahl scheint auf den ersten Blick, genau wie Einrichtung und Aufmachung mit der gewohnten übereinzustimmen, auch die Angebote für Studenten (10% Discount mit ISCI) sind ähnlich. Allerdings gibt es bei den Sandwiches gravierende Unterschiede. Zwar sind Salat und Fleisch (vom Geschmack her allerdings anders, als daheim) auf den Sandwiches, allerdings muss der Käse extra bezahlt werden. Als ich dann auf mein Turkey-Ham-Sandwich noch die Honey Mustard-Soße haben wollte, haben mit die freundlichen, aber leider kaum englischsprechenden Thekenmädels mit Hilfe eines englischsprachigen Mitarbeiters zu verstehen gegeben, dass man entweder Knoblauchmayonaise oder Senf haben kann (auch gegen Aufpreis) – von Soßen hätte man dort noch nie etwas gehört.


#_KFC_
Dann doch lieber zu KFC, das in Russland KFC Rostiks heißt, trotzdem typisch nach KFC aussieht und einige lustige Mittage beschert hat. Es liegt ein paar Meter weiter als Subway ebenfalls auf dem Newski Prospekt. Ebenso wie bei Subway gibt es hier auf Anfrage auch eine Speisekarte (ohne Bilder) auf Englisch, schon äußerst hilfreich. Neben den typischen Spezialitäten zu erstaunlich niedrigen Preisen (hier wird auch ein guter Esser für unter 200 Rubel satt) bekommt man hier auch lokale Spezialitäten, wie zum Beispiel Schaschlik. Ob es schmeckt, weiß ich nicht, allerdings war es immer aus, wenn es einer von uns bestellen wollte. Auch hier ist alles ziemlich sauber, es wird regelmäßig geputzt und die Tabletts werden blitzschnell entsorgt, noch ehe man sie selbst wegbringen kann.


#_Mc Donalds_
Bei Mc Doof waren wir nur relativ selten, und wenn dann überhaupt nur zu einer Art zweitem Frühstück, weil sich mal wieder unsere Hosts verspätet hatten, es draußen bibberkalt war und wir nen Kaffee / Tee / Cheeseburger brauchten. Bei Mäckes sprachen relativ Englisch, erst recht in dem an einer Seitenstraße (schräg gegenüber von KFC) am Newski Prospekt. Schließlich waren in dem wahrscheinlich erst kurz zuvor eröffneten Fastfoodtempel rund 40% der Gäste Amerikaner.

BETEN


In Petersburg gibt es jede Menge Kirchen, die meisten von ihren sind orthodox. Bei Frauen wird es daher gerne gesehen, dass Schultern und Kopf bedeckt sind. Da ja Schals im Moment ehe in Mode sind, ist das kein Problem, diesen für die Zeit des Kirchbesuchs mal kurz umzufunktionieren. In den Museumskirchen, in denen man Eintritt bezahlt (z.B. Isaakskirche, Erlöserkirche) wird das allerdings etwas lockerer gesehen, und so kamen auch Flip-Flop tragende Amerikaner mit Bermudashorts in den Genuss Tonnen von Gold an Wänden und Decken zu bestaunen.


# Blut- oder Erlöserkirche
Sapas na krovi, uch als Blut- oder Erlöserkirche bekannt, ist eine der Touristenattraiktionen. Die Kirche mit den markanten Zwiebeltürmchen ist auch mit öffentlichen Verkehrsmittel super zu erreichen, da sie in einer Seitenstraße des bekannten Boulevards „Newski Prospekt“ liegt.
Man fährt einfach mit der Metro bis zur Haltestelle Newski-Prospekt, und nimmt dort den Ausgang Kanal Gribojedowa, biegt rechts in die Straßen am Dom Knigi (Haus des Buches) ein, und sieht dann auch die allein schon architektonisch beeindruckende orthodoxe Kathedrale mit ihren süßen, teilweise goldenen Zwiebeltürmchen. Die Kirche wird, näher man an sie herankommt , immer beeindruckender, und sie ist wirklich beeindruckend groß, denn als ich in Moskau auf dem Roten Platz stand, und dort die Basilius Basilika gesehen habe, war ich von dieser enttäuscht, da ich ja schon die Petersburger Kathedrale kannte.
Heute ist hierin ein Museum untergebracht, das man tagsüber besichtigen kann. Am Ticketschalter, der sich hinter der Kirche befindet, kann man neben den Tickets auch Devotionalien und üblichen Touristennippes (Postkarten, Einwegkameras….) kaufen. Ein weiterer Tipp: Im Museum sollte man übrigens nicht fotografieren, es gibt zahlreiche uniformierte Menschen, die einen davon abhalten. Denn: Innen hat die Kirche einiges zu bieten, neben feinstem italienischen Marmor, findet man hier auch die eine oder andere Ikone, die ja im Allgemeinen für orthodoxe Kirchen üblich ist. Zudem gibt es eine Reihe mit Deckenfresken, die ebenfalls Ikonen zeigen. Auch eine Art Gedenkstätte für den Zar Alexander II. wurde hier integriert, schließlich wurde dieser an der Stelle, an der die Kirche errichtet wurde, erschossen. Sollte man sich allerdings nicht für den künstlerischen Aspekt der Kirche interessieren, ist es durchaus sinnvoller, sich die atemberaubende Architektur nur von außen, oder während einer Bootsfahrt über die Newakanäle anschauen, da man sicherlich sonst vom Inneren der Kirche – das im Gegensatz zum farbenfrohen Äußeren eher matt wirkt - enttäuscht würde.


# Isaakskirche
Sollte man wirklich beten wollen und die eine oder andere Kerze anzünden wollen, hat man in der Isaaks Kathedrale die Chance. Die große Kirche verlangt allerdings Eintritt, dafür kann man dann aber auch in der Kuppel auf Kolonnaden wandeln und einen atemberaubenden Blick über die Stadt genießen. In der Kirche findet man typisch orthodox zahlreiche Ikonen, ziemlich viel Gold und eine Dokumentation über den Bau der Kirche. Die Atmosphäre wäre viel besser, würde man nicht permament in Touristengruppen reinlaufen, die durch die Kirche geführt werden. Trotzdem einen Besuch wert, dann aber eher wegen der Aussicht.

RELAXEN

# Peter-und-Paul-Festung
Back die Badehose ein nimmt dein kleines Schwesterlein, und dann nichts wie weg zur ähm… Peter-und-Paul-Festung! Naja, jedenfalls haben wir dort eine Menge Einheimischer gesehen, die am Rande der Festung, an einer Art „Kiesstrand“ gebadet haben. Zum Sonnetanken wirklich optimal – allerdings würde ich mich persönlich ja nicht dahin legen, schließlich strömen jede Menge Touristen vorbei, die entweder in der Kathedrale die Überreste von Zarenfamilienangehörigen sehen wollen, einen Blick auf die Münzprägestätte werfen oder in eines der zahlreichen Museen gehen. Ich würde mir einfach ne Picknickdecke mitnehmen, ein gutes Buch und was zu Essen / Trinken und eine Runde relaxen. Die Festung liegt in der Nähe der Metro: Gorkowskaja# Kaffeehaus
Überall in St. Petersburg verteilt findet man Filialen einer Kaffeekette, so u.a. in der Seitenstraße des bekannten Boulevards „Newski Prospekt“ - Metro bis zur Haltestelle Newski-Prospekt, und dort den Ausgang Kanal Gribojedowa, biegt rechts in die Straßen am Dom Knigi (Haus des Buches) ein und 50 m neben dem Dom Knigi befindet sich dann einer der Filialen. Spätestens wenn man einen Blick auf die Karte geworfen hat, wird einem bewusst, dass Starbucks wohl doch nicht so teuer ist, wie man dachte. So muss man im russischen Starbucksverschnitt schon mal umgerechnet über 5 Euro für einen Kakao hinblättern… Mir zu teuer, zudem fand ich die Atmosphäre nicht ganz so prickelnd. Während in Deutschland meist junge Leute in den Starbucks abhängen, schienen hier eine Reihe Ich-bin-so-wichtig-und-telefonier-die-ga​nze-Zeit-Anzugträger ihre Zeit zu verbringen. Wir waren entweder bei Mäckes oder kleineren Kaffees zum Kaffee trinken, eine Reihe von diesen gibt es auch rund um die großen Malls.


# Marsfeld
Super relaxen kann man auch in den Parks am und um die Erlöserkirche. Dazu zählt auch das Marsfeld, das besonders für die Sonnenanbeter zu empfehlen ist, da sich in unmittelbarer Nähe der Bänke – rund um das Marsfeld mit der lodernden Flamme – keine Bäume befinden. Auch hier gilt: Picknickkorb, Sonnenbrille und ein gutes Buch nicht vergessen.

SHOPPING


Ist natürlich auch wichtig. In Petersburg gibt es zahlreiche Shoppingcenter, von denen auch viele wie die nebenanliegende Metrostation heißen, so u.a. Gostiny Dwor, eine süße kleine Stadionförmige Mall auf dem Newski Prospekt, in der sich auch ein Fanshop der mittlerweile relativ bekannten Fußballmannschaft Zenit st. Petersburg befindet.


# Dom Knigi
Ohja, unsere Verbindung zur Außenwelt. In Ermangelung von Tageszeitungen ohne kyrillische Zeichen, war man doch froh, dass man im Haus des Buches die Möglichkeit hatte, sich im Internet über das Geschehen in der Heimat zu informieren, bzw. die eine oder andere E-Mail an die Daheimgebliebenen zu versenden. Wenn man dann auch raushatte, wie man vom russischen ins Europäische Layout der Tastatur umschalten konnte, war man glücklich. Was ich aber noch viel toller fand: die Bücher. Massig, auf mehreren Etagen und super günstig. Besonders die Fremdsprachenabteilung hat mich beeindruckt, oder wo sonst bekommt man schon mal die Klassiker der europäischen Literatur für 90-120 Rubel pro Buch? Ansonsten erwähnenswert: kleine CD-/DVD Abteilung, Schreibwaren, gemütliche Leseecke, riesen Abteilung mit Petersburgkalendern, -reiseführern, -postkarten…. Metro bis zur Haltestelle Newski-Prospekt, und dort den Ausgang Kanal Gribojedowa nehmen. Man läuft dann eigentlich gezwungenermaßen auf das schöne Jugendstilgebäude zu, das jeden Tag bis fast 22 Uhr geöffnet hat.


# Sennaja Shopping Center -
Besonders für die Damen der Schöpfung ist es wichtig, den einen oder anderen Shopping Tag einzuplanen. Dazu empfehle ich vor allem das Sennaj Shopping Center, direkt an der Metrostation Sennaja Ploschtschad. Hier findet man eigentlich alles, um sich mehrere Stundenlang shoppingtechnisch zu betätigen. Und ich war wirklich erstaunt, was es in dem hochmodernen shoppingkomplex alles gab. Vom Apple Store über einen Lushverschnitt bis hin zu diversen Klamottenläden namenhafter Firmen aus Übersee ist hier wirklich alles zu finden, leider aber auch zu klar europäischen Preisen. Wer es etwas günstiger mag, kann sich auch in den Läden um das Shoppingcenter umschauen, auch nette kleine Kaffees (Kaffee und Tee ab unter 1 Euro) findet man dort.

ABGENDGESTALTUNG


Ein Tag in der Metropole schlaucht ganz ordentlich, und so möchte man meistens einfach nur noch ins Bett fallen und eine Runde schlafen, erst recht wenn man bedenkt, dass man noch eine saftige Zeitverschiebung von 3 Stunden hat. Allerdings lohnt es sich ab und zu auch mal etwas zu unternehmen. Da wir meist mit mehr als 10 Leuten unterwegs waren, die über die ganze Stadt verteilt wohnten, erforderte das Abendprogramm eine gute Organisation…


# Havana Club
Scheint einer der etwas angesagteren Läden zu sein. Unsere Hosts hatten einen Packen Flyer mit, und so war es beschlossene Sache. Der Club befindet sich auf dem Moskowskij Prospekt‚, in unmittelbarer Nähe der Metro Technologitscheski Institut-1- diese ist bis knapp nach Mitternacht in Betrieb – also entweder kurz feiern, (Semi-legales)Taxi oder bis zur ersten Metro warten. Nachdem wir dann am Türsteher vorbei waren, mussten wir unseren Kram an der kostenlosen Garderobe abliefern und sind dann rein gegangen. Es gibt mehrere getrennte Bereiche: Essen, Stehen, Tanzen und (Billard) Spielen. Die Getränke sind alle erstaunlich günstig, Softdrinks für nen Euro, Cocktails ab 2 Euro ähnliches gilt für das Essen, wir hatten einen Riesennachokorb für knapp 2 Euro. Wir waren jedenfalls so gegen 22 Uhr dort und es war reichlich wenig los – zum Quatschen und Billardspielen bzw. Essen eignet sich die Location allerdings super. Wir hatten den Club bald eine Stunde lang für uns alleine, konnten dann aber einige Zeit später den äußerst interessanten Tanzstil der anderen beobachten. Sollte man keinen Flyer haben, wird ab 21 Uhr Eintritt verlangt.


# Oper
Jaja, Kultur muss auch sein, und wenn man bedenkt, dass man hier eine Oper für den Preiseiner Kinovorstellung geboten bekommt, sollte man das Angebot doch auch auf jeden Fall mal nutzen. Zwar waren wir uns zuerst nicht einig, in welcher Sprache gesungen wird, allerdings stellte sich dann mehr oder weniger heraus, dass es sich wohl doch um italienisch handelte. Das Gebäude des Mikhailowski Theaters liegt in einer Seitenstraße der Straße am italienischen Kanal, und zwar zwischen Frikadelka und dem Russischen Museum. Schon beeindruckend die Atmosphäre, wir saßen in einem der Balkons und hatten eine recht gute Sicht auf die Bühne, wurden dort aber dreist von einer Omi angemacht, wir würden ihr im Blick sitzen, worauf sich einige von uns umsetzten. Wir sind ja nette Leute. Als das Handy der Omi dann mehrmals nach der Pause – Getränke konnte man für um die 1,50 Euro kaufen, Kaviarbaguettescheiben um die 2 Euro - klingelte, war der Spaß vorbei – die Frau wurde von mehreren Seiten beschimpft und verschwand schließlich. Die Oper scheint keinen besonderen Wert auf Klamotten zu legen, wir kamen uns reichlich overstyled vor, waren wir doch von Jeans-Holzfällerhemd-Trägern umgeben. Nächste Metro: Kanal Gribojedowa, gleichnamiger Ausgang.

AUSFLÜGE


Ausflüge sollte man unbedingt auch einplanen. Bahnfahren ist in Russland relativ billig, und die Ziele in der näheren Umgebung kann man auch bequem mit lustigen Sprinterbussen erreichen, die vor den Bahnhöfen abfahren und oft weniger als 1 Euro kosten. Lohnenswert ist es auf jeden Fall nach Puschkin zu fahren, und dort einen Blick in den Katharinenpalast zu werfen, in der sich die Rekonstruktion des Bernsteinzimmer befindet – allerdings muss man hier mit extrem unverschämten Preisen rechnen. Gleiches gilt auch für die Gärten von Peterhof, in denen zahlreiche Fontänen sprudeln. In allen Fälle empfiehlt es sich, genügend Proviant mitzunehmen, da die Preise für Essen und Getränke denen in deutschen Vergnügungsparks in nichts nachstehen. Wenn man schon mal in Russland ist, will man sicherlich auch die Hauptstadt sehen, und für knapp 15 Euro kann man mit dem Nachtzug in die Metropole fahren. Eine wirklich lustige Erfahrung, die knapp 6 Stunden non-stop Zugfahrt - die man unbedingt mal machen sollte.


FAZIT


Natürlich könnte ich euch jetzt noch von einer Reihe von anderen tollen Shopping Centern, kleinen süßen Cafés, langweiligen Museen (so u.a. des Russische Museum) und lustigen Ausflugszielen – wie dem Markt hinter der Erlöserkirche, an dem es u.a. Mc Lenin Shirts zu kaufen gibt - erzählen. Aber, da man meist nur eine begrenzte Zeit vor Ort hat, finde ich es meist viel besser, mit offenen Augen „planlos“ durch die Gegend zu laufen, so findet man dann auch die eine oder andere Überraschung, so z.B. einen kleinen Tante Emma Laden auf dem großen Prachtboulevard Newski Prospekt, weitläufige Parks in verwinkelten Nebenstraßen oder einen hippen Klamotten laden. Und wenn einem gar nichts mehr anderes einfällt, kann man ja zur Not auch noch einmal in einen Reiseführer schauen. Ich freue mich übe eure Kommentare

Bilder

für Sightseeing, St. Petersburg
Mc Donalds Petersburg
Sightseeing, St. Petersburg
von travelgirl travelgirl
Mc Donalds Petersburg

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Kommentare

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  • BellaSwan 30.05.2012 19:44
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • utily_el 30.05.2012 19:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • manu63 29.05.2012 21:52
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Yamcha 29.05.2012 10:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Ofenmaus 12.05.2012 18:13
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Top - BH folgt :)

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