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Pro in Ägpyten ist es warm
Kontra so ziemlich alles
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Service | |
| Essen & Trinken | |
| Atmosphäre | |
| Sauberkeit | |
| Behindertenfreundlichkeit |
Für unsere Ägypten-Reise Ende 2009 wurde natürlich auch ein Hotel benötigt. Und über diese Unterkunft möchte ich heute berichten.
Sharm Plaza (5 Sterne)
Sharm El Sheikh
Sinai, Ägypten
Es gibt All Inclusive mit Frühstück, Mittag- und Abendessen in Buffetform. Nachmittags gibt es Snacks, Kaffee/Tee und Kuchen und Mitternachtssnacks. Es gibt 4 á-la-carte-Restaurants ( libanesisch, Steak House, BBQ, Italienisch). Lokale alkoholische Getränke und Softdrinks gibt es von 10 bis 24 Uhr. Festtagsmenü zu Weihnachten und Silvester.
Das Hotel hat 399 Zimmer, Empfangshalle mit Rezeption, Bank, Internetcafé, Schönheitssalon, Klinik, Restaurants, Bar. Im Außenbereich gibt es 5 Swimmingpools, Pool- und Beachbar. Liegen, Auflagen, Sonnenschirme und Handtücher sind am Pool und am Strand inklusive. Ins Meer gelangt man über einen Steg, Badeschuhe werden empfohlen.Die Zimmer sind mit Bad, Balkon oder Terrasse, Föhn, Klimaanlage, Telefon, Sat-TV, Minibar. Es gibt auch noch Tischtennis und Billard. Gegen Gebühr gibt es Sauna, Dampfbad, Health Club, Tennis (Flutlicht), Jacuzzi, Aqua Center.
Das Hotel sah in der Beschreibung ganz gut aus und auch der Text hörte sich gut an. Als wir im Internet forschten, fanden wir einige schlechte Bewertungen aus 2007. Als wir bei unserem Reisebüro nachfragten, sagte man uns, dass im Hotel seit Sommer 2009 ein neuer Besitzer drauf ist – von daher haben wir es dann auch gebucht.
Gebucht haben wir das Hotel im Rahmen einer einwöchigen Pauschalreise über den Veranstalter ITS. Von daher kann ich über die Buchung nicht mehr erzählen.
Angereist sind wir von Stuttgart nach Ägypten mit dem Flugzeug. Gelandet sind wir am Flughafen von Sharm el Sheikh. Unsere Fluggesellschaft war Tuifly. Die Flugzeit beträgt normalerweise 4,5 Std. Hier hat es etwas länger gedauert, da wir beim Hinflug eine Zwischenlandung in Marsa Alam hatten.
Da wir wie oben beschrieben über ITS eine Pauschalreise gebucht haben, kann ich keine Preise für die Zimmer mitteilen.
In der Lobby gab es einen kleinen Begrüßungstrunk. Ein kleines 0,2 L Gläschen mit Multivitaminsaft. Wir mussten kurz ein Formular ausfüllen und vom Pass wurde eine Kopie gemacht. Dann bekamen wir einen Hotelplan und den Zimmerschlüssel. Mit einem Caddy wurden wir in unser Zimmer gefahren, das Gepäck kam etwas später.
Unser Zimmer lag in Block 7. Aber das Zimmer war definitiv keine 5 Sterne wert....
Hinter der verzogenen Holztüre war die Kofferablage, deshalb ging danach die Türe auch nicht mehr ganz auf. Dann gab es dort einen Tisch mit einem kleinen Fernseher, 1 Stuhl, 1 Spiegel, 1 Mülleimer, 1 Kleiderschrank und ein kleiner Kühlschrank. Das Bett war 140cm breit und hatte zwei Nachttischchen.Auf dem Bett gab es ein dünnes Laken und eine Wolldecke, die leider nicht ganz so sauber war. Sie hatte sehr viele Flecken. Im Schrank müffelte es etwas und dort gab es dann auch noch einen kleinen Tresor.
Viele der Fliesen waren gesprungen und knirschten. Die Fugen waren eine Mischung aus Grau, Weiß und Schwarz. Der Vorhang war voller dunkler Flecken.Es gab noch einen kleinen Balkon mit zwei Stühlen und Aussicht auf ein kleines Einkaufszentrum.
Im Fernseher hatten wir auch deutsche Programme – das ZDF und RTL mit Werbefenster aus der Schweiz.Die Anlage selbst ist eigentlich schön angelegt. Viel Grün, viel Blumen und Palmen. Im Haupthaus ist eine schöne Gartenanlage mit Wasserlauf und mehrere Pools.
Die Anlage ist sehr groß und weitläufig, etwas verwinkelt und man braucht etwas, um sich zurecht zu finden. Im Haupthaus sind die ganzen Restaurants untergebracht, dazu noch eine Wechselstube und verschiedene Shops. Neben dem Haupthaus findet man dann ein Sport- und Gesundheitszentrum, welches wir aber nicht besucht haben.Zum Strand führt ein asphaltierter Weg vorbei an den Bungalows mit Meerblick. Am Strand findet man dann die Tauchschule, eine Cocktailbar, das Restaurant C-View und einen großen Pool mit Liegen.
Am ersten Abend waren wir im „Palms“ essen. Hier gibt’s das Essen in Buffetform, leider keine große Auswahl. Fisch, Lamm, Rind, Kartoffeln, Gemüse, Reis, Nudeln, Salate, Suppe und verschiedene Nachspeisen. Da hätte ich von einem 5-Sterne-Hotel mehr erwartet. Vom Geschmack her war das Essen ok, aber eben nichts besonderes. Viele Tische dort wackelten und die Sitzpolster hatten Flecken. Bei der Nachspeise konnte man auch frische Crepes bekommen, allerdings dauerte das sehr, sehr lange.
Am zweiten Abend waren wir im „La Veranda“, direkt neben dem Palms essen. Das ist auch ein Buffetrestaurant. Es hat etwas mehr Auswahl als das Palms, es ist sauberer und hat weniger Wackeltische. Auch Nudeln werden hier frisch zubereitet, allerdings ist dort natürlich immer eine riesen Schlange. Auch beim Salat und den Desserts gibt es hier mehr Auswahl. Aber mich störte, dass das Besteck oft dreckig war, die Gläser Flecken hatten und ständig etwas fehlte. Wenn die Kellner neue Getränke brachten, haben sie nicht von rechts bedient. Nein, man langte mir von links quer über den Teller während ich am Essen war. Da kann es einem echt vergehen.Am dritten Abend waren wir dann im „Via Veneto“ essen, das italienische Restaurant für das wir reserviert hatten. Die Atmosphäre war schön, direkt am Pool. Als Vorspeise wählten wir Carpaccio – es kamen 4 Scheiben fleisch, viel zu dick mit etwas Reibekäse, Salat und 2 Pilzen aus der Dose. Als Hauptspeise hatte mein Mann einen Fischspieß, der aus 1 Garnele, 1 Tintenfisch, 1 unbekannten Fisch und etwas Gemüse bestand. Meine Nudeln waren ca. 20 Stück – beides nicht wirklich zum satt werden. Als Nachspeise hatten wir Kaffeecreme und Limettencreme – beides nichts besonderes. Da war ich echt enttäuscht von dem Essen.
An einem anderen Abend hatten wir einen Tisch im „Al Hawara“ reserviert, das libanesische Restaurant. Es ist mittig im Hotelkomplex in einem Innenhof. Das war das leckerste Essen in der ganzen Woche und hat sich wirklich gelohnt. Die Kellner waren sehr freundlich, unaufdringlich und bedienten sogar von der richtigen Seite.Am zweiten Morgen waren wir daher im La Veranda frühstücken. Auch beim Frühstück mehr Auswahl als im Palms, war aber alles auch nicht so mein Geschmack. Doch auch hier gab es Probleme. Es gab keine Servietten und Löffel auf dem Tisch, auch Salz und Pfefferstreuer fehlten. Auf meine Nachfrage nach einem „Spoon“ musste ich erst umschreiben, was ich meinte.... Und dann zog der Kellner einen aus der Hosentasche.... Hmmmm, lecker.... Auch Kaffee und Tee gab es eine Weile nicht, weil das Gerät für das heißes Wasser kaputt und erst getauscht werden musste. Und dann war die Milch aus....
Als wir uns einmal einen Tisch ausgesucht haben, durften wir dort nicht sitzen bleiben, denn er war für 4 Personen gedeckt. Also gab es wieder einen 2er-Tisch – wie immer direkt an einem Pfosten... Wieder keine Löffel. Die Platzsets aus Stoff könnten mal eine Wäsche vertragen – fleckig und eingetrocknete Speisereste.Für Silvester musste man reservieren, egal für welches Restaurant. Im Palm kostet es keinen Aufpreis und es gibt normales Buffet – allerdings musste man nach 1,5 Std. draußen sein. Alle anderen Restaurants haben Programm von 18 Uhr bis zum Ende und man muss trotz AI einen Aufpreis bezahlen. So entschieden wir uns für das La Terrace mit speziellen Menü und Programm für 55 Euro pro Person.
Wie schon beschrieben, konnte man im Palms nur von 18-19.30 oder 20-21.30 Uhr reservieren. Also sind wir für 55 Euro pro Person ins La Veranda gegangen, alles inklusive (hieß es). Beginn 18 Uhr, Einlass war dann um 18.20 Uhr. Es brach ein riesen Chaos aus, obwohl die Tische nummeriert waren und man sich vorher schon einen bestimmten Tisch raussuchen konnte. Familien hatten zum Teil keinen gemeinsamen Platz und es musste kurz umgebaut werden. Unser Tisch wackelte natürlich und wir mussten mehrmals was sagen, bis Papier drunter gelegt wurde.
Den Wein musste man extra zahlen, ansonsten gab es nur den normalen Hauswein. Zum Essen gab es Buffet – nichts Außergewöhnliches. Lediglich auf dem Grill hab es gegrillten Lobster. Also nichts was den Preis für die Zusatzkosten rechtfertigt.Jeder Gast bekam eine Tüte mit Hut, Maske, Tröte, Papierkügelchen und Luftschlangen. Aber auf die Party haben wir vergeblich gewartet. Und blöd rumsitzen wollten wir da auch nicht, also sind wir nach fast 3 Std. geflüchtet.
Wir wollten nochmal in die Bar am Strand und einen Cocktail trinken. Joah, kein Problem, aber wir müssen zahlen. Häh ? Wie bitte ? Wir haben All inclusive gebucht. Ja, schon, das gilt aber nicht an Silvester. Ah jetzt ja..... Das ist ja mal die totale Abzocke.....Ach ja – Feuerwerk gab es keines....
Von unserem Zimmer war der Fußweg zum Strand ca. 10 Minuten. Der Strand ist terrassenförmig angelegt. Ganz oben der Pool und Liegebereich Richtung Strand, dann 2 „Terrassen“ mit Liegen und dann die Ebene direkt am Strand. Pro Schirm gibt es 4 Liegen. Ich kenne es normalerweise mit 2 Liegen pro Schirm und so hatte man keine Möglichkeit, mit dem Schatten zu „wandern“. Es laufen viele Animateure rum und Leute, die ihre Massagen verkaufen wollen (1 Std. 65 Euro).
Der Strand ist für so ein großes Hotel auf jeden Fall zu klein, es ist sehr eng dort. Und das mit den wenigen Sonnenschirmen ist etwas nervig.Am Silvesterstag ab halb 5 nachmittags haben die Animateure wie blöd angefangen, mit so komischen Tröten Lärm zu machen. So kann man den Strand natürlich auch leer kriegen....
Am Strand laufen auch immer welche rum, die Zeitschriften verkaufen. 3 Euro für die Bildzeitung finde ich ganz schön heftig. Ich habe nichts gekauft, aber viele scheinen diesen Preis im Urlaub zu akzeptieren.Eines morgens waren wir wieder unterwegs zum Strand und wollten uns an der Strandbar zwei Wasserflaschen holen, die alle schon dort standen. Aber nein, noch nicht. Es war 9.57 Uhr – und die Bar öffnet erst um 10 Uhr. Okeeeeeeh.... Keine weiteren Worte.
Eine Bar gibt es unten am Strand, direkt neben dem Restaurant „C-View“. Dort haben wir abends mal einen Cocktail getrunken, welcher uns aber nicht so gut geschmeckt hat. Und der Kellner dort ging uns total auf die Nerven. Stand mit seinem Handy neben uns und dudelte lautstark Musik. Als neue Gäste kamen, legte er das Handy mit laufender Musik einfach auf unseren Tisch. Was soll das denn ?
Am zweiten Abend wollten wir trotzdem noch mal hin. Dieses mal kam ewig kein Kellner raus. Nach mehreren Minuten stand das Pärchen am Nebentisch auf und wir sind dann auch irgendwann gegangen. So kann man Gäste natürlich auch vergraulen.Das nächste mal waren wir in der Bar direkt neben den zwei Buffet-Restaurants, das Sevilla. Die Cocktails waren lecker, aber die Karte war total verklebt und auch die Tische klebten überall. Ist doch einfach eklig....
Am ersten Morgen klopfte schon um 8.30 Uhr die Reinigungskraft. Daraus haben wir gelernt und ab sofort hängte das „Do not disturb“-Schild draußen. Allerdings hatten wir am zweiten Morgen um 8 Uhr den Rasenmäher direkt vorm Zimmer....
Es wird zwar täglich geputzt, aber alles ist nur oberflächlich. Richtig sauber ist es definitiv nicht.Einen Kühlschrank gab es im Zimmer, aber keine Minibar. Die kostet Aufpreis – 25 Euro pro Woche.
Wir mussten auch mal in der Apotheke im Hotel einkaufen. Ein Zehnerpäckchen Taschentücher, ein paar Wattestäbchen und Tabletten für meine Erkältung – alles zusammen für ca. 20 Euro – ganz schön teuer, oder ?Uns ist aufgefallen, dass viele Angestellte in dreckigen Shirts mit Löchern rumlaufen – dann aber ein fettes Black Berry in der Tasche haben....
Die ganzen Handys gingen uns eh tierisch auf die Nerven. Bei den Angestellten hat es ständig gebimmelt und gepiepst...Überhaupt haben die Kellner oft genervt, weil sie einen dauernd blöd angesprochen haben. So was kann ich überhaupt nicht leiden. Das war sowohl in den Restaurants wie auch am Strand der Fall.
In diesem Hotel waren Deutsche, Österreicher, Schweizer und sehr viele Russen.Wenn man Ausflüge gemacht hat, konnte man am Vorabend Lunchpakete oder ein spätes Abendessen bestellen. Die Pakete enthielten eine Wasserflasche, ein Saft im Tetrapack, 1 Apfel, 1 Hörnchen, 1 Joghurt und 1 Sandwich.
Es gab ein kleines Internet-Cafe im Hotel. Dort stehen 3 Computer und für 30 min. bezahlt man 6 Euro. Die Verbindung war von der Geschwindigkeit her ok.
Auschecken mussten wir bis 12 Uhr. Es wird extra darauf hingewiesen, dass man pünktlich auschecken muss, sonst zahlt man extra. Also haben wir um 11.30 Uhr ausgecheckt, die Koffer untergestellt, haben noch was gegessen und getrunken und dann gewartet, bis wir wieder abgeholt wurden.
Ein langes Fazit schreibe ich nicht, da alles wichtige in den einzelnen Punkten enthalten ist, natürlich auch meine eigene Meinung zu den verschiedenen Vorkommnissen. Essen durchschnittlich, Sauberkeit mangelhaft, nervige Angestellte uvm. Ich kann das Hotel definitiv nicht empfehlen. 5 Sterne Landeskategorie und 4 Sterne von ITS – beides kann ich nicht nachvollziehen. Für mich hat das Hotel nicht mehr wie 2 Sterne verdient. Und von daher vergebe ich nur einen Punkt – den Pflichtpunkt. Das Hotel ist in meinen Augen das Geld nicht wert.
Dieser Bericht von mir ist auch schon auf Dooyoo erschienen.
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