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Pro weitläufige und sichere Anlage, regionale Speisen
Kontra überklassifiziert und renovierungsbedürftig
Der African Safari Club betriebt 13 Kilometer nördlich von Mombasa und ca. 30 Minuten Transferzeit vom Flughafen entfernt seine größte Anlage. Diese besteht aus den 4 Hotels Paradise Beach, Shanzu Beach, Coral Beach und Palm Beach. Auf gut 20 Hektar Fläche gibt es 6 Pools, 4 Restaurants und verschiedene Einkaufsmöglichkeiten sowie Tennisplätze, Volleyballfelder und einen kleinen Fußballplatz. Die Gebäude sind alle 2 bis 3 Stockwerke hoch und nirgens höher als die Palmen und Bäume innerhalb der Anlage. Der Shanzu Strandabschnitt wird mit insgesamt 6 Anlagen des ASC praktisch beherrscht, lediglich das Serena Beach Hotel direkt neben dem Paradise Beach gehört nicht zum ASC. Ein paar hundert Meter nördlich finden sich das Dolphin und Flamigo Beach Hotel. Außerhalb der Hotelanlagen finden sich nur noch ein paar mehr schlecht als rechte Einkaufmöglichkeiten für Souvenirs und Getränke ect., ansonsten sind Sie hier generell auf die Hotels angewiesen und nach Einbruch der Dunkelheit in diesen auch besser aufgehoben.
Katalog und Wirklichkeit:Es gibt TUI-Sonnen, Neckermänner und vom ASC Massai-Schilde zur optischen Klassifizierung der Hotelkategorie. Wie bei allen Veranstaltern geben diese aber nur eine Orientierungshilfe und können in den wenigsten Fällen einem internationalen Vergleich standhalten. Der ASC ist hier ehrlich und schreibt in seinem Prospekt: "Da die Hotelklassifizierungen in Kenia sich um einiges von dem Standart der Hotel in Kenia unterscheiden haben wir für Sie eine eigene Hotel-Klassifikation entwickelt…" Die abgebildeten Klassifizierungen lassen sich aber im internationalen Vergleich in etwa wie folgt einteilen: 3,5 Schilde entsprechen in etwa 2 Sternen, 4 und 4,5 Schilde ca. 3 Sternen und die mit 5 Schilden kommen auf knapp 4 Sterne, aber alles in etwa am unteren Ende der Skala, wenn man weltweit Hotels als Maßstand nimmt. Damit tut sich der ASC keinen Gefallen, denn ohne Prospektstudium werden Erwartungen geweckt die die Anlagen nicht erfüllen können und dies führt dann zu massiven Beschwerden und entsprechenden Bewertungen.
Die Hotelbeschreibung im Einzelnen:Das Shanzu Beach Hotel und das Paradise Beach Hotel liegen direkt nebeneinander und unterscheiden sich nur durch 3 oder 4 stellige Zimmernummern. Ausstattungen und Verpflegung sind gleich. Der einzige wahrnehmbare Unterschied während unseres kurzne Aufenthaltes waren die Gäste. Im Shanzu Beach waren mehrheitlich Deutsche und Österreicher untergebracht, im Paradise Beach Franzosen, Engländer und Osteuropäer.
Alle Bilder im aktuellen Prospekt der Hotels wurden auch in der Anlage und am Strand aufgenommen und nicht frisiert, auch die Beschreibung ist sehr genau und zutreffend mit Ausnahme der folgenden Punkte:"Der wunderschöne und weitläufige Strand befindet sich direkt vor dem Hotel"
Der Strand selber ist weder schön noch weitläufig, das abgebildete Teilstück ist alles was sich die Hotelgäste der gesamten Anlage teilen müssen. Der Strand ist meisten voller Seegras und Unrat und wird auch nur im Bereich der Hotelanlage gesäubert. Dazu kommt das der gesamte Strandabschnitt zum Baden völlig ungeeignet ist. Wie bei allen Stränden mit großen Saumriffen ist nur bei Flut an Schwimmen zu denken, die meiste Zeit ist das Wasser zu flach oder je nach Stand von Sonne und Mond auch kaum vorhanden. Wenn Sie dann im Wasser sind schwimmen Sie auch noch in Seegras, für klares Wasser sollten sie sich etwas herausfahren lassen innerhalb der Lagune, dort können Sie auch gut schnorcheln. Auf dem Strand finden sich immer mehr Beachboys als Touristen, dazu sind die nicht nur nervig sondern auch unfreundlich. Souvenirs gibt es billiger in den kleinen Geschäften hinter dem Dolphin Hotel. Die Erstpreise der fliegenden Händler sind immer beim 5 bis 10 fachen des Preises im Geschäft."Die Zimmer: Gemütlich eingerichtet, Dusche/WC, Balkon oder Terasse, Klimaanlage und Zimmersafe gegen Mehrpreis"
Hier wäre zweckmäßig der bessere Ausdruck und wir hatten schon Glück bei den Zimmern, da wir im Rahmen der Kreuzfahrt die Klimaanlage inklusive hatten und auch beide Zimmer mit Meerblick hatten. Neben den Betten finden sich nur Sitzgelegenheiten und ein Schreibtisch im Zimmer. Die Sparbeleuchtung verdirbt einem die Augen und die Zimmer selber wirken renovierungsbedürftig. Dafür sind Sie aber in jeden Falle groß und geräumig. Die gesamte Region hat Probleme mit der Wasser- und Stromversorgung von der auch Sie als Urlauber nicht verschont werden.Restaurant und Speisen:
In beiden Restaurants werden die gleichen Speisen serviert und nach Anmeldung kann man Essen wo man will. Das Restaurant der Shanzu ist offen und im Paradise sitzen Sie in einer Art großer Hütte. Bei den klimatischen Verhältnissen ist aber das Shanzu die bessere Wahl. Angeboten wird generell Vollpension. Gerade in Bezug auf die Verpflegung kommen die meisten Reklamationen der Gäste, auch während unseres Aufenthaltes. Die Auswahl der Speisen ist ausreichend, was beim Frühstück vermisst wird sind Wurt und Käse. dazu muß man aber wissen, dass es in Kenia keine Milchwirtschaft gibt, ohne Kühlketten sind die Produkte einfach zu schnell verderblich. Das Mittag- und Abendessen war aber immer sehr gut zubereitet. Die Hotel decken ihren gesamten Bedarf aus der Region und verwenden ausschließlich frische Zutaten. Heute nennt man das Slow-Food, in Kenia ist es aus der Not geboren: kein Strom, keine Kühlung, dazu lange und unzuverlässige Transportwege. Das Hauptproblem liegt aber in der Erwartungshaltung der Gäste. Der ASC vermarktet derzeit seine Hotels aggressiv über Reseller und liegt damit am unteren Ende der Preisskala für Fernreisen: 2 Wochen mir Safari sind durchweg für € 1000,- oder weniger zu bekommen. Die Zielgruppe der Urlauber ist aber in diesen Fällen meistens der budgetorientierte Mittelmeerurlauber der seine Reisen sonst in 3-Sterne Anlagen in der Türkei, Griechenland oder Tunesien verbringt. Die dort vorherrschende kohlenhydratreiche Universalverpflegung gibt es dann in Kenia nicht. Dafür bekommen Sie frischen Fisch, verschiedene Currys und Beilagen wie Süßkartoffeln, Okra und Wurzelgemüse. Kommentare wie "Letztes Jahr in Antalya waren sie Spaghetti besser" hört man öfter an Buffet. Insgesamt entsprechen die Speisen der realen Klassifizierung. Die Getränke werden in Flaschen serviert und sind von den Preisen unter europäischen Niveau: Cola € 0,90, Wasser € 0,80, Bier € 2,-, Wein (Glas) € 2,50.Bitte beachten:
Die Abrechung in allen ASC Hotel erfolgt in Euro. Hier sollten sie auf jeden Fall bar bezahlen. Bei Kreditkarte rechnet der ASC zu seinem Kurs in Kenianische Schillinge um und zusammen mit der Auslandsgebühr der Karte können das bis zu 10% Mehrkosten gegenüber der Barzahlung sein. Dafür ist der Geldumtausch in den Hotels besser als am Flughafen. Es gibt in der nähren Umgebung keine Möglichkeiten Geld abzuheben, dafür müssen Sie nach Mombasa.Fazit:
Diese Reise war unser zweiter Urlaub mit dem ASC und zusammen mit der Kreuzfahrt auf der SC Royal Star und tolles Erlebnis. Auch wenn vieles bei der Organisation an die 70er Jahre erinnert so hat der ASC alles im Griff. Ein pünktlicher Flug, dazu ein Entgegenkommen bei den Zubringerflügen und Upgrade auf Club-Class war mehr als erwartet. Die Royal Star selber ist noch ein richtiges kleines Traumschiff und für Safaris ist der ASC ohnehin erste Wahl. Kenia als Badeziel in indiskutabel und wo der ASC Hand anlegen muss ist in den Hotels selber denn dort ist Renovierungsbedarf zu erkennen.
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lueckingb 13.12.2008 18:06
JanaLipy 27.02.2008 09:41
Hendo84 21.09.2007 16:37
sonnenschein_netti 25.05.2007 23:14
ozimmi 25.05.2007 14:40
ein guter Bericht :-) - Otto