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We have survived...ganz knapp ;)
Pro Ein Endorphinrausch jagt den nächsten, viele Wasserrutschen und ähnliches
Kontra so ganz sicher wirkt es nicht so recht, teilweise alles ganz schön verrostet, Plastikblumen und grüne Farbe statt Pflanzen, alles etwas zu heftig
Detailbewertung
| Anzahl der Attraktionen: | |
|---|---|
| Attraktivität der Anlage: | |
| Eintrittspreise (Erwachsene): | |
| Behindertenfreundlichkeit | |
| Platzarchitektur: | |
| Kinderfreundlichkeit: | |
| Geeignet für: | Leute auf der Suche nach dem ultimativen Kick |
So, nun habe beschlossen, den allgemeinen Helsinki-Bericht zum Schluss meiner kleinen Helsinki-Reihe zu posten und Euch nun erstmal mit einem Bericht zu einer Attraktion in bzw. in der Nähe dieser Stadt beglücken..nämlich zum Serena-Wasserpark.
Als ich mich umschaute, was man in Helsinki so alles machen kann, fand ich recht bald den Serena Wasserpark, der auf der Webseite des finnischen Fremdverkehrsbüros beworben wurde. Nach einem Blick auf die Webseite des Serena, www.serena.fi, stand fest...da müssen wir unbedingt hin. Denn es handelt sich, laut Aussage auf der Homepage, um den größten exotischen Indoor-Wasserpark Europas und man sah auch auf vielen Bildern tolle Wasserrutschen und die mochte ich eigentlich immer sehr gern und war in allen Wasserparks immer der Meinung, es gäbe zu wenige Wasserrutschen.
Außerdem sah es auf der Webseite aus, als sei es echt exotisch, mit vielen Pflanzen, außerdem gabs Whirlpools und Schwimmbecken. Es sah schlicht und ergreifend perfekt aus...
Das Serena ist rund ums Jahr geöffnet, im Winter ist aber nur der Innenbereich offen. Solange es das Wetter aber zulässt, bleibt auch der Außenbereich des Serena-Wasserparks offen.
Neben dem Wasserpark gibts im Serena noch eine Kartbahn, die im Sommer offen ist und eine Ski-Anlage, die, logischerweise, im Winter offen ist.
Täglich ab 11 Uhr kann man im Wasserpark planschen und das bis 20 Uhr.
Kommt man in den Park, nachdem man das Eintrittsgeld gezahlt und ein Armband angelegt bekommen hat, landet man zunächst erstmal einfach auf dem Gelände und muss sich nun zum großen Haus rüberbewegen, dass sich als Schwimmhalle herausstellt. Das hätte man durchaus besser ausschildern können, denn wir wären ziellos herumgeirrt, hätten nicht die Leute vor uns auch diesen Weg eingeschlagen...
Im Haus angekommen, scheint man in einer düsteren Höhle zu sein, in dieser befindet sich ein Restaurant. Es ist ein SB-Restaurant mit freundlichem Personal und ausgesprochen leckerem Gebäck. Es gibt aber auch noch viel mehr, wie beispielsweise Pommes (Kostenpunkt: 2€), Hühnchen mit Salat (für 6€) oder Lachs für 8€. Also nicht grad billig, aber das ist in Schwimmbädern ja oft so (wohl weil man vom Schwimmen Bärenhunger bekommtund jeden Preis zahlt für was essbares...;)).Nach dem Restaurant kommt dann ein Shop, wo man teure Serena-Fanartikel sowie Flipflops und Badesachen kaufen kann.
Ist man durch den Laden auch durch, steht man schlagartig im Schwimmbad und nun muss man erstmal nach rechts abbiegen, hinein in die Umkleiden, bei denen nach Männer- und Frauenumkleideräumen unterschieden wird.Danach landet man dann bei den Duschen, die schön warm sind und wo es Seifenspender gibt, was ich als notorischer "im-Schwimmbad-das-Duschbad-Vergesser" sehr praktisch fand.
Und danach geht es endlich los und rein ins Schwimmbad. Wer noch klein und ein Nichtschwimmer ist, bekommt vom Schwimmeister kostenfrei kleine Delfine zum Umschnallen ausgehändigt, die dafür sorgen, dass man nicht untergeht.Immerhin, es ist recht warm, ca. 28°C soll es laut Homepage ja haben und so fühlte es sich auch an.
Von den Decken kommen Rutschen, aus denen es gelegentlich troft und die so riesig aussehen, dass wir beschliessen, das ganze erstmal aus der Ferne zu begutachten.Wir entscheiden uns für eine normale, einfache Rutsche und sausen die hinab in ein sehr flaches Becken. Die Fahrt war zwar rasanter als vermutet, aber ok und wir gehen zu einer geschlängelten Rutsche und sausen abermals in dieses flache Becken, bei dem aufpassen muss, nicht allzu böse mit den Füssen auf den Kacheln bzw. den Kachelecken aufzukommen.
Von diesem Becken aus, schielen wir mal aufs nächste, vor dem schon ein Warnschild steht mit der Aufschrift, dass Nichtschwimmer hier besser nicht schwimmen sollten...Oha...Die Rutsche hier ist kurz, sehr schräg und unter ihr ist erstmal gut einem Meter gar nichts, so dass es einen dann eher im freien Fall ins Wasser katapultiert. Nein, diese Rutsche wird von uns nicht getestet, das stand für uns fest.Stattdessen gehen wir nun zu dem Becken mit den vielen Wasserfällen, die allerdings so heftig herunterprasseln, dass es nicht mehr so richtig angenehm auf der Haut ist.
Also, ab in den Strömungskanal, der auch Lianenkanal heisst, weil an den Seiten ab und an Schnüre sind, an denen man sich festhalten kann (bzw. könnte, wenn man nicht so schnell rumsausen würde...). Der Kanal ist sehr lang, hat diverse Rutschen und Strudel, so dass man mächtig Schwung drauf bekommt und es mich merfach umhaut, ich Wasser schlucke und untergehe. Hilfe! Das Hauptproblem ist, dass ja noch viel mehr Leute anwesend sind, die alle so schnell unterwegs sind, so dass man nicht nur vom Wasser herumgedrückt wird, sondern auch von den Leuten. Man schrabt so mehrfach an der etwas rauen Wand und am ebenso rauen Boden lang, ich denke während ich mich vorm Beinahe-Ertrinken in Strudeln rette, noch an einen Spiegel TV-Bericht über Wasserparks, in dem es hiess, es verlieren öfters mal Leute ihre Fingerkuppen in solchen Rutschen und schaue nach dem sehr rasanten Ende dieser Kanalfahrt ungläubig meine Hände an...alles noch dran! Puh...Also gut, inzwischen entdecke ich bei einem großen Schwimmbecken ein Blinkelicht und das blinkert grad los. Nanu, was bedeutet das? Nach einer Weile des Rätselns stellen wir fest: in dem Becken geht grad das Wellenbad an, was pro Stunde 1x für 15min eingeschaltet wird. Dort kann man dann in den Wellen plantschen. Aber die Wellen sind auch höher und rasanter als in deutschen Schwimmbädern, was zunächst auch noch Spaß macht. Nach den 15min steigen wir aus dem Wasser und fühlen uns fast schon richtig fertig und schlapp...wir hätten doch früher rausgehen sollen :-/.
Nun wollen wir ja auch den Rest des Serena noch austesten. Wir schauen uns mal die 4 großen Rutschen ein. Eine ist grün, steil, hat die Aufschrift 40 km/h und nur wenige brausen herunter. Man bekommt darin auch mächtig Schwung drauf und am Ende wird man in ein kleines, flaches Wasserbecken gefetzt, dass mir wiederum etwas arg flach vorkommt.Eine weitere große Rutsche endet in einem großen Schwimmbecken. Das ist ja beruhigend. Beunruhigend an dieser Rutsche ist lediglich, dass sie oben offen ist und man Angst haben muss, rauszufallen aus luftiger Höhe, wenn man die Wände hochgedrückt wird...
Die nächste Rutsche sieht fast aus, wie die eben grade, nur dass sie geschlossen ist auf der ganzen Strecke. Sehr beruhigend.Und dann wäre da noch die Black-Hole-Rutsche, der Stolz des Serena. Eine sehr lange, sehr kurvige und doch steile Rutsche, die komplett schwarz ist und in der es Licht-und Soundeffekte gibt. An der Treppe, die zu ihr raufführt ist ein Schild, dass man Schmuck, Uhren etc. abnehmen soll, bevor die Black-Hole runterbrettert...Wir beschliessen, erstmal zu gucken, wie die Leute aussehen, die da lebend wieder rauskommen und stellen uns an die kleine Felshöhle, in der die Rutsche endet. Kleine, leichte Kinder kommen ruhig angefahren und steigen recht relaxt aus dem Wasser. Erwachsene kommen mit einem Wahnsinnstempo angesaust und plumpsen ins Wasser. Einige kommen der Wand der Felshöhle gefährlich nahe. Daraufhin beschliesse ich, diese Rutsche nicht zu testen, auch wenn die Licht-und Soundeffekte mich interessiert hätten.
Im Indoorbereich gibts nun noch 2 Whirlspools, die so sehr wirbeln, dass man denkt, man sitze im Kannibalen-Kochtopf und nicht in einem Whirlpool. In etwa so warm ist es dort drin auch. Nach 10min klettern wir wieder aus dem Whirlpool heraus, es ist uns zu warm und zu sprudelnd, so dass man darin nicht relaxen konnte, sondern abermals eher geschlaucht wurde.Der Kinderpool ist auch schön warm und ganz flach. Dort sitzen auch entsprechend viele Kinder drin, eins küsst begeistert die große Plastikmöwe am Rand des Beckens..süß! ;).
Das Schwimmbecken, in dem die eine große Rutsche endet, ist nicht nur ein normales Schwimmbecken, sondern es gibt in dem recht großen Becken noch diverse Duschen und kleine Nischen mit Strudeln. Die Strudel sind nett, wenn auch mal wieder zu stark (es zog einem ja fast das Bikinihöschen aus *erröt*), die Duschen aber schon eher brutal. Nehmt Euch in acht, wenn jemand in eurer Nähe die Duschen anschmeisst, die sind so heftig, dass man aufpassen muss, dass sie einem nicht auf den Kopf prasseln, denn das tut das fast schon weh :-(.Außerdem gehts im Innenbereich noch ein weiteres Restaurant mit den gleichen Preisen wie das draussen beim Shop.
Wenn das Wetter es zulässt, was ja in Finnland nicht rund ums Jahr der Fall ist, kann man auch den Außenbereich des Serena nutzen. Als wir im Serena waren, waren draußen 19°C und die Leute strömten auch raus. Wir natürlich auch, obwohl mir kalt war, so im nassem Bikini...Zunächst gelangte man zu einem Schwimmbecken, in das diverse lange Rutschen führten, die zwar recht rasant waren, aber zumindest in einem großen, etwas tieferen Schwimmbecken endeten.
Im Anschluß entdeckten wir die Hüpfburg, die da einfach so in der Landschaft stand. Ich bin noch nie in einer Hüpfburg gesprungen, da in Deutschland immer Schilder dran sind, man dürfte das nur bis 6 Jahren oder so und ich somit immer zu alt war (als ich klein genug war, gabs hier im Osten damals keine Hüpfburgen). Also mussten wir rein bzw. rauf auf die Hüpfburg, kurz darauf gesellten sich ein paar Engländerinnen dazu, die meinten, sie hätten in Großbritannien immer dasselbe Problem, dass sie zu alt sind dafür ;). Die Burg war riesig und rutschig, aber es machte Spaß und meine Neugierde auf Hüpfburgen wurde endlich gestillt ;).Wer mutig ist und auf den kalten, steinigen und somit pieksigen Wegen herumläuft, findet das tote Meer. Angeblich soll der Salzgehalt darin so hoch sein, wie im Original und man könnte im Wasser schweben. Das klappte bei uns beiden nicht richtig, vermutlich war der Salzgehalt wohl doch nicht so hoch :-(.
Und dann entdeckten wir, neben einem weiteren Kinderplanschbecken, noch etwas auf den ersten Blick tolles...Überhaupt waren Schwimmeister eher selten, ledigleich an der Rutsche mit dem freien Fall, am Wellenbad und oben an den Rutschen im Außenbereich waren welche. An anderen Schwimmbecken waren zwar Stühle, die für Schwimmeister vorgesehen waren, aber das saß keiner bzw. manchmal kleine Kinder, die gewiss keine Schwimmeister waren.
Aber für einen exotischen Wasserpark fand ich die exotische Deko sehr dürftig. Denn sie besteht aus großen Kieselsteinen, die in Beton reingedrückt sind, der Beton ist grün angemalt, die Steine braun, in den Beton wurden, als der noch frisch war, Plastikblumen hineingesteckt. Na toll...Eigentlich wachsen in solchen Wasserparks aufgrund der subtropischen Bedingungen wunderbar Pflanzen, warum muss man das dann so häßlich dekorieren und "bepflanzen"?
Sehr unschön fand ich auch, dass viele Kabel einfach über Putz verlegt wurden und dass es einige Rohre an den Decken gibt, die schon ziemlich rosten. Das könnte man doch mal ausbessern *find*.Immerhin stehen einem ein paar Liegestühle zur Verfügung, die für etwas Urlaubsfeeling sorgen, vor allem draußen auf den Liegewiesen wird davon bei gutem Wetter sich viel Gebrauch gemacht.
Nun ja, wer den Thrill sucht oder aber komplett lebensmüde ist, dem sei der Park wärmstens empfohlen...Es ist zwar endlich mal ein Park mit vielen Rutschen für jeden Geschmack und dann auch noch mit Wellenbad, Whirlpools etc, aber alles ist irgendwie zu heftig, so dass es einen schlaucht und nicht entspannt. Da entschädigten auch die Endophine nix, die ausgeschüttet wurden, wenn man eine weitere Rutschpartie überlebt hatte. Denn beim Rutschen kam bei mir selten wirklich Spaß auf, ich hatte ständig Angst, dass was schlimmes passiert, da mir der Sicherheitsstandard bei weitem nicht so hoch wie in Deutschland vorkam.
Wir waren froh, erst zu 16 Uhr hingegangen zu sein und somit wenigstens nicht den Preis einer ganzen Tageskarte gezahlt haben, denn einen ganzen Tag hätten wir es da eh nicht ausgehalten.Fotos gibts heute keine, da wir keine Kamera ins Schwimmbad mitgenommen haben. Wer Bilder schauen will, der sollte einfach mal die Homepage des Serena, www.serena.fi anschauen.
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michay 14.11.2004 12:22
Moira79 19.10.2004 01:55
also ich find der Park hört sich klasse an, und die Begrünung interessiert mich eh nicht :-)) wobei das stark von der Besuchermenge abhängig wäre, wenn die Leute dicht gedrängt in irgendwelchen Wildwasserkanälen treiben oder sich schon fast gegenseitig die Rutschen runterschubsen (zumal ja oft mit recht unterschiedlichen GEschwindigkeiten gerutscht wird wie du schon schreibst), das wär dann nix für mich. Aber schnelle Rutschen, Wellen, Wildwasser... nur her damit, und zwischendurch zur Entspannung in den Kannibalenkochtopf hätt ich fast gesagt, aber wenn das ganze eh überdacht ist seh ich denn Sinn nicht ganz *grübel* In Island schon eher, da ist das Schwimmbad nämlich auch im winter i.d.R. NICHT überdacht und das Wasser nur vielleicht ein paar Grad wärmer in den normalen Becken...
campino 09.10.2004 13:55
chilli77 06.10.2004 09:51
Und noch ein klasse Bericht von dir, da kann wohl das Lübbenau-Bad nicht mithalten!!! Nur ob ich mal nach Finnland komme, wage ich zu bezweifeln. Gruß DagSonja