Über sich:Ich lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Wien an der Donau. Meinen Job als Chemiker im Umwel...
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Ganz in der Nähe von Wien (17 km) befindet sich ein Schaubergwerk („Seegrotte“) mit dem größten unterirdischen See Europas. Von 1848 bis 1912 wurde hier Gips für Düngemittelzwecke abgebaut. Im Jahre 1912 kam es nach einer Sprengung zu einem gewaltigen Wassereinbruch, bei dem mehr als 20 Millionen Liter Wasser in die Gänge, Hallen und Stollen flossen. Als Folge dieser „Naturkatastrophe“ wurde das Bergwerk geschlossen und blieb bis in die 30er Jahre unbeachtet. Dann „entdeckten“ Höhlenforscher den riesigen See (6200 m²) und beschlossen diese Sehenswürdigkeit der Öffentlichkeit als Schaubergwerk zugängig zu machen.
1944 wurde die Seegrotte beschlagnahmt um in den bombensicheren Hallen Flugzeugteile zu produzieren. Die Stollen wurden kontinuierlich leergepumpt und die damals staatlichen Heinkelwerke produzierten hier Flugzeugrümpfe für einen der ersten Düsenjäger der Welt, den HE 162. Die Endfertigung erfolgte dann in Schwechat bei Wien, wo heute der Vienna Airport angesiedelt ist. Unter Tage wurden damals etwa 2000 Menschen, hauptsächlich Zwangsarbeiter des Dritten Reiches, beschäftigt.
Heute besuchen etwa 250000 Menschen jährlich die Seegrotte. Das beliebte Ausflugziel im Naherholungsgebiet Wienerwald steht auf dem „Speiseplan“ fast jeder ostösterreichischen Schulklasse und vielen Reisegruppen aus aller Welt. Seit Eröffnung des Schaubergwerkes haben mehr als 10 Millionen Besucher die etwa einstündige Führung, inklusive einer romantische Bootsfahrt auf dem größten unterirdischen See Europas unternommen. Auch heute noch strömen 50.000 l Wasser täglich in die Stollen und Hallen, die um den Wasserspiegel auf einer Wassertiefe von etwa 1,2m konstant zu halten. Das ca. 8°C kalte Wasser ist vollkommen klar. Die Lufttemperatur im Bergwerk bewegt sich ganzjährig ebenfalls in diesem Bereich und bietet dem Besucher / der Besucherin somit im Sommer die Möglichkeit der Hitze zu entfliehen. Für die letzte Hollywoodversion der "Drei Musketiere", Ende der 90er Jahre, dienten Teile der Grotte als Filmkulisse.
Obwohl die Seegrotte natürlich nicht mit großen bekannten Tropfsteinhöhlen o.ä. mithalten kann eine interessante Freizeitgestaltungsmöglichkeit mit vertretbarem Preis/Leistungsverhältnis für alle Wienbesucher, die ein paar Stunden erübrigen können. Die Führungen werden mehrsprachig angeboten, bei meinem letzten Besuch im April 2001 z.B. Deutsch und Hebräisch.
Öffnungszeiten / Führungen:
Das Bergwerk ist ganzjährig geöffnet. 1.April bis 31.Oktober: 09:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 17:00 Uhr 1.November bis 31 März: 9-12 Uhr und 13-15 Uhr Samstag - Sonntag und Feiertag bis 15.30 Uhr
Adresse:
Seegrotte Hinterbrühl GmbH Grutschgasse 2 A-2371 Hinterbrühl bei Wien AUSTRIA Tel. u. Fax: +43/2236/26364 Anfragen an die Seegrotte per e-mail an: seegrotte@kabsi.at
Eintrittspreise:
Erwachsene ATS 65,- (EURO 4,72) Kinder ATS 40,- (EURO 2,91) Gruppentarif: (ab 20 Personen) Erwachsene ATS 60,- (4,36 EURO) Kinder ATS 37,- (2,69 EURO)
Anreise: Auto: Von Wien nach Mödling, dann Richtung Hinterbrühl der guten Beschilderung folgend (17 km von Wien)
Öffentliche Verkehrsmittel: Zug oder Schnellbahn von Wien bis Bahnhof Mödling, dann mit dem Bus (Linie: 364, 365) bis zur Haltestelle Seegrotte (Fahrzeit etwa 40 Minuten) Fahrpreis Erwachsene ATS 40.- (EURO 2,91), Kinder ATS 21.- (EURO 1,53)
kleine ergänzung zum düsenjäger:
das erste deutsche düsenflugzeug, die Heinkel 280 flog bereits 1939 und der erste in serie gebaute düsenjäger war die Messerschmitt 262(1942), erwähnenswert bei der He 162 (Salamander) ist, dass sie in nur 65 Tagen entwickelt wurde und von Flugschülern der HJ geflogen werden sollte.
07.03.2003 20:41
Guter Bericht! Als ich mir die Seegrotte ansah, war noch ein Boot von den Dreharbeiten zu den Drei Musketieren zu sehen. lg Andreas
23.05.2002 22:00
kleine ergänzung zum düsenjäger: das erste deutsche düsenflugzeug, die Heinkel 280 flog bereits 1939 und der erste in serie gebaute düsenjäger war die Messerschmitt 262(1942), erwähnenswert bei der He 162 (Salamander) ist, dass sie in nur 65 Tagen entwickelt wurde und von Flugschülern der HJ geflogen werden sollte.
12.10.2001 21:32
Ist doch schön, wenn man noch einiges über sein eigenes Land lernen kann *etwas beschämt zu Boden blick* bab garffield