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Pro tolle Bühne, Kostüme, sehr unterhaltsam
Kontra Gelsen
Detailbewertung
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| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Am letztmöglichen Wochenende, da die Produktion mit 27.8 ausläuft, hatte ich die Gelegenheit "Der Graf von Luxemburg" bei den Seefestspielen in Mörbisch im Burgenland anzusehen
(http://www.seefestspiele-moerbisch.at) und muss sagen, dass es neuerlich ein tolles Erlebnis war im Mekka der der Operette mit diesem tollen Ambiente des Neusiedler Sees.
** 1. AKT **
Die Operette spielt im Paris um die Jahrhundertwende. Eine heitere Gesellschaft (wie bei Operetten so häufig) von Malern und Künstlern unterhält sich im Cafe unterhalb des Ateliers des Malers Brissard über die berühmte Sängerin Angèle Didier und ihren Gönner, Fürst Basil Basilowitsch, der ihr die Gesangausbildung ermöglicht hat. Juliette die Freundin von Brissard und Gesellschaftsdame von Angèle Didier berichtet den neusten Klatsch. Man munkelt von einer bevorstehenden Hochzeit. Das war aber zu in dieser Zeit noch gar nicht so einfach, da die Sängerin eine bürgerliche Herkunft hatte und Adelige nicht einfach Bürgerliche heiraten konnten. Zum Schein soll Angèle eine Ehe mit einem verarmten Adeligen eingehen, der keinen Ruf zu verlieren hat und die Wahl fällt ausgerechnet auf Rene, den feschen Grafen von Luxemburg. Unter bestimmten Bedingungen soll die Ehe geschlossen werden, dafür bietet Fürst Basil, dem verarmten Rene 500.000 Francs als Gegenleistung an. Auch die Angebetete ist mit dem Plan einverstanden, da sie sich schon als Fürstin sieht und es wird sofort mit den Vorbereitungen begonnen. Eine der Bedingungen für die Hochzeit war, dass Rene die Braut bei der Hochzeit nicht sehen darf, also sind sie bei der Trauung durch eine Staffelei getrennt. Nur bei der Ringübergabe berühren sich ihre Hände. Dennoch oder trotzdem, dass sie sich nicht sehen, entsteht eine gewisse Sympathie füreinander und Rene verspürt sogar ein richtiges verliebt sein in diese ihm völlig unbekannte Frau.
Eine weitere Forderung war, dass sich Rene 3 Monate lang nicht unter seinem richtigen Namen in Paris zeigen darf und sich dann wieder scheiden lässt. Als dann die 3 Monate vergangen sind, muss sich Angèle von der Bühne verabschieden, denn am nächsten Tag wird die Scheidung vollzogen und der Fürsten soll geheiratet werden. René jedoch hat Angèle bei ihrer Abschiedsvorstellung auf der Bühne gesehen und sich natürlich in sie verliebt (wäre ja keine Operette, wenn es nicht einige amouröse Verwicklungen gäbe). Natürlich will er sie kennen lernen. Er lässt sich unter dem Namen "Baron von Reval" vorstellen und mischt sich unter die Gäste. Er nähert sich Angèle tanzt mit ihr, flirtet mit ihr und will sie für sich gewinnen. Angèle erzählt Rene, dass sie gerade auf ihre Scheidung wartet und schon morgen eine zweite Ehe schließen würde. Auch Fürst Basil ist anwesend und natürlich alles andere als erfreut über Renés Anwesenheit. Damit nichts mehr schief gehen kann, verkündet er der Gesellschaft seine Verlobung mit Angèle. Angesprochen darauf, dass die Dame ja noch verheiratet sei, geht Basil einfach darüber hinweg und Angèle äußert höhnisch, dass sie einen Mann verachten würde, welcher seinen Titel für Geld kaufe, wie es der Graf von Luxemburg täte. Da gibt sich Rene zu erkennen und erzählt gekränkt, dass er es ja schließlich war, der ihr den Weg bereitet hätte, Fürstin zu werden. Angèle ist natürlich bestürzt, erinnert ihn aber dann, dass sie ja noch immer seine Frau sei und sie zusammengehörten.
** 3. AKT **Der Entscheidungstag ist angebrochen. René ist besorgt wegen des Vertrages mit dem Fürsten und des gegebenen Ehrenwortes, dennoch wird gefeiert und auf ihre Verbindung angestoßen. Im Hotel lernen die beiden zufällig die Fürstin Stasa Kokozeff kennen, welche extra aus Russland angereist ist, da ihr der Zar aufgetragen hat, den Fürsten Basil, ihren ehemaligen Geliebten, zu heiraten. Das freut René und Angèle natürlich ungemein, es scheint ihrem Glück nichts mehr im Wege zu stehen, doch da erscheint Basil, der seine Hoffnungen, Angèle für sich zu gewinnen noch nicht vollständig begraben hat. Als er Stasa erblickt erschrickt er zuerst und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als Rene von seiner Pflicht befreien. Rene gibt ihm den Scheck über 500'000 Francs zurück, da er vor kurzem ein Telegramm erhalten hatte, dass ihm die Rückgabe seiner Ländereien und Besitztümer vermeldet hat. Schnell erholt sich Basil von seinem Schrecken und willigt zähneknirschend in die Heirat mit der Fürstin ein. Am Ende stehen schließlich 3 glückliche Paare im Raum, denn auch Brissard und Juliette, die Gesellschaftsdame von Angèle haben sich gefunden.
Die Operette stammt von Franz Lehar.
Lehar wurde am 30. 4. 1870 Komorn (Ungarn) geboren und verstarb am 24. 10. 1948 in Bad Ischl (OÖ.).
** LIEDER **
1. Introduktion - Karneval: Ja du allerschönste Zeit
2. Volk von Paris
3. Der Teufel hol der Karneval
4. Ein Stübchen so klein
5. Ich leb gerne an der Seine
6. In all meinen Träumen
7. Ich bin verliebt
8. Ein Scheck auf die englische Bank
9. Heut noch werd ich Ehefrau
10. Finale I: Frau Gräfin, Sie erlauben
11. Bedaure gar sehr
12. Also, jetzt bin ich
13. Ich danke, meine Herren...
14. Sind Sie von Sinnen, Herr Baron
15. Schau'n Sie freundlich mich an
16. Ach, sehn Sie doch, er ist ganz blass
17. Der Handschuh, wie pikant
18. Ein Löwe war ich im Salon
19. Finale II: Angèle, deren Liebe und Treue
20. Ich will die Liebe genießen - Ich komm als süße Braut
21. Packt die Liebe einen
22. Es duftet nach Trèfle incarnat
23. Finaletto III: Bist du's lachendes Glück
Ins Ohr gehend und auch lustig sind die Lieder "Ich bin verliebt" und Er geht links, sie geht rechts"
Doch muss man sagen, dass kein so richtiger Operetten-Gassenhauer dabei ist. Vielmehr ein bunter Strauß0 schöner Melodien.
** Leading Team **
Mörbisch ist und bleibt Harald Serafin. Er wird 1931 in Litauen geboren. Seine Mutter stammt aus dem Salzburgischen, sein Vater ist Italiener. Von ihm erbt Serafin sein südländisches Temperament und seinen dynamischen Charakter.
1951 maturiert Harald Serafin in Bamberg. Obwohl seine Familie sehr Musik verbunden ist, soll Harald Arzt werden. Im 7. Semester des Medizinstudiums entschließt sich Harald Serafin doch für die Sängerlaufbahn. Er lässt sich an der Hochschule für Musik in Berlin und am Konservatorium in Nürnberg bei KS Willi Domgraf Fassbaender und Prof. Wilhelm Schönherr zum Opernsänger ausbilden.
Er übernimmt 1992 als erfahrener Mann der Operette die Intendanz der Seefestspiele Mörbisch. Mit großem Eifer und Enthusiasmus macht er in den Jahren seiner Intendanz die Seefestspiele weltweit zum "Mekka der Operette".
Er gibt den Seefestspielen nicht nur im künstlerischen, sondern vor allem auch im wirtschaftlichen Bereich neue Impulse. Groß angelegte Umbauten und Erweiterungen des Festspielgeländes und der Tribüne für 6200 Besucher, Perfektionierungen im technischen Bereich der Licht- und Tonanlage und das Gespür für schöne Stimmen und attraktive Darsteller bringen den Seefestspielen Mörbisch Jahr für Jahr neue Besucherrekorde. In den vergangenen Jahren kamen jeden Sommer 220.000 Besucher nach Mörbisch. Damit sind die Seefestspiele zum weltweit größten und erfolgreichsten Operettenfestival geworden.
Einige seiner Auszeichnungen: Die goldene Ehrenplakette der österreichischen Fremdenverkehrswerbung, der Goldene Ehrenring vom Theater an der Wien, das Komtourkreuz, der höchsten Orden des Landes Burgenland, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I.Klasse,
Produktionen JESUS CHRIST SUPERSTAR, JEKYLL & HYDE, LES MSIERABLES und 1001 NACHT.
Regie: Dietmar Pflegerl
Choreinstudierung: Bernhard Schneider
Choreographie: Giorgio MadiaAkustikdesign: Wolfgang Fritz
Lichtdesign: Friedrich RomBühnenbild&Kostüme: Rolf Langenfass
Dramaturgie: Susanne Felicitas Wolf
*** CAST ***
Thomas Piffka:
Geboren in Leverkusen/BRD. Gesangsstudium an der Musikhochschule Köln. Preisträger internationaler Gesangswettbewerbe. Zu seinen mehr als 70 Produktionen gehören auch alle großen Operetten wie "Die Fledermaus", "Eine Nacht in Venedig", "Gräfin Mariza" und "Das Land des Lächelns". 2003 erstmalige Mitwirkung bei den Seefestspielen Mörbisch.
Fürst Basil Basilowitsch
Harald Serafin: siehe vorher2. Besetzung: Alfred Sramek:
Geboren in Mistelbach/ NÖ. Als Mitglied der Mozartsängerknaben in Wien erhielt er eine umfassende musikalische Ausbildung. Die Liebe zur Operette führt ihn an die Staats- u. Volksoper und zu den Seefestspielen Mörbisch. Gastspiele im In- und Ausland u.a. Salzburger Festspiele, nach Spanien, in die USA und Deutschland. 1989 wurde ihm der Titel "Kammersänger" verliehen.
Marika Lichter:
Geboren in Wien. Gesangs - und Klavierstudium am Konservatorium der Stadt Wien mit Abschluss in Operngesang. spielte in vielen großen Musicals, z. B. Les Miserables, Elisabeth, Die Schöne und das Biest, La Cage aux Folles usw. Zahlreiche Tonträger, Konzertauftritte und TV - Sendungen im In - und Ausland machten Marika Lichter bekannt.
Brissard
Marko Kathol:Angèle Didier
Gesa Hoppe:2. Besetzung: Ruth Ohlmann:
Geboren in Deutschland. Ausbildung an der Wilfrid Laurier University in Waterloo (Kanada). Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter 1990 NATS Wettbewerb in Ontario, Eisteddfod Wettbewerb in Wales und Alexander Girardi Wettbewerb in Coburg.
Harald Serafin gibt sein Comeback auf der Mörbischer Bühne und ist wie immer "wunderbar" (ein Lieblingsswort des Hr. Intendanten). Im Großen und Ganzen keine sehr bekannten Namen, mit Ausnahme von Marika Lichter, Siegerin bei der österreichischen Version der Dancing Stars und Musicaldarstellerin. Man muss allerdings feststellen, dass die Zeit von Marika Lichter vorbei zu sein scheint. Jedenfalls konnte sie an diesem Abend in keinster Weise überzeugen. Das Kostüm wirkte ob ihrer Figur lächerlich und auch stimmlich war das mit Abstand der schwächste Part an diesem Abend. Bei allen Hauptdarstellern handelt es sich um erfahrenen und hervorragend ausgebildete Schauspieler und Sänger, die überall in Europa große Erfolge feiern.
*** KULISSE ***
*** KARTENBUCHUNG ***
Telefonische Buchung: unter 01/96096 bei Ö-ticket.
Tickets im Festspielbüro in Wien oder Eisenstadt:Rockhgasse 4/17
A-1010 Wien
Tel: +43 1 533 01 74
Fax: +43 1 533 01 74-20
*** SONSTIGES ***
Adresse:
Seebühne
7072 Mörbisch
** AUFFÜHRUNGSTAGE & PREISE **
Da es sich nur um ein Sommerfestival handelt, gibt es nur sehr eingeschränkte Spieltermine, nämlich vom 13.7.2006 bis 27.08.2006.Ticketpreise von Euro 20 bis Euro 125,-
*** FAZIT ***
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DamarisAnklam 21.07.2008 11:55
t.schlumpf 21.12.2007 11:02
Du machst mich richtig neugierig ;o))
LoewieLoew 28.04.2007 19:23
sandraberg 02.01.2007 13:23
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Strauß: Der Zigeunerbaron (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Seefestspiele Mörbisch 2000) - Rudolf Bibl Ausgabedatum: 2000-05-02, Audio CD, Ariola Arte Nova Classics (Sony Music) |
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Offenbach: Pariser Leben (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Seefestspiele Mörbisch 1997) - Rudolf Bibl Ausgabedatum: 1997-06-23, Audio CD, Arte Nova (Sony Music) |
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Strauß: Eine Nacht in Venedig (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Seefestspiele Mörbisch 1999) - Rudolf Bibl Ausgabedatum: 1999-07-05, Audio CD, Arte Nova (Sony Music) |
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Ein total guter Bericht, hört sich richtig gut an, bin aber nicht oft in der Oper, vielleicht später :) Liebe Grüße