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Erfahrungsbericht

für Sebastiansfriedhof, Salzburg
5 Sterne Vier Nächte in Salzburg: Der Sebastiansfriedhof Bericht mit Bildern
92 von 92 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro ...zentrale Lage, interessante Bauweise, malerische Idylle...

Kontra ...Eingang etwas versteckt, man muss generell etwas für Friedhöfe übrig haben...

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Der Autor

The-Wishmaster Seit 14 Okt 2000

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Hallo liebe Leserinnen und Leser!


Heute geht es weiter mit einem Bericht über unseren Urlaub in Salzburg. Heute widme ich mich dabei dem Sebastiansfriedhof. Was es damit genau auf sich hat, lest ihr in den folgenden Zeilen am besten selbst...


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| ° Sebastiansfriedhof
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Der Sebastiansfriedhof ist relativ zentral in der Neustadt gelegen und stellt quasi das Pendant zum kleinen Petersfriedhof in der Altstadt dar. Er geht wohl auf einen alten Pestfriedhof zurück, wurde in seiner jetzigen Form allerdings erst zwischen 1595 und 1600 errichtet. Den Auftrag dazu gab Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Geplant wurde der Sebastiansfriedhof dann vom italienischen Baumeister Andrea Berteleto nach dem italienischen Vorbild der Campo Santo. Dies bezeichnet einen Friedhof, der quasi von einem nach innen offenen Bogengang wie eine Art Hof umschlossen ist. Im Zuge der Reformation enstanden besonders auch in Mitteldeutschland im 16. Jahrhundert viele Friedhöfe nach diesem Vorbild, allerdings wurden bis auf drei Ausnahmen (Halle, Eisleben und Buttstadt) diese im Laufe der Zeit aufgelöst oder sind nur noch bruchstückhaft erhalten. Der Sebastiansfriedhof ist somit einer der wenigen Friedhöfe nach dieser Bauart, der heute noch hervorragend erhalten ist. Die mittig im Friedhof angelegte Gabrielskapelle ist übrigens gleichzeitig die Gruft der nach fünfjähriger Haft verstorbenen Erzbischofs.

Insgesamt ist der Friedhof von 87 gewölbten Pfeilerarkaden umgeben, die ihm sein unverwechselbares Äußeres verleihen. In diesen so genannten Gruftarkaden finden sich Grabgestaltungen von sehr unterschiedlichem Ausmaß. Auf der einen Seite findet man dort eher schlichte Gruften, auf der anderen Seite allerdings auch künstlerisch wirklich beeindruckende Arbeiten. Ein Rundgang durch die Arkaden bringt dabei das ein oder andere Highlight zum Vorschein, welches man sich nicht entgehen lassen sollte. Natürlich ist die Voraussetzung dafür, dass man ansatzweise etwas mit einem Besuch auf einem Friedhof anfangen können muss. Interessant sind allerdings auch die kleineren Gräber, die sich inmitten des Friedhofs befinden. Da hier und da ein paar Bäume und Sträucher stehen, sind die Gräber teils fast ein wenig versteckt. Das verleiht dem Friedhof einen sehr malerischen Touch. Er wirkt durch seine nahezu quadratische Form etwas strenger geplant als beispielsweise der Petersfriedhof, hat aber nicht weniger Charme. An wichtigen Gräbern findet man hier unter anderem das Begräbnis von Constanze Mozart, der Witwe des berühmten Komponisten. Auch Constanzes Tante und zugleich Mutter des Komponisten Carl Maria von Weber, Genovefa Weber, liegt hier begraben. Die Familienchronik der Sonnenburgs belegt zudem, dass auch Mozarts Vater Leopold Mozart hier auf dem Sebastiansfriedhof, genauer gesagt in den Gruftarkaden, beerdigt wurde.

Der Sebastiansfriedhof ist über die Linzer Straße in der Neustadt recht gut zu erreichen. Von Mozarts Wohnhaus läuft man nur ein paar Minuten zu Fuß. Von der Straße aus entdeckt man zuerst allerdings lediglich die Sebastianskirche. Der Friedhof selbst befindet sich dahinter in der von der Straße abgewandten Seite. Eine an der Vorderseite befindliche Eingangstür war während unseres Besuchs in Salzburg verschlossen. Stattdessen fanden wir nur ein lapidares Hinweisschild, welches "Friedhof" sowie einen Pfeil nach links aufgedruckt zeigte. Über eine unscheinbare Seitengasse erreichten wir schließlich den Eingang des Friedhofs, den man durchaus ein klein wenig suchen musste. Von dieser Stelle aus führte auch ein Eingang direkt in die Sebastianskirche, sofern man diese auch noch besuchen wollte. Obwohl es am Tag unseres Besuchs relativ warm war, konnte man sich im Sebastiansfriedhof gut aufhalten. Dies war seiner Lage und seiner Bauweise zu verdanken. Dank der Gruftarkaden hatte man dort immer Schatten, solange man in den Arkaden wandelte. Die vielen Bäume sowie die mittig platzierte Gabrielskapelle spendeten ebenfalls reichlich Schatten, so dass der Aufenthalt dort insgesamt sehr angenehm war.


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| ° Fazit
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Wer das Flanieren auf einem Friedhof für interessant hält und dem etwas abegwinnen kann, sollte sich bei einem Besuch in Salzburg den Sebastiansfriedhof nicht entgehen lassen. Durch seine Bauweise hält er die faszinierenden Gruftarkaden für seine Besucher bereit, die man in der heutigen Zeit in ganz Europa kaum noch so gut erhalten findet. Sehenswert sind dazu auch die vielen Einzelgräber, unter anderem das der Mozart-Witwe Constanze Mozart. Seine zentrale Lage in der Neustadt macht es möglich, dass er bei jeder Tour durch Salzburg problemlos in der Route mit eingeplant werden kann. Allerdings ist der Eingang durchaus etwas versteckt und man muss ihn suchen. Dennoch vergebe ich neben einer Empfehlung die volle fünf Sterne.


In diesem Sinne...


Stay dark!

The-Camposanto-Master

PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen keinen Schatten bekommen... ;)

Shake Heads!

Bilder

für Sebastiansfriedhof, Salzburg
Sebastiansfriedhof01 - Sebastiansfriedhof, Salzbur
Sebastiansfriedhof, Salzburg
von The-Wishmaster The-Wishmaster
Sebastiansfriedhof01 - Sebastiansfriedhof, Salzbur

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Kommentare

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  • BlackRose83 10.12.2011 22:41
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Miss_Piper 19.11.2011 22:11
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Werner86 16.11.2011 16:15
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  • meerline77 08.11.2011 06:46
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Jenni29Mai80 29.09.2011 11:45
    Bewertete diesen Bericht als
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