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Pro toller Strand, weitläufige Anlage, leckere Desserts, vorbildliche Reiseleitung
Kontra Zustand des Zerfalls, Speisen, laute Unterhaltung, Sauberkeit und Pflege
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Service | |
| Essen & Trinken | |
| Atmosphäre | |
| Sauberkeit | |
| Behindertenfreundlichkeit |
Der Frühling beginnt, die Uhren wurden auf die Sommerzeit umgestellt und der Sommerurlaub scheint nicht mehr ganz so fern wie noch zur Winterzeit bei eisigen Temperaturen.
Meine Erwartungen an diesen Urlaub waren zwiegespalten. Ich erhoffte mir vor allem Ruhe und Erholung und hatte dahingehend Bedenken aufgrund der zu erwartenden Menschenmenge, sowie der Sport-, Unterhaltungs-, und Animationsangebote. Zudem erhoffte ich mir die Gelegenheit einen schönen und sauberen Ort des Rückzuges in Form des gebuchten Zimmers vorfinden zu können. Weiterhin war ich gespannt auf das All-Inclusive-Angebot und der Qualität der Getränke und vor allem der Speisen.
In meinem aktuellsten Bericht möchte ich euch die Hotelanlage Seabe Allhambra in Tunesien/Monastir näher bringen und meine Erfahrungen zu den jeweiligen Unterpunkten berichten.Im Herbst sind in dieser Gegend von Tunesien durchschnittlich etwa 25 Grad maximale Lufttemperatur zu erwarten. Dabei herrscht normalerweise eine Wassertemperatur von etwa 23 Grad. Nachts kühlt die Luft im Schnitt etwa auf 16 Grad und insgesamt waren für den ganzen Oktober etwa sechs Regentage zu erwarten. Dem aufmerksamen Leser ist nicht entgangen, dass eine Reise im Oktober ein wenig von Petrus' Gunst abhängig ist.
Leider waren die Temperaturen im Jahr 2009 leicht unterdurchschnittlich. Daher hatte ich in den ersten fünf Tagen etwa eine Lufttemperatur von 23 Grad und die letzten beiden Tage sogar nur frische 20 Grad. Für einen Badeurlaub ist das definitiv etwas zu wenig, weshalb sich z.B. mein Aktionsradius am Strand auf meine Liege, gut eingepackt in ein warmes Handtuch, beschränkte. Aufgrund der Tatsache, dass die Sommer in Nordafrika üblicherweise sehr heiß sein können, würde ich interessierten Urlaubern die Monate September oder Juni empfehlen. Zu dieser Zeit liegt die durchschnittliche Lufttemperatur bei etwa 30 Grad, die Wassertemperatur im Juni bei 20 und im September bei 25 Grad und zudem ist mit nur 1-3 Regentagen zu rechnen.
Mit diesem Aspekt komme ich bereits zum vielleicht interessantesten Punkt des Berichtes, den Finanzen, bzw. den Ausgaben.
Auch mir ging es vorrangig um eine recht günstige Variante, auch wenn ich gewisse Standards nicht unterbieten wollte – vier Sterne sollten es dann doch schon mindestens sein. Da ich gezwungen war, in den Ferien Urlaub zu machen, musste ich mit einem ordentlichen Preisaufschlag rechnen. Daher können Leser, welche den Luxus genießen nicht in den Ferienzeiten Urlaub machen zu müssen, aufatmen.
Zur Sache: Für eine Woche All Inclusive im Hotel Seabel Alhambra wanderten etwa 600 Euro über die virtuelle Ladentheke. Hinzu kommen noch einige kleinere Ausgaben für Trinkgelder, Ausflüge oder den ein oder anderen clubexternen Restaurantbesuch.
Wertung 3/5
So ganz genau kann ich mich gar nicht mehr an die Flugzeiten erinnern, es handelte sich schätzungsweise jedoch um etwa 2 bis 2 ½ Stunden reine Flugzeit für die Strecke Stuttgart-Monastir. Der kleine Flughafen in Monastir gibt nicht wirklich etwas her, was mir jedoch auch ziemlich egal war. Ich hoffte schließlich vor allem auf einen reibungslosen Transport. Außerhalb des Terminals warteten auch direkt einige Busse und Reiseleiter. Der Ablauf war sehr angenehm und einfach, denn die entsprechenden Reiseleiter holten einen sprichwörtlich am Ausgang des Flughafens ab und erklärten den Weg zum Parkplatz des Busses. Zudem gab es einige schriftliche, allgemeine und spezielle Reiseinformationen zu allerlei Interessantem und Uninteressantem. Auch während der Busfahrt erklärte unsere freundliche Reiseleiterin aus dem Schwabenland einige landestypische Eigenheiten. Zwar dauerte der Transfer bis zum Hotel insgesamt mit etwas über einer Stunde recht lange, jedoch freute ich mich persönlich über den reibungslosen Ablauf.
Folglich begaben wir uns im Schutz der heimischen Winterklamotten auf die Außenterrasse in die Mittagssonne und aßen Nudeln.
Ich habe ein gewisses Maß an Verständnis für nicht frisch aufbereitete Zimmer bei der Ankunft um die Mittagszeit. Ich hätte mich jedoch wohler gefühlt wenn es die Möglichkeit gegeben hätte unsere Utensilien erstens sicher zu verstauen und uns vor der Teilnahme am Mittagessen umzuziehen. Dies ist eigentlich überaus bedauerlich, weil der erste Eindruck nicht nur eine Hotelservice doch ein bleibender ist. Nun bin ich sicher kein ständig nörgelnder Hotelgast und konnte mich mit der Situation auch ganz gut abfinden. Letztendlich passt jedoch auch diese nicht ganz geglückte Kleinigkeit ins Bild. Die Reiseleitung jedoch, hat ihren Job vorbildlich erledigt.
Mit anderen und einfacheren Worten ausgedrückt wollte ich einfach nicht in einem riesigen Betonklotz hausen und in der Tat macht die Hotelanlage von außen einen ganz netten Eindruck. Dies war jedoch auch das Mindeste was ich erwartet hatte, denn zu diesem Zeitpunkt, war diese auf der Internetplattform holidaycheck.de das mit Abstand am besten bewertete Hotel in ganz Monastir.
Die Hotelanlage ist in einen neueren und einen älteren Bereich gegliedert. Bei der Ankunft erhoffte ich mir eine Unterbringung im Neubau, wurde jedoch leider enttäuscht. Auf dem Weg zum Zimmer wurden mir sofort die weiten Wege der Hotelanlage bewusst. Alleine zum Essen musste ich mit fünf Minuten Fußweg rechnen, was mich persönlich nicht weiter störte, der ein oder andere Urlauber sieht dies vielleicht ein wenig anders.
Wertung 3,5/5
Auch das Innenleben der Hotelanlage ist recht verwinkelt. Leidet man darüber hinaus so wie ich an chronischer Orientierungslosigkeit, ist anfangs das ständige Verlaufen vorprogrammiert – wo geht’s noch mal gleich zum Essen? :)
Lediglich mit der Sauberkeit des Zimmers war ich nicht einverstanden, aber dazu mehr im entsprechenden Unterpunkt.
Zumindest die Lobby und der Speisesaal können durchaus durch Sauberkeit auftrumpfen. In beiden Bereichen ist die Atmosphäre aufgrund der Gestaltung der nötigen Pflege sehr angenehm und dadurch gefällt auch der Aufenthalt, insbesondere beim Essen, wenn da nicht das Essen an sich wäre :) Zum Innenleben der Zimmer und zur Gastronomie jedoch an entsprechender Stelle mehr.
Unser Zimmer war von den Attraktionen der Anlage recht weit entfernt, weshalb ich einige Meter zu Fuß gehen musste, was mir persönlich jedoch auch Spaß machte.
Von meinem Zimmer aus konnte ich zunächst die alten Poolanlagen erreichen. Am Kinderpool und an zahlreichen Liegen vorbei erreichte ich den Hauptpool, welcher eine ganz einfache, rechteckig ausgehobene Grube mit Wasser gefüllt ist. Damit will ich eigentlich nur festhalten, dass der Pool ganz sicher nichts besonderes ist.Direkt am Pool gab es auch die obligatorische Poolbar. Vom Hauptpool aus konnte ich in verschiedene Richtungen unterschiedliche Ziele ansteuern. Um zum Speisesaal oder der Speiseterrasse zu gelangen konnte ich entweder einen Weg wählen, welcher durch verschachtelte kleine Gassen führt oder durch ein Stück Grünfläche schlendern, welches an den Eingangsbereich des Hotels abschließt. Zwischen dem Eingangsbereich und der Speiseterrasse gab es einen recht großen und freien Bereich mit einigen Sitzmöglichkeiten, welcher von vielen Urlaubern zum Rückzug benutzt wurde. Auf den überwiegend weißen und beigen Sofas sah man vereinzelte, aber viele Menschen in in ihrer Literatur vertieft oder einfach in der Sonne liegend. Dies war sehr einladend.
Diesem Bereich gegenüber liegen, vom Hauptpool aus gesehen, auf der anderen Seite gab es noch einiges mehr zu entdecken. Wenn man sich in diese Richtung begibt, trifft man zunächst auf einige Unterhaltungs- und Sportmöglichkeiten.Fast direkt hinter der Poolbar hinter einer Wand gab es die Möglichkeit Tischtennis zu spielen. Einige Schritte weiter in Richtung Meer befinden sich zahlreiche Tennisplätze (alles Sandplätze), welche zur freien Nutzung zur Verfügung standen, wobei ich meine Tennisschäger selbst von zu Hause mitbringen musste.
Inmitten der Tennisplatzanlage befand sich ein schmaler Weg, den man zum neuen Pool, zu einer weiteren Hotelanlage, zur Strandbar und logischerweise zum Strand überwinden musste. Dieser gepflasterte Weg sollte nicht barfuß begangen werden.Hat man die Tennisplätze hinter sich gelassen kann man auf der linken Seite die Gartenanlage eines benachbarten Hotels bewundern und rechts die zu diesem Hotel zugehörigen Tennisplätze. Vor alllem zur Dämmerung hin oder am späten Abend im der Dunkelheit ist dieser Weg zwar recht düster, aber vor allem laden die Gartenanlagen und deren Beleuchtung zum Verweilen ein.
Nach weiteren 100-200 Metern und nach dem Passieren einer Wiese und eines Bereichs, wo Fußball gespielt werden kann erreicht man den zweiten, neueren Pool. Dieser Pool ist auch nichts besonderes und im Prinzip wieder nur eine rechteckig herausgehobene Grube, jedoch ist die Anlage durch das junge Alter recht hübsch anzusehen und einige Besuche wert, wären da nicht die spärlich vorhanden und ständig besetzen Liegen. Auch an diesem Pool gibt es eine Bar, welche allerdings viel früher schließt als die Bar am Hauptpool.Zwischen Strand und neuen Pool liegen nochmal etwa 100-200 Meter Fußweg, bei dessen Begehung man einen Blick auf die weite Gartenanlage des Nachbarhotels werfen kann. Am Strand endet logischerweise der Spaziergang.
Je nach Gehgeschwindigkeit und Lage des gebuchten Zimmers, würde ich behaupten, dass der Weg vom eigenen Bett bis zum Strand etwa 7-12 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Mir persönlich macht dies zwar nicht wirklich etwas aus, jedoch bestimmen die Laufwege schon ein wenig die Flexibilität des Handelns. Nur mal schnell am Strand ins Wasser springen, um sich abzukühlen, auf diese Idee kommt in dieser weitläufigen Hotelanlage kaum jemand. Auf der anderen Seite laden die vielen Wege und Möglichkeiten zu Spaziergängen innerhalb der Hotelanlage ein.
Am Strand gibt es genügend Liegen, welche in einem angenehmen Abstand voneinander aufgestellt sind, um die eigene Privatsphäre zu gewährleisten. Zudem können die Liegen bei Bedarf verstellt werden.
Der Gang ins Meer ist flach abfallend und der Boden sandig. Aus diesem Grund ist das Baden auch für Kleinkinder oder Kinder einfach und ungefährlich. Bei mäßigem Wind entstehen kleinere Wellen, die Kindern einen großen Spaß bringen können, aber nicht so groß werden, dass sich Eltern Sorgen machen müssten.
Wertung 4,5/5
Wie in den oben ausgeführten Punkten bereits angedeutet, stellen die beiden Pools des Hotels keine besondere Attraktion dar. Im Grunde genommen sind beide Badestellen einfache, rechteckig ausgehobene mit Wasser gefüllte Gruben.
Der neue, aber dafür etwas abgelegene Pool kurz vorm Strand ist optisch schöner als der Hauptpool. Ein einfaches, aber modernes Design und gemütliche Liegen laden hier zum Verweilen ein. Während der Hauptpool meist von etwa älteren Herrschaften oder Familien besucht wurden, trafen sich am neuen Pool eher die jungen und junggebliebenen Sonnenanbeter und die, die etwas zu zeigen haben oder meinen, dass sie etwas zu zeigen hätten.
Die Sitzmöglichkeiten an der Bar des neuen Pools wurden selten genutzt. Ich denke diese lag daran, dass es dort kaum Snacks gab und die meisten Snacker sich eben am Hauptpool einfanden.Leider gab es am Hauptpool meist viel zu wenige Sitzmöglichkeiten, da sich vor allem gegen Abend doch viele Urlauber dort einfanden. Dies ist vor allem deshalb schade, weil dieser Bereich meiner Meinung nach der Mittelpunkt der Geselligkeit darstellte und man dort mit vielen Menschen ins Gespräch kam.
Der neuere Pool war definitiv hübscher anzusehen, jedoch waren dort überwiegend Sonnenanbeter unterwegs, welche weniger Wert auf Geselligkeit legten, sondern auf eine möglichst hohe Anzahl in der Sonne verbrachter Stunden, um sich im Anschluss dessen voller Stolz der gewonnenen Bräune zu erfreuen, als hätte man nun tatsächlich etwas geleistet. Sorry, für den Seitenhieb für alle, die sich angesprochen fühlen :)
Wertung 3/5
Ich muss vorwegnehmen, dass mein gebuchtes Zimmer sicher nicht repräsentativ für die Qualitätsstandards des Hotels sind, jedoch dürfte es genügen, um einen Eindruck zu erhalten. Gebucht hatten wir ein kleines Appartement, denn wir waren insgesamt fünf Urlauber.
Der kleine Raum beinhaltete neben einem Doppelbett, zwei Nachtschränke, ein Kleiderschrank und ebenfalls einen Zugang zum Balkon.
Der Flur, in dem auch der Kleiderschrank für die im Aufenthaltsraum ansässigen Urlauber enthielt, verband den größeren Raum mit dem Bad.Das Bad war recht klein, aber funktionell. Größere Schäden oder sogar Schimmelbefall waren nicht ausfindig zu machen. Luxus jedoch, sieht anders aus. Um zu duschen musste man in eine recht hohe Wanne steigen, die Höhenverstellbarkeit des Duschkopfes war für jeden Hobbyhandwerker eine Herausforderung. Wenn ich den Duschvorgang zuzog und mich im 90 Grad Winkel zu diesem in die Wanne stellte, so berührte einer meiner Arme die Außenwand und einer meiner Arme den Duschvorhang. Ich möchte hiermit verdeutlichen wie klein dieser Duschraum war und wie umständlich das Duschen dadurch werden kann. Teilweise kam es vor, dass man direkt nach dem Aufstehen dachte „Oh nein, ich muss in diese Miniatur einer Dusche.
Die Terrasse grenzte nach Westen an einen Weg und nach Osten an weitere Terrassen an. Auf allen Seiten, die nicht mit einem Zugang versehen waren bestand der Sichtschutz aus einer mannshohen Mauer, was die Dunkelheit der Zimmer und der Terrasse an sich verstärkte. Hinter der Terrasse war ein Teil der Hotelanlage, welcher nicht mehr gepflegt wurde. Dort standen vereinzelte Palmen und Sträucher. Nachts führten zwei Männer in dunklen Anzügen Wache – das war förderlich für die Stimmung.Im Großen und Ganzen war ich dennoch nicht mit der Unterkunft zufrieden. Die Sauberkeit lag zwar im grünen Bereich, man konnte jedoch viele Gebrauchsspuren des Appartements feststellen, sei es das Abbröckeln des Verputzes, Risse in den Fließen oder Ähnliches.
Die zwei schwerwiegendsten negativen Aspekte waren jedoch das Bad und die Dunkelheit in den Zimmern an sich. Leider komme ich persönlich nicht wirklich in Urlaubsstimmung wenn die Dusche einer in die Tage gekommenen Duschanlage einer Jahrzehnte alten Jugendherberge gleicht. Darüber hinaus gab es in unserem Appartement kein einziges Fenster, sondern nur die Glastür zur Terrasse, wodurch es in den Räumlichkeiten einfach sehr dunkel wurde. Zwar war ich im Urlaub nicht sehr oft und lange im gebuchten Zimmer, aber ich kam sicher auf 30-60 Minuten tägliche Aufenthaltszeit in diesen dunklen Gemächern mit veralteter Duschanlage.
Wertung 2/5
Die Mitarbeiter des Hotels waren überwiegend bemüht, freundlich und wenig aufdringlich.
Die Servicemitarbeiterinnen, welche für die Zimmer zuständig waren, kamen verlässlich zur täglichen Reinigung und achteten darauf den Gästen in dieser Zeit nicht zu begegnen. Es gab jeden Tag frische Handtücher und gefaltete Schwäne und Herzen auf den Betten, wovon man sich unzählige Bilder auf Webseiten wie holidaycheck.de ansehen kann.Die Rezeption war zu jeder Tages- und Nachtzeit besetzt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügte über gute Englisch- und teilweise auch über gute Deutschkenntnisse. War ein Mitarbeiter einer bestimmten Sprache nicht mächtig, wurden die Kunden anscheinend recht problemlos an einen anderen Mitarbeiter weiter geleitet.
Der Service in den Speisebereichen unterlag einer strengen hierachisch aufgebauten Trinkgeldkette. Zumindest habe ich das so wahrgenommen. Die meisten Urlauber versuchten sich irgendeinen freundlich und geldgierig dreinblickenden Bediensteten zu bestechen oder zu kaufen, um so jeden Abend einen freien Tisch und eine Falsche Rotwein bereitgestellt zu bekommen, wo dann Schmeicheleien ausgetauscht wurden, was die so mancher Urlauber toll findet und sich selbst dabei als wichtig betrachtet – ekelhaft diese geheuchelte Freundlichkeit, aber nunja... . Für interessierte Urlauber sei gesagt, die Trinkgeldmasche funktionierte tatsächlich ganz gut. Umgerechnet 10 Euro in die Hand eines Mitarbeiters sorgten für ungeahnten Service.Die Barkeeper der verschiedenen Tresen verrichteten ihre Arbeit routinemäßig, waren jedoch nicht wirklich an der Interaktion mit den Urlaubern interessiert und legten offensichtlich nicht wirklich Wert auf Sauberkeit. Ich poche in diesem Fall sicher nicht auf deutsche Standards, aber ein eben zurückgebrachtes Glas für den Bruchteil einer Sekunde in eine im Waschbecken schon lange abstehenden, nicht mehr wirklich sauber wirkende Pfütze zu tauchen und das schon gelb-bräunliche Wasser wieder auszuschütten, um das Glas dann unter den Zapfhahn zu heben, das macht nicht wirklich Lust auf ein kühles Bier. Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass die Trinkgeldmasche auch hier ganz gut funktioniert und dadurch vor allem Kinder bei der Bestellung benachteiligt wurden, da bevorzugte Kunden zuerst bedient wurden. Ich finde das Verhalten der Barkeeper nicht mal unbedingt verwerflich, sondern eher das Verhalten der Urlauber, welche sich bewusst und mit voller Absicht vor wartende Kinder drängelten. Das ist fast schon asoziales Verhalten.
Ich merke eben, dass ich in den obigen Abschnitten schon einiges an Erfahrung eingebracht habe, jedoch gab es eben diese Trinkgeldhierachie, die mich durchaus auf die Palme bringen kann. Für Urlauber, die sich vor wartende Kinder drängeln, weil sie dem Barkeeper hin und wieder Geld zustecken, welcher diese Kunden dann eben bevorzugt bedienen, habe ich keinerlei Verständnis. Das war mein allererster Cluburlaub und ich bin mir nicht sicher, ob diese Trinkgeldhierachie in der Art Urlauben an der Tagesodrnung stehen, aber ich finde diese Art Service nicht nur ungerecht, sondern fast schon asozial und ziehe daher einen vollen Punkt bei der Bewertung ab.
Wertung 3/5
Bei diesem Punkt tue ich mir offen gestanden ein wenig schwer. Ein Cluburlaub verhindert ja fast schon die Möglichkeit eine Region tatsächlich kennenzulernen und deren Lage einzuordnen.
Ich versuche es dennoch:In der Stadt Sousse hat man diverse Einkaufsmöglichkeiten. Diese beschränken sich jedoch überwiegend auf kleinere Geschäfte des Einzelhandels. Gemütliches Schlendern durch die Einkaufspassagen ist jedoch nicht möglich, denn vor jedem Laden stehen hartnäckige, laute und teilweise unverschämte Verkäufer, welche einem einfach alles andrehen wollen.
Die Preise sind übrigens immer viel zu hoch kalkuliert. Man sollte auf keinem Fall vor einem Handel und dem Feilschen zurückschrecken, denn dies ist hier an der Tagesordnung und auch die Verkäüfer sind es gewohnt. Ich erfreute mich jedenfalls immer wieder an den Beteuerungen, dass dieses Trikot von Michael Ballack garantiert Original sei und hochwertiger als das vom Nachbarladen.Die Hotelanlage Seabel Alhambra liegt am Rande des Ortes El Kantanoui, Dieser Ort ist jedoch relativ klein und bietet weniger Möglichkeiten als Sousse. Zudem muss man auf dem Hinweg zur Stadt auf den wunderbaren Strandspaziergang verzichten. Für einen Restaurantbesuch am Abend genügt jedoch auch dieser Ort.
Des Weiteren gab es in der Hotelanlage verschiedene Möglichkeiten über recht differenzierte Ausflugangebote weitere sehenswerte Orte anzusteuern, doch dazu im entsprechenden Unterpunkt mehr.
Wertung 4/5
Der Essenssaal und die Speiseterrasse sind optisch einladend. Darüber hinaus sind genügend Plätze für alle Urlauber vorhanden gewesen. Lediglich die Speiseterrasse war sehr begehrt, wurde von den Gästen zügig aufgesucht und war daher auch recht schnell belegt. Bei schönen Wetter war es daher überaus ärgerlich im überdachten Saal zu speisen. Viele Urlauber versuchten sich durch Trinkgelder Plätze im Freien für das Abendessen reservieren zu lassen. Dies funktionierte auch, solange sie einigermaßen pünktlich erschienen.
Beim Begehen des Buffets erkannte man schnell das Leben im Überfluss eines Cluburlaubs. Es gab täglich einige einheimische Spezialitäten, aber auch, vor allem für die Kinder, in Deutschland bekanntes und beliebtes Essen (Pizza, Nudeln mit Soße, Pommes). Eine gewisse Vielfalt war also gegeben, doch der Geschmack ließ zu Wünschen übrig.Die meisten Speisen waren recht spärlich gewürzt und schmeckten relativ fade. Dies galt für die einheimischen Speisen und vor allem für die täglichen Angebote. Die Tomatensoße zu den verschiedenen Nudeln war z.B. kaum genießbar. Generell, ich kann gar nicht genau erklären warum, hatte man das Gefühl, dass jedes angebotene Gericht irgendwie recht gleich schmeckte.
Ganz anders sah die Welt der Desserts aus. Eines vorweg, es gab im Club Seabel Alhambra unglaublich viel süßes Essen und eine große Auswahl an Kuchen, Eis und Ähnlichem. Im Gegensatz zu den Hauptspeisen kann ich die Süßwaren auch sehr empfehlen. Abgesehen von der ungesunden Natur dieser Speisen und der zu erwartenden Gewichtszunahme, solltet ihr dennoch kräftig zuschlagen. Man ist schließlich nicht so oft im Urlaub und die Figur kann man danach wieder in Ordnung bringen.Getränke konnte an entsprechenden Vorrichtungen gezapft werden. Bier und Wein musste man bei den Kellnern bestellen. Auch hier sollten sich Gourmets auf einige Abstriche gefasst machen. Es gab für All Inclusive Urlauber nur je eine Sorte Rot- bzw. Weißwein und eine Sorte Bier. Ich persönlich bin der Meinung, dass man in Deutschland an jeder Tankstelle mit dem dem billigsten Wein mehr Genuss geboten bekommt.
Beim Essen viel mir persönlich vor allem der Geiz einiger Gäste negativ auf. Zum Beispiel waren die Pizzastücke heiß begehrt, es musste jedoch immer wieder für Nachschub gesorgt werden und so kam es zu Leerlauf und Wartezeiten. Ich habe daher mehrfach beobachtet, dass einige sicher sehr gut ernährte Urlauber einfach alle restlichen Pizzastücke auf ihren Teller packten und die dahinter warteten Kinder traurig dreinschauen ließen. Freundlichkeit und Solidarität sehen anders aus.Als All Inclusive-Kunde hatte ich die Möglichkeit an den drei Tageshauptspeisen teilzunehmen und mir dazu täglich in den Snackzeiten einige Snacks zu gönnen. Etwa gegen 16-17 Uhr gab es am Hauptpool diese Snacks. Meist gab es drei verschiedene Snacks und meist war die Auswahl auch absolut gleich. Es gab Pizzastücke, Pommes und Pfannkuchen mit Nutella. Das ist natürlich total gesund und bei Sommertemperaturen nenne ich das mal leichte Kost. Die Kinder fanden es klasse, zumindest bis sie versuchten das Zeug zu essen. Die Pommes waren pampig, die Pizza kalt, der Pfannkucken ging einigermaßen. Zudem gab es auf der anderen Seite des Pools trockene, fast schon harte und ganz sicher schon am Vortag servierte Kuchenstücke.
Der Speisesaal und die Außenterrasse waren optisch sehr einladend. Aus diesem Grund freute man sich einfach am Tisch zu setzen und gemütlich zu speisen. Leider entsprachen die Hauptspeise und die angebotenen Getränke meiner Meinung nach nicht den Standards eines Vier-Sterne-Hotels. Die Speisen schmeckten sehr ähnlich und waren darüber hinaus kaum gewürzt. Empfehlenswert sind jedoch vor allem die Süßspeisen. Hier waren echte Könner am Werk. Zum Frühstück kann ich leider nichts sagen, denn ich bin Langschläfer und esse selten etwas vor 12 Uhr. Die Snackmöglichkeiten nahm ich aufgrund der Ungenießbarkeit nach zwei Tagen nicht mehr wahr.
Zunächst fallen die vielen Tennisplätze zwischen dem Hauptpool und dem neueren Pool auf. Ich bin mir nicht mehr sicher wie viele es waren, ich schätze jedoch mindestens acht. Diese Tennispätze konnten frei genutzt werden. Hierfür waren keine Gebühren oder ein Schlüssel notwendig. Man sollte sich jedoch jedoch Tennisschläger selbst mitbringen, denn es gab glaube ich keine Ausleihe. Die Tennisplätze waren in unterschiedlichem Zustand. Einige waren ganz gut bespielbar, andere hatten z.b. dringend ein neues Netz nötig. Auf diesen Tennisplätzen fanden auch Trainingsstunden für Kids statt. Die hatten vor privatem Gebrauch Vorrang.
Weiterhin gab es einige Tischtennisplatten, die genutzt werden konnten. Ich habe sie nicht benutzt, weswegen ich nichts zu deren Zustand sagen kann. Jedoch sollte man sich auch hier eigene Schläger mitnehmen lassen.Hinter den Tennisplätzen gab es noch ein Beachvolleyballfeld. Dort trafen sich vor allem gegen Abend einige Urlauber, die meist auf recht niedrigem Niveau ein paar Bälle über das Netz schlugen. Dieses Beachvolleyballfeld hatte seine beste Zeit bereits schon 2009 hinter sich. V'''or allem das Netz hing durch und müsste eigentlich dringend ausgewechselt werden'''. Zudem ist der Weg zum Feld eingentlich kein echter Weg. Dieses Spielfeld liegt im Prinzip inmitten eines ungepflegten Feldes. Einladend ist anders.
Etwas weiter abseits gab es auch ein Fußball Kleinfeld. Dieses Feld war ein Sandplatz mit fest verankerten Toren. Meist wurde es von den Kindern genutzt, ab und zu jedoch, fanden sich auch einige Erwachsene ein.Weiterhin animierten die Animateure die Urlauber zur sportlichen Bewegung oder zu kleinen Spielen. Ob Wassergymnastik, Tanz oder Spiele am Strand, es gab fast täglich etwas neues zu sehen. Daran hatte ich persönlich jedoch eher weniger Interesse.
Innerhalb der Hotelanlage gab es übrigens noch einen Billardtisch und einen Tischkicker.
Wertung 3/5
Hauptverantwortlich für die Unterhaltung waren die Animateure, die zwar nicht aufdringlich waren, mich persönlich jedoch mit ihrer ständigen Spaßmacherei tierisch nervten. Mir wirkt das Ganze einfach viel zu künstlich.
Jedenfalls boten sie verschiedene Spielchen zu verschiedenen Zeiten an, welche vor allem in der Gegend des Hauptpools stattfanden und zwar recht regelmäßig. Über den Tag verteilt, gab es sicherlich alle 1-2 Stunden irgendwelche Animationen z.B. Kindertanz oder Aerobic. Zwischen den Animationen lief auf überdimensionalen Lautsprechern überdimensional schlechte Musik und das am laufenden Band. Gemütlich in der Sonne auf einer Liege liegen und ein Buch lesen war so überhaupt nicht möglich. Teilweise konnte ich den Bass dieser nervigen Musik noch am neuen Pool liegend hören. Nichts gegen musikalische Unterhaltung, aber diese Musik war ganz schlechte Housemusik, die sich auch noch wiederholte. Schrecklich.Weiterhin gab es in der Hotelanlage eine Disko, die ich jedoch nicht besuchte, da sie glaube ich kaum jemand besuchte.
Zum Unterhaltungsangebot an sich kann ich gar nicht so viel sagen, da ich die Angebote nicht wahrgenommen habe. Vorrangig war ich im Urlaub, um in Ruhe gelassen zu werden. Wenn ihr an diesem Hotel interessiert seit und viel Wert auf Ruhe legt, dann sollte ihr euch auf 2/3 des Gebietes der Anlage rar machen, denn die Unterhaltungsangebote sind sehr laut und vor allem die ständige, eintönige und sich wiederholende Musik ist eine Zumutung.
Da ich das Wahrnehmen der Atmosphäre als sehr wichtig, aber auch als etwas höchst subjektives empfinde, starte ich bei diesem Unterpunkt direkt mit meiner Erfahrung.
Insgesamt war ich mit der Atmosphäre der Hotelanlage recht zufrieden. Die Weitläufigkeit der Anlage bietet genügend Plätze, um sich vor den Unterhaltungsmöglichkeiten zu verstecken und seine Ruhe zu finden. Die netten Gartenanlagen und die verzweigten Wege haben trotz ihres langsamen Zerfalls einen gewissen Reiz.Die meisten Urlauber waren recht nett, der Service freundlich, aber nicht aufdringlich. Übrigens kamen sehr viele Urlauber aus Deutschland. Leider nutzten viele Urlauber die Trinkgeldhierachie aus und waren hier und da recht geizig, aber das ist man von deutschen Urlaubern eben gewöhnt.
Die lohnenswerteste Zeit kann man in den Gartenanlagen, am neueren Pool oder am Strand verbringen. Gerade der Strand ist sehr einladend.
Wertung 3/5
Die Sauberkeit der Hotelanlage muss recht differenziert betrachtet werden. Alle Bereiche, in denen sich recht viele Urlauber gleichzeitig aufhielten wie der Speisesaal und die Lobby waren sehr gepflegt.
Durch die Größe und die Weitläufigkeit der Hotelanlage wurden jedoch einige Gebiete vernachlässigt. So waren Sportanlagen, Gärten oder teilweise auch Zimmer dem Zerfall ausgesetzt. Ich kann diese Nachlässigkeit aufgrund der Größe verstehen. Auf der anderen Seite frage ich mich jedoch, warum ich nie irgendeinen Servicemitarbeiter habe etwas putzen, reparieren oder säubern sehen. Das kann natürlich Zufall sein, aber ich erwarte bei der Übergabe des Zimmers z.B., das alle Steckdosenleisten abgedichtet sind und alle Lichter funktionieren. Beides war in unserem Zimmer nämlich nicht der Fall und diese Gründlichkeit sollte bei einem Vier-Sterne-Hotel meiner Meinung nach selbstverständlich sein. Das Serviceteam war daher entweder chronisch unterbesetzt oder nahm die Sache nicht so ernst.Gerade zu ekelhaft fand ich die Reinigung der benutzen Gläser. Diese habe ich weiter oben schon erwähnt. Vor den Gästen das benutze Glas in eine schon verfärbte Laache Wasser zu tauchen und ein frisches Getränkt ein zugießen ist dreist. Ich warte an dieser Stelle sicher keine deutsche Gründlichkeit, aber eine erkennbare Ausbildung der Servicemitarbeiter.
Vorne hui und hinten pfui könnte man konstatieren. Einige Bereiche der Hotelanlage waren durchaus gepflegt, andere jedoch weniger. Offene Steckdosenleisten, ausgefallenes Licht, Reinigungspraktiken der Gläser – dies sind mit einfachen Mitteln vermeidbare Unzulänglichkeiten, die nun wirklich nicht sein müssen. Auch dies passt ins Gesamtbild des Zerfalls der Hotelanlage.
Ich muss an dieser Stelle ein echtes Lob an die Reiseorganisation niederschreiben, denn man fühlte sich wohl und es wurde sich gekümmert.
Wir haben die entsprechende Reiseleiterin aufgesucht, um uns nach Ausflugmöglichkeiten zu informieren. Diese konnten direkt bei der Reiseleiterin gebucht und bar bezahlt werden. Wir entschieden uns für die Reise in einen Tierpark. Ich weiß leider nicht mehr an welchem Ort dieser war, jedoch entsprach dieser Tierpark im Prinzip einem ganz normalen Zoo. Man konnte jedoch Kamel reiten und das wollten wir einfach einmal tun.
Wertung 3/5
Bild1
Bild2
Die Sportanlagen, in diesem Fall die Tennisplätze. Zwar gab es reichlich Möglichkeiten zum Sporttreiben, jedoch befinden sich die Sportanlagen in einem Zustand des Zerfalls.Bild3
Der Speisebereich, genauer: Die Außenterrasse vorm Eingang zum überdachten Speisesaal. Leider war das Essen anders andere als toll. Es war fad und nicht gewürzt. Die Desserts waren jedoch hervorragend.Bild4
Der Bereich zwischen Außenterrasse und Hotelanlageneingang. Hier kam ich zur Ruhe wie man sehen kann. Der Stil der Anlage ist auch ganz gut erkennbar.Bild5
Stichwort Pflege. Das Bild spricht für sich.Bild6
Der Hauptraum des gebuchten Appartements. Am Spiegel links und dem TV-Tisch kann man das Alter der Möbel erahnen.Bild7
Der Stil der Hotelanlage. Hier erkennt man das einst hohe Potential des Clubs. Man sollte sich davon jedoch nicht blenden lassen.Bild8
Die verschachtelten Gänge zu den Gemächern. Eigentlich schön, aber man kann das betagte Alter erkennen.Bild9
Die Poolanlage vom Kinderpool aus. Dort war es einfach ein wenig ruhiger als am Hauptpool. Ein Bild der neuen Poolanlage habe ich leider gar nicht geschossen.Bild10
Über einen tollen Strandspaziergang erreicht man nach etwa 20 Minuten die Stadt Sousse. Als erstes begegnet man dem nette Hafen, der hier abgebildet ist.
Seabel Alhambra Beach Golf & Spa, El Kantaoui
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pinkbubbles 18.06.2011 20:00
RIESENFUSS 12.06.2011 14:41
wird in nächster Zeit icht auf meinen Reiseplänen stehen, aber der Beicht ist super.
Cabriokatha 26.04.2011 10:54
Cybersyssy 24.04.2011 21:10
SPitze
gartenkindchen 24.04.2011 12:52
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