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Erfahrungsbericht

für Schokoladen-Festival, Tübingen
5 Sterne Schokoladenstadt-Tübingen Bericht mit Bildern
154 von 154 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Genussmenschen kommen voll auf ihre kosten

Kontra Nur 6 Tage im Jahr

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Der Autor

XXLALF58 Seit 26 Jun 2007

Der Sinn des Lebens besteht in dem Unsinn des Lebens, und der Unsinn des Lebens besteht darin... mehr

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Bevor sich der süße, verführerische Schokoduft meiner Nase vollends entzieht, möchte ich schnell noch von unserem Ausflug vom Samstag dem 4. Dez. 2010 berichten, als wir auf dem 5. Internationalen Tübinger Schoko-Festival „chocoIART“ waren. Nun, wie sind wir darauf aufmerksam geworden? Unser Jüngster, der vor ca. 3 Jahren in einer kleinen WG in Tübingen gewohnt hat, machte mir seinerzeit mit einer wirklich auserlesenen sehr feinen Schokolade ein Geschenk, weil ich dafür sorgte, dass er mit frisch gewaschener Wäsche wieder von dannen ziehen konnte. Ist ja klar, dass Mama nachfragte, wo er denn solch eine ausgesprochen feine Schokolade gekauft hat, deren Markenname ich noch nirgends bei uns in einem Laden gesehen habe. Und als er dann sagte, dass er mit seinen Freunden in den letzten 6 Tagen täglich das Schoko-Festival besuchte, kam er direkt ins Schwärmen, sodass er sagte, dass ich dieses Tübinger Spektakel, das sich immer in der ersten Dezemberwoche rund um den Holzmarkt und dem Marktplatz abspielt, auch mal miterlebt haben muss. Und da uns letztes Jahr etwas dazwischen gekommen ist, setzten wir uns nun dieses Jahr in Stuttgart in den Zug, und fuhren direkt Tübingen an, wobei ein Bericht über die Bahnfahrt, bzw. Bahnstrecke, separat folgen wird.

Nun also sind wir in Tübingen gelandet, wobei ich ganz kurz noch erwähnen möchte, wo Tübingen überhaupt liegt. Tübingen liegt am Neckar, was so viel schon Mal heißt, dass diese Universitätsstadt, mit den doch recht vielen Krankenhäusern, sich in Baden-Württemberg befindet. Und da sich unser Jüngster in Tübingen auskennt, wie in seiner eigenen Westentasche, zeigte er uns den Weg, wie wir zunächst überhaupt zum Holzmarkt gelangen, unserem Ausgangspunkt, dieses Rundgangs.

Vom Tübinger Bahnhof ging es zunächst ein kleines Stück durch einen Park, bis wir dann zur Uhlandstraße kamen, der wir rechts folgten in Richtung Eberhardbrücke, diese dann überquerten, und dann links in die Neckargasse einbogen, wobei dort schon Schilder auf dieses Tübinger Spektakel, dem Schoko-Festival aufmerksam machten. Und jetzt hieß es Obacht geben, zumal sich das Kopfsteinpflaster stellenweise als sehr rutschig erwies, denn auch in Tübingen hatte es in den letzten Tagen geschneit. Aber im Großen und Ganzen waren die Wege und Gassen soweit gut passierbar. Wer Tübingen kennt, weiß, dass die historische Altstadt um die Stiftskirche und dem Rathaus usw. ein recht hügeliges Gelände ist, sozusagen ein ständiges Bergauf und Bergab. Nur das mal vorneweg.

Also nun wollen wir diesem Schoko-Pfad folgen, der von den Ständen her teilweise einem Weihnachtsmarkt gleicht, sprich Holzbuden wie auch Marktzelten. Gleich am Eck Holzmarkt Neue Straße trifft man auf einen überdachten Infostand (chocoINFO), wo Wegweiser, Infomaterial und typische Tübinger Souvenirs wie Puzzle, Tassen usw. sowie auch Fachkundige Kräfte, für weitere Fragen gerne Auskunft geben.

Ja, und jetzt säumen links und rechts des Holzmarkts, kleinere wie größere Zelte und Buden den Weg, die im überwiegenden Teil einen recht verführerischen Schokoduft verströmen. Jedoch auch Glühweingeruch, sowie der Duft frischer Crépes, die natürlich mit süßer sowie bitter Schokolade zu haben sind. Und wer es etwas deftiger mag, der kann seinen Hunger auch mit Bratwurst, Thüringer usw. stillen, wobei es als Nachtisch auch eine einzelne Praline sein kann, die man sich aus der riesigen Auswahl selbst auswählen kann. Und für wen eine einzelne Praline, so für zwischendurch schon zu viel ist, oder wer´s lieber ganz umsonst haben will, der sucht Buden oder Zelte auf, bei welchen kleine Tellerchen aufgestellt sind, die mit kleinen, leckeren und verführerischen Kostproben aufwarten.

Solche kleine Versucherchen gibt es natürlich auch gratis, wenn man es mal auf eine ganz besondere Schokolade abgesehen hat, bei welcher man sich wohl die Zutaten auf der Zunge vorstellen kann, jedoch etwas skeptisch reagiert, was solche Zutaten in einer Schokolade zu suchen haben. Und wenn es sich dazu noch um frisch geschöpfte Schokoladen handelt, wie z.B. von „momami“ die z.B. mit Zitrone und Ingwer, oder mit Rotwein, durchzogen sind, die musste ich einfach probieren. Da führte kein Weg dran vorbei. Solch eine Schokolade hat wohl seinen Preis, ist jedoch wahrlich dafür ein Gedicht. Ist ja klar, dass uns an diesen auserlesenen Stand, bei welchen dementsprechend recht viel Publikumsverkehr herrschte, unser Jüngster geführt hat, zumal die Stückchen die zum Kosten bereitgelegt waren, nicht gerade klein waren. Da konnte man echt kosten und probieren, was das Zeug hält.

Auch was Schokoliköre anbelangt gab es dort sehr auserlesene Sorten, wie z.B. mit Chili, oder Ingwer usw. Und auch da musste ich mein Zünglein spitzen, und gleich ein, zwei winzige Gläschen probieren, wobei meines Erachtens der Schokolikör mit Chili am besten geschmeckt hat, weil dieser durch die gewisse Schärfe einem wieder richtig „eingeheizt“ hat. Na ja, schließlich zeigte das Thermometer an diesem besagten Tag gerademal -2° an. Und da Frau nicht gerade mit warmen Wanderstiefeln unterwegs war, sondern ihre schicken Stiefelchen ausgeführt hat, spürte ich recht bald, wie kalt sich so ein Boden bei minusgraden anfühlt, zumal man ja nicht im schnelldurchlauf den Schokopfad durchsauste, sondern mehr die Zeit im Stehen verbracht hat.

Ja, und wenn ich schon Mal das Stehenbleiben erwähne, so möchte ich doch auch gleich erzählen, an was für Ständen ich mich aufgehalten hab. Nicht allein zum Naschen, kosten und probieren, sondern den Konditoren und Chocolatier´s über die Schulter zu schauen. So konnte man im „chocolateROOM“ mit seinen Augen genau mitverfolgen, wie erlesene Pralinen und Trüffel hergestellt und verziert werden, wobei diese dann sofort zum Verkauf angeboten wurden. Und bei so viel unwiderstehlichen, verführerischen, schokoladenen Leckereien, musste ich noch eine Spezialität probieren, von welcher unser Jüngster schon alle Sorten gekostet hat. Nämlich „Schneebälle“ die etwa die Größe eines Semmelknödels haben, und entweder mit Eierlikör, Amaretto usw. gefüllt sind. Na ja, am liebsten hätte ich an Ort und Stelle solch einen Schneeball vertilgt, jedoch hatte ich etwas Angst, dass ich mit dieser diversen Füllung meine schöne Jacke verkleckere, zumal ich darin ein wahrlicher Meister bin. Okay, wenn´s so gewesen wäre, dann wären wir halt nochmals über den Holzmarkt gelaufen und hätten uns mit einer oder gleich einer ganzen Schachtel „Anti-Stress-Pralinen“ eingedeckt. Denn man weiß ja bekanntlich nie, wenn eine solche Situation auftaucht, bei welchem einem wahrlich die Haare zu Berge stehen.

Na ja, sehr, sehr viel gab es schon zu sehen wobei ein ganz zarter, unverkennbarer, verführerischer Schokoduft sich durch die Gassen der historischen Altstadt zog, was meiner Meinung nach schon als ein einmaliges Genusserlebnis anzusehen ist. Dass Schokolade, in welcher Form auch immer, sei es allein der Duft oder als Leckerei, einen irgendwie gelassener, ausgeglichener werden lässt, konnte man am Verkaufspersonal an Ständen und Buden eindeutig erkennen. Stress ließ sich das Verkaufspersonal nicht anmerken, auch wenn sich Kunden unschlüssig waren, was für eine Schokolade sie kaufen sollen. Das alles nahmen sie mit Humor, wobei sie eine weitere Sorte Schokolade auspackten und zum Probieren anboten. Ganz toll kam man mit dem Verkaufspersonal auch ins Gespräch, wobei die meisten davon, sowie ich froh waren, dass kein nerviges Gesäusel von Weihnachtsliedern über dem Schoko-Festival zu hören war.

Klar, dass noch ein sehr großes Programm das Schoko-Festival umrahmte, das von diversen Schokomassagen, die die Firma Ritter-Sport mit Rosenöl eigens kreierte, bis zum Schoko-Kinder-Programm reichte. Für Alt und Jung wurde dort etwas geboten, wie z.B. diverse Ausstellungen, Theatervorstellungen, Pralinenkurse, Kakaomalerei, sogar Schokoladenkonzerte und Schoko-Kochkurse, wobei man am Sa. und So. Helen Fielding lauschen konnte, die „Schokolade zum Frühstück“ vorlas.

Okay, alle Schokostände möchte ich nicht aufführen, wobei ich noch erwähnen möchte, dass recht viele Stände „fair gehandelte Schokolade“, sprich Schokolade aus der 3. Welt anboten haben. Ich persönlich fühlte mich mehr zu der Schokolade hingezogen, dessen Name mir völlig unbekannt war. Ritter-Sport, Zotter oder Gubor kenn ich aus Supermärkten und Feinkostläden, sodass ich mich nicht unbedingt in die Reihe der neugierig wartenden anschließen musste. Über 3 Stunden sind wir immer der Nase nach, dem wunderbaren feinen Schokoduft gefolgt, der sich entlang des Schokopfades, der über den Holzmarkt, die Kirchgasse, Marktplatz, Marktgasse, Hafengasse und der Neuen Straße zog, sozusagen durch die historische Altstadt Tübingens. Gigantisch solch ein Duft, den ich erst, als wir wieder im Zug nach Hause saßen zum ersten Mal vermisste

Ein einmaliges Erlebnis, das ich ganz bestimmt nächstes Jahr wiederholen werde. Schon aus dem Grund, weil ich eine sehr exklusive Schokolade ausfindig gemacht habe, die wohl etwas teuer ist, aber seinen Preis wert ist, zumal man sich ja sonst nichts gönnt.

Fazit: Dieses Schoko-Festival kann man fast ohne Nebenwirkungen genießen.

Bilder

für Schokoladen-Festival, Tübingen
100_0984 - Schokoladen-Festival, Tübingen
Schokoladen-Festival, Tübingen, Marktplatz mit Rathaus
von XXLALF58 XXLALF58
100_0984 - Schokoladen-Festival, Tübingen

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  • belli4charlotte 29.02.2012 19:08
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • miss_chocolate 05.12.2011 18:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    definitiv meine Welt =)

  • schotterkoenig 15.09.2011 14:36
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • MarenF 28.07.2011 10:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Wildaz_Wip 25.04.2011 09:46
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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