Auch heute möchte ich mit Euch in Urlaubserinnerungen schwelgen und Euch den Schneekopf in Thüringen vorstellen.
Was ist der Schneekopf?
Der Schneekopf ist der zweihöchste Berg Thüringens. Nicht ganz 1000m misst der Schneekopf, der zur Gemeinde Gehlberg gehört. Ganz genau 978m hoch ist er.
Anreise:
Durch schöne bewaldete Straßen nähert man sich dem Schneekopf in Thüringen. Es geht mit einer stetigen Steigung bergauf, bis man ein Schild gesehen hat, das den Schneekopf ausweist. Dann findet man auch schon einen Parkplatz vor.
Parken:
Das Parken am Schneekopf ist kostenpflichtig. Der Parkplatz wird von einem Parkwächter bewacht, zumindest nun in der Hauptsaison, in der wir dort Urlaub gemacht haben.
3 Euro kostete das Parken dort und 50 Cent konnte man sich gut schreiben lassen, sollte man zum Klettern dort an den Aussichtsturm gehen oder "nur" die Aussichtsplattform ohne das Klettern von außen besuchen.
Der Aufstieg:
Der Aufstieg zum Schneekopf ist mäßig. Ein wenig Steigung merkt man beim Gehen schon, aber es ist lange nicht so steil wie beim Erklimmen des Weges zur Wartburg in Eisenach.
Der Fußmarsch bis zum Aussichtsturm ist in etwa 1,2km lang. Man kommt dabei gut voran.
In einigen Minuten hat man den höchsten Punkt des Berges erreicht.
Meine Kinder hatten viel Freude am Aufstieg. Der breite Weg nach oben lud zum Rennen und Toben ein und das konnten die Kinder dort auch wirklich gut. Ein wenig musste man nur auf Radfahrer achten, die mit ihren Mountainbikes in dieser schönen Gegend unterwegs waren.
Das Ziel ist erreicht:
Oben angekommen, hat man die Möglichkeit in einer rustikalen Berghütte einzukehren und sich mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnen zu lassen.
Doch die Hauptattraktion auf dem Schneeberg ist der Schneebergturm. Dort kann man sich ans Klettern wagen oder aber von der Aussichtsplattform den wunderschönen Blick vom Schneekopf genießen. Erklimmt man die Aussichtsplattform befindet man sich übrigens auf über 1000m Höhe. Ganz genau 1001m hoch.
Historisches:
Es hat auf dem Schneekopf auch in früheren Tagen schon einen Aussichtsturm gegeben. Der erste wurde schon 1824 gebaut und war aus Holz.
1852 wurde ein steinerner Aussichtsturm ausrichtet, der dann auch die Höhe von 1000m schaffte.
Im kalten Krieg wird der Berg zum Sperrgebiet. Russische Radare wurden dort seinerzeit aufgestellt. Doch der Berg hatte schon zu früheren Zeiten militärische Bedeutung, denn auch die deutsche Wehrmacht hatte ihre Anlagen dort, die dann von den Amerikanern zerstört wurden.
Der steinerne Aussichtsturm aus dem Jahre 1852 wurde von den Russen gesprengt.
Erst 1990 wurden Teile des Berges der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. 1994 wurde der Berg wieder neu angelegt und der Natur zurückgegeben.
Jahre später begann der Bau des neuen Aussichtsturms und der neuen Gehlberger Hütte.
Seit 2008 ist der Schneekopfturm nun geöffnet und das Gasthaus ein Jahr später.
Weiteres:
Vom Schneekopf gehen wunderschöne Wanderwege ab. Viele Strecken kann man auch prima mit dem Mountainbike fahren.
Meine Söhne haben vom Hotel aus eine wunderschöne Mountainbiketour vom Ringberg zum Schneekopf gemacht und waren total begeistert davon. Das Fahren mit dem Mountainbike in dieser Region ist schon eine Herausforderung, auf jeden Fall für uns "Bewohner des Flachlandes" von der Nordseeküste.
Aber auch so habe ich viele Radfahrer bei diesem Berg gesehen, so daß ich denke, dass er für viele auch wirklich passionierte Mountainbiker ein tolles Ziel ist.
Fazit:
Ich war begeistert von der Schönheit der Natur am Schneekopf. Der Ausblick ist einmalig und das Ausflugsziel ist etwas für die ganze Familie. Man kann es ruhig angehen lassen und den Schneekopf hinauf spazieren wie mein Mann, meine Töchter und ich es getan haben oder eben sportlich mit dem Mountainbike wie meine Söhne.
So bietet der Schneekopf in Thüringen eine ganze Menge und verzaubert durch die Schönheit der Natur.