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PILLNITZ: Exotisches und Lustiges Lustschloss
Pro herrliche Schloss- und Parkanlage an der Elbe, Lustschloss des sinnenlustigen Starken AUgusts und seine Cosel-Gräfin
Kontra wenig, nur etwas gehobene Preise, für Autofahrer wenig Herz da wenig Parkplätze,
Östlich Dresdens liegt, an der Elbe, der Vorort Pillnitz.
Seine wunderschöne Umgebung, die großartigen Bauten, die reichen Museen machen Pillnitz zu einem der beliebtesten Naherholungsziele für die Dresdener wie auch auswärtige Besucher.
Da gibt es nicht ein Schloss, wie ich früher dachte, das Lustschloss Pillnitz, das mit August und seiner Gräfin Cosel, weit gefehlt, hier gibt es doch glatt gleich drei verschiedene solcherlei ältere Gemäuer, zwei Barockbauten und eines im klassizistischen Stil, das ist doch für ein kleines Dörfchen schon recht viel!
Pillnitz war, wie bekannt, über lange Jahre die ortsnahe stolze Sommerresidenz des Starken August. Überhaupt war es erst er, der diese Anlagen für seine geliebte Mätresse ausbaute, erweiterte und sie dieser schenkte. Nachdem diese in Ungnade fiel flog sie zwar raus, aber es blieb dabei, es war Augusts Lustschloss, und damit basta, wenn eben keine Lust mehr mit der alten, dann eben weitere Lust mit neuen Damen und Dämchen. Zu dem ursprünglichen ersten, kleinen Schloss gesellte sich das Wasserpalais, wie der Name vermuten lässt am Ufer gelegen, und später als drittes das Bergpalais, beide dazugebaut durch den Pöppelmann, der auch den Dresdner Zwinger so herrlich gestaltete. Aus dem ursprüngliche Schloss wurde so das Neue Palais.Um mit dem Wasserpalais zu beginnen, diese wirklich orientalisch beeinflusst, eine weit geschwungene Treppe führt von der vor gelagerten Bootsanlegestelle hinauf zum Wasserpalais, hier finden wir eine katholische Kapelle (im damals protestantischen Sachsen), und einen berühmten Bankettsaal mit recht kostbaren Fresken, Ort der Handlung für manche durchtanzte und durchzechte königlich-sächsische Nacht des Machmenschen August, hier kann man ihn fühlen, nachvollziehen, wie prunkvoll das alles gewesen sein mag.
Gebettet sind diese herrlichen Schlossanlagen zusätzlich in eine mächtige barocke Gartenanlage, in gepflegten, geometrisch exakten Formen, mit einem Teich und einem Englischen Garten mit einer kleinen künstlichen Insel in seiner Mitte, und umstanden von vielen riesigen alten Bäumen, - ziemlich ungestörte Natur pur, ein echt tolles, lungen-freundliches Gefühl hier zu stehen oder zu gehen, die reine, frische Luft einzuatmen, das gefällt nicht nur sächsischen Königen. Da fühlt sich auch Europas ältester Kamelienbaume, über stolze 200 Jahre alt, über stattliche 8 m hoch, wohl, und mit ihm manch andere, exotische Pflanze, die sich gern hier von den vielen Besuchern bewundern lässt.Insofern sind der Chinesische und der Englische Pavillon für mich immer stellvertretend für die Länder um deren Gesträuch es geht, die Schutzpatrone ihrer mitgebrachten, heimischen Natur, - vom penibel gepflegten englischen Rasen mit seinen typischen gediegenen Eigenwilligkeiten bis zu den ostasiatisch exotischen Blumen, Pflanzen und Sträuchern, hier haben wir einen der schönsten Gärten vor uns, wenn dann noch die Wasser-Fontaine hoch sprudelt und Kühlung fächelt, fehlt kaum etwas zum – wenigstens kurzzeitigen – Glücklich sein, und vorübergehenden Vergessen allen Kummers und aller Sorgen, - heut ist heut, Sorgen, kommt doch bitte besser erst morgen.
Zwar verlor das Schloss durch einen Brand fast seine ganze Ausstattung, jedoch wurde sehr fleissig wieder vieles zusammengetragen, und noch dazu als ein Kunstgewerbemuseum fungiert, wo man die hervorragendsten Arbeiten auf dem Gebiet der Keramik, der Metallbearbeitung, des Glasbläserei, der Textilherstellung und der Schmuckgestaltung, sowie eben viele herrliche stilechte Möbel bewundern darf, sollte sich ein Besuch hier immer lohnen, -So macht das Schloss, das vor der Wende, wie viele Baulichkeiten im Osten eher verwahrlost und heruntergekommen aussah, eine recht stattlichen, wohl gepflegten und betreuten Eindruck. Übrigens einen so beliebt TV- und PR- tauglichen, dass sich die regionale Radeberger Brauerei, wie Ihr alle wisst, kurzerhand entschloss alle ihre Werbesport hier, im Schloss und seinem Park zu drehen, mit dem Schloss quasi als werthaltigem Hintergrund und Hauptkulisse. Wie ich hörte sollen die Umsätze der Brauerei seitdem enorm gestiegen sein, - vielleicht auch durch unser schönes Schloss?!
Jedenfalls bringen diese und ähnliche Aktionen dem Hause weitere steigende Bekanntheit und Beliebtheit ganz Deutschland und Weltweit ein.Was an gastronomischer Service geboten wird, so in der kleine Cafeteria des Schlosses, ist ganz in Ordnung, der Service ist gut, das angebotene o.k., einzig störend nur, dass, wie so oft, hier alles mal wieder eben vielleicht locker 50% mehr kostet, als anderswo.
Da dies jedoch allenfalls wiederkehrende Örtliche, nicht aber auswärtige touristische Besucher abschreckt, sollte Ihr den etwas exklusiveren Preis gern in Kauf nehmen, das ganze Ambiente lohnt sich wirklich, und übrigens kostet die normale Schlossbesichtigung auch nichts, so dass sich das ausgleicht.Also, das Fazit. Besucher kommst Du nach Dresden, vergesse es noch Gräfin Cosels Residenz in Pillnitz zu besuchen, es könnte sich lohnen und würde Dir sicherlich dort ausgezeichnet gefallen.
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Quasseltante 23.10.2008 13:09
IvanGrosnij 10.09.2003 20:02
das is aber die semperoper in der radeberger werbung, oder gabs da irgendwann mal einen mit pillnitz, ich weiß es nicht genau, guter bericht, allerdings war pillnitz lustschloss Augusts des Starken und Sommerresidenz seines Sohnes Augusts des III. aber das nur nebenbei ;)
s.maki 03.03.2003 23:01
zwar einfälltig doch was anderes bleibt mir nicht zu sagen: s.h. Bericht Danke. MfG s.maki
encarna 13.07.2002 19:58
kleksel 09.07.2002 14:35
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