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Wander- und Badeurlaub in Schleswig-Holstein
Pro ruhige Landschaft, viel Sonne (wenn sie scheint), nette Leute
Kontra teilweise zu teuer für die Gegend
WANDER und BADEURLAUB IN SCHLESWIG-HOLSTEIN
Was macht eine Landratte an der Ostsee, wenn die Sonne prall am Himmel lacht? Baden, faulenzen, am Strand liegen. Die erste Augustwoche 99 gab es her und irgendwie braucht man das ja auch mal.
Unser Sommerurlaubsziel war in diesem Sommer die Halbinsel Wagrien. Kennt Ihr nicht? - Das ist das Stück Festland in Schleswig-Holstein zwischen der Kieler und der Lübecker Bucht. Ein Teil davon ist auch die Holsteinische Schweiz. Neben solchen bekannteren Badeorten, wie Heiligenhafen, Weißenhäuser Strand oder Laboe gibt es auch unbekanntere Orte. Unser Heimatsdomiziel war Hohenfelde mit seinem Strand. Merke auf! Keine Kurtaxe, keine Parkgebühren. Dafür Naturstrand, aber auch sandige Abschnitte. Uns hat es hier sehr gefallen! Gewohnt haben wir zu fünft in Köhn, ca. 5km landeinwärts Richtung Selenter See in einer wunderbaren Ferienwohnung (Preis 65,- DM am Tag!!). Quartiere bei: Fremdenverkehrszweckverband Raum Selenter See, Kieler Str. 18, 24238 Selent - Telefon: (04384) 670.
HESSENSTEIN
Vom erwähnten SEEKRUG wandern wir auf der Straße Richtung Fresendorf. Hier folgt eine Betonspur zum Strezer Berg (130m), Funkturm. Vorbei an den Langgräbern zum Hessenstein in ca. einer Stunde. Der Hessenstein mit seinem Turm (1DM Eintritt - Automat, nimmt nur Markstücken!), herrliche Aussicht zum Bungsberg (einziger Skilift in Norddeutschland im Winter!), nach Lütjenburg, über die Ostsee (Hohwacht). Rückweg variabel durch den Wald.
Ausgangspunkt ist das Städtchen Bad Malente, ein Kurort in der Holsteinischen Schweiz. Los gehts in Malente-Gremsmühlen, wo wir unser Auto an der Straße Richtung Eutin aufs Parkdeck stellten. Gleich hinter dem Parkplatz in Richtung Eutin geht es halbrechts in den Wald. Da es nachts stark geregnet hatte, wirkt die Luft wie gereinigt. Leicht neblig ist es, als wir in den Wald eintauchen. Kaum ein Mensch begegnet uns, nur ein früher Spaziergänger mit einem Hund, obwohl es bereits auf 10Uhr zugeht. Aber es ist Sonntag und Sonntags drehen die Zeiger anders. Schön ist es, hier durch den Forst zu wandern, zumal, wenn man eine Woche faul an der See zubrachte. Nach einer knappen Stunde Weg erreichen wir das Forsthaus Dodau und gleich in der Nähe, fünf Minuten Fußweg, steht die 500 Jahre alte Bräutigamseiche. Für all diejenigen, die noch einen Partner suchen oder für Verliebte dient sie als Briefkasten. Die Post bringt täglich Briefe hin (Adresse: Bräutigamseiche, Dodauer Forst, Eutin).
Zurück laufen wir über Rachut zum Diecksee. Über die Standpromenade von Gremsmühlen gelangen wir zurück zum Parkplatz. Länge der Wanderung: vielleicht 12km.
Diesmal stellten wir unser Auto in Plön in der Nähe der Ölmühle ab. Hier befinden sich zwei ausgeschilderte Parkplätze. Zuerst folgen wir der Landstraße Richtung Eutin, bevor wir in Ruhleben nach links diese verlassen. Der Wanderweg führt uns bald an den Behler See, welchen wir zu Umrunden gedenken. Rechts wird der Wanderweg von einem Zaun begleitet (Armmeegelände), links liegt der See, also verlaufen nicht möglich. Bald erreichen wir den Adlerhorst, ein idylischer kleiner Zeltplatz am See auf einer kleinen Halbinsel gelegen. Doch bald beginnt die Härte des Wanderlebens - Asphaltstraße. Vor Niederkleveez biegen wir rechts ab. Links der Langensee, ein Ableger des Behler See, rechts der Diecksee, so erreichen wir bald Timmdorf. Ein hübsches kleines Dorf mit einer Räucherkate. Am ehemaligen Bahnhof ist ein Wirtshaus, nicht getestet. Denn unser Hunger trieb uns ins erste erreichte, den Landgasthof KASCH. Der Sinn stand mir nach einem richtig schönen hausgemachten Eintopf. In der Karte fand ich auch eine Holsteiner Kartoffelsuppe und da ja die sächsische Kartoffelsuppe eins meiner Lieblingerichte ist, dacht ich, probierst diese mal. Die Enttäuschung sitzt tief, immer noch! Für DM 6,80 kredenzte man mir ein Näpfchen mit ein bissl Suppe und ein paar µ Mettwurststreifchen. Der hohle Zahn wurde kaum ausgefüllt! Für ein halben Liter Pils verlangt der Wirt 6,80DM, ich glaub die Maß in München ist umgerechnet noch preiswerter! Woher das Preisniveau herkommt war uns unverständlich, der Pächter auf einem Alpengasthof ganz weit oben nimmt da weniger und gibt mehr!!! So, das mußte mal gesagt werden, hier kehren wir bestimmt nicht wieder ein. (Anmerkung: Die Kurverwaltung und der Wirt bekommen auch ein Exemplar dieser Ausgabe, mal sehen ob eine Reaktion erfolgt?!).
Zu fünft 80,-DM gelöhnt und trotzdem noch nicht satt ziehen wir weiter. Vielleicht hundert Meter hinter dem Bahndamm verlassen wir die Straße nach links. Wir wandern weiter bis zum Schmarksee. Hier zweigt links ein Pfad vorbei an einer Pferdekoppel eines Gestütes ab. Nach vielleicht einem Kilometer erreichen wir das Gut Behl, eine Käserei mit Verkauf. Hier müssen wir der Straße folgen, bis links ein Bahnübergang uns über die Gleise führt. Weiter geht es Richtung Seehof, wo die Heilsarmee mit viel Pomp und Geld ein Riesengästehaus saniert. Als wir das sahen, erinnerten wir uns der um Spenden bittenden Heilsarmeesoldaten für die Armen und Obdachlosen daheim. Woher kommt dann aber das Geld für einen solchen Bau??? Der Obdachlose übernachtet hier im Winter bestimmt nicht! Von uns gibts hier keinen Pfennig mehr für diese Organisation!
Bald erreichen wir den Ausgangspunkt unserer Wanderung, vorbei an einem kleinen Wildpark mit Vogelvolieren.
Insgesamt entschädigt für die Negativerlebnisse GASTHAUS KASCH und HEILSARMEEPRUNKBAU die schöne Landschaft, so dass die Wanderung durchaus zu empfehlen ist. Als Wanderkarte verwendeten wir HOLSTEINSCHE SCHWEIZ (Ausschnitt) im Maßstab 1:25000. Bei Fragen: mailto:Webmaster@Wanderweb.de
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