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Erfahrungsbericht

für Saqqara
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5 Sterne Die 1. Pyramide des Djoser Bericht mit Bildern
61 von 61 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Weniger Tourismus

Kontra Wüste, Hitze, Sand...

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

GrafenMark Seit 7 Mai 2001

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Der Nachmittag des 15.10., unser 2. Tag in Kairo, sollte uns mit einem fakultativen Ausflug nach Sakkara (man findet auch Saqqara) führen, im weiteren Verlauf auch nach Memphis. Zwischendurch kamen wir mitten in der Wüste zu einem alten Grab...

Also wieder ein ereignisreicher Tagesausklang.

Fakultativ bedeutet, daß dieses Programm nicht im Pauschalpreis enthalten war und man es zubuchen konnte. Ich weiß nicht mehr, was es für 2 Personen gekostet hat, mir schweben 36 € vor, aber ich kann es nicht beschwören.

So kam es, daß unsere Nilschiff-Bekannten nicht mitfuhren und wir alleine mit unserem Reiseführer fahren sollten, in einem normalen PKW, keinem Bus.


DIE FAHRT

Er holte uns am Nachmittag vom Hotel ab und wir fuhren mit einem Ägypter im PKW durch Gizeh und das Umland Kairos... ein Abenteuer!
Der Autoverkehr in Ägypten ist ein Erlebnis, schon in Bussen, aber im PKW ist es unvergleichlich, denn man ist viel niedriger. Man fährt ohne Rücksicht auf Verluste, aber mit Hupe und ohne Licht – auch im Dunkeln. Die Straßenverhältnisse sind unglaublich, Bodenschwellen zur Verkehrsberuhigung, aber auch ohne Plan: Einfach aus Beton (o. ä.) auf die Straße gekippt, ohne Form oder Höhenmaß. Viele PKW setzen auf. Wir würden aussteigen, nachsehen und die Stadt verklagen, der Ägypter fährt weiter.
Und jetzt waren wir in keinem Bus in sicherer Höhe, sondern auf Augenhöhe in einem PKW... Andere kamen gefährlich nah, sie bremsten auch nicht. Unser Reiseführer fuhr übrigens „gemäßigten Stil“, wie er sagte!

Man kam aber auch viel näher ans Volk, sah mehr, man sah ihnen direkt ins Auge, wenn man irgendwo anhalten mußte. Kinder winkten. Man sah uns wohl genauso an.
Man sah so auch noch mehr von dem ganzen Müll, der an den Kanälen des Nils lag. Und noch mehr: wenn Tiere sterben, schiebt man sie zu dem anderen Müll und läßt die Kadaver liegen. Und ich meine hier nicht Hühner oder Katzen, nein, da lagen Rinder- und auch Pferdekadaver, in verschiedenen Phasen der Verwesung...
Unglaublich, wie wenig Sinn für Hygiene in der heutigen Zeit existiert.

Die Gegend an sich war sehr nett und es war sehr interessant, das Land mal so zu sehen bzw. weitere Einblicke zu erhalten.


DAS 1. ZIEL

Sakkara ist eine Stadt ca. 20 km südlich von Kairo am linken Nilufer, in der Libyschen Wüste.
Man findet wenig über die Stadt. Einnahmen kommen aus dem Tourismus und dem Verkauf der Datteln. Hier sind große Palmenplantagen zu finden.

Wir kamen zum Eingangsbereich der Anlage. Davor ist ein großer Parkplatz, der leer war. Unser Reiseführer besorgte die Tickets. Es kostete 60 Ägyptische Pfund, ca. 7,50 €. Darin enthalten war neben der Stufenpyramide auch ein weiteres Grab, das Grab des Ti.

Vom Parkplatz hat man einen guten Blick über die Palmenplantagen, da er etwas höher liegt.
Dann ging es ein Stück weiter, an einer gesperrten Pyramide vorbei. Es ist eine Ruine, sie zerfällt. Wir fuhren in die Wüste, mit dem (normalen) PKW durch Sand, bis wir das Grab des Ti erreichten. Anschließend sollte es zur Stufenpyramide gehen, vorab ein wenig


GESCHICHTE

über die Gegend hier.

Ti war ein Diener unter 3 Königen in der 5. Dynastie (2494 – 2345 v. Chr.). Sein Grab ist unterteilt in verschiedene Kammern, in der letzten sind 3 Schlitze in der Wand, dahinter ist die Statue des Ti. Durch die Schlitze kann die Seele zurück in ihren Körper. Reliefs zeigen das Leben in Ägypten.

Die Stufenpyramide ist die erste Pyramide und wurde von Djoser erbaut. Er war König der 3. Dynastie, 2700 v. Chr. Sein Architekt war der Hohepriester Imhotep, vielen sicher ein Begriff. Er baute 6 Gräber (Mastabas) übereinander, jeweils kleiner werdend, sodaß eine Stufenpyramide entstand. Die erste ihrer Art. Vor der Pyramide ist ein Säulengang, hier hat Imhotep 40 Säulen verbaut, aber noch nicht freistehend, sondern mit der Mauer verbunden. Sie ist 62,5 m hoch, die neunthöchste Pyramide in Ägypten, und hat als einzige ein nichtquadratische Grundfläche: 121 x 109 m. Es wurde Kalkstein verbaut.
Ab 1821 wurde sie erforscht und bis heute werden Entdeckungen gemacht. Seit 1979 gehört die Stufenpyramide zum Weltkulturerbe.

Das soll genügen, hier sind noch weit mehr Gräber und Pyramidenruinen, die wir aber nicht besuchten und ich nicht aufzählen möchte.


UNSERE STUFENPYRAMIDE

Wir fuhren zuerst zum Grab des Ti. Bzw. kurz davor, die letzten 50 m etwa mußten wir zu Fuß gehen. Der Weg war recht beschwerlich, es ging durch die heiße Sonne durch den heißen Wüstensand...

Auch wenn es sich ein wenig kitschig liest, es war tatsächlich so. Wir trugen geschlossene Schuhe und hatten später überall Sand. Man spürte durch die Schuhe die Hitze. Es war zwar windig, der Wind war aber alles andere als erfrischend, im Gegenteil. Diese wenigen Meter genügten für einen kurzen Einblick in die Wüste.
Angekommen ging es ein paar Stufen hinunter zum eigentlichen Grab. Hier lag überall Sand, was also bedeutete, daß es zugeweht würde, wenn nicht jemand die Anlage beaufsichtigt. Wir durften nicht fotografieren. Der Beduine, der die Anlage beaufsichtigte, verkaufte nebenbei auch Souvenirs, belästigte uns aber nicht.
Wir gingen hinein und bekamen einen kurzen Vortrag.
Die Reliefs sind wie bereits erwähnt das normale ägyptische Leben, Landwirtschaft, Fischerei, Leben im Tempel usw. und sind noch immer gut erhalten. Farben sind zu erkennen. Alles ist recht klein, aber nett anzusehen.

Als wir zurück gingen, mußten wir wieder durch den Sand, diesmal bergauf, noch etwas mühsamer. Ich benötigte eine Toilette, durfte aber nicht einfach „hinter eine Düne“... es wäre mir gleich gewesen...

Wir fuhren zur Stufenpyramide, hier gab es dann Toiletten, die sogar recht sauber waren. Hier war auch niemand, der „Einöro“ sagte, Papier zuteilte usw. Es war aber auch nicht viel los, hier kommen scheinbar nicht so viele Touristen hin. Evtl., weil der Ausflug nicht in pauschalen Programmen enthalten ist.

Wir gingen nach einigen Informationen hinein und waren ziemlich überwältigt. Das war hier zwar nicht „die Pyramide“, aber mindestens wenn nicht mehr beeindruckend als die 3 in Gizeh. Man konnte außerdem in Ruhe gucken und fotografieren. Hier gab es auch Händler, natürlich, aber sie waren wesentlich zurückhaltender.

Richtig an die Pyramide konnte man nicht, sie wurde restauriert und mit Absperrband gesichert. Einige Beduinen laufen herum und passen auf. Einer wollte uns aber durch lassen, was wir ablehnten, da wir gelernt hatten, daß der eine etwas erlaubt und sein Kollege sich bezahlen lät. Auf solche Diskussionen hatten wir keine Lust. Dafür war es auch zu warm.

Die Gegend war sehr interessant. Für Gäste, die schlecht zu Fuß sind aber alles in allem schwierig. Wer gesundheitliche Probleme hat, sollte sich vor der Reise beraten lassen, ob es zu empfehlen ist. Hitze, unebene Böden usw sind nicht leicht.

Wir fuhren anschließend weiter nach Memphis, in die alte Hauptstadt Ägyptens. Darüber gibt es aber einen separaten Bericht.


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Bilder

für Saqqara
Grab des Ti
Der Eingang mitten im Sand
von GrafenMark GrafenMark
Grab des Ti

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Kommentare

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  • carnuntum 06.03.2012 14:50
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Ich will auch da sein!!! Unbedingt!

  • Tommy1959 23.02.2012 22:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • christianpirker 20.02.2012 17:21
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • duderally 19.02.2012 00:43
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Evilgirl 18.02.2012 15:16
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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