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Erfahrungsbericht

für San Francisco
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Empfehlenswert: Ja

Pro viele Sehenswürdigkeiten, schöne Stadt, gutes Verkehrsnetz, sicher

Kontra evtl. Jetlag durch die Zeitverschiebung

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

Feline81 Seit 7 Jan 2006

Bitte keine copy & paste Kommis a la "toller Bericht, lg". Persönliche Kommentare lese ich... mehr

153 Mitglieder vertrauen mir

Im September 2005 hatte ich das Vergnügen, eine Woche Urlaub in San Francisco verbringen zu können. Eine faszinierende, wunderschöne Stadt, und wer schon einmal dort war, wird mir höchstwahrscheinlich zustimmen :-)
Hier nun mein Erfahrungsbericht, für alle die noch nicht dort waren, oder die einfach ein paar Erinnerungen auffrischen wollen:

**************< Die Anreise: >**************
San Francisco erreicht man von Europa aus mit dem Flugzeug. SFO ist der große internationale Flughafen San Franciscos, zudem gibt es aber noch einige kleinere Airports in der Umgebung.
Von SFO aus kommt man mit dem sog. "BART-Train" bequem in die Stadt, die Fahrt dauert etwa 25 Minuten und kostet (einfache Strecke) pro Person 4,95 $.
Angeflogen wird SFO von annähernd allen großen Airlines, z.B. von United Airlines, Lufthansa, Delta Airlines, American Airlines, British Airways, preislich geht es bei etwa 500 € los. Wir haben für den Hin- und Rückflug (jeweils über Cincinatti) knapp 600 € bezahlt. Direktflüge werden deutlich weniger angeboten, und kosten ab 950 €.
Der Flug dauert insgesamt etwa 13-14 Stunden reine Flugzeit. Fürs Umsteigen, Passkontrolle und Einreiseprozedere (Fingerabdrücke, Fotos, etc) muss man noch mal einige Zeit einplanen.
Wir sind wie gesagt in Cincinnatti umgestiegen, wo die Einreise im Gegensatz zu Washington eher schnell abgewickelt wird, und man für die Abfertigung der Passagiere nicht so endlos lange braucht wie z.B. in Washington (siehe mein NY Reisebericht).

Für die Einreise benötigt man einen gültigen Reisepass, der maschinenlesbar sein muss. (Die bordeauxroten EU-Reisepässen erfüllen dieses Kriterium) Ohne Visum darf man sich bis zu 90 Tagen in den USA aufhalten.
Im Flugzeug bekommt man bereits alle Formulare von den Flugbegleitern ausgehändigt, die man bei der Einreise benötigt. Die muss man dann am Einreiseschalter bereithalten, ebenso wie den Reisepass und muss zudem eine "Erstadresse", beispielsweise vom Hotel, angegeben.
Dann werden noch die Fingerabdrücke genommen und ein digitales Foto gemacht, und wir durften die Einreisestelle ohne Beanstandung passieren :-)

**************< Hotel: >**************
Hotels findet man in San Francisco in allen Preisklassen. Von eher unbekannten "Absteigen" für 30 $ bis hin zum Hilton oder Crowne Plaza für 200 € aufwärts ist alles dabei.
Wir waren 3 Nächte im Union Square Plaza Hotel sowie 3 Nächte im Adante Hotel. Beide sind in der Nähe des Union Square und damit sehr zentral gelegen, und in der unteren bis mittleren Preisklasse anzusiedeln, doch dazu etwas später mehr.

1. Jugendherberge 312 Mason Street (oder: in memoriam Alcatraz)
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Die "Aufteilung" unsere Nächte war eigentlich nicht geplant; wir hatten in New York sehr gute Erfahrungen mit der Jugendherberge, die auch 2er Apartmentzimmer anbot, gemacht, und uns deshalb auch in San Francisco ein Zimmer in der Jugendherberge, 312 Mason Street, reserviert.
Die Lobby machte auch einen ähnlichen Eindruck, jedoch traf uns beim Betreten des Zimmers (Double Apartment for 2) fast der Schlag… Ein Metallstockbett, mit Gitterstäben als Lattenrost, fleckiger, gewellter Teppich (den ich mich weigerte mit bloßen Füßen zu betreten), rostige Schwimmbadspinde als Kleiderschrank (ungelogen!), einige andere "Überraschungen" und ein schmuddeliger Allgemeinzustand rief nach 20 Stunden Anreise fast einen Nervenzusammenbruch hervor. Die Möglichkeit das Zimmer zu wechseln bestand auch nicht, wie eine Anfrage bei der Rezeption ergab (wo sich das Personal nicht durch Freundlichkeit auszeichnete), und so verbrachten wir eine Nacht dort, um uns am nächsten Morgen ein anderes Hotel zu suchen. Gekostet hat dieser Spaß für eine Nacht 85 $ - ein unverschämter Preis für dieses Zimmer.

2. "Union Square Plaza Hotel", 432 Geary St, San Francisco CA 94102
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Am nächsten Morgen trafen wir beim Bäcker zufällig 2 andere deutsche Reisende, die uns ihr Hotel empfahlen, dass nur 1 Straße weiter und ebenfalls sehr günstig war, das "Union Square Plaza Hotel", ein 2-Sterne-Hotel. Dieses kostet etwa 55 € pro Nacht im Doppelzimmer (ohne Frühstück), und wir konnten problemlos für die nächsten 3 Tage dort einchecken. Das Zimmer war ok, soweit sauber, aber nichts Besonderes. Vorhanden war eine Badewanne (mit Dusche), Doppelbett, Kleiderschrank, Sideboard mit Fernseher (Kabel, war nur leider so verrauscht, dass man kein Programm empfangen konnte) und ein Haartrockner. Für den Preis war es absolut in Ordnung, gestört hat uns nur eine Art "Schutzauflage" unter dem Bettlaken, die aus Plastik zu sein schien, und ständig kinsternde Geräusche gemacht hat, wenn man sich aufs Bett gesetzt oder gelegt hat.
Es gab einen Zimmerservice, der täglich grob gereinigt hat, das Bett gemacht und bei Bedarf die Hantücher ausgetauscht hat. Die Zimmer sind leider etwas dunkel und nicht sehr gemütlich, und da wir das Zimmer ohnehin nur 3 Tage reservieren konnten, haben wir uns danach nach einem anderen Hotel umgesehen. Der Service an der Rezeption war sehr freundlich, es lagen haufenweise Flyer zu Sehenswürdigkeiten, Cafés und Veranstaltungen aus und gab außerdem kostenlos kleine Stadtpläne zum mitnehmen.

3. "Adante Hotel", 610 Geary St, San Francisco CA 94102
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Unser Favorit war das 3. Hotel, das wir kennen lernen durften, das "Adante" Hotel, ebenfalls ein 2 Sterne Hotel. Es lag in der gleichen Straße, wie das Union Square Plaza Hotel, nur 2 Blocks weiter oben.
Hier machte schon die Lobby, die im Union Square Plaza relativ eng war, einen ganz anderen Eindruck. Wir wurden ebenfalls freundlich begrüßt und konnten kurze Zeit später unser Zimmer beziehen. Es ist klein, aber sehr gemütlich eingerichtet. Zur Verfügung standen 2 Queen Beds, also 140er oder 160er Doppelbetten, die sehr bequem waren. Das Badezimmer ist ebenfalls nicht besonders groß, aber wie auch das Zimmer sehr sauber und gepflegt.
Die Ausstattung ist auch ansonsten etwas besser, ein (funktionierender ;-) ) Fernseher mit Kabelanschluss, Radiowecker, Kaffe-/Teekocher, Fön, Bügelbrett + Eisen, um nur einige der Dinge zu nennen.
Die Übernachtung hier kostete etwa 70 €, im Preis inbegriffen war das sog. "continental breakfast", das Toast mit Butter & Marmelade, Kaffe & Tee, Orangensaft sowie Muffins umfasst, soviel man mag. Auch hier konnte man sich wieder Flyer und Stadtpläne mitnehmen, direkt nebenan (und durch die Hotellobby zu erreichen) war noch ein Café mit einigen Internet-PCs, wo man auch spät abends noch einen Kaffee oder Cocktail trinken und einige kleine Speisen oder Leckereien bekommen kann. Auch hier gab es natürlich einen Zimmerservice, das Zimmer war danach immer gut gereinigt, die Betten gemacht, und das Bad mit frischen Handtüchern und Seifen etc. hergerichtet.
Sollte ich nochmals nach San Francisco kommen, würde ich gleich dieses Hotel buchen, und kann es jedem nur empfehlen.

**************< Verpflegung: >**************
Die Verpflegung in San Francisco stellt kein großes Problem dar, im Gegenteil. Hier findet man eigentlich für jeden Geschmack etwas.
In den ersten 4 Tagen (Hotel ohne Frühstück) haben wir uns bei verschiedenen kleinen Cafés oder Back-/Coffee-Shops morgens einen Kaffee und einen Bagel geegönnt. Zum Teil kann man sich dort reinsetzen und in Ruhe seinen Kaffee schlürfen, andere bieten nur "on the go", also zum Mitnehmen an. Ich persönlich mag Starbucks, das es dort an jeder Ecke gibt, u.a. direkt neben unserem Hotel in der Geary St., da dort wirklich superleckerer Kaffee zu akzeptablen Preisen angeboten wird, und man auch Kleinigkeiten zu essen bekommt. Dementsprechend häufig waren wir morgens oder auch nachmittags bei Starbucks anzutreffen.
Beim Mittagessen ist es ähnlich unkompliziert. Auch in San Francisco findet man ausreichend MC Donalds, Pizza Hut & Co., Zum Glück gibt es jedoch auch noch andere Möglichkeiten.
Wir waren 2x bei "Mel's Diner", der in San Francisco 3 Filialen hat. Dabei handelt es sich um ein klassisches Burger-Restaurant, nicht im Stil von MC Donalds, sondern mit Speisekarte in klassisch amerikanischem Ambiente mit Jukebox am Tisch und schwarz-weiß Fotos von Elvis & James Dean an den Wänden. Hier kann man leckere, hausgemachte Burger, Kartoffeln in allen Formen und Salate essen. Die Preise sind dabei wirklich ok, für ein komplettes Menü mit Getränk (Refill!) zahlt man hier 8-10 $. Die Kellner sind freundlich und aufmerksam, die Getränke werden ständig aufgefüllt. Hier sollte jeder, der gerne mal einen frischen, gut belegten Burger isst, auf jeden Fall reinschauen.
Klassische Restaurants mit internationaler Küche sind wie üblich nicht ganz billig, 15 $ aufwärts für ein Essen mit Getränk, Service & Trinkgeld muss man schon einplanen.
Für Zwischendurch findet man an jeder Ecke "Walgreens" eine Art Drogerie-Kette, von der die meisten Filialen bis Mitternacht oder sogar 24 h geöffnet haben. Hier bekommt man jedoch nicht nur Drogerie-Artikel, sondern auch Getränke, Süßwaren & Knabberzeug, sowie Brot & Gebäck. Wir haben auch einige kleine Geschäfte gefunden, wo man frisches Obst und andere Lebensmittel einkaufen konnte, für den kleinen Hunger Zwischendurch ist also auch bestens gesorgt.
Am Hafen findet man natürlich auch Fischspezialitäten und an vielen Stellen "Chili in breadbowl", also Chili con Carne in einem ausgehöhlten, frischen Brotlaib. Dieses schmeckt wirklich extrem lecker und ist nicht teuer. Besonderer Tipp: Boudin Bakery am Pier 43, näheres dazu weiter unten :-)

**************< Sehenswürdigkeiten: >**************
In San Francisco gibt es natürlich reichlich zu sehen. Die schönsten Sehenswürdigkeiten möchte ich hier für euch aufführen, ich war im September 2005 dort, daher keine Gewähr, ob sich möglicherweise das eine oder andere etwas geändert hat…

Golden Gate Bridge
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Eine der berühmtesten Brücken Amerikas ist die Golden Gate Bridge. Man kann sie zu Fuß, per Fahrrad oder natürlich mit dem Auto überqueren, lediglich stadteinwärts per Auto kostet 5 $ Maut.
An beiden Seiten gibt es Besucherplattformen mit Café und Souvenirshop, von wo man einen schönen Blick auf die Brücke hat.
Die Brücke liegt aufgrund der Lage San Franciscos oft im Nebel - mal sind die Spitzen oben in den Wolken verschwunden, mal legt sich der Nebel übers Wasser und die untere Hälfte der Brücke, sodass nur noch die Masten aus dem Nebel ragen. Das Wetter (bedeckt / sonnig) ändert sich recht schnell, es ist daher gut möglich, dass man die Brücke 2x besichtigen muss, um einen guten Moment abzupassen. Auf der Seite "stadtauswärts", Richtung Sausalito kann man zudem in die Berge hochfahren, von wo der Blick wirklich fantastisch ist - man steht etwas erhöht und hat einen tollen Blick auf die Brücke mit Meer und Stadt im Hintergrund. Wirklich sehenswert!

Muir Woods
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Muir Woods ist Naturmonument. Hier stehen die berühmten "Redwoods" und "Sequoias". Diese zeichnen sich u.a.durch ihre besonders dicke, rote Rinde aus. (Die Rinde der Redwood bis zu 30 cm, die der Giant Sequoia bis zu 77 cm dick!). Die Bäume wachsen senkrecht in die Höhe, ohne nennenswerte Verästelungen und können über 100 m hoch werden, und haben einen Durchmesser bis zu 7m (Redwood) bzw. 12m (Sequoia). Besonders erwähnenswert -weil einmalig- ist die Art, wie die Bäume sich reproduzieren (zusätzlich zum normalen Weg natürlich). So wächst aus der Wurzel direkt neben dem Hauptstamm ein (oder mehrere) weiterer Stamm, der dann parallel zum ersten in die Höhe wächst. Später ist dann schwerlich zu erkennen, welcher der erste Stamm war, und 3-5 Stämme sind keine Seltenheit.
Im Park gibt es mehrere ausgeschilderte Wanderrouten, meist mit Meilen- oder Zeitangaben. Leider sind dort keine Höhenunterschiede angegeben, sodass sich eine von uns gewählte Route als recht anstrengend entpuppte, da wir einen großen Höhenunterschied überwinden mussten. Trotzdem war es wirklich schön, und einen ausgedehnten Spaziergang wert.
Am Eingang hinter der Kasse befindet sich ein Café, wo man Snacks und Getränke bekommt, und die Toiletten. Der Eintritt beträgt 6 $, und man sollte etwa einen halben Tag hierfür einplanen.

Alcatraz Island:
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Alcatraz ist das wohl berühmteste Gefängnis der Welt. Es wurde auf einer Insel vor San Francisco errichtet und die schwersten Verbrecher, wie z.B. Al Capone mussten hier ihre Strafe absitzen.
Auf die Insel gelangt man vom Hafen aus, dort werden Fahrten mit der Fähre zur Insel angeboten. Der Fahrplan hängt aus, man sollte am besten einige Tage vorher hingehen und sich die Tickets kaufen, da es oft sehr voll ist, und man sonst lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss.
Man wird nun mit dem Schiff auf die Insel gebracht, wo man eine kurze einleitende Erklärung bekommt und gegen Spende ein Faltblatt das Informationen und einen Plan der Insel mitnehmen kann. Nun kann man sich dort frei bewegen und alles ansehen; es u.a. einen Film und Informationstafeln. Der Hauptbestandteil ist jedoch natürlich das "Cell House", das eigentliche Gefängnis. Hier kann man am Eingang seine Audio-Tour abholen, eine Art Walkman, auf dem man Informationen zu den jeweiligen Dingen im CellHouse in seiner Landessprache bekommt. Man bekommt Anweisungen, wo man sich nun am Besten hinbegibt und dann eine passende Erklärung dazu. Natürlich kann man das Band jederzeit stoppen, um sich etwas mehr Zeit zu nehmen, sich zu unterhalten oder ähnliches, und dann einfach wieder einsetzen. Wer jetzt denkt, das sei sehr langweilig irrt, denn die Audiotour ist keineswegs einfach eine Aufzählung von Informationen.
Es kommen Ex-Wärter und Ex-Gefangene zu Wort, die vom Ablauf erzählen, hinterlegt ist das ganze mit passenden Geräuschen (ganz leise), sodass man sich in der Zeit zurückversetzt fühlt. Einige der Zellen sind begehbar, an anderen hängen Informationstafeln, und man bekommt wirklich einen guten Eindruck des Gefängnisses vermittelt. (Hier erinnerte ich mich spontan an die Jugendherberge 312 Mason St. ...) Es werden Fluchtversuche, Strafen, und der tägliche Ablauf erzählt, und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt.
Sobald man alles gesehen hat, kann man einfach eine beliebige Fähre zurück nach San Francisco nehmen, d.h. man ist zeitlich völlig ungebunden, und kann sich in aller Ruhe alles ansehen.
Die Tour kostet mit Audio-Programm im Cellhouse 16,50 $, ohne Audio-Programm 11,50$, ich würde das Audioprogramm aber auf jeden Fall dringend empfehlen. Insgesamt sollte man hierfür gut 3-4 Stunden einplanen.

Bay Cruise:
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Der Bay Cruise startet ebenfalls vom Hafen aus, hier kann man zwischen 2 Anbietern (blue & gold fleet und red-white fleet) wählen, wobei die Unterschiede marginal sind. Sowohl Schiffe als auch Preis sind annähernd gleich, sodass es eigentlich egal ist, welchen Anbieter man nimmt. Die Rundfahrt dauert etwa 30 Minuten, und geht zur Golden Gate Bridge, unter der Brücke hindurch, wo dann gewendet wird, zurück mit einer Umrundung von Alcatraz und wieder in den Hafen. Im Bereich der Golden Gate Bridge und von Alcatraz wird das Tempo verringert, sodass man ausreichend Gelegenheit hat, ein paar tolle Fotos zu schießen oder einfach den Ausblick zu genießen. Auf dem Schiff werden über die Lautsprecher Informationen erzählt, die wir am Oberdeck leider wegen des Windes nicht richtig verstehen konnten, aber das war auch nicht weiter wichtig.
Die Tickets kosten ca. 12 $, hier muss man nicht besonders weit im Voraus buchen.
TIPP: In San Francisco findet man oft die kostenlosen Stadtpläne ausliegen oder eine Art "Zeitungsbox" draußen, wo man sich Info-Folder mitnehmen kann. In beiden sind oft 2 $ Gutscheine für verschiedene Sehenswürdigkeiten, u.a. auch den Bay Cruise, enthalten.

Pier 39 / Fishermen's Wharf:
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Der berühmteste Pier am Hafen von San Francisco. Hier ist eine Art Shopping- und Erlebnismeile entstanden, wo man Souvenirs und mehr oder minder skurrile Dinge kaufen, verschiedenste Dinge essen (z.B. gibt es mehrere Chocolaterien), oder Künstlern zuschauen kann. Eine besondere Attraktion sind jedoch die Seehunde, die dort auf mehreren Holzinseln annähernd das ganze Jahr über in großer Anzahl leben. Man kann ihnen vom Pier bequem beim schlafen, schwimmen und herumtollen zusehen - ein tolles Schauspiel!
Der Hafen bietet insgesamt sehr viel zu sehen, am besten läuft man einfach mal ein Stück die Piers lang, auf der gegenüberliegenden Straßenseite finden sich zudem viele Cafés und Geschäfte.
Besonders empfehlenswert ist die "Boudin Bakery" am Pier 43. Hier wird den ganzen Tag frisches Brot gebacken und mit einem Korbtransportsystem in das angeschlossene Café gebracht, wo man sich belegte Brote, Sandwiches oder ganze Brotlaibe kaufen kann. Der Geschmack und das Ambiente waren wirklich fantastisch.

Exploratorium:
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Eins der wenigen "Museen", das wir besucht haben. Im Exploratorium geht es im weitesten Sinne um Physik, jedoch handelt es sich nicht um eine Ausstellung, sondern wie der Name schon sagt, kann man hier alles entdecken, ausprobieren und anfassen. An jedem Objekt steht eine Anleitung, was man ausprobieren soll, und weiter unten eine Erläuterung was und warum es gerade passiert.
Hier kann man sowohl mit Kindern als auch als erwachsene viel lernen und entdecken, ohne sich zu langweilen. Es gibt über 650 Objekte, in den Bereichen Licht, Elektrizität, Magnetismus, Wasser und Schall, auf 2 Etagen verteilt.
Man findet es in der 3601 Lyon Street, Eintritt: 9 $, Öffnungszeiten: 10 - 18 Uhr, am Mittwoch bis 21 Uhr, außerhalb der Sommermonate ist am Montag geschlossen.

Coit Tower:
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Der Coit Tower liegt auf dem Telegraph Hill, einem der beiden großen Hügel auf denen San Francisco erbaut ist. Von hier hat man einen fantastischen Überblick über die ganze Stadt, Alcatraz und auch die Golden Gate Bridge. Leider sind die Fenster die Plattform oben verglast, sodass man beim Fotografieren gelegentlich mit Spiegelungen zu kämpfen hat.
Geöffnet ist er von 10 - 18 Uhr, der Eintritt kostet 3 $.

Cable Car & Cable Car Museum:
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San Francisco und Cable Cars gehören wohl untrennbar zusammen. Noch heute gibt es 3 Cable Car Linien, die in Betrieb sind und natürlich gern von Touristen genutzt werden. Eine Fahrt durch die steilen Straßen gehört auf jeden Fall ins Pflichtprogramm bei einem San Francisco Besuch.
Mitten in der Stadt liegt auch das Cable Car Museum, wo man die Geschichte der Cable Cars erfährt, und gleichzeitig auch der Antrieb der Kabel für die in diesem Moment fahrenden Cable Cars ist und bewundert werden kann. Das Museum ist kostenlos (Spenden in vorgesehene Behälter aber natürlich gern gesehen), eine Fahrt mit dem Cable Car (egal wie weit, jedoch ohne Umsteigen) kostet 5 $. Es empfiehlt sich, einen Citypass zu kaufen, mit dem man 7 Tage lang unbegrenzt Cable Car und auch Bus fahren kann, doch dazu später mehr.

Sonstige Sehenswürdigkeiten:
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"Lombard Street"; "crockedest street of the word" - die krummste Straße der Welt, bekannt aus vielen Filmen
"China Town", besteht eigentlich nur aus wenigen Straßen, jedoch fühlt man sich hier unmittelbar nach China versetzt
"Transamerican Pyramid"; sie steht am einen Ende von China Town und ist eines der wenigen Hochhäuser in San Francisco, jedoch zeichnet sie sich durch ihre ungewöhnliche (dreieckige) Form aus
"Alamo Square", u.a. hier stehen die kleinen Stadthäuser im viktorianischen Stil, die sog. "painted ladies", die man oft in Filmen sieht
"Twin Peaks"; die "Zwillingshügel" liegen im Süden der Stadt, von hier aus hat man ebenfalls einen herrlichen Ausblick
"Golden Gate Park", dieser ist in mehrere Bereiche eingeteilt, nur der "Japanese Tea Garden" kostet Eintritt (3 $), der Park ist auf jeden Fall sehr sehenswert.
"Union Square" ist einer der zentralen Plätze in Downtown. Hier hat man gute Anbindungen an viele Buslinien und ans Cable Car. Auch befinden sich hier einige riesige Kaufhäuse, wie z.B. Macys, Levis Store, Nike Store, Fossil Shop, GAP u.v.m., sowie einige Cafés und kleine Restaurants.

In der Nähe von San Francisco, jedoch nur mit dem Auto zu erreichen, ist auch der Yosemite National Park, der sehr schön sein soll. Ich war leider nicht dort, jedoch hatte eine Freundin mir Fotos gezeigt und war sehr begeistert davon.
Auch kann man den Highway 1 entlang der Küste nach Süden fahren, nach gut 2 Stunden kommt man dann zum 17-mile-drive. Dies ist ein Rundkurs durch Wald und am Meer entlang, kostet 10 § Eintritt, und soll viele Sehenswürdigkeiten bieten. Wir waren jedoch sehr enttäuscht, da es nur wenige tolle Aussichtspunkte gibt (die man auf dem Hinweg auch schon in ausreichender Anzahl hatte), und der Rest eine Fahrt von etwa 2 Stunden nicht rechtfertigt.

**************< Verkehrsmittel: >**************
In San Francisco Auto fahren ist nicht besonders schwer, die Straßen sind annähernd überall rechtwinklig angeordnet. Spätestens beim Parken erkennt man jedoch das Problem - es gibt nämlich so gut wie keine Parkplätze. Meist muss man mehrere Blocks laufen und dennoch 20 Minuten nach einem Parkplatz suchen. An 3 Tagen die Woche ist morgens ab 7:00 Uhr Straßenreinigung, an den anderen Tagen Anlieferung für die ansässigen Geschäfte. Die Parkhäuser warten dementsprechend mit Tarifen von 25 $ pro Nacht und mehr auf. Wer also länger als 6:00 Uhr früh schlafen möchte, sollte nicht mit dem Auto nach San Francisco fahren.
Die öffentlichen Verkehrsmittel hingegen sind gut ausgebaut und preiswert. Es gibt den sog. "MuniBus", das Bussystem von S.F und die Cable Cars. Mit diesen erreicht man wirklich jeden Punkt in der Stadt sehr gut und unkompliziert, und abgesehen davon ist Downtown auch nicht so riesig, sodass wir viele Strecken auch gelaufen sind. Man kann sowohl Einzelfahrten, als auch Tages oder Wochenkarten kaufen, Busse sind generell sehr günstig, Cable Cars wie oben bereits erwähnt recht teuer. Die Linienführung kann man auch wieder den überall angebotenen Stadtplänen oder Cityfolders entnehmen.
Zum Flughafen und in die Vororte gelangt man mit dem BART Train, eine Strecke Downtown - Flughafen kostet 4,95 $ und dauert etwa 20-25 Minuten.

***TIPP:*** Ich würde den City Pass empfehlen, er kostet 42 $ und bietet 6 Tage unbegrenztes Fahren mit Bus & Cable Car, sowie Eintritte in verschiedene Museen oder Attraktionen. (z.B. enthalten sind der Bay Cruise und der Eintritt ins Exploratorium).

**************< Wetter: >**************
Das Wetter in San Francisco ist ganzjährig ähnlich. Es gibt keine großen Temperaturschwankungen wie bei uns, sondern im Sommer Temperaturen um die 20-25°C und im Winter zwischen 5 und 13°C.
Am häufigsten regnet es zwischen November und März. Im Juni bis September ist morgens und nachmittags oft neblig, was die Temperaturen im Tagesverlauf erheblich schwanken lassen kann.
Durch die Lage der San Francisco Bay zum Meer kann sich das Wetter innerhalb einer halben Stunde von sonnig zu komplett bewölkt verändern und natürlich auch umgekehrt. Ich würde daher empfehlen, immer einen Pullover oder eine Jacke mitzunehmen.

**************< Sonstiges: >**************
- Einkaufen in San Francisco: Bei Walgreens erhält man eigentlich alles was man so benötigt. Shoppen kann man gut rund um den Union Square und in der Market Street, sowie am Hafen rund um Fishermen's Wharf.
- Man die Stadt gut zu Fuß erkunden, da meist keine riesigen Entfernungen zu überwinden sind. Da es aber oft steil bergauf und bergab geht, sind flache, bequeme Schuhe zu empfehlen, und immer eine Flasche Wasser im Gepäck. Dafür sieht man auch wirklich viel von der Stadt, und kann in die vielen kleinen Geschäfte reinschauen, ohne eine passende Busstation suchen zu müssen.
- Eine leichte Jacke / Pullover sollte wie oben bereits erwähnt auch im Sommer immer im Gepäck sein, auch weil in vielen Gebäuden Klimaanlagen auf Hochtouren laufen. Am Hafen ist es zudem oft sehr windig.
- Uns hat der MarcoPolo Reiseführer treue Dienste geleistet, da hinten ein Cityatlas drin ist (inkl. MuniBus Plan), ohne dass man ständig einen riesigen Stadtplan ausfalten muss. Er passt bequem in eine Handtasche und ist praktisch, wenn man mal was nachschauen muss.
- An vielen Ecken stehen Zeitungsboxen, an denen man kostenlos Stadtpläne und Infohefte erhält
- In den meisten Hotels & Jugendherbergen gibt es Flyer zu allen möglichen Sehenswürdigkeiten, Cafés und Bars in San Francisco
- Es gibt wie gesagt einen Citypass für San Francisco, für den man einmalig 42 $ zahlt, und dann 6 Tage lang kostenlos Bus & Cable Car fahren kann, und der Eintrittskarten zu verschiedenen Museen etc. enthäl. Ob es sich für den einzelnen lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Dadurch dass die (ansonsten relativ teuren) Cable Car Fahrten eingeschlossen sind, mit denen man recht schnell vom einen Ende der Stadt zum anderen kommt, würde ich ihn jedoch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Für eine ausführliche Städtereise nach San Francisco sollte man etwa 1 Woche einplanen.
Wir haben in dieser Zeit stressfrei alles anschauen können, was wir sehen wollten und hatten dennoch viel Zeit für Shopping oder Spaziergänge. Für Alcatraz sollte man sich möglichst frühzeitig Karten kaufen, damit nicht am Ende die Zeit davonläuft.
In San Francisco haben wir uns generell sehr sicher gefühlt, es gab zwar einige Bettler, jedoch wurde nie einer aufdringlich oder hat uns bedrängt. Wir sind auch abends mit einem guten Gefühl durch die Stadt gelaufen, dennoch würde ich natürlich nicht mit großen Geldbeträgen auf offener Straße hantieren.

Die Stadt hat wirklich "Flair", und hat mir auf Anhieb wahnsinnig gut gefallen. San Francisco ist auf jeden Fall eine Reise wert. Ich will auf jeden Fall irgendwann im Leben noch mal dorthin, und am Hafen den Seehunden zuschauen, während ich Chili con Carne aus einem warmen, frischen Brotlaib esse :-)

Bilder

für San Francisco
Die Golden Gate Bridge
von Feline81 Feline81

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Kommentare

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  • Brandung 22.01.2012 14:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    San Francisco kenne ich auch, aber leider nur aus Filmen. Klasse Bericht. lg Jürgen

  • Manga1234 04.12.2011 12:28
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Bei dem ÖPNV fehlt vieleicht die Straba "F Market Wharfes" BH

  • XXLALF58 22.10.2010 14:16
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • Shelagh 15.01.2010 22:53
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Hexmaster 06.05.2009 20:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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