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Pro viele Sehenswürdigkeiten, schöne Stadt, gutes Verkehrsnetz, sicher
Kontra evtl. Jetlag durch die Zeitverschiebung
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
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| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Im September 2005 hatte ich das Vergnügen, eine Woche Urlaub in San Francisco verbringen zu können. Eine faszinierende, wunderschöne Stadt, und wer schon einmal dort war, wird mir höchstwahrscheinlich zustimmen :-)
Hier nun mein Erfahrungsbericht, für alle die noch nicht dort waren, oder die einfach ein paar Erinnerungen auffrischen wollen:
Für die Einreise benötigt man einen gültigen Reisepass, der maschinenlesbar sein muss. (Die bordeauxroten EU-Reisepässen erfüllen dieses Kriterium) Ohne Visum darf man sich bis zu 90 Tagen in den USA aufhalten.
Im Flugzeug bekommt man bereits alle Formulare von den Flugbegleitern ausgehändigt, die man bei der Einreise benötigt. Die muss man dann am Einreiseschalter bereithalten, ebenso wie den Reisepass und muss zudem eine "Erstadresse", beispielsweise vom Hotel, angegeben.
Dann werden noch die Fingerabdrücke genommen und ein digitales Foto gemacht, und wir durften die Einreisestelle ohne Beanstandung passieren :-)
1. Jugendherberge 312 Mason Street (oder: in memoriam Alcatraz)
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Die "Aufteilung" unsere Nächte war eigentlich nicht geplant; wir hatten in New York sehr gute Erfahrungen mit der Jugendherberge, die auch 2er Apartmentzimmer anbot, gemacht, und uns deshalb auch in San Francisco ein Zimmer in der Jugendherberge, 312 Mason Street, reserviert.
Die Lobby machte auch einen ähnlichen Eindruck, jedoch traf uns beim Betreten des Zimmers (Double Apartment for 2) fast der Schlag… Ein Metallstockbett, mit Gitterstäben als Lattenrost, fleckiger, gewellter Teppich (den ich mich weigerte mit bloßen Füßen zu betreten), rostige Schwimmbadspinde als Kleiderschrank (ungelogen!), einige andere "Überraschungen" und ein schmuddeliger Allgemeinzustand rief nach 20 Stunden Anreise fast einen Nervenzusammenbruch hervor. Die Möglichkeit das Zimmer zu wechseln bestand auch nicht, wie eine Anfrage bei der Rezeption ergab (wo sich das Personal nicht durch Freundlichkeit auszeichnete), und so verbrachten wir eine Nacht dort, um uns am nächsten Morgen ein anderes Hotel zu suchen. Gekostet hat dieser Spaß für eine Nacht 85 $ - ein unverschämter Preis für dieses Zimmer.
3. "Adante Hotel", 610 Geary St, San Francisco CA 94102
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Unser Favorit war das 3. Hotel, das wir kennen lernen durften, das "Adante" Hotel, ebenfalls ein 2 Sterne Hotel. Es lag in der gleichen Straße, wie das Union Square Plaza Hotel, nur 2 Blocks weiter oben.
Hier machte schon die Lobby, die im Union Square Plaza relativ eng war, einen ganz anderen Eindruck. Wir wurden ebenfalls freundlich begrüßt und konnten kurze Zeit später unser Zimmer beziehen. Es ist klein, aber sehr gemütlich eingerichtet. Zur Verfügung standen 2 Queen Beds, also 140er oder 160er Doppelbetten, die sehr bequem waren. Das Badezimmer ist ebenfalls nicht besonders groß, aber wie auch das Zimmer sehr sauber und gepflegt.
Die Ausstattung ist auch ansonsten etwas besser, ein (funktionierender ;-) ) Fernseher mit Kabelanschluss, Radiowecker, Kaffe-/Teekocher, Fön, Bügelbrett + Eisen, um nur einige der Dinge zu nennen.
Die Übernachtung hier kostete etwa 70 €, im Preis inbegriffen war das sog. "continental breakfast", das Toast mit Butter & Marmelade, Kaffe & Tee, Orangensaft sowie Muffins umfasst, soviel man mag. Auch hier konnte man sich wieder Flyer und Stadtpläne mitnehmen, direkt nebenan (und durch die Hotellobby zu erreichen) war noch ein Café mit einigen Internet-PCs, wo man auch spät abends noch einen Kaffee oder Cocktail trinken und einige kleine Speisen oder Leckereien bekommen kann. Auch hier gab es natürlich einen Zimmerservice, das Zimmer war danach immer gut gereinigt, die Betten gemacht, und das Bad mit frischen Handtüchern und Seifen etc. hergerichtet.
Sollte ich nochmals nach San Francisco kommen, würde ich gleich dieses Hotel buchen, und kann es jedem nur empfehlen.
**************< Sehenswürdigkeiten: >**************
In San Francisco gibt es natürlich reichlich zu sehen. Die schönsten Sehenswürdigkeiten möchte ich hier für euch aufführen, ich war im September 2005 dort, daher keine Gewähr, ob sich möglicherweise das eine oder andere etwas geändert hat…
Muir Woods
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Muir Woods ist Naturmonument. Hier stehen die berühmten "Redwoods" und "Sequoias". Diese zeichnen sich u.a.durch ihre besonders dicke, rote Rinde aus. (Die Rinde der Redwood bis zu 30 cm, die der Giant Sequoia bis zu 77 cm dick!). Die Bäume wachsen senkrecht in die Höhe, ohne nennenswerte Verästelungen und können über 100 m hoch werden, und haben einen Durchmesser bis zu 7m (Redwood) bzw. 12m (Sequoia). Besonders erwähnenswert -weil einmalig- ist die Art, wie die Bäume sich reproduzieren (zusätzlich zum normalen Weg natürlich). So wächst aus der Wurzel direkt neben dem Hauptstamm ein (oder mehrere) weiterer Stamm, der dann parallel zum ersten in die Höhe wächst. Später ist dann schwerlich zu erkennen, welcher der erste Stamm war, und 3-5 Stämme sind keine Seltenheit.
Im Park gibt es mehrere ausgeschilderte Wanderrouten, meist mit Meilen- oder Zeitangaben. Leider sind dort keine Höhenunterschiede angegeben, sodass sich eine von uns gewählte Route als recht anstrengend entpuppte, da wir einen großen Höhenunterschied überwinden mussten. Trotzdem war es wirklich schön, und einen ausgedehnten Spaziergang wert.
Am Eingang hinter der Kasse befindet sich ein Café, wo man Snacks und Getränke bekommt, und die Toiletten. Der Eintritt beträgt 6 $, und man sollte etwa einen halben Tag hierfür einplanen.
Bay Cruise:
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Der Bay Cruise startet ebenfalls vom Hafen aus, hier kann man zwischen 2 Anbietern (blue & gold fleet und red-white fleet) wählen, wobei die Unterschiede marginal sind. Sowohl Schiffe als auch Preis sind annähernd gleich, sodass es eigentlich egal ist, welchen Anbieter man nimmt. Die Rundfahrt dauert etwa 30 Minuten, und geht zur Golden Gate Bridge, unter der Brücke hindurch, wo dann gewendet wird, zurück mit einer Umrundung von Alcatraz und wieder in den Hafen. Im Bereich der Golden Gate Bridge und von Alcatraz wird das Tempo verringert, sodass man ausreichend Gelegenheit hat, ein paar tolle Fotos zu schießen oder einfach den Ausblick zu genießen. Auf dem Schiff werden über die Lautsprecher Informationen erzählt, die wir am Oberdeck leider wegen des Windes nicht richtig verstehen konnten, aber das war auch nicht weiter wichtig.
Die Tickets kosten ca. 12 $, hier muss man nicht besonders weit im Voraus buchen.
TIPP: In San Francisco findet man oft die kostenlosen Stadtpläne ausliegen oder eine Art "Zeitungsbox" draußen, wo man sich Info-Folder mitnehmen kann. In beiden sind oft 2 $ Gutscheine für verschiedene Sehenswürdigkeiten, u.a. auch den Bay Cruise, enthalten.
Exploratorium:
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Eins der wenigen "Museen", das wir besucht haben. Im Exploratorium geht es im weitesten Sinne um Physik, jedoch handelt es sich nicht um eine Ausstellung, sondern wie der Name schon sagt, kann man hier alles entdecken, ausprobieren und anfassen. An jedem Objekt steht eine Anleitung, was man ausprobieren soll, und weiter unten eine Erläuterung was und warum es gerade passiert.
Hier kann man sowohl mit Kindern als auch als erwachsene viel lernen und entdecken, ohne sich zu langweilen. Es gibt über 650 Objekte, in den Bereichen Licht, Elektrizität, Magnetismus, Wasser und Schall, auf 2 Etagen verteilt.
Man findet es in der 3601 Lyon Street, Eintritt: 9 $, Öffnungszeiten: 10 - 18 Uhr, am Mittwoch bis 21 Uhr, außerhalb der Sommermonate ist am Montag geschlossen.
Cable Car & Cable Car Museum:
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San Francisco und Cable Cars gehören wohl untrennbar zusammen. Noch heute gibt es 3 Cable Car Linien, die in Betrieb sind und natürlich gern von Touristen genutzt werden. Eine Fahrt durch die steilen Straßen gehört auf jeden Fall ins Pflichtprogramm bei einem San Francisco Besuch.
Mitten in der Stadt liegt auch das Cable Car Museum, wo man die Geschichte der Cable Cars erfährt, und gleichzeitig auch der Antrieb der Kabel für die in diesem Moment fahrenden Cable Cars ist und bewundert werden kann. Das Museum ist kostenlos (Spenden in vorgesehene Behälter aber natürlich gern gesehen), eine Fahrt mit dem Cable Car (egal wie weit, jedoch ohne Umsteigen) kostet 5 $. Es empfiehlt sich, einen Citypass zu kaufen, mit dem man 7 Tage lang unbegrenzt Cable Car und auch Bus fahren kann, doch dazu später mehr.
In der Nähe von San Francisco, jedoch nur mit dem Auto zu erreichen, ist auch der Yosemite National Park, der sehr schön sein soll. Ich war leider nicht dort, jedoch hatte eine Freundin mir Fotos gezeigt und war sehr begeistert davon.
Auch kann man den Highway 1 entlang der Küste nach Süden fahren, nach gut 2 Stunden kommt man dann zum 17-mile-drive. Dies ist ein Rundkurs durch Wald und am Meer entlang, kostet 10 § Eintritt, und soll viele Sehenswürdigkeiten bieten. Wir waren jedoch sehr enttäuscht, da es nur wenige tolle Aussichtspunkte gibt (die man auf dem Hinweg auch schon in ausreichender Anzahl hatte), und der Rest eine Fahrt von etwa 2 Stunden nicht rechtfertigt.
***TIPP:*** Ich würde den City Pass empfehlen, er kostet 42 $ und bietet 6 Tage unbegrenztes Fahren mit Bus & Cable Car, sowie Eintritte in verschiedene Museen oder Attraktionen. (z.B. enthalten sind der Bay Cruise und der Eintritt ins Exploratorium).
**************< Wetter: >****************************< Sonstiges: >**************
- Einkaufen in San Francisco: Bei Walgreens erhält man eigentlich alles was man so benötigt. Shoppen kann man gut rund um den Union Square und in der Market Street, sowie am Hafen rund um Fishermen's Wharf.
- Man die Stadt gut zu Fuß erkunden, da meist keine riesigen Entfernungen zu überwinden sind. Da es aber oft steil bergauf und bergab geht, sind flache, bequeme Schuhe zu empfehlen, und immer eine Flasche Wasser im Gepäck. Dafür sieht man auch wirklich viel von der Stadt, und kann in die vielen kleinen Geschäfte reinschauen, ohne eine passende Busstation suchen zu müssen.
- Eine leichte Jacke / Pullover sollte wie oben bereits erwähnt auch im Sommer immer im Gepäck sein, auch weil in vielen Gebäuden Klimaanlagen auf Hochtouren laufen. Am Hafen ist es zudem oft sehr windig.
- Uns hat der MarcoPolo Reiseführer treue Dienste geleistet, da hinten ein Cityatlas drin ist (inkl. MuniBus Plan), ohne dass man ständig einen riesigen Stadtplan ausfalten muss. Er passt bequem in eine Handtasche und ist praktisch, wenn man mal was nachschauen muss.
- An vielen Ecken stehen Zeitungsboxen, an denen man kostenlos Stadtpläne und Infohefte erhält
- In den meisten Hotels & Jugendherbergen gibt es Flyer zu allen möglichen Sehenswürdigkeiten, Cafés und Bars in San Francisco
- Es gibt wie gesagt einen Citypass für San Francisco, für den man einmalig 42 $ zahlt, und dann 6 Tage lang kostenlos Bus & Cable Car fahren kann, und der Eintrittskarten zu verschiedenen Museen etc. enthäl. Ob es sich für den einzelnen lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Dadurch dass die (ansonsten relativ teuren) Cable Car Fahrten eingeschlossen sind, mit denen man recht schnell vom einen Ende der Stadt zum anderen kommt, würde ich ihn jedoch auf jeden Fall weiterempfehlen.
Die Stadt hat wirklich "Flair", und hat mir auf Anhieb wahnsinnig gut gefallen. San Francisco ist auf jeden Fall eine Reise wert. Ich will auf jeden Fall irgendwann im Leben noch mal dorthin, und am Hafen den Seehunden zuschauen, während ich Chili con Carne aus einem warmen, frischen Brotlaib esse :-)
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San Francisco kenne ich auch, aber leider nur aus Filmen. Klasse Bericht. lg Jürgen