Ciao - für Leute mit eigener Meinung
Neueste Erfahrungsberichte
|
Neue Fragen
|
Erfahrungsbericht schreiben
|
Produktvideos
|
Pro Siehe Bericht
Kontra Siehe Bericht
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Liebe Leser(innen), heute möchte ich euch in den Süd-Pazifik entführen, auf eine Insel im Herzen der Südsee - Samoa.
Der Weg nach Samoa ist einfach, aber verdammt lang!Die grüne Insel Samoa (in der Landessprache Malo Tutoatasi o Samoa) liegt mit einer Fläche von 2944 Km2 im südwestlichen Pazifik, verteilt auf mehreren Inseln.
Die beiden größten Inseln sind Savaiì und Upolu.
Die Hauptstadt Apia liegt auf Upolu, ca. 35 km entfernt vom internationalenn Fale'olo Flughafen .
Ost-Samoa gehört seit Februar 1900 zu den USA und darüber kann ich nur wenig berichten.
Weitere bewohnte Inseln West-Samoas sind Namua, Apolina, Manono und 5 unbewohnte, kleinere Inseln.
Im gesamten Staatsgebiet Samoas leben heute ca. 177.300 Menschen. Die Währung ist der Tala und die Staatsform eine parlamentarische Demokratie.
Meine Reise in die Südsee begann im Januar 2007. West-Samoa war nur eine Zwischenstation, die ich zwangsweise 18 Tage genießen durfte, weil mein Schiff, dass mich zu den entfernteren Inseln der Südsee bringen sollte, nicht auslaufen konnte. Der Orkan "Tam" verhinderte die Weiterreise. Er peitschte das türkisgrüne Wasser zu hohen Wellen auf und bedachte das Inselparadies mit sintflutartigen Regenfällen.
So bezog ich erstmal, eines der typisch polinesischen Häuser, ein Fale, im Seipepa Travel Home.Die Häuser (Fales) in Samoa sind mit den Häusern, die man in der westlichen Welt so kennt nicht vergleichbar. Ein samoanisches Haus ist einfach nur eine Bodenplatte mit Stelzen auf denen ein Dach montiert ist. Außenwände gibt es nicht. Je nach Jahreszeit, kann man, in den regenreichen Wochen, zwischen den Stelzen geflochtene Matten herunterlassen. Diese Bauweise ist in ganz Samoa verbreitet und man findet kaum Häuser mit richtigen Wänden, außer Hotels oder Verwaltungsgebäude.
Familienleben, Feste, Trauer oder die Tagung des Familienrates - hier findet einfach nichts! hinter verschlossenen Türen statt.
Fales, bestehen meist nur aus einem Zimmer, egal wie groß die Fale ist, in dem die ganze Familie (mehrere Generationen) gemeinsam leben, schlafen, beten und ihre Zeit verbringen.
Das Leben in der Fale war für mich zunächst ein bisschen ungewohnt, weil diese Häuser nicht unbedingt mit vielen Möbeln ausgestattet sind. Betten gibt es nicht. Man macht es sich auf einer Matratze bequem, wenn man so ein verwöhnter Europäer ist, wie ich.
Einheimische schlafen oft einfach auf dem Boden. Ich fand es absolut bewunderswert, in welchen Positionen die Insulaner schlafen können. Über der Matratze ist ein Moskitonetz angebracht, denn auf Samoa gibt es recht viele Mücken. Es besteht jedoch kein Malariarisiko!
Neben einer Matratze , gibt es maximal noch ein kleines Schränkchen, in dem man das Nötigste verstauen kann. Diese kleinen Schränkchen werden aber auch von Kakerlaken sehr geliebt!
Den Fehler irgendetwas Eßbares in der Fale aufzubewahren, sollte man tunlichst vermeiden! Tausende von Ameisen finden sehr schnell den Weg dorthin.
Die Einheimischen verstauen ihre Lebensmittel in Kühlschränken, aber ich hatte leider keinen.
Die typischen Kleidung der Samoaner ist der LavaLava, der von Männern und Frauen gleichermaßen getragen wir.
Der LavaLava ist ein Wickelrock. Die Wickelröcke der Frauen sind farbenprächtiger, als die der Männer. Richtige Hosen sind mir auf Samoa fast nicht begegnet. Selbst die Polizeiuniformen bestehen aus einem dunklen LavaLava und weißen Hemden.
Durch die "angeborene" Offenheit, die schon durch das Leben in einer Fale entsteht, weiss jeder immer alles vom anderen. Das Leben der Menschen scheint nach festen gesellschaftlichen und familiären Regeln und Normen zu verlaufen. Einzelbesitz gibt es eigentlich nicht und dass scheint mir den Individualismus stark einzugrenzen. Ob das gut und richtig ist, einfach oder besonders schwierig, werde ich nicht beurteilen, denn mein europäisches Denken ist für die Insulaner genauso unfassbar, wie umgekehrt.
Unterm Strich kann ich nur sagen, dass ich nie offenherzigeren, freundlicheren, lebenslustigeren und fröhlicheren Menschen begegnet bin!
In Apia, der Hauptstadt West-Samoas, findet man eine Vielzahl unterschiedlicher Autovermietungen. Im Vergleich zu europäischen Mietpreisen ist das Leihen eines Mietwagens sehr günstig! Man zahlt ca. ein Drittel des gewohnten deutschen Preises.
Obwohl ich immer wieder gehört habe, dass man einen Internationalen Führerschein benötigt, um einen Wagen zu leihen, kann ich das nicht bestätigen. Ich habe einen Wagen geliehen, mit meinem alten, abgelaufenen Personalausweis. Da ich seit Jahren in Schweden lebe, darf ich gar keinen deutschen Personalausweiss mehr besitzen, aber irgendwie war das, seit 8 Jahren abgelaufene, Ding in meiner Tasche und mit den alten, grauen, deutschen Führerscheinlappen, bekommt man vielleicht in Afganistan noch einen Leihwagen.
Noch ein paar Worte zu Autofahren auf Samoa:
Überall ist beim Fahren äußerste Vorsicht geboten! Sollte es zu einem Unfall kommen, bei dem Menschen zu schaden gekommen sind, ist es sinnvoll und gesetzlich erlaubt, weiterzufahren! Natrürlich darf man keine Fahrerflucht begehen, sondern muss sich auf dem schnellsten Weg zur nächsten Polizeistation machen, um den Vorfall zu melden. Wer glaubt Hilfe leisten zu müssen, oder den Vorfall an Ort und Stelle zu klären, kann damit rechnen, von den Verwandten des Geschädigten angeriffen zu werden!Sehenswertes:
Eigentlich ist die ganze Insel sehenswert!Kneipen sind mir in Samoa nicht begegnet, dafür aber ein McDonalds in Apia:-)
Einige größere Hotels bieten "Südseeabende" mit polynesischen Tänzen, Feuerschluckern und leckerem Buffet an.
Wirklich wärmstens zu empfehlen wäre hier das Hotel Aggie Grey`s in Apia, in dem es jeden Mittwoch wunderschöne einheimische Tänze, Musikdarbietungen und ein Umu-Buffet gibt. Ein Umu ist ein traditioneller Erdofen. Man gräbt ein Loch, in das man heiße Steine legt. Das Fleisch oder Gemüse wird in Blätter eingewickelt und dannach deckt man alles mit Bananenblättern ab. Weitere Steine dienen zur Beschwerung der Nahrungmittel. Durch die Hitze verlieren die Blätter ihren Saft und ergeben eine wunderbare Würzmischung. Nach einigen Stunden hat das Fleisch seinen typisch rauchigen Geschmack und ist sehr zart.
Noch ein paar Worte zu Fa'a Samoa!
Unter Fa'a Samoa verstehen die Einheimischen die klaren, traditionellen Regeln, überlieferte Werte und Hirarchien innerhalb einer Großfamilie. Die wichtigsten Personen dieser Insel waren und sind, die ca. 14.000 bis 15.000 Familienhäuptlinge, aus denen die Parlamentsmitglieder gewählt wurden und die bis 1992 das alleinige Wahlrecht hatten. Sie gelten als Wächter der samoanischen Lebensweise, was einigen jungen Insulanern gar nicht gefällt. Durch Medien und westliche Schulbildung, rückt immer mehr ein freiheitliches Gedankengut in ihre Köpfe und der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung des eigenen Lebens. Dieser Zwiespalt nährt den Auswanderungswunsch vieler junger Samoaner und ihr Reiseziel, mit der Hoffnung auf ein freieres Leben, ist oft amerikanisch Samoa, als Sprungbrett für die USA, Neuseeland oder Australien.Herzliche Grüße und vielen Dank für eure Lesungen und Bewertungen! Gudrun
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.
Kommentar schreiben
momo40 14.10.2010 15:31
Celsius-Monster 09.01.2010 18:10
GerhardReus 18.07.2009 07:32
Glowhand 01.05.2009 19:25
Mungi60 19.03.2009 07:40
So ein Land würde mich auf jeden Fall auch reizen, was mit der Pünktlichkeit angeht, bin ich wohl inzwischen zu sehr deutsch. Wobei ich bei 10-20min Verspätung auch keine Probleme habe, Preuße bin ich ja schließlich auch nicht! :-) BH muss ich nachreichen! Gruß Achim :-)