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Pro Salzburg bietet für jeden etwas, jede Menge Kultur und Mozart, sehenswerte Altstadt
Kontra Preise sind oft hoch, viele Touristen, Mozart- und anderer Kitsch, es regnet oft
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Eine Reise nach Salzburg ist immer auch eine Reise in die Vergangenheit. Zumindest für mich. Denn ich war in meinem „früheren Leben“ oft in Salzburg. Wobei „oft“ vielleicht ein wenig übertrieben ist. Rückblickend erscheint es mir aber so, da die Eindrücke, die ich dort gewonnen habe, immer sehr intensiv waren. Kein Wunder – ich hab die Salzburger Festspiele besucht bzw. eben einige ausgewählte Veranstaltungen. Da eine Studienkollegin von mir förderndes Mitglied bei den Freunden der Salzburger Festspiele war, hatte sie ein Vorkaufsrecht auf die begehrten Karten, die sonst verlost werden, so viel mir bekannt ist. Und so kam ich, da ich meine Tickets über sie bestellte, einige Male in den Genuss wirklich interessanter, außergewöhnlicher Aufführungen mit absoluten Topstars – ob ein Liederabend mit der stimmgewaltigen Jessye Norman, eine von Claus Peymann gelungen inszenierte Uraufführung von Thomas Bernhards „Ritter, Dene, Voss“, eine szenische Inszenierung von Mozarts Requiem, die Uraufführung der modernen Oper „Die schwarze Maske“ von Krzysztof Penderecki oder Verdis „Maskenball“ mit Placido Domingo. Alles echte Highlights an kulturellen Erlebnissen, die mir immer im Gedächtnis bleiben werden.
Nichts desto trotz ist der komponierende Wahlwiener in Salzburg überall präsent – idealisiert bis zur Unkenntlichkeit als Denkmal (was wäre dem Wolferl in seiner berühmt deftigen Sprache beim Anblick desselben wohl eingefallen?), in jeder Form als Andenkenkitsch und natürlich als süße Mozartkugel. Halt. Da hab ich was vergessen! In der Getreidegasse, wo im Haus Nr. 9 Wolferls Geburtshaus steht, fand ich vor einer kleinen Parfümerie einen Korb mit zwei Arten von Parfums – das eine hieß Mozart, das andere Amadeus. Jedes um 14, 95 Euro. Was wäre dem Wolferl erst dazu eingefallen!
Der Tag ist prachtvoll, wie er schöner nicht sein hätte können: blauer Himmel mit Schäfchenwölkchen, frisches Grün überall auf Bäumen und Wiesen – nur lassen sich diese Impressionen durch die Fensterscheibe leider nicht fotografieren, ohne Glasspiegelungen. Ich geb es also bald auf und sammle einfach nur angenehme Netzhauteindrücke.
Dann Salzburg, der Hauptbahnhof. Von da ist es selbst zu Fuß nicht weit zu unserem Quartier, der Junior Suite im viersternigen Josef-Brunauer-City-Hotel.Am Nachmittag beginnen wir, die Stadt zu erkunden – oder soll ich besser sagen, sie für uns zu erobern? Denn wir betreiben hier kein herkömmliches Sightseeing nach dem Reiseführer, sondern geben der Stadt eine Chance, auf ihre ganz eigene Weise zu uns zu sprechen.
Wir spazieren bewusst zu Fuß ins Zentrum, um auch ein wenig von der Stadt jenseits der touristischen Highlights zu erleben, die zufällige Atmosphäre der „ganz gewöhnlichen“ Wohngegenden aufzunehmen. Einfach so.Natürlich ist Schloss Mirabell mit seinem wunderbaren Park zauberhaft und wir genießen es, dort herumzugehen und das beeindruckende Panorama zu fotografieren – ganz wie die japanische Touristengruppen, die hier was nur geht auf die Speicherkarten ihrer kleinen Kameras bannen…
Je näher wir dann der Altstadt kommen, desto intensiver wird der Duft nach den berühmten Gewürzsträußchen, die hier bei kleinen Marktständen überall in der Stadt als Mitbringsel verkauft werden. Die Gestecke aus verschiedenen Gewürzen, Rinden, Glasperlen und Seidenbändchen sind hier Tradition. Zur Festspielzeit scheint die ganze Stadt unter einer Wolke von Zimt, Nelken und anderen wohlriechenden Gewürzen zu liegen und man würde sie selbst mit geschlossenen Augen erkennen.Natürlich wollten wir auch in die Getreidegasse, irgendwann einmal. Doch die ist wie ein Magnet. Es ist praktisch unmöglich, sie nicht zu finden. Alle zieht es dorthin. Hier findet sich nicht nur Mozarts Geburtshaus, sondern auch exklusive Boutiquen mit Trachtenmode, haute couture, teure Parfümerien und Andenkenshops mit den unvermeidlichen Mozartkugeln und anderem Salzburg-Kitsch, sondern auch – angenehmerweise – ein MacDonald’s für einen schnellen, kleinen Snack. Selbst das große, gelbe M ist hier jedoch aus Rücksicht auf das altertümliche Stadtbild in verschnörkseltes, schwarzes Schmiedeeisen gefasst – ein wahrlich seltsamer Anblick.
Wir lassen uns durch die City treiben, vorbei an den bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Residenzbrunnen mit seinen eindrucksvollen, großen Pferdeskulturen.Man sieht, Salzburg ist eine reiche, verwöhnte Stadt – und das war sie wohl immer schon. Man merkt es am Stadtbild, den stolzen alten Bürgerhäusern, den vielen Brunnen, Denkmälern und Kirchen… Und den zahlreichen Hotels.
Seit ich Thomas Bernhard gelesen habe, habe ich ein ambivalentes Verhältnis zu dieser Stadt. Thomas Bernhard, der leider schon verstorbene österreichische Schriftsteller, hat Salzburg, wo er lange gelebt hat, vor allem in seinem autobiographischen Roman „Der Keller“ 1976 eher negativ geschildert und die konservative, engstirnige Seite dieser Stadt herausgestrichen, die er als besonders einengend empfand. Ähnlich wie Mozart hat sich Bernhard hier nie wohl gefühlt und seinen Wohnsitz nach Wien, Gmunden und Ohlsdorf verlagert.Natürlich gibt es das auch, diese hochmütige, intolerante Facette. Aber wir sind nicht hergekommen, um hier empirische sozialkritische Studien zu betreiben, sondern wollen Urlaub machen und uns eher an den schönen Bildern erfreuen, die Salzburg wohl mehr als viele andere Städte zu bieten hat.
Zudem hat sich im Laufe der Zeit, seit Thomas Bernhard hier seine Lehre in einer Gemischtarenhandlung absolvierte, viel geändert. Salzburg ist moderner geworden, aufgeschlossener und hat inzwischen nicht nur 51 Kirchen, sondern auch einen sozialdemokratischen Bürgermeister und eine sozialdemokratische Landeshauptfrau.Manches ist aber auch gleich geblieben: Vieles wirkt nach wie vor süßlich, kitschig, putzig im Stadtbild – daneben ermöglicht die Stadt aber auch echte Begegnungen mit der Vergangenheit. Und die ist äußerst reich. Siedelten doch schon die alten Römer in Iuvavum – so der lateinische Name der Stadt. Im siebenten Jahrhundert wurde Salzburg ein Bischofssitz, später, 798, sogar ein Erzbistum. Salzburg war nicht nur reich an Geschichte. Die Salzgewinnung bzw. der Salzhandel und zeitweise sogar Goldbergbau bescherte den Salzburgern großen Wohlstand. Das sieht man auch an den prunkvollen Bauten der Residenzstadt, deren Altstadt seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.
Unwillkürlich halte ich Ausschau nach einem bestimmten Grab, das ich nur noch flüchtig in Erinnerung habe. Denn dort bekam ich den wohl verrücktesten Heiratsantrag meines Lebens. Ein gut situierter Arzt, den ich eigentlich kaum kannte und mehr zufällig traf, als ich einmal zu den Festspielen einige Tage in Salzburg weilte, führte mich bei einem Spaziergang unter einem Vorwand hierher, zu seinem Familiengrab, und erging sich in mehr oder weniger deutlichen Anspielungen darauf, dass ich, wenn ich wolle, auch einmal hier bestattet werden könne…
Um die Wahl dieses doch wohl eher makabren Ortes für einen Antrag zu verstehen, muss man wissen, dass auf diesem Friedhof fast nur uralte Salzburger Familien ihre letzte Ruhestätte haben. Hier ein Grab zu besitzen, bedeutet, dass man quasi einer alteingesessenen Salzburger Patrizierfamilie angehört, also privilegiert und angesehen ist.Ich blickte vom Grab zu meinem Bekannten und wieder zurück. Mit der Vorstellung, in der kühlen Erde des Petersfriedhofs auf den Jüngsten Tag zu warten, hätte ich ja noch leben können, aber die vielen Jahre davor an der Seite eines Mannes, der absolut nicht mein Typ war…
Mein Bekannter fuhr mit mir nach der filmreifen Performance am Familiengrab nach Maria Plain, einer idyllisch auf einem Berg bei Salzburg gelegenen Wallfahrtskirche, um sie mir zu zeigen. Hier wurde er nun deutlicher und meinte allen Ernstes, das wäre doch der ideale Ort für unsere Trauung…Da musste nun auch ich Klartext reden und meinem Begleiter begreiflich machen, dass es nie eine Trauung von uns geben würde. Der Herr Doktor war ein schlechter Verlierer. Er verfrachtete mich sofort in seinen Wagen und brachte mich zwar immerhin noch in die Stadt zurück, Gentleman genug, um mich zu meinem Hotel zu bringen, war er allerdings nicht. Er ließ mich einfach irgendwo in Salzburg aussteigen, von wo ich mich als Ortsunkundige dann zu meinem Domizil durchfragen musste…
„Woran denkst du gerade?“, fragt mich Tam.Die Festspielhäuser. Schön sind sie ja nicht. Wie oft bin ich hier zu Aufführungen gegangen…! Das war ein allabendliches Zeremoniell. Wer eine der begehrten Festspielkarten besaß und hier in der Abendrobe vorbeidefilierte, war sich der bewundernden Blicke vieler Schaulustiger sicher, die sich Abend für Abend eigens hier einfanden, um „reich und schön“ zu bestaunen.
Ich sehe mich noch in meinem schwarz-weißen, bodenlangen Jugendstilkleid in die Oper huschen – vorbei an verzweifelten Fans – bereits in hoffnungsvoller Abendkleidung - mit Schildern in der Hand: „Karte für Placido Domingo heute dringend gesucht!“ Ich hätte meine Eintrittskarte damals höchst gewinnbringend verscherbeln können, wenn ich gewollt hätte. Aber Placido Domingo als König Gustav III. von Schweden beim Maskenball hingebungsvoll sterben zu sehen, war mir doch wichtiger.Touristen in Fiakern. Früher hießen diese Pferdekutschen Landauer, fällt mir ein. Die müssen hier irgendwo in der Nähe ein Nest haben… Die Preise für ein Gespann, in das 4 Personen passen, kosten 36,- Euro für 20-25 Minuten Dahrt oder 72,- Euro für 50 Minuten. Trotzdem sieht man viele dieser Pferdewagen im Stadtbild. Wer eine Kutsche mieten will, kann das am Standplatz Residenzplatz.
Wir stehen vor der Pferde- bzw. Marstallschwemme, einem Barockbrunnen, der – wie der Name schon sagt – Pferden früher Abkühlung und Reinigung brachte. Dahinter ragt die steile Felswand des Mönchsbergs empor. Am nächsten Abend werden wir uns wieder hier einfinden, um Salzburg bei Nacht zu erleben und zu fotografieren.Gerade an einem warmen Frühsommerabend empfindet man den oft gepriesenen italienischen Charakter der Stadt besonders intensiv. Der Erzbischof und Landesfürst Markus Sittikus von Hohenems, der in Mailand und Rom aufwuchs, brachte – beeinflusst vom italienischen Barock – namhafte Künster und Architekten aus Italien nach Salzburg, die südländisches Flair in der Landeshauptstadt verbreiteten.
Tam fotografiert mit Stativ. Ich setze mich auf eine Bank und schau ihm zu. Die Pferdeschwemme mit ihren bunten Fresken ist hell beleuchtet. Auch die Felswand des Mönchsbergs ist von Scheinwerfern effektvoll angestrahlt. Irgendwo da oben, über dem Open-air-Theater der Felsenreitschule gibt’s eine Stelle, wo man den Sängern zuhören kann, ohne dafür bezahlen zu müssen. Ob ich sie noch finden würde?Leider ist der Felsen auch ein bekannter Magnet für Selbstmörder.
Auch der Salzburger Dom, eines der vom italienischen Barock beeinflussten Bauwerke, das Markus Sittikus errichten ließ, sieht nachts ganz anders aus – viel geheimnisvoller. Überall locken Fotomotive: raffiniert beleuchtete Barockstatuen und Brunnenfiguren, angestrahlte Hausfassaden und Kirchen.Markus Sittikus durfte allerdings die Fertigstellung des Doms im Jahr 1628 nicht mehr erleben. Etwa 14 Jahre lang hatte man an diesem großen Bauwerk gearbeitet, das auf Pläne von Vicenzo Scamozzi und Santino Solari zurückgeht. Schon im 8. Jahrhundert gab es hier eine romanische Basilika, die allerdings einem Feuer zum Opfer fiel.
An der Außenwand des Doms entdecken wir eine schaurige Figur: eine kauernde Gestalt in einem weiten, faltigen Mantel mit Kapuze, aber ohne Gesicht… der Tod? Es ist eine moderne Skulptur, die sich jedoch schlecht fotografieren lässt.Ich staune immer wieder, wie groß der Salzburger Dom ist. Wenn ich über den Platz vor dem Dom gehe, denke ich immer daran, dass hier im Sommer seit – ich glaube 1929 - der „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal im Freien aufgeführt wird. Leider hab ich’s noch nie geschafft, eine dieser Aufführungen live mitzuerleben.
Für Leichtgläubige, die „Sakrileg“ gelesen haben, ist es sicher keine große Überraschung, dass Sankt Rupert über solche Wunderkräfte verfügt, ist er doch eng mit der Familie der Merowinger verwandt, die angeblich (zumindest laut Dan Brown) auf Nachkommen von Jesus Christus und Maria Magdalena zurückgehen…
St. Rupert zu Ehren haben übrigens alle Salzburger Schüler am 24. September, dem „Rupertitag“, an dem die Gebeine des Heiligen im Jahr 774 in Salzburg eintrafen, schulfrei und können so ihren Schutzpatron nach Herzenslust feiern – findet doch an diesem Tag jährlich ein großes Kirchweihfest in Salzburg statt.Schlag Mitternacht gehen in Salzburg die öffentlichen Beleuchtungen aus. Das plötzliche Dunkel erschreckt fast ein bisschen. Zeit, um den Abend Abend sein zu lassen und den letzten Bus zum Bahnhof zu erwischen, in dessen Nähe unser Hotel liegt.
Am nächsten Tag wollen wir auf die Feste Hohensalzburg. Von dort soll es einen herrlichen Blick auf die Stadt geben. Die Feste ist auch einer der touristischen Fixpunkte von Salzburg. Denn sie gilt als Wahrzeichen der Stadt. Die mittelalterliche Burg, deren älteste Teile aus dem Jahr 1077 stammen, ist eine der größten Burgen Europas und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Österreich.Wir erklimmen den steilen, aber nicht allzu hohen Burgberg, auf den eine breite Straße führt. Auch ein Aufzug führt hinauf. Bei meinem letzten Besuch in Salzburg war der Zutritt zur Feste noch frei – nur für die Besichtigung der Innenräume musste bezahlt werden. Diesmal befindet sich schon vor dem Eingang zu den Außenbereichen der Burg eine Kasse. Wir ersuchen um Pressekarten, zeigen unsere Presseausweise und sagen, dass es uns nur um ein paar Fotos vom Außenbereich der Burg bzw. vor allem auf Salzburg geht. Der junge Mann an der Kasse zeigt sich aber unerbittlich und schüttelt den Kopf: „Gibt es bei uns nicht.“
Wir sind enttäuscht, dass man sich hier so wenig entgegenkommend zeigt und verzichten angesichts der hohen Eintrittspreise auf ein Betreten der Feste. Wir hätten pro Person 7,40 Euro bezahlen müssen – in diesem Preis wäre auch obligatorisch die Besichtigung der Innenräume inkludiert gewesen. Wir wollten allerdings wirklich nur den Außenbereich sehen und ein paar Fotos vom Blick auf die Stadt machen. Für einen ausgedehnten Rundgang hatten wir zu wenig Zeit und Interesse. Ich liebe zwar alte Burgen und Schlösser, aber Mirabell und Hellbrunn genügten mir an Schlössern und Burgen innerhalb von zweieinhalb Tagen… In Hellbrunn, wo es wesentlich mehr zu besichtigen gab, zeigte man sich übrigens viel kooperativer Mitgliedern der Presse gegenüber.Aber der Salzhandel, der die Stadt reich gemacht hat, ist eben auch nicht mehr das, was er war – und so muss man halt offensichtlich auch hier sparen, wo’s geht…
Mit der Feste Hohensalzburg verbindet sich übrigens eine alte Legende. Einst soll sie von einem feindlichen Heer belagert worden sein. Die Burg war gut befestigt, also nicht leicht zu bezwingen. Also kamen die Belagerer auf die Idee, die Burgbewohner auszuhungern. Das gelang auch. Als trotz eines strengen Fastens allmählich die Nahrungsvorräte auszugehen drohten, kam der verzweifelte Burgherr auf eine List. Er trieb den letzten noch verbliebenen Stier, ein braungeflecktes, wohlgenährtes Tier, auf die Stadtmauer. Am nächsten Tag malten die Burgbewohner den Stier weiß an und trieben ihn wieder auf die Stadtmauer, um ihm dem Feind zu zeigen. Und am übernächsten Tag erschien der gleiche Stier in Schwarz… So sollten die Angreifer getäuscht werden und denken, die Salzburger hätten noch reichlich Nahrung. Das Täuschungsmanöver ging tatsächlich auf. Die Angreifer gaben frustriert auf und zogen wieder ab… Die Salzburger aber jubelten und trieben den Stier zur Salzach, wo die Farbschichten von ihm heruntergewaschen wurden. Seither werden die Salzburger augenzwinkernd gern „Stierwascher“ genannt. War die Bezeichnung früher auch etwas spöttisch gemeint, so tragen sie die Salzburger heute mit Stolz auf ihre schöne Stadt - und ihre List.Der Verzicht auf den Besuch der Feste fällt uns umso leichter, da das Benediktenstift Nonnberg ganz in der Nähe ist - mit einer der schönsten und ältesten Kirchen Salzburgs.
Aber wir sind ja hier in Salzburg und vom Marionettentheater über das Puppenmuseum, die Residenz, das Mozart Wohnhaus und das Mozart Geburtshaus und viele, viele Kirche gibt es hier so viel zu besichtigen, dass uns bestimmt nicht langweilig wird. Da wir zufällig in der Nähe des Mönchsbergliftes sind, beschließen wir, hinaufzufahren und nach der vielen alten Kunst und Kultur auch dem Museum der Moderne Mönchsberg einen Besuch abzustatten, wo gerade zwei Ausstellungen, nämlich eine von Georg Baselitz und eine von Nancy Spero, zum Dialog mit der modernen Kunst einladen.
Das Museum gibt’s erst seit 5 Jahren, ich kenne es noch nicht. Auf drei Ausstellungsebenen kann man hier zeitgenössische bildende Kunst in immer wechselnden Ausstellungen sehen. Eine Ebene, wo gerade eine Schau vorbereitet wird, ist geschlossen. Fotografieren darf man übrigens im Museum nicht!Mit dem modernen Mönchsbergaufzug fahren wir in ca. drei Minuten in der Felswand hinauf. Die Bergfahrt kostet 1,80 für Erwachsene. Hinunter wollen wir nach dem Museumsbesuch zu Fuß marschieren.
Aber vorher gönnen wir uns einen leckeren Eiskaffee auf der Terrasse des Museumsrestaurants. Hier war früher das bekannte Café Winkler, das ich öfter besucht hab, um den einzigartigen Panoramablick über Salzburg zu genießen.Unseren letzten Tag in der Stadt an der Salzach verbringen wir in Hellbrunn, wo es vom Schloss über den Park und die Wasserspiele viel zu besichtigen gibt.
Als Fremdenverkehrsstadt verfügt Salzburg über jede Menge Hotels, Restaurants, Cafés und sonstige Lokale. Allerdings ist Salzburg natürlich nicht ganz billig. Und besonders zur Festspielzeit muss man überall mit „Festspielpreisen“ rechnen. Burger King und MacDonald’s gibt’s allerdings auch, wenn man es eilig hat oder nur eine Kleinigkeit essen und nicht viel Geld ausgeben will.Sehr bekannt ist das Café Tomaselli, das älteste Wiener Kaffeehaus Österreichs. Seit 1753 trinken hier am Alten Markt sowohl Salzburger als auch Gäste der Stadt ihre Kaffeespezialitäten und genießen auch Speisen und Snacks. Das zentral gelegene Tomaselli ist ein beliebter Treffpunkt – auch für jene, die sich in Salzburg nicht so gut auskennen. Denn es lässt sich leicht finden, da es praktisch jeder kennt.
Zuletzt möchte ich noch die Salzburgcard erwähnen. Mit dieser Chipcard kann man einmalig sehr viele Sehenswürdigkeiten von Salzburg besuchen und alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt und zu den auswärts gelegenen Sehenswürdigkeiten benutzen. Auch bei vielen Veranstaltungen kriegt man damit Vergünstigungen.
Salzburg ist nicht zu Unrecht eine der meist besuchten Städte Europas. Es ist eine malerische, wunderschöne Stadt, in der man sich als Gast ausgesprochen wohl fühlt. Das Freizeitangebot ist nahezu unbegrenzt und die Sehenswürdigkeiten zahlreich und vielfältig.
Ich werde sicher wiederkommen - und das wahrscheinlich nicht nur einmal - und dann die Georg-Trakl-Gedenkstätte besuchen, die frühchristlichen Katakomben im Mönchsberg, die Salzwelten im nahen Hallstatt (das älteste Salzbergwerk der Welt), die Eisriesenwelt und das Salzburger Freilichtmuseum mit seinen historischen Bauernhäusern und Gärten. Auch die WasserWunderWelt Krimml wäre natürlich reizvoll oder eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Untersberg.Salzburg ist immer eine Reise wert!
Am Ufer der Salzach gibt's schöne Spazierwege, viele Lokale und einen herrlichen Blick auf die Altstadt.
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eyesinfog 11.10.2009 02:17
C3PO-oh 13.09.2009 22:17
dahia 19.08.2009 13:45
ich war einmal dort, leider nur einen tag, mit der schule. wir haben 1 1/2 stunden sightseeing gemacht, durften danach die zeit uns selbst vertrödeln... natürlich waren wir in einem klavier-geschäft, wo ich mich in die tasten werfen konnte... und JA, bei uns hat es auch geregnet ;) mit hübschem regenschirm geht das aber... und wasserfesten schuhen. beides war gegeben, bei anderen nicht. du kannst dir vorstellen wie die sich gefreut haben ;D was mich aber auch stört ist dieses ZU-viel an mozart kitsch und die dazugehörige kommerzialisierung. das muss man sich nicht geben. dennoch, eine schöne stadt, wie du sagst. lg, dahia
Texterbude 17.08.2009 09:33
Ich war auch schon da, und Salzburg ist wirklich eine Reise wert. Der "Heiratsantrag" auf dem Friedhof - beklemmend statt romantisch, naja war ja eh der Falsche ;-), bh von mir lg Kristina
Sydneysider47 11.08.2009 21:39
Was für ein grandioser Bericht! Salzburg - ja, da sollte ich auch mal wieder hin! Das ist wirklich so eine schöne Stadt! Viele Grüße und ein bh von mir!
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