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Winston-Salem
Pro nette Afrikaner die sehr geduldig waren
Kontra nach 21.00 Uhr nicht mehr los, kein Mensch auf der Straße
Unsere Reiseetappe des Tages startete in Washington D.C. am frühen Morgen. Wir legten eine ziemlich lange Fahrstrecke in unseren Reisebus zurück, es waren so um die 660 km. Nachdem wir den Staat Virginia durchquert hatten, kamen wir nun nach South Carolina, wo wir am späten Nachmittag in der Stadt Winston-Salem ankamen. Hier wollten wir die heutige Nacht verbringen und am Morgen schon wieder weiterfahren.
Winston und Salem sind 2 große Städte, die vor einigen Jahren wegen reger Bautätigkeit zusammenwuchsen und miteinander verschmolzen. Salem wird auch als die "Hexenstadt" bezeichnet, woher dieser Aberglaube jedoch stammt, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Jedenfalls ist die Tabakindustrie hier sehr stark vertreten.Nachdem wir (eine Freundin und ich) unser Luxuriöses Hotelzimmer begutachtet hatten, wollten wir gleich in den angepriesenen Hotel-Indoor-Pool im 3. Stockwerk, um uns von der langen Fahrt und der Tageshitze, die wir eigentlich nur am Rande in unserem vollklimatisierten Bus mitbekommen haben, erholen und entspannen.
Am Abend, so gegen 21.00 Uhr spazierten wir noch einmal um die Häuser, aber es war erstaunlicherweise kaum ein Mensch auf der Straße. Es dämmerte langsam und die Gegend war wie ausgestorben. Ganz in der Nähe des Hotels, nur eine Straße weiter, fand an dem Tag eine Afrika-Ausstellung statt, wo eigentlich nur Schwarze verkehrten und wir die einzigen Weißen waren. Etwas mulmig war uns da schon, aber ohne irgendwas unternommen zu haben, wollten wir nicht ins Hotel zurück, dafür war es noch zu früh.Wir gingen also in die Ausstellung hinein und ließen die afrikanische Kunst und Kultur, die netten Gespräche mit den Ausstellern und die rhythmischen Klänge,welche die Halle durchfluteten, auf uns wirken. Alle Leute waren super nett zu uns, und wir hatten das Gefühl, daß sie über den Besuch weißer Touristen sehr erfreut waren, auch wenn wir nichts gekauft hatten. Alle waren sehr geduldig und erzählten uns verschiedene Geschichten und erklärten ihre Produkte. Die Sprachschwierigkeiten waren dabei kein großes Hinderniss, da die Afrikaner sehr bildhafte und gestenreiche Gespräche führen.
Uns hat es hier sehr gefallen, nur das die Straßen so leblos und fad wirkten, fanden wir nicht so erbauend, eher furchterregend.Von unserer Reisegruppe haben wir an dem Abend auch keinen mehr gesehen, die haben sich bestimmt auf ihren Zimmern verbarikadiert, ich weiß es aber nicht. Eigentlich durchfahren wir ja so viele Städte, damit wir so viel wie möglich sehen, aber manche gingen abends gar nicht mehr vor die Tür und wollten nur noch schlafen. Sowas ödes!
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nicki28 12.02.2011 20:28
Ciao-Ranitzki 31.07.2001 09:44
Du solltest es noch einmal überdenken, denn Winston-Salem ist in North Carolina!Gruß, Ciao-Ranitzki
Rappelzappel 14.12.2000 16:52
Halloooo, Du warst im falschen Salem. Das Salem, das als Hexenstadt bezeichnet wird, liegt in Massachusetts. Dazu gibt es z.B. das Buch "The House of Seven Gables" von Nathaniel Hawthorne. Aber sowas kriegt man auf einer Busreise vielleicht nicht mit.
kanitz 29.07.2000 06:17
Lassy 23.07.2000 00:12