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Erfahrungsbericht

für Saalfelder Feengrotten, Thüringen
5 Sterne Zauberhaftes in Thüringen Bericht mit Bildern
111 von 111 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro ein tolles Erlebnis

Kontra nichts für Menschen, die schlecht zu Fuß sind

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

Sylviane Seit 17 Aug 2001

***beLIEve ***Vielen Dank für ALLE Bewertungen! Bitte nicht böse sein, wenn ich derzeit nicht in... mehr

557 Mitglieder vertrauen mir

Nach einem wunderschönen Ausflugstag in meinem Thüringenurlaub bin ich nun auf mein Hotelzimmer zurückgekehrt und möchte das Erlebte gern mit Euch teilen und für mich persönlich aufarbeiten.

Heute hat es uns in den Ort Saalfeld gezogen, um mit unseren Kindern die Feengrotten dort aufzusuchen.

Wie wir dazu kamen:
Aufmerksam wurde ich auf die Feengrotten durch einen Flyer bei uns im Hotel. Dort liegen diese in der Lobby aus, um den Hotelgästen Anregungen für Ausflüge in die nähere Umgebung vorzuschlagen. Die Feengrotten hörten sich für mich nach einem tollen Ausflugsort für die gesamte Familie an. Doch leider war im Flyer keine Preisangabe vorhanden. Das war etwas bedauerlich und somit machte ich mich auf, die Touristeninformation innerhalb meines Hotels aufzusuchen. Und das war eine wirklich gute Idee, wie sich herausstellte. Denn man konnte mir dort nicht nur die Preisliste zeigen für diese Unternehmung, sondern ich bekam noch einen Rabattgutschein mit, da Gäste meines Hotels dort 10% Ermäßigung bekommen. Eine schöne Sache, die uns den Besuch dort natürlich noch schmackhafter machte.

Sprechen wir über Preise:
Preislich sieht es bei den Feengrotten so aus, dass man als Erwachsener für ein so genanntes Kombiticket 12 Euro zahlen muss. Das Kombiticket umfasst die Führung in der Grotte sowie den Besuch im Feenweltchen. Was das genau ist, erkläre ich später noch genauer.
Für Kinder liegt der Eintritt im Kombi bei 8 Euro. Man kann auch jeweils nur die Führung durch die Grotte buchen oder nur das Feenweltchen. Doch dann ist das vergleichsweise teuer. Man spart also schon, wenn man beide Bereiche an einem Tag besucht. Und irgendwie gehört das auch alles zusammen.
Als Familie kann man 10% Ermäßigung bekommen, wenn mindestens drei Personen zur Familie zählen und eines der Personen ein Kind ist.
So kam bei uns mit dem Rabatt des Hotels und dem Familienrabatt ein Eintrittspreis für zwei Kinder und zwei Erwachsene von 34,40 Euro heraus als Familienkarte.

Feenweltchen:
Kommen wir nun zu den beiden Programmpunkten der Feengrotten. Beginnen wir mit dem Feenweltchen.
Das Feenweltchen kann nur mit gültiger Eintrittskarte betreten werden. Dieses regelt ein Drehkreuz am Eingang zur Feenwelt. Hat man dieses passiert, findet man sich in der Welt der Feen und Trolle wieder.
Man geht durch einen zauberhaften Zugang, einer Art Holzhäuschen, dessen Boden schon bedeckt ist mit goldenem Feenstaub. Eine geheimnisvolle Atmosphäre entsteht in diesem Häuschen und wenn man es durchschritten hat, tut sich einem ein Weg auf, der aus hellen Steinenplatten besteht. Diesen Steinplatten gilt es nun zu folgen, um in die Feenwelt einzutauchen. Wie durch Geisterhand ertönt nach dem Eintritt in das Feenreich die Stimme einer Fee, die uns willkommen heißt. Sie erklärt uns unseren Weg durch das Reich und sagt uns, dass wir den hellen Steinplatten durch das Wäldchen folgen sollen. Dieses taten wir auch eifrig und gelangten dann an eine zauberhafte Hütte. In dieser Hütte saß eine wunderschöne Fee, die den Namen Feli trug und verschaffte allen Besuchern, die sich darauf einließen, ein zauberhaftes Feenmakeup.
Meine Töchter waren natürlich Feuer und Flamme, sich von Feli schminken zu lassen und meine Tochter Felicitas war natürlich besonders begeistert, dass es die Fee Feli war, die sie anmalte. Die Namensähnlichkeit ließ meine kleine Maus staunen und schaffte gleich ein tolles Zutrauen zu der Fee. Als meine beiden Töchter dann mit einer wunderschönen rosa farbenen Ranke und Feenstaub versehen waren, sowie dem Gegenstück in Grün für meine Tochter Shari, musste auch ich noch herhalten und mir von der Fee eine Ranke ins Gesicht malen lassen. Danach konnten wir dann unseren Weg durch das Feenweltchen weiterfortsetzen.
Wir entdeckten dort dann viele weitere besondere Gegebenheiten und erfuhren eine Menge (fiktives und märchenhaftes) über die Feenwelt. An vielen Ruhepunkten gab es die Möglichkeit kleine Geschichten über Feen und Trolle zu hören. Diese befassten sich mit den grundlegenden Fragen, wie Feen aussehen, wie groß sie sind, wann man sie sehen kann, was sie verabscheuen und so weiter. Wirklich phantasievolle Antworten werden zu diesen Punkten gegeben und man mag auch als Erwachsener dieser netten Geschichte lauschen. Für die Kinder hingegen ist klar, all das, was sie gehört haben, muss der Wahrheit entsprechen... Ein neuer schöner Kinderglaube ist somit geboren.

Doch nicht nur diese kleinen Ecken mit den Sitzgelegenheiten gibt es im Feenweltchen. Es gibt auch eine Menge Action. So können die Kinder in ein wirklich liebevoll gestaltetes Feennestchen klettern und sich vorstellen, wie es ist, selbst eine Fee zu sein. Das macht mit dem Feenmakeup und dem Glitzerstaub auch gar keine Mühen mehr. Die hatten die Kinder eher als sie die Strickleiter hoch in dieses Nest klettern mussten.

Auch visuell wurden einem die Feen nahegebracht und zwar in einer kleinen Hütte, wo man an die Wand gemalt eine kleine Fee erkennen konnte. Zuvor musste man einen kurzen Weg durch einen dunklen Raum mit kleinen Lichtreflexen zurücklegen. Eine tolle Sache für die Kinder, die die kleine Fee aufmerksam betrachteten und bestaunten.

Doch auch beim Betreten des Bereiches der Waldgeister, ging es spannend für die Kinder weiter. Dort konnten sie zum Beispiel in den Klangberg eines Gnom klettern, verschiedene Gongs in seinem Inneren ausprobieren und dann den Berg oben durch eine Lücke wieder verlassen.
Gruselig wurde es an einem Ruhepunkt, wo man sich auf einen dunklen Thron setzen musste. Tat man dieses, drang weißer Nebel um einen und eine Stimme erzählte die Geschichte von Johann und dem Zeitgeist.
Ebenso spannend war das klettern über eine Art Hängebrücke und Mut erforderte auch das Barfußlaufen über einen speziellen Pfad, der unterschiedliche Untergründe zu bieten hatte.

Das abschließende Highlight war dann aber das Feenwipfelschloss. Dieses konnte man über eine Art hölzerne Brücke erreichen und dann durch eine Röhrenrutsche wieder verlassen. Ein großer Spaß für die Kinder. Das war das Ende des Feenweltchens.

Meine Töchter haben in dem Feenweltchen viel Spaß gehabt, vieles an Illusion erfahren und einen abwechslungsreichen Weg betreten zwischen Action und Ruhe. Eine tolle Kombination aus Aktionsbereich und ruhigem Erzählbereich. Das hat mir gut gefallen,
Im gesamten muss ich sagen, dass dieser Bereich dadurch geprägt war, dass er aus einfachem etwas Zauberhaftes gemacht hatte. Schon alleine die kleinen liebevoll beschrifteten Tafeln am Wegrand fand ich ganz reizvoll, die uns auf poetische Art und Weise einige Pflanzen nahebrachten. Wirklich alles reizend, liebevoll ausgearbeitet mit dem Blick fürs Detail. Ganz prima und dieser Bereich bekommt alleine schon meine Höchstwertung.

Ein kleiner Rat:
Es ist ratsam sich festes Schuhwerk anzuziehen. Ich hatte an dem Tag recht lose Sandalen an und wirklich Schwierigkeiten in dem Gelände, meine Schuhe nicht zu verlieren.

Etwas Historie:
Doch wir hatten ja nicht nur das Feenweltchen gebucht, sondern auch die Feengrotte.
Hierbei möchte ich nun auf die Geschichte der Feengrotte ganz kurz eingehen.
Die Feengrotte war einst ein normales Bergwerk mit dem Namen Jeremias Glück. Doch als es stillgelegt wurde, kaufte es der Berliner Adolf Mützelburg. Das war bereits im Jahre 1912.
Die Feengrotte schuf er schon im Jahre 1914, weil er die Naturschönheiten allen gern zugänglich machen wollte. Es heißt, dass bis dato über 17 Millionen Besucher schon die Feengrotten besucht hätten. Desweiteren sind die Grotten auch als Heilbereiche in Sachen Atemwegserkrankungen zu erwähnen. Hier kann man sich kurmäßig aufhalten, um diesen Erkrankungen zu Leibe zu rücken, da die Luft in dem ehemaligen Bergwerk erwiesenermaßen heilend auf die Atemwegserkrankungen (Asthma zum Beispiel) wirkt, aber auch gegen Heuschnupfen etc. Leider übernimmt eine Kur in diesem keine Kasse.

Feengrotte:
Soweit so gut. Beginnen wir nun mit dem direkten Thema Feengrotte. Jeder Besucher hat eine Eintrittskarte bekommen mit einer fortlaufenden Nummer. In unserem Fall war das die 22. An der Kasse hatten wir schon gesagt bekommen, wann die Führung für uns statt finden sollte. Und es gab auch einen Aufruf durch das Gelände, das mit einem feinen Klingeln eingeläutet wurde. Man hat es hier schließlich mit leisen Feen zu tun.
Beim ersten Aufruf der Führung musste man sich an einem Treffpunkt einfinden. Dann gab es einen weiteren Aufruf, der dann alle Gäste mit dieser Nummer zusammengerufen haben soll und ein Führer übernahm seinen Platz. Auf humorvolle Art und Weise brachte er uns das Leben eines Bergmannes näher, erzählte und auf unserem Weg durch den Stollen alles wissenswerte und ließ auch nicht davon ab, auf die Schönheit, die Naturschönheit der Grotte hinzuweisen.
Doch bevor wie noch den Stollen betreten konnten, bekamen wir Mäntelchen angezogen, die unsere Kleidung schützen sollten, da es sich um eine Tropfsteingrotte handelte und die Wassertropfen von der Decke kommend so mit Mineralien versetzt waren, dass sie uns Flecken auf die Kleidung gezaubert hätten.
Niedlich war es, dass es die Mäntel in verschiedenen Farben und Größen gab. Die kleinsten Gäste hatten leuchtend rote Mäntel an, die etwas größeren (meine Töchter zum Beispiel) bekamen grüne, wir Erwachsenen braune Mäntel und sehr groß gewachsene Personen dunkelrote. Die Mäntel waren eher Capes, die an die Umhänge erinnerten, die die Wichtel im Märchen anzogen. Wirklich nett gemacht, aber auch sinnvoll. Im Nachhinein merkte ich, dass ich trotz des Mantels einen Tropfen wohl auf meine braune Jeans bekommen hatte und diese hat nun einen helleren Fleck...

Nachdem alle eingekleidet waren, gab es noch ein Erinnerungsfoto, das man am Ende der Führung am Ausgang für 5 Euro kaufen konnte, wenn man wollte.

Danach ging es dann endlich in den Stollen. Wir lernten einiges über die Bergleute, bekamen Werkzeug und anderes Material gezeigt, eine Erklärung zur Schutzpatronin der Bergarbeiter, der Heiligen Barbara und einiges über das Leben der Bergleute erzählt. Alles fand in einem humorigen netten Rahmen statt und man hatte bei der Führung viel zu schmunzeln, obschon es mich bewegte, wie schwer die Arbeit fürher als Bergarbeiter gewesen sein musste. Diese engen Gänge, das viele Wasser, das von überall floss und tropfte. Kein leichter Job, den damals schon Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren ausüben, um die damaligen Großfamilien mit über Wasser zu halten.
Mein Respekt vor diesen Arbeitern wuchs mit jedem Zentimeter, den ich mich weiter in den Berg hineinbewegte.

Doch nicht nur die Arbeit der Bergleute wurde uns veranschaulicht, auch die Schönheit, die die Natur in dieser Grotte mit den Tropfsteinen geschaffen hatte, war beeindruckend.
Der schönste Bereich war dann wohl der Märchen Dom, eine Art Halle im Stollen, die mit Tropfsteinen versehen war und einem See. Die Gestaltung dort war märchenhaft und schön. Mit viel Phantasie konnte man einiges in diesen skurilen Steinfiguren, die die Natur geschaffen hatte sehen, sogar eine Fee, wenn ich mich recht erinnere.
Dieser Bereich wurde uns mit Musik gezeigt und ein Farbenspiel fand dort statt, wirklich beeindruckend und wunderschön. Auch meine kleinen Töchter waren begeistert.

Am Ende der Führung kamen wir noch an einer Baumwurzel vorbei, aus der nun auch wieder ein Tropfstein wuchs. Danach führte man uns zum Ausgang.

Wir kamen in einer Halle an, an der wir dem Führer unsere Mäntel wieder gaben und zum Dank einen Edelstein geschenkt bekommen haben. In dieser Halle konnte man dann Souvenirs erwerber und kostenlos Mineralwasser trinken aus einer Quelle aus dem Gelände, auf dem sich die Feengrotten befanden. Das Wasser war wirklich Geschmackssache, ich empfand es als interessant. Ein wenig süßlicher als alle anderen Mineralwasser, die ich zuvor gekostet hatte.
Das war dann das Ende unseres Aufenthaltes bei den Feengrotten.

Weiteres:
Auf dem Gelände befand sich dann noch ein Spielplatz, einiges an Gastronomie und ein kostenloser Parkplatz, der sogar recht schöne schattige Plätze bei diesem Wetter zu bieten hatte.

Toiletten:
WC anlagen sind ausreichend vorhanden, kostenfrei und sauber.

Für wen sind die Feengrotten geeignet?
Ich möchte sie der ganzen Familie empfehlen, allerdings sollte man gut zu Fuß sein. Mit einem Kinderwagen kann man nicht in den Stollen und auch im Feenweltchen ist es unmöglich.
Das sollte man Bedenken. Die Paare mit kleinen Kindern, die ich gesehen habe, haben das Baby bei diesem Ausflug in einer Trage vor dem Bauch getragen,was aber sehr anstrengend war und meiner Ansicht nach nicht wirklich zu empfehlen.

Fazit:
Uns hat es in Saalfeld bei den Feengrotten gut gefallen. Ich möchte es gern weiterempfehlen mit allen Sternen, die mir zur Verfügung stehen. Es war ein schönes Erlebnis hier in Thüringen und ganz bestimmt eines der Highlights in diesem Sommerurlaub.

Bilder

für Saalfelder Feengrotten, Thüringen
Saalfelder Feengrotten, Thüringen
Saalfelder Feengrotten, Thüringen:Das Tor zum Feenweltchen
von Sylviane Sylviane
Saalfelder Feengrotten, Thüringen

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Kommentare

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  • KATERNIKY 28.10.2010 17:26
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • blonde.locke 21.09.2010 09:11
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Carmelita2905 11.09.2010 10:48
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Das war sicher nicht nur für die Kinder ein großer Spaß! :-)

  • Gabimel 19.08.2010 16:20
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • MoeGott 02.08.2010 22:19
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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