Sa Coma, Mallorca

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Sa Coma, Mallorca

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Sommer, Sonne, Strand und mehr ...

5  07.10.2005

Pro:
schöner Strand, sehr ruhig, schöne Gegend, super Klima

Kontra:
viele Hotels, teilweise sehr verbaut

Empfehlenswert: Ja 

Gracie_99

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 111 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Das hier wird also mein Beitrag zum Holiday-Special auf Ciao. Ich war zwar erst vor 8 Wochen im Urlaub, aber leider hab ich vor dem Special schon über das meiste geschrieben. Trotzdem möchte ich dann heute mal von dem Ort berichten in dem ich Urlaub gemacht hab und zwar in Sa Coma auf Mallorca.

Ich persönlich war jetzt schon das dritte mal in diesem Ort, so dass ich auch schon ein klein wenig mehr darüber berichten kann, als nur über die Umgebung rund ums Hotel ;-)
Ich laufe für gewöhnlich morgens sehr gerne mal alleine in der Gegend rum, wenn ich im Urlaub bin, gerade dabei habe ich ein paar tolle Sachen entdeckt, von denen ich euch auch berichten werde.
Dieser Bericht hier handelt im übrigen auch nicht nur von den Touristenseiten des Ortes, denn auf meinen Streifzügen durch die Gegend bin ich sehr oft auch in den einheimischen Gebieten gewesen, dort wo die echten Mallorqiner wohen oder die, die aus Deutschland und anderen Ländern beschlossen haben, dort zu leben.


*** Der Ort Sa Coma ***

Sa Coma ist ein kleiner Ort, der im Osten der Insel, zwischen Porto Cristo und Cala Millor liegt. Der Ort schließt allerdings direkt an Cala Millor an, so dass es ca. nur 5 Minuten zu Fuß bis dort hin ist.
Der Kern von Sa Coma erwachte 1980 zum Touristenzentrum, damals sind die ersten Hotels, Appartements und Zweitwohnsitze errichtet worden.
Seitdem und bis heute findet ein kontinuierlicher Anstieg statt, allerdings sehr kontrolliert, wegen der vielen noch vorhandenen grünen Zonen in dieser Gegend, diese sind nämlich geschützt.

Der Ort Sa Coma gehört der Gemeinde Sant Llorenç des Cardassar an. Bis auf den nördlichen Zipfel wurde die Küstenlinie hinter dem Sa Coma Strand über sein südliches Ende hinaus vor allem durch Appartmenthotels und deren Pool-Landschaften besetzt. Auch in der 2. und 3. Linie gibt es kaum eine Baulücke. Die Bebauung -ausnahmslos weiße Hotels, Shopping- und Restaurantarkaden sowie viele Ferienvillen- reicht teilweise bereits bis zur fast 2 km entfernten Küstenstraße. Die Hauptattraktion von Sa Coma sind der Sandstrand und eine prima Wasserqualität.


*** Sa Coma - S'illot ***

S'illot ist eine etwas ältere Siedlung als Sa Coma, die beiden Orte gehen nahtlos ineinander über. Wenn man einfach so an an den Souveniergeschäften vorbei schlendert, merkt man gar nicht, dass man plötzlich schon in S'illot ist.
Allerdings ist S'illot eine leicht herruntergekommene Siedlung, die Hotels hier sind überwiegend älterem Semesters zuzuordnen und außerdem ist der komplette Ort zugebaut bis zum Äußersten. Insgesamt ist der Ort allerdings etwas ruhiger als Sa Coma, nur wie gesagt, zählt er auch zu den hässlichsten Orten Mallorcas und dementsprechend günstig kann man dort auch Urlaub machen.
Auch wenn die beiden Orte so eng ineinander über gehen, so grenzt sich Sa Coma doch schon mindestens von der Attraktivität des Ortes ab.
Der Strand und die Strandpromenade ist allerdings der, bzw die selbe.


*** Der Strand ***

Zu diesem Thema hab ich schon einen extra Bericht geschrieben, aber da ich den Strand als einen sehr wichtigen Aspekt in einem Urlaubsort sehe, werde ich dazu hier auch noch mal einiges sagen.

Dieser Strand ist von der Qualität des Sandes noch mit einer der Schönsten. Um genau zu sein ist er 890 Meter lang und 60 Meter breit, man findet dort wirklich nur feinsten weißen Sand vor, so wie sich das für einen schönen Strand gehört.
Wenn man in der Mitte des Strandes steht, hat man nach recht einen eher nicht so schönen Blick, wie ich finde, denn man schaut nur auf eine riesen Reihe von Hotels runter, die alle nah am Meer gebaut sind. Einige Hotels sind so riesig, dass man dahinter wirklich nichts mehr erkennen kann, ausser lauter Hotels. Ich werd unten auch noch ein paar Fotos beifügen, so dass man sich das besser vorstellen kann.
Wenn man aber nach links schaut, dann hat man einen weitaus schöneren Blick auf die Landzunge die das Naturschutzgebiet Punt a Mer dort eingrenzt. Man kann dort auch hinauflaufen, was ich des öfteren getan hab. Dort hat man einen ganz wunderbaren Blick über den ganzen Strand und auch über Teile, in denen sich keine Menschen aufhalten. So gesehen ist die Linke Seite eigentlich schöner als die Rechte :-)

Also diese Bucht zähl schon zu denen, die sehr stark besucht sind und ich kann nur sagen, dass ist auch so. Man bekommt zwar immer ein freies Plätzchen, aber man liegt schon sehr nah aneinander. Ich möchte allerdings behaupten, dass es im Hochsommer, an der Nordsee nicht unbedingt anders ist. Da hab ich die gleichen Erfahrungen gemacht.
Ich war schon im Herbst und jetzt halt auch im Sommer dort und im Herbst sieht es mit der Bevölkerung an dieser Bucht eigentlich nicht besser aus, es ist eigentlich immer relativ gleich voll.
Mal bin ich schon vorm Frühstück am Strand gewesen, was allerdings nicht bedeutet, dass es dann leer da ist. Viele Leute sind schon dort um sich die Besten Plätze zu sichern, wobei dort alle Plätze eigentlich gleich gut sind, muss ich sagen. Morgens hat man allerdings noch die Möglichkeit der größeren Auswahl.

Also das Wasser ist absolut glasklar, das hätte ich vorher niemals gedacht, aber das ist tatsächlich so. Man kann auch weiter hinten im Meer immer noch bis auf den Boden schauen und manchmal entdeckt man sogar einen Schwarm mit kleinen Fischchen :-) Zusammen mit dem super weißen Sand ist das echt schön anzusehen.
Was die Sicherheit angeht, sind da schon ein paar "Aufpasser" auf mit Booten. Am Anfang des Strandes ist eine Fahne angebracht, die entweder wie bekannt, grün, gelb oder rot zeigt.
In der Zeit in der ich da war, war nur einmal die gelbe Flagge draussen, ansonsten immer grün.
Wie gut diese Baywatch Leute jetzt aufpassen, dass kann ich nicht genau sagen, weil mir nichts passiert ist :-) In der Zeit in der ich da war, ist auch niemand anderen was passiert. Aber es heißt ja wohl, dass an diesen Stränden in der Gegend nicht so toll aufgepasst wird. Das kann ich nicht beurteilen, ich kann nur sagen, dass auf jeden Fall Leute da waren.
Hier ist es erlaubt, seine eigenen Luftmatrazen und Schwimmtiere mit ins Wasser zu nehmen, was man ja zum Beispiel an der Nordsee in Holland nicht darf.
Außerdem kann man Bananenboot fahren und beim Paragliding über dem Meer mitmachen.
Bananenboot fahren kostet in der Nebensaison 5 € ansonsten 10 € und für das Paragliding bezahlt man für 2 Personen 65 € und für eine Person 40 €.
Ich finde diese Preise schon recht happig, ich bin damals mal für 5 DM in Holland Bananenboot gefahren, klar kann man das nicht mehr vergleichen, aber ich finds trotzdem teuer.


*** Die Promenade ***

Wirklich sehr schön zum Spatzieren gehen, tagsüber wie auch abends. In der Mitte der Promenade sind immer Palmen gepflanzt und meist auch an der anderen Landseite, was ziemlich schön ausschaut. Manche Plätze ähneln einem richtigen Palmengarten.
An der Promenade gibt es aber meist nur Bars und Restaurants, keine Souveniershops.
Was mich allerdings sehr gewundert hat, fast alle Bars und Restaurants an der Promenade waren um 20 Uhr schon komplett geschlossen und das in der Hochsaison, dafür ist es in der Nebensaison aber ungefähr genau so. Also die Geschäfte machen dann nicht noch eher zu oder so :-)
Ansonsten ist es dort wirklich sehr schön, ein super Platz zum relaxen oder einfach nur zum bummeln.


*** Hotels und Unterkünfte in Sa Coma ***

Da dieser Ort zuerst mal ein Touristenort ist, gibt es hier natürlich auch dementsprechend viele Hotels. Was in diesem Ort allerdings als etwas ungünstig gesehen werden könnte - die Hotels liegen nicht alle am Meer. Das bedeutet, dass auch viele Hotels in zweiter und dritter Reihe gebaut wurden und wieder andere sogar richtig rein gehen ins Dorf. Unser Hotel war auch ca. 5-6 Gehminuten vom Meer weg, aber dafür lag es ruhig an einer schönen Seitenstraße und in dieser oder ähnlichen Lage findet man dort die meisten Hotels vor.
Allerdings gibt es, im Gegensatz zur Playa de Palma, eher weniger 1-2 Sterne Hotels. Auch wenn Sa Coma ja doch eher einen schlechteren Ruf genießt, so sich die Hotels dafür umso gehobener. Überwiegend bewegen sie sich doch in der 4-5 Sterne Kategorie und meist handelt es sich dann auch eher um Familienhotels und größere Anlagen.

Unterkommen kann man in Sa Coma aber nicht nur in Hotels, sondern auch in eines der zahlreichen Häuschen in den einheimischen Abteilungen von Sa Coma. In dieser Gegend war ich öfter unterwegs und werde da auch gleich noch ausführlicher drüber berichten.
Manche Deutsche besitzen dort auch ein Häuschen, allerdings nicht unbedingt viele. Wenn ich ehrlich wäre, würde ich mir ja auch eher ein Haus in einem anderen Ort kaufen, wenn ich schon die Wahl hätte, aber schön zum Urlaub machen ist es da ja trotzdem.
Die wenigen Deutschen dort vermieten ihre Häuser auch oft an Feriengäste, einfach mal in den lokalen Zeitungen zu Hause oder auch im Internet Ausschau halten.


*** Geschäfte in Sa Coma ***

Von der Größe her ist Sa Coma ja nun wirklich nicht sehr groß, man könnte es wirklich mit einem mittelgroßen Dorf vergleichen, nur das es eben direkt in Cala Millor und auf der anderen Seite in S'illot übergeht.
Ansonsten ist dort aber alles vorhanden, was der Tourist und auch der Einheimische so braucht, zumindest ist es fürs alltägliche Leben ausreichend.
Da das Dorf wie gesagt relativ klein ist, kann man gut alles zu Fuß erreichen ohne sich groß anstrengen zu müssen.
Also Souvenirgeschäfte gibt es massenhaft, quasi eins nach dem anderen aneinander gereiht, aber ein Besuch lohnt sich durchaus, wobei die meisten Geschäfte eigentlich alle das gleiche vertreiben.
Dann wären da zwischendurch immer noch wieder kleine Geschäfte die einheimische Kunst oder irgendetwas spezifisches von der Insel verkaufen, die kann ich wirklich sehr empfehlen, weil die manchmal durchaus interessant sein können.

Ansonsten gibt es in Sa Coma Unmengen an Bars, Restaurants und Kneipen, die allerdings mehr auf die britischen Gäste ausgelegt sind. Sie werben hauptsächlich mit britischen Sportkanälen, britischem Bier und vor allem hausgemachtem britischen Essen. Das mag daran liegen, dass die Briten meist nur Frühstück oder Halbpension buchen, während die Deutschen in den Hotels da eher zu All inklusiv neigen.
Wenn man da aber nicht gerade Fish and Chips essen möchte, dann kann man da aber auch sehr gut Abends mal einen trinken gehen.

Ansonsten gibt es auch eine Menge deutscher Ärzte in diesem Ort. Dafür das der Ort nur so klein ist, gibt es mindestens 5 normale Ärzte, dann noch einige Zahnärzte und direkt dann auch mal einen Gynäkologen, man weiss ja nie, was man sich da so fängt ;-)
Eine sehr gut ausgestattete Apotheke ist auch vorhanden, in der man auf jeden Fall mal nach Aspirin oder auch der Antibabypille fragen sollte, wenn man sie hier bezahlen muss, die sind da nämlich ungeheuer günstig.

Das wichtigste für mich war allerdings ein großes Burger King direkt am Strand, allerdings mit gesalzenen Preisen (siehe Bericht) und dann noch ein ziemlich großes Einkaufscenter, in dem sich aber mehr die Einheimischen rumtrieben. Trotzdem war dort auch alles auf deutsch ausgeschildert. Man konnte dort sehr gut und günstig Lebensmittel einkaufen, oder zum Beispiel leckere Chips, wenn man trotz All inklusive nachts mal Hunger bekam. Außerdem gabs dort auch sehr günstig Alkohol. Einen Zeitschriftenladen mit einer Menge deutschen Zeitschriften und auch Tageszeitungen war dort auch vorhanden, ebenso wie eine Poststelle und eine Zoohandlung, die kleine Hundewelpen in Wäschekörben verkaufte *g*


*** Wenns Abend wird in Sa Coma ***

Tja, dieser Abschnitt dürfte vor allem die Leute interessieren, die zum Feiern oder eben genau nicht zum Feiern nach Sa Coma wollen.
Also ich war jetzt schon in der Neben- und auch in der Hauptsaison mitten in den Sommerferien da.
Damals in der Nebensaison war nie viel los, obwohl die Nächte noch sehr warm waren.
Aber zur Enttäuschung mancher muss ich sagen, dass ausserhalb der Hotels in der Hauptsaison Abends und Nachts leider auch nicht viel mehr los ist.
Es gibt in Sa Coma nur eine einzige Disko und die heißt "Kings Head" und ist voll mit betrunkenen und ziemlich aggressiven britischen Touristen. Das soll kein Vorurteil sein, aber ich war jetzt schon drei mal in diesem Ort und jedes Jahr ist es dort immer wieder das selbe… jeder der nicht britischer Abstammung ist und sich in dieser Disko ein bisschen lauter, in Feierstimmung, bewegt, bekommt was aufs Maul. Traurig, aber leider wahr. In so fern war diese Disko für uns immer gestorben.

In den Bars und Kneipen kann man sich sehr gut und gemütlich hinsetzen und noch einen trinken. Aber die sind eben nicht zum feiern gedacht. Ansonsten ist auch auf den Straßen und vor allem am Strand gar nichts mehr los, ganz anders als man das von dem typischen Ballermann-Mallorca so kennt.
Aber ich find das eigentlich sehr schön. Wir hatten eh immer All inklusive im Hotel und sind somit eh nur wenig auf das Nachtleben im Dorf angewiesen gewesen.


*** Attraktionen in Sa Coma ***

So klein Sa Coma auch ist, aber es hat tatsächlich 2 ziemlich große Attraktionen, die oft auch zu Ausflugszielen anderen Touristen werden.

Zuerst wäre da mal der Safari Park. Es handelt sich um ein Naturreservat auf 30 Hektar Land mit einem Rundgang von drei Kilometern Länge. Der Rundgang kann im Auto oder im Minizug erfolgen. Man trifft dabei auf verschiedene afrikanische Tiere in Freiheit, wie beispielsweise: Antilopen, Vogelsträuße, Paviane, Zebras, etc. Auch andere Spezies können bewundert werden, z.B. Nashörner, Nilpferde und Giraffen in Halbfreiheit.
Am Ende des Rundgangs befindet sich der Zoo, der von den Besuchern zu Fuß erreicht werden kann. Hier trifft man auf große Katzen, Reptilien, Elefanten, Vögel, Ponys, etc. Der Besuch wird von April bis November mit einer Show vervollständigt: Der Dompteur der Safari bietet ein Spektakel mit Tigern und Löwen.
Die Landschaft da drin ist super schön und eignet sich auch sehr sehr gut zum Fotografieren.

Dann wäre da noch das Naturschutzgebiet Sa Punta de n'Amer. Es handelt sich um einen geschützten Naturpark, der dem Spaziergänger jede Menge Möglichkeiten bietet. Über Land, ohne die Felsen zu verlassen, am Ufer des Meeres entlang, trifft man auf Sa Pedrera, ein wunderschönes Plätzchen zum entspannen. Aber wenn man weiterläuft erreicht man die Burg, eine wunderschöne alte Ruine, auf der man lecker Sangria im Sonnenuntergang trinken kann, dort gibt es nämlich eine gemütliche kleine Gaststätte.
In diesem paradiesischen Winkel der Insel lebt eine große Anzahl von ziemlich interessant aussehenden Tieren wie ich finde. Aber auch für die Gegend typische Tiere wie, Vögel, Pferde, Schafe, Kaninchen, Spatzen, Fische und sogar Algen ;-)


*** Ausflüge von Sa Coma aus ***

Von hier aus kann man eigentlich zu vielen schönen Orten schnell hin. Am interessantesten fand ich allerdings die Cuevas de la Drac in Portocristo. Das sind total interessante alte Tropfsteinhöhlen, die man besichtigen kann und das schönste daran ist, dass in der Mitte der Höhle ein ziemlich großer See ist, auf dem dann ein kurze musikalische Show auf einem Boot bei Kerzenschein stattfindet. Sehr nette Atmosphäre dort. In Portocristo ist man schon in ungefähr 20 Minuten mit dem Fahrrad und ungefähr 5-7 Minuten mit dem Auto.

Dann wäre da noch auf jeden Fall Cala Millor, wo man aber Abends auch einfach mal in 5 Minuten hinlaufen kann. Diese kleine Stadt hat noch ein bisschen mehr Leben und am Strand hat man einen wunderschönen Blick. Außerdem gibt es dort wirklich sehr schöne Restaurants in denen man ruhig mal original mallorqinisch essen gehen kann.

Wenn man vielleicht mal eine kleine Rundreise machen möchte, dann würde ich auf jeden Fall Arta, eine schon ziemlich alte aber auch traditionelle Stadt, besuchen. Die haben dort wunderschöne Märkte, auch wenn ich da sonst nicht so drauf stehe und die kleinen Gassen haben mir total gut gefallen.

Was mit auch noch ziemlich gut gefallen hat, war Alcudia. Eine größere Stadt ca. 45 Minuten von Sa Coma entfernt, die auch ziemlich lebhaft ist, aber mit total schönen und großen Stränden.

Bis nach Palma und El Arenal ist es ungefähr eine Autostunde weit. Auch wenn man kein Fan vom Ballermann und dieser ganzen Playa ist, lohnt es sich doch, sich das ganze Schauspiel wenigstens mal anzuschauen.
Palma ist eine ganz wunderbare und super schöne Stadt. Die Kathedrale und der Hafen sich überwältigend, also unbedingt mal einen Blick hinwerfen.


*** Das Klima in Sa Coma ***


Sa Coma liegt ja eher im östlichen Teil der Insel, in so fern ist es da nie ganz so heiß wie auf dem Festland oder auch zum Beispiel in Palma. Da letzte mal war ich da, als diese große Hitzewelle mit den vielen Bränden diesen Sommer in Spanien und Portugal wütete, aber in Sa Coma hat man da nicht viel von gemerkt, also rein von der Temperatur her.
Auf der Insel an sich ist es ja eh immer etwas kühler, aber im Osten dann noch mal so 2 Grad ungefähr.
Also es lässt sich da super aushalten, auch für Leute, die hitzeempfindlich sind, denn das Klima und die Luftfeuchtigkeit machen die Hitze sehr angenehm.
Überhaupt herrscht hier im allgemeinen ein ziemlich sanftes und erholsames Klima das ganze Jahr über. Wie gesagt, war ich auch schon oft im Herbst dort und man kann im Oktober noch richtig knackig braun dort werden.
Im Winter sind die Temperaturen etwa so bei 12-15 Grad
Im Sommer dann meist so 27-30 Grad
Dazwischen im Frühling und im Herbst ca 12-25 Grad, je nachdem ob grad die Sonne scheint oder nicht :-)

Ins Wasser kann man aufgrund der schönen Temperaturen eigentlich immer. Im Herbst ist das Wasser ca 19-20 Grad, im Sommer natürlich so 26-27 Grad und im Winter dann so um die 15-17 Grad… immerhin noch so warm, wie die Nordsee im Sommer ;-)


*** Die verschiedenen einheimischen Gebiete in Sa Coma ***

Also ich hab eine Vorliebe dafür fremde Länder so zu besichtigen, wie sie sind, nämlich außerhalb der Touristengebiete und das kann man in Sa Coma sehr sehr gut. Zuerst kommt einem der Ort ziemlich klein vor, das mag aber vielleicht daran liegen, dass man nur auf das Zentrum, die Attraktionen, den Strand und die Hotels achtet. Das sind eben nun mal nur 3-4 Straßenzüge, aber dafür muss man manchmal einfach nur auf die andere Straßenseite und dann ein bisschen weiter weg vom Rummel gehen und schon ist man mitten in Spanien und auf Mallorca, wie man es im "Touristen-Sa Coma" niemals sehen würde.

Was ich damit sagen will, ist, dass in Sa Coma die Einheimischen wirklich nicht weit weg wohnen, einfach nur mal über die Straße, weg von der gewohnten Richtung und schon ist man voll dabei :-)
Wenn man diese Gebiete dann auch mal mit einbezieht, kommt einem Sa Coma schon viel größer und schöner vor, denn der Ort endet ja nicht automatisch am Ende der Hotels.
Und weil ich immer so neugierig bin und eh grundsätzlich auf der Suche nach schönen landestypischen Motiven für meine Fotos war, bin ich immer so einfach drauf los gestiefelt und hab mich mal umgesehen, in den ruhigeren Orten.

In Sa Coma gibt es eigentlich zwei total verschiedene Wohngebiete, das eine ist weit vorne in der Nähe des Meeres und das andere etwas nach hinten versetzt, hinter den Hotels, eher schon fast in Cala Millor, aber es gehört noch zu Sa Coma.
Beide Gebiete haben ihren Reiz, wobei das am Meer doch eher das natürlichere von beiden ist und deshalb möchte ich auch damit anfangen.

Dieses Wohngebiet vorne am Meer ist ziemlich riesig, ich bin halt immer nur zu Fuß unterwegs gewesen und konnte es so nie ganz durchlaufen. Es sind viele kleine, aber sehr sehr ruhige Straßen, mit vielen kleinen und wunderschönen Häuschen am Straßenrand. Es kommt einem fast so vor, als wäre man kilometer weit weg von dem ganzen Tourismustrouble, aber in wirklichkeit sind es nicht mal 1 km.
Die Straßenzüge sind fast alle nicht gerade, sondern sehr kurvig. Es gibt dort viele kleine Wege, die nur für Fußgänger sind und die führen einen dann quasi durch die Gärten dieser Häuser.
Ich hab dort auch eine kleine Kirche entdeckt, die total gut in diese kleinen Straßen passen.
Insgesamt ist dieses Gebiet aber eher nicht so reich, höchstens, aber wirklich aller höchstens Mittelschicht. Aber gerade deshalb haben diese Straßen für mich so einen Reiz, weil sie ausnahmsweise mal das unverfälschte alltägliche Leben dort zeigen und dabei hab ich wirklich ein paar super schöne Fotomotive gefunden.

Das andere Wohngebiet hingegen ist eher nicht so groß, man hat dort auch nicht viel anzuschauen, weil es einfach riesige Apparmenthäuser sind, dessen Besitzer doch recht reich sein müssen. Vor diesen Häusern in denen ungefähr 20-25 Appartments sein müssen, ist direkt ein Golfplatz, wie es sich so für diese Leute gehört ;-)
Außerdem ist alles ziemlich verriegelt und abgesperrt, man kommt also gar nicht wirklich dran.
Auch wenn ich nicht wirklich so auf dieses "reiche" Leben stehe, ich fand diese Häuser und dessen Bauweise schon ziemlich interessant, so dass ich dort auch ein paar mal war um ein paar Fotos zu machen.

Alles in allem ist es meist sehr entspannend mal einen Spatziergang durch beide Gegenden zu machen, denn es ist beides mal sehr sehr ruhig und man ist dort meistens alleine, auch in der Hochsaison und so kann man die Ruhe dort, weit ab vom Hotel doch ein bisschen genießen.


*** Die Sicherheit dort ***

Normalerweise brauch man da ja nicht viel zu zu sagen, aber ich war auch schon in anderen Ländern und möchte noch mal kurz sagen, warum ich es da so gut finde.
Ich bin ein 21-jähriges, ziemlich schmächtiges Touristenmädchen :-) aus dem Grund ist es nicht immer unbedingt empfehlenswert alleine in fremden Dörfern im Ausland, weit ab von der Touristenzone rum zu stiefeln.
Aber hier in Sa Coma und auch überhaupt auf Mallorca ist das absolut kein Problem. Meist ist man eh sehr verlassen da, je nachdem wo man sich rumtreibt, aber wenn man dann doch mal jemanden begegnet, dann sind die Leute immer richtig freundlich, als ob sie einen kennen würden. Dann sagt der Gärtner mal Òla oder ein Hausbesitzer hier und da, also alles wirklich super friedlich, ich glaube nicht, dass da so schnell jemandem was angetan wird oder jemand beraubt wird.
Im Gegenzug zur Türkei, da konnte ich nicht mal alleine 50 m über die Straße vorm Hotel gehen ohne direkt angequatscht zu werden ob ich was kaufen will, ob ich zu verkaufen bin oder ob ich nicht einfach mitkommen will. Also das war schon ziemlich nervig und teilweise auch abartig. Das find ich eigentlich sehr schade, weil ich dort sehr wenig aus dem Hotel rausgegangen bin, weil ich einfach Angst hatte und mir dieses ewige Angequatsche auch nicht wirklich geben musste.
Aber in Sa Coma ist das schon etwas anderes, da kommt es einem vor, als wenn man durch ein kleines, friedliches, spanisches Dorf spatziert.


*** Mein Fazit ***

Tja, ihr solltet auf jeden Fall mal hinfahren :-) natürlich gibt es schönere Orte auf Mallorca, ohne riesen Hotels, ohne großen Touristenrummel und so was in der Richtung. Aber man muss einfach nur mal ein bisschen von den normalen Wegen abkommen und schon landet man auf einer ganz anderen Seite.
Also man kann dort wirklich alles haben, Unterhaltung, Ruhe, Entspannung, Attraktionen, Ausflüge, wunderschöne Tage am Strand oder einfach nur in der ziemlich grünen Gegend da.
Ich fands klasse, war schon ein paar mal da und werde sicher auch immer wieder hinfliegen.

Sonnige Grüße

Gracie*


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
dolby-speaker

dolby-speaker

28.06.2008 00:05

Super Bericht!!!

boss110

boss110

27.01.2006 12:58

Ja, Mallorca hat wirklich schöne Ecken und du konntest dieses sommerliche Feeling wunderbar wiedergeben... Ich wäre so gern in der Sonne und will nicht hier krank in der Kälte sein!

helmut.agnesson

helmut.agnesson

26.12.2005 21:39

kling tsehr schön. ¿ hast du den bei deinen vielen urlauben auch schonetwas catalanisch gelernt ?

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