Sa Coma, Mallorca

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Im Winter - sehr schön :)

4  18.02.2004

Pro:
nicht überfüllt, gemütliches Örtchen

Kontra:
viele Geschäfte geschlossen, kleiner Strand

Empfehlenswert: Ja 

MicroCurlie

Über sich:

Mitglied seit:30.10.2003

Erfahrungsberichte:3

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 19 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

An der Ostküste von Mallorca findet man in etwa 75 km Entfernung zu Palma (ca. 60 Minuten mit dem Auto bzw. 75 Minuten mit Öffentlichenverkehrsmitteln) das kleine Örtchen Sa Coma. Im Norden (ca. 6 Minuten mit dem Auto bzw. 15 – 20 Minuten zu fuß) ist der nächste Ort Cala Millor und im Süden liegt der Ort S’Illot (direkt neben Sa Coma, eine kleine Brücke verbindet die Orte am Strand).

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Sehenswertes
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Am Strand zwischen Cala Millor und Sa Coma befindet sich eine felsige Landzunge die das Naturschutzgebiet namens Punta N’Amer ist. Hier kann man schöne Spaziergänge unternehmen. Mitten in der Landzunge findet man das Castell de N’amer. Dieser und weitere Wachtürme wurden früher erbaut um die Mallorquiner vor Piratenangriffen zu schützen. Im Turm ist auf einer Landkarte verzeichnet wo sich die anderen Wachtürme und die Turmruinen befinden. Einige antike Waffen sind dort ausgestellt. Ein Gartenrestaurant gibt es direkt neben dem Turm. Von dort hat meine eine schöne Aussicht auf das Meer, jedoch auch auf Cala Millor, welches mit einigen hässlichen Hochhäusern das schöne Bild trübt.
Zum Castell läuft man ca. 30 Minuten von der Hauptstrasse aus gerechnet.

In der Nähe gibt es den Safaripark „Reserva Africana“. Das Freigehege ist ca. 40 Hektar groß und beheimatet Wildtiere Afrikas wie Gnus, Giraffen, Gazellen, Nashörner, Affen, Elefanten und Strauße. Man kann den Park mit dem eigenen Auto/Mietwagen, einer Bimmelbahn oder dem Safaribus durchfahren. Einen kleinen Streichelzoo speziell für Kinder gibt es dort auch. Im Ort verteilt gibt es Safari-Haltestellen. Die Busse dort fahren direkt in den Safaripark. Mich persönlich hat es nicht so interessiert, deshalb kann ich leider nicht sagen, ob es wirklich lohnenswert ist.

Eine weitere Bewegungsmöglichkeit bietet die Pferderanch Rancho Sa Coma an. Hier kann man Ausritte an den Strand oder ins Landesinnere buchen. Die Ranch befindet sich am Ende der Hauptstrasse, links kurz vor dem Strand. Leider weiß ich auch hier keine weiteren Details, da mich reiten nicht so interessiert.

Am Strand in Richtung S’Illot kann man Fahrten mit einem Glasbodenboot buchen. Leider haben wir es nicht gleich gesehen und im Winter kann man sich ja vorstellen, dass das Angebot der Fahrten leider nicht sehr regelmäßig ist :(

Absolut sehenswert ist auf jeden Fall die Bucht von Sa Coma. Sie ist ca. 900 m lang. Der Strand ist wunderschön und fällt flach ins wunderschön türkisgefärbte Meer ab. Der Strand ist ca. 300 – 400 m breit und ab und zu sind ein paar schattenspendende Bäume gepflanzt. Der Strand ist sehr sauber und von felsigen Abschnitten umsäumt. Der linke felsige Abschnitt ist die oben erwähnte Punta N’Amer. Der andere Abschnitt ist auch wunderschön. Ca. 500 – 700 m lang. Auf die Felsen kann man sich prima setzen um etwas zu lesen oder einfach den herrlichen Ausblick auf das Meer zu genießen. Aufgrund der vielen Hotels gehe ich jedoch davon aus, dass es dort im Sommer sehr, sehr voll sein wird und man sich wie die Sardine in der Dose fühlen wird, da es da definitiv zu viele Hotels für den kleinen Strand gibt.

Der Strandabschnitt nach den Felsen in Richtung S’Illot war ca. 3 km lang jedoch sehr verdreckt. Algenberge und andere Gebilde aus dem Meer, die ich nicht definieren kann lagen dort überall rum. Ich denke mal, dass es dort im Sommer sauberer ist und man vielleicht nur nicht aufgeräumt hat, weil sich in der Wintersaison eh keiner ins Wasser traut und an den Strand setzt.

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Infrastruktur
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Auf der Hauptstrasse in Richtung Strand und auch in den davon abzweigenden Strassen jagt ein Souvenirladen den nächsten. Abgewechselt von Kneipen und Restaurants. Es gibt sogar einen Burger King in Strandnähe (falls da jemand Wert drauf legt *s*). Zum Glück waren im Winter die meisten Läden und Kneipen geschlossen, so dass man nicht an jeder Ecke vor dem Kitsch flüchten musste ;) Es gab aber auch in den Läden brauchbare Gegenstände und auch viele Taschen von z. b. Nike, Adidias … und Sportswear (aber genau so teuer wie bei uns!).

In Richtung Cala Millor gibt es viele Pubs, Irish Stews etc. Hier ist eher der englisch-sprechende Urlauber aufzufinden. Hier gibt es aber so gut wie keine Souvenirläden, nur Pubs und Hotels. Die Strandnähe ist hier auch nicht mehr so gegeben. Man muss ca. 10 – 15 Minuten laufen. Da ist der Strand von Cala Millor fast näher.

Fast in jeder Straße findet man eine Autovermietung oder einen Fahrradverleih. Die Preise für das günstigste Auto lagen so um 28 €. Das Auto war meist ein Ford Ka, aber auch Smarts gab es dort zu mieten (ich liebe die ja *s*). Autos gab es zurzeit schon viele, aber auch hier könnte es im Sommer natürlich knapp werden. Ein Auto zumieten lohnt sich wirklich, da man in Sa Coma nicht so viele Sachen zu sehen bekommt und es einige Ecken auf Mallorca gibt die man mit dem Auto besser und schneller erreicht als mit dem Bus. Wenn man z. B. zu viert unterwegs ist lohnt sich ein Mietauto auch, wenn man z. B. nach Palma fahren möchte, da eine Busfahrt pro Peron 7,40€ kostet.
Fahrräder gibt es für 6 € im Durchschnitt pro Tag. Über den Zustand der Räder kann ich jedoch nichts sagen, da wir unsere Räder im Hotel leihen konnten. Mit dem Rad kann man ganz prima die traumhaft schöne Gegend, weg vom Tourismus, erkunden.

Im Ort verteilt gibt es mehrere kleine Spar-Märkte. Ich jedoch empfehle das Caprabo. Ein Supermarkt in ca. 7 Minuten vom Strand entfernt. Dort findet man von CD’s, über Anziehsachen bis hin zu Likören alles was das Herz begehrt. Die leckeren Köstlichkeiten von Mallorca und Spanien kann man dort einkaufen, aber auch gewohnte Sachen kann man hier kaufen. Die Preise für das Essen sind mit denen hier in Deutschland fast identisch. Einzig die einheimischen Produkte sind dort natürlich viel günstiger als hier. Gerade die Liköre und so kosten dort nur 2/3 oder gar die Hälfte von dem, was man hier im spanischen Laden dafür ausgeben muss.

Im ganzen Ort sind Bushaltestellen verteilt. Von dort aus fahren die Busse in so ziemlich jede Stadt (Palma, Manacor, Cala Millor, Porto Cristo…). Auf den Plänen stehen die Abfahrtszeiten, die Preise zum gewünschten Ziel und auch die Rückfahrtszeiten. Man sollte jedoch etwas abenteuerlustig sein, wenn man mit dem Bus fährt, denn der Fahrstil dort ist mit dem von den Busfahrern hier nicht zu vergleichen. Die Fahrer heizen dort durch die engen Gassen und einer hatte sogar ein Verkehrsschild fast mitgenommen, als wir nach Porto Cristo gefahren sind. Die Busse fahren bis ca. 19 Uhr.

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Sehenswertes in der Nähe
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Absolut empfehlenswert sind die Tropfsteinhöhlen „Cuevas del Drach“ in Porto Cristo. Für 1,35 € pro Person kommt man mit dem Bus in ca. 15 Minuten dort hin. Im Winter gab es dort im ca. 90 Minuten Takt Führungen. Wenn man gerade eine Führung verpasst hat kann man in dem Park dort ein wenig spazieren gehen oder sich in die Bar setzen. Die Führung wird in Spanisch, Englisch, Französisch und Deutsch durchgeführt und dauert ca. 60 Minuten. Leider darf man dort nicht fotografieren, aber am Ende kann man Kalender, Postkarten u. Ä. kaufen.

Der Hafen in Porto Cristo ist auch richtig schön. Der Strand dort ist zwar sehr klein, war aber weit und breit der schönste, den ich gesehen habe. Wenn man in der ersten Januarwoche dort sein sollte muss man sich unbedingt die Ankunft der heiligen drei Könige am 05. Januar ansehen. Der Hafen ist dann geschmückt, überall sind Fackeln. Wenn es dunkel ist werden sogar die Straßenlaternen ausgemacht und dann kommt erstmal ein kleines Feuerwerk. Danach kommt dann ein beleuchtetes Segelboot vor den Klippen hervor auf dem sich die heiligen drei Könige befinden. Sie halten noch eine Rede (leider auf Katalanisch, so dass ich nichts verstehen konnte *schnüff*) und fahren danach in Umzugswagen durch die Straßen. Sie werfen dann Bonbons für die Kinder. Ein richtiges Erlebnis :)

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Fazit
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Sa Coma ist ein nettes Örtchen, welches jedoch nur aus Tourismus besteht. Neben seinen Nachbarorten strahlt es zwar, da S’Illot schon älter und teilweise schmuddelig wirkt und Cala Millor mit seinen zig Hotels kein schöner Anblick ist (wobei der Strand dort herrlich ist und schön groß!), aber dennoch ist es mir zu touristisch. Ich muss dazu sagen, dass ich bisher noch keinen so Cluburlaub in einem Touristenzentrum wie Mallorca gemacht habe und ich es schöner finde, wirklich was von Land und Leuten zu sehen. Das findet man auf Mallorca natürlich auch, aber eben nicht in Sa Coma. Da sprechen auch alle Einheimischen Deutsch, was natürlich für die Urlauber angenehm ist, da man sich leicht verständigen kann. Die Einheimischen waren aber immer richtig froh, wenn ich mit ihnen Spanisch gesprochen habe :)

Zum Erholen ist der Ort wirklich klasse und gerade die Bucht ist wirklich Traumhaft schön. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten in der Nähe, man kann also auch etwas erleben. Discos oder ähnliches konnte ich dort jedoch nicht finden (die gibt es aber in Cala Millor). Für den Winter fand ich es sehr schön, aber ich denke, dass der Sommer dort nicht so toll ist, da ich mir schon vorstelle, dass dort alles sehr voll und überladen ist und man außer Touristen nichts weiter sehen kann.

Ich denke auch, dass man diesen Ort nur so 1 – 2 mal aufsuchen kann, da man dort schnell alles erkundet hat. Spaziergänge am Strand fallen dort nicht so üppig aus ;( Dafür kann man jedoch in dem Naturschutzgebiet schöne Spaziergänge unternehmen.

Man kann viele Ausflüge buchen. Z.B. nach Palma. Jedoch finde ich um die 45 € pro Person zu teuer, da man sich da wirklich eher ein Auto mieten kann und Palma auf eigene Faust erkunden kann.

Alles in allem würde ich sagen, dass für jeden was dabei ist und man sich den Ort ruhig mal anschauen kann. Er ist sehr schön, sauber und durch die Palmenalleen bekommt man absolutes Urlaubsfeeling.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
BeastyGirl

BeastyGirl

01.03.2004 16:51

Da wär ich jetzt auch gerne...! Gruß, Uschi

Sarah_C_K_one

Sarah_C_K_one

18.02.2004 14:56

Ich war im vor zwei Jahr auch auf Mallorca :-) dieses Jahr geht es nach Lanzarote...

Sylviane

Sylviane

18.02.2004 09:55

Wir waren letztes Jahr im Januar auf Lanzarote. Gefiel uns sehr gut da. Auf Mallorca war ich vor fast 15 Jahren das letzte Mal. Hat sich dort bestimmt vieles verändert. LG Sylvia

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