Über sich:Nach fast vier Wochen England wieder zurück... leider... der Urlaub war zu kurz :-)
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Leider habe ich 2004 fast alle Fotos nur mit einer nicht-digitalen Spiegelreflexkamera gemacht. Das ist einer der Gründe, weswegen es von unserem Aufenthalt in Russell extrem wenig Fotos gibt. Ich habe mich gar nicht getraut, das Teil mit mir durch die Gegend zu schleppen, da es geschüttet hat wie blöd.
Der andere ist, dass wir nur ein paar Stunden in Russell im Ort waren. Unser Bed & Breakfast lag oberhalb des Ortes und wir haben es nur für zwei kleine Ausflüge verlassen.
Als wir in der Bay of Islands waren wütete ein unglaublicher Zyklon - was man auch ein wenig an der Wasserfarbe und an der Höhe der Wellen auf meinen hier hochgeladenen Fotos sehen kann. Diese Fotos habe ich gemacht, als der Zyklon schon wieder weitergezogen war.
Eine Sache, die ich damals gelernt habe ist, dass es Regen gibt, der richtig weh tun kann....
Wo liegt Russell:
Russell ist ein kleiner Ort auf der Nordinsel Neuseelands. Er liegt an der Bay of Islands. Eine wunderschöne Gegend die zur subtropischen Region Northland gehört.
Bay of Islands:
Bei der Bay of Islands handelt es sich um ein versunkenes Talsystem mit 800 km Küste und 150 Inseln. Es gibt 40 Naturschutzgebiete.
Ihren Namen bekam die Bay of Islands von Captain Cook, der im Dezember 1769 dort vor Anker ging.
Auch Charles Darwin ging im Jahr 1835 mit der Beagle vor Anker. Damals gab es noch umfangreiche Kauriwälder. Heute gibt es war noch viel Wald aber Kauri Bäume sucht man meistens vergebens.
Was gibt es da zu sehen:
Wir haben uns bei unserem ersten Neuseelandurlaub entschieden, dort Halt zu machen, weil wir gerne ein paar Bootsausflüge von dort machen wollten. Es werden z.B. Delphinsafaries angeboten und die Beobachtung von Zwergpinguinen. Auch Schiffstouren zu Inselreservaten werden angeboten. So gibt es zum Beispiel die kleine Insel Moturua, auf der Streifenkiwis ausgesetzt wurden. Grundsätzlich ist das eine hervorragende Gegend, um viele Ausflüge zu machen. Informationen findet man im Internet oder vor Ort im Informationszentrum.
Leider hatten wir auf der Hinfahrt schon das Problem, dass es kurz hinter Auckland angefangen hat zu schütten wie blöd und das war bei der Qualität der neuseeländischen Straßen nicht witzig. Als dann der Zyklon über die Küste wischte, hatten sich natürlich auch alle geplanten Bootsausflüge erledigt.
Gereicht hat es noch für einen Ausflug nach Waitangi, das ca. eine halbe Stunde von Russell entfernt liegt. Dort wurde am 6. Februar 1840 der Treaty von Waitangi unterzeichnet, in dem Neuseeland zu einer britischen Kolonie gemacht wurde. Der Vertrag ist übrigens bis heute gültig und bis heute werden Rechtsfragen aus diesem Vertrag unterschiedlich interpretiert. Ein Auflug nach Waitangi ist wirklich unbedingt empfehlenswert.
Aber auch Russell selber ist eine kleine Perle. Wie schon geschrieben, haben wir leider nur ein paar Stunden im Ort selber verbracht. Aber die haben wir genossen. Es gibt einige (für neuseeländische Verhältnisse) wirklich alte Gebäude zu bestaunen und wenn man am Hafen sitzt meint man, eine kleine Zeitreise unternommen zu haben. Die viktorianischen Gebäude sind wunderschön und mit der 1836 gebauten Kirche besitzt Russell die älteste noch stehende Kirche Neuseelands. Wer möchte kann auch noch das Captain Cook Memorial Museum besichtigen. Wir haben das nicht getan; muss ich ehrlich zugeben.
In der näheren Umgebung von Russell gibt es wunderschöne Sandstrände. Sehr informativ ist übrigens das Besuchszentrum des Maritim Parks. Dort findet man viele Informationen zu Russell, der Bay of Islands und den Möglichkeiten bezüglich Ausflügen und Tierbeobachtungen.
Am Westende des Strandes von Russell beginnt ein Naturlehrpfad, der durch ein Waldgebiet bis zum Flagstaff Hill führt. Man läuft ca. 40 Minuten und ich kann diesen kleinen Ausflug nur empfehlen. Wenn das Wetter entsprechend ist *g*
An unserem letzten Abend haben wir es auch noch in eines der Restaurants geschafft. Das "The Gables" ist ein wunderschönes Restaurant mit einem fantastischen Ausblick aufs Wasser. Selbst nach so vielen Jahren erinnere ich mich noch gerne an das Lamm, das ich gegessen habe. Was ich grundsätzlich in Neuseeland angenehm fand - und das war hier nicht anders - ist, dass man selbst in gehobenen Restaurants mit ganz normalen Klamotten oder sogar mit dreckigen Wanderstiefeln essen gehen kann. Die Neuseeländer sind alle völlig entspannt und sehr selten versnobt. Das "The Gables" kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen.
Einen kleinen Ausflug aufs Wasser haben wir übrigens auch noch gemacht. Allerdings sind wir nicht aufs offene Wasser rausgekommen und haben auch keine Delphine oder Pinguine gesehen. Das haben wir aber zwei Jahre später auf der Südinsel alle nachgeholt.
Fazit:
Für ein paar Tage Aufenthalt kann ich Russell absolut empfehlen. Von dort aus gibt es eine Menge zu entdecken. Deshalb vergebe ich - trotz der damaligen Wetterkatastrophe - gerne fünf Sterne. Und hoffe, selber noch einmal nach Russell zu kommen.
20.07.2012 14:35
neidisch guck ;o)
12.05.2012 08:14
bh
10.05.2012 01:37
Schöne Fotos trotz Regen.