Rundreise Durban-Krügerpark-Johannesburg

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Erlebnis Südafrika, Teil 2

5  13.05.2005

Pro:
Einmalige Natur

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

DerKleineElmo

Über sich: Ach ja.

Mitglied seit:13.03.2003

Erfahrungsberichte:61

Vertrauende:12

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 99 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Dies ist der zweite Teil meines Reisetagebuchs "Erlebnis Südafrika" über die Etappe von Durban bis Johannesburg, die wir vom 5.4. bis 12.4.2005 gefahren sind.

5.4.-Tag 7:

Nach einem einstündigen Flug von Port Elizabeth näherten wir uns dem Flughafen der Stadt Durban. Es war mittlerweile 19.30 Uhr und so konnten wir im Landeanflug das Lichtermeer der großen Stadt am Indischen Ozean in seiner ganzen Ausdehnung sehen. Mit einer sanften Landung brachte uns der Pilot wieder zurück auf festen Boden. Als wir die Gangway vom Flugzeug zum Transportbus heruntergingen, bemerkten wir gleich das andere Klima, das am Indischen Ozean herrscht. Im Gegensatz zu Port Elizabeth, wo das Klima mediterran ist, hat Durban ein subtropisches Klima, in dem vorwiegend schwülwarme Luftmassen das Wetter bestimmen. Glücklicherweise jedoch waren abends Temperatur und Luftfeuchtigkeit halbwegs erträglich und nicht mehr allzu schweißtreibend.

Nachdem wir unsere Koffer bekommen hatten, gingen wir in die Ankunftshalle, wo unser Reiseleiter Thomas bereits wartete. Eigentlich hätten wir lt. Ankündigung wieder eine Dame als Reiseleiterin bekommen sollen, aber aus Termingründen (Thomas sollte in der folgenden Woche in Johannesburg eine Gruppe übernehmen, die ausdrücklich mit ihm fahren wollte) bekamen wir Thomas, einen gebürtigen Schweizer, der seit 1987 in Südafrika lebt. Er sollte sich in den nächsten Tagen als der beste und fachkundigste Reiseleiter herausstellen, den wir je auf einer solchen Reise gehabt hatten. Unser Fahrer war Noah, ein immer gutgelaunter Schwarzer aus Soweto. In den nächsten Tagen waren wir sozusagen mit einem "Dream Team" unterwegs.

Schnell war unser Gepäck im Bus verstaut und wir konnten die kurze Fahrstrecke zum Hotel antreten. Passend zum Klima in Durban trug das Strandhotel den Namen "Tropicana", doch das Umfeld des Hauses wirkte alles andere als einladend. So waren wir auch nicht überrascht, dass Thomas uns dringend davon abriet, am Abend noch das Hotel zu verlassen, da die Kriminalität in Durban und an der "Golden Mile" der Strandhotels besonders hoch ist. Gerne befolgten wir den Ratschlag und gingen, da wir einen anstrengenden Tag hinter uns hatten, schon gegen 21.30 ins Bett. Leider war die Nacht ziemlich unruhig, da mindestens ein dutzend Mal Polizeifahrzeuge mit Sirenengeheul die Straße entlangfuhren. Zudem entpuppte sich die Klimaanlage unseres Zimmers als ein schepperndes Ungeheuer aus der Gründerzeit der Kühltechnik, das alle paar Minuten mit einem asthmatischen Röcheln einige Kubikmeter Kaltluft ausstieß, um sich dann wieder zur Ruhe zu begeben. Wie schön, dass wir hier nur für eine Nacht bleiben sollten!

6.4.-Tag 8:

Der grelle Sonnenaufgang über dem Indischen Ozean trieb uns noch vor dem automatischen Weckservice des Hotels aus den Betten. Ein strahlend blauer Himmel kündigte schönes Wetter für den bevorstehenden Reisetag an. Unsere Koffer waren schnell gepackt und im Zimmer zur Abholung bereitgestellt. Vier Gepäckträger, die von Security-Mitarbeitern begleitet wurden, holten das Gepäck unserer Gruppe ab und nahmen alles unter Verschluss, bis wir mit dem Frühstück fertig waren.

Nach der Beladung des Busses begann gegen 9.00 Uhr unsere Stadtrundfahrt durch Durban. Die Stadt ist mit etwa 1,3 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Südafrikas. Sie hat den größten Hafen des afrikanischen Kontinents und ist gleichzeitig einer der bedeutendsten Häfen der Welt. Wir machten unseren ersten kurzen Stopp an der Hafeneinfahrt, wo wir gerade ein großes Seeschiff einlaufen sahen. In einiger Entfernung lagen noch etwa zehn weitere Schiffe, die auf einen Liegeplatz warteten. Im Hafen herrscht ständig Hochbetrieb, da ein großer Teil des internationalen Handels des südlichen und östlichen Afrika über Durban abgewickelt wird. Der Transport der Waren vom und zum Hafen erfolgt fast ausschließlich per LKW, da es an ausgebauten Bahnverbindungen fehlt. Daher herrscht im Hafengebiet ständig ein mittleres Verkehrschaos. Nach dem kleinen Aufenthalt fuhren wir weiter in Richtung Innenstadt und kamen dabei an zahlreichen alten Kontoren von Kaufleuten vorbei. Die Häuser haben alle im Giebel ein Ausguckloch, durch welches die Kaufleute früher Ausschau nach ihren Frachtschiffen hielten. Heute aber wird der Hafen ganz modern von einer großen Radarstation und per GPS überwacht.

Im Zentrum der Stadt legten wir eine kleine Pause ein, da die meisten Leute aus der Gruppe noch zum Bankautomaten gehen und einige kleine Einkäufe für die nächsten Tage tätigen wollten. Nachdem dies erledigt war, sahen wir uns das imposante Rathaus der Stadt an. Das Gebäude aus dem Jahr 1910 ist eine exakte Kopie des Rathauses von Belfast. Die Engländer wollten damals ihre Macht zeigen und errichteten daher dieses überdimensionierte Bauwerk, das aber trotzdem sehenswert ist. Leider war eine Besichtigung der Innenräume nicht möglich, da gerade eine Veranstaltung stattfand.

Bevor wir die Stadtrundfahrt beendeten, führte Thomas uns noch zum indischen Markt. Durban hat zurzeit über 500.000 Einwohner indischer Abstammung. Früher arbeiteten angeworbene Inder als Erntehelfer beim Zuckerrohranbau, wurden dabei jedoch massiv ausgebeutet. Mahatma Gandhi, der 1894 in Südafrika weilte, nahm sich seiner Landsleute an, organisierte den passiven Widerstand gegen die Ausbeutung und wirkte mit bei der Gründung des Indischen Kongresses. Später wurde die Anwerbung indischer Arbeiter in Südafrika untersagt. Die Nachkommen der damaligen Landarbeiter sind heute überwiegend als Kaufleute tätig, von denen nicht wenige sehr einflussreich sind. Auf dem indischen Markt, der auf zwei Gebäude verteilt ist, kann man von Haushaltsgeräten über Gewürze, exotische Lebensmittel, Fisch und Geschenkartikel ziemlich alles kaufen, was das Herz begehrt. Selbst die Zutaten für die Herstellung afrikanischer Arzneien sind hier erhältlich. Wir entschieden uns für einen Besuch der Abteilung "Gewürze und Kunstgewerbe", wo wir einige hübsche Holzschnitzereien für die lieben Daheimgebliebenen erstanden. Kurz vor Abfahrt des Busses ließen wir uns noch von einem Gewürzhändler verschiedene Currypulver für Geflügel und Fisch sowie eine "Hellfire-Mischung" für Fleischgerichte anmischen. Die drei 200-Gramm-Tüten kosteten gerade einmal vier Euro, ein günstiger Preis für eine solche exotische Spezialität. Zufrieden kehrten wir mit unseren Einkäufen zum Bus zurück und hörten uns von anderen Mitreisenden deren Erlebnisse in den Abteilungen "Fleisch" und "afrikanische Medizin" an. Wir waren froh, im anderen Gebäude gewesen zu sein!

Nun wurde es allmählich Zeit, dass wir uns von Durban verabschiedeten, da uns noch eine längere Fahrt bevorstand. Wir verließen die Stadt in nördlicher Richtung und erreichten bereits nach kurzer Zeit die ersten von zahllosen riesigen Zuckerrohrfeldern. In dieser subtropischen Zone wächst Zuckerrohr besonders gut; die Pflanzen können ganzjährig angebaut und geerntet werden. Die Farmen arbeiten ab einer Anbaufläche von etwa 20.000 Hektar rentabel und werden mit großen Maschinenparks bewirtschaftet. Der Zuckerexport wird über den Hafen in Durban abgewickelt. Je weiter wir in Richtung Norden fuhren, desto mehr nahm der Baumbestand zu. Hier wurde vor etwa 80 Jahren damit begonnen, Bäume für die Bauholzgewinnung und die Papierindustrie anzupflanzen. Wegen des schnellen Wachstums entschied man sich für den Anbau von Eukalyptusbäumen und Kiefern.

Gegen Mittag erreichten wir den Nationalpark von St. Lucia, ein einzigartiges Gebiet mit fünf nebeneinander bestehenden Ökosystemen. Es gibt dort Strände, an denen Schildkröten ihre Eier ablegen, über 180 Meter hohe bewachsene Dünen, Sumpflandschaften, Mangrovenwälder und Küstenurwald auf einem kleinen Gebiet um einen 60 km langen Binnensee. Wir entschieden uns zur Teilnahme an einer naturkundlichen Bootstour auf dem See, bei der uns der Kapitän die Besonderheiten der unberührten Landschaft erklärte. Wir hatten sogar das Glück, mehrere Nilpferd-Familien und einige Krokodile beobachten
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Unsere Hütte in Hluhluwe
zu können, natürlich mit angemessenem Abstand. Auffällig bei den Krokodilen war ihre hellgrüne Farbe, die auf die fischreiche Ernährung zurückzuführen ist. Fleisch fressende Krokodile hingegen sind deutlich dunkler. Auch einige Goliath-Reiher und ein seltenes Schrei-Seeadler-Pärchen konnten wir aus der Nähe sehen.

Mit vielen Eindrücken kehrten wir nach eineinhalb Stunden zurück zum Anleger. Noah brachte alle Mitfahrer zurück in den Ort, wo wir uns in einem gemütlichen Restaurant eine kleine Stärkung gönnten. Am frühen Nachmittag brachen wir dann auf zur letzten Etappe des Tages, die im Hluhluwe Nationalpark endete. Da uns hier ein umfangreiches Programm erwartete, waren wir in diesem Nationalpark für zwei Nächte untergebracht. Die Unterkünfte waren der Umgebung bestens angepasst; jedes Paar bekam eine Holzhütte, die wegen der wild lebenden Tiere auf Pfeilern stand. Trotzdem musste man beim Komfort kaum Abstriche machen; selbst ein gut ausgestattetes Bad fand sich in der Hütte. Da wir in der Wildnis wohnten, mussten wir unsere Hütte natürlich auch mit einigen kleinen Mitbewohnern teilen. Die Geckos ließen sich jedoch von unserer Anwesenheit nicht stören und gingen schmatzend der Insektenjagd nach. Dass sich das Jagdrevier auch auf die Unterseite des WC-Sitzes erstreckte, bemerkte ich (glücklicherweise nicht Mrs. Elmo!) eher durch Zufall, als ich den Sitz hochklappte und mich ein großer Gecko beäugte.

7.4.-Tag 9:

Entgegen aller Befürchtungen war die Nacht relativ ruhig und erholsam. Zwar herrschte nie absolute Ruhe, weil ständig Grillen zirpten oder größere Tiere raschelnd durch den Busch liefen, aber irgendwann hörten wir die Geräuschkulisse nicht mehr und schliefen unter unserem Moskitonetz ein. Schon vor dem Weckanruf gegen 6.30 Uhr waren wir wach. Nachdem wir einige Antilopen begrüßt hatten, die friedlich vor unserer Hütte grasten, gönnten wir uns ein üppiges Frühstück mit gebratener Leber, Pilzen und überbackenen Tomaten. Für den Vormittag war eine halbtägige Safari mit offenen Geländewagen durch den Nationalpark eingeplant. Jeder der Wagen konnte zehn Passagiere aufnehmen, so dass wir uns mit vier Fahrzeugen auf den Weg in den Park machten. Ich bekam den Platz hinter unserem Fahrer Reuben, da ich den Übersetzer spielen sollte. Leider war es am Morgen stark bewölkt und zwischendurch fielen einige Regentropfen, was aber unsere Fahrt nicht weiter störte. Nach zehnminütiger Fahrt auf einer Landstraße erreichten wir den Eingang zum Hluhluwe-Park. Innerhalb des Parks fuhren wir auf schmalen holprigen Schotterpisten zu den Plätzen, an denen sich häufig Tiere aufhalten. Die Ranger, die jeden Tag im Park sind, kennen diese Plätze natürlich sehr gut. So dauerte es nicht lange, bis wir die ersten größeren Tiere zu Gesicht bekamen. In nur fünfzig Meter Entfernung vom Fahrzeug lag ein großer Büffel in einem Schlammloch. Diese Tiere halten sich sehr gerne im Schlamm auf, um sich die lästigen Insekten vom Leib zu halten. Von uns ließ er sich aber nicht stören, obwohl allein lebende Büffel als aggressiv bekannt sind. Im weiteren Verlauf der Rundfahrt sahen wir aus einiger Entfernung noch mehrere Elefanten und auf der gegenüberliegenden Seite eines Tales eine Gruppe Giraffen. Auch zwei Nashörner konnten wir beobachten, aber die Entfernung war zum Fotografieren leider zu groß. In direkter Nähe zum Wagen sahen wir zum Abschluss der Fahrt noch ein Zebrapaar, das am Straßenrand graste und sich auch nicht von uns vertreiben ließ. So kamen wir wenigstens noch zu einigen schönen Nahaufnahmen. Bevor wir den Park wieder verließen, hielten wir an einer großen Wasserstelle, wo wir aus etwa 200 m Distanz eine größere Gruppe Elefanten und ein paar Dutzend Zebras sahen. Gegen Mittag kehrten wir in unsere Lodge zurück, wo wir ein wenig Zeit zum Ausruhen fanden.

Am Nachmittag war das Wetter deutlich besser als morgens. Unsere Gruppe fuhr gegen 14.00 Uhr zu einem nahe gelegenen Zulu-Dorf (genannt Kraal), in dem wir die Lebensgewohnheiten dieser großen südafrikanischen Volksgruppe kennen lernen sollten. Natürlich handelte es sich um kein ständig bewohntes Dorf, da die Besucher den Einwohnern doch mit der Zeit auf die Nerven gehen würden. Man hatte einfach ein traditionelles Dorf nachgebaut, in dem Zulus während des Tages lebten und arbeiteten und sich dabei von den Touristen zusehen ließen. In diesem Dorf bemerkten wir die besondere Landeskenntnis unseres Reiseleiters Thomas, der uns umfangreiche Erklärungen zur traditionellen Lebensweise der Zulus geben konnte. Thomas erklärte uns die soziale Struktur der Familien, in denen ein verstecktes Matriarchat herrscht. Töchter beispielsweise sind bei den Zulus als Nachkommen höchst willkommen, da sie bei der Heirat der Familie einen Brautpreis (Loloba) von durchschnittlich elf Kühen einbringen. Die Frauen üben entscheidenden Einfluss auf die Familie aus, aber, wie es sich für einen Chef gehört, bleibt dafür auch die gesamte Arbeit an ihnen hängen. Nach außen dominiert jedoch der Mann in der Familie. In den Zulu-Familien besteht ein starker Zusammenhalt, der von großem Respekt gegenüber den älteren Familienmitgliedern und von gegenseitiger Unterstützung in Notfällen getragen wird. Dies ist sehr wichtig, da es in Südafrika kein Sozialsystem gibt, das bedürftige Personen auffängt.

Eine weitere Station auf unserem Rundgang durch das Dorf war die Hütte des Sangoma, der in der traditionellen afrikanischen Medizin Krankheiten diagnostiziert. Die afrikanische Medizin nimmt generell an, dass sich der Geist des Erkrankten im Ungleichgewicht befindet. Die Aufgabe des Sangoma ist es, in Trance mit den Vorfahren des Kranken Kontakt aufzunehmen und die Ursache der Erkrankung zu ermitteln. Mit diesem Wissen wird der Kranke danach zum Nyanga geschickt, der die erforderlichen Medikamente herstellt, um den Geist des Kranken wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die traditionelle afrikanische Medizin ist sehr erfolgreich (insbesondere bei Krebserkrankungen) und wird sogar von großen Pharma-Konzernen erforscht, um auch für die westliche Medizin Nutzen daraus zu ziehen.

Den Abschluss unseres Besuchs bei den Zulu bildete eine Vorführung verschiedener Tänze, mit denen kleine Geschichten tänzerisch und mit Gesang erzählt wurden.

Den Abend des ereignisreichen Tages gestalteten wir gemütlich. Nach einem Büffetessen nahmen wir in der offenen Lobby der Lodge noch einige Gin-Tonic zur Malariaabwehr ein, saßen gemütlich an einem knisternden Kaminfeuer und unterhielten uns mit zwei Urlaubern aus New York, die hier schon einige Tage verbracht hatten und uns von ihren Safarierlebnissen berichteten. Gegen Mitternacht gingen wir todmüde in unsere Hütte zurück.

8.4.-Tag 10:

Für diesen Tag stand uns eine lange Fahrstrecke bis zum Krüger-Nationalpark bevor, so dass wir schon um 7.30 Uhr abfahren mussten. Gleich nach den ersten Kilometern erklärte uns Thomas den Streckenverlauf, der uns durch das Königreich Swasiland führen sollte. Das nur 17.000 qkm kleine Land wird fast vollständig von Südafrika umschlossen und grenzt im Osten an Mozambique. Der amtierende König Mswati herrscht über etwa eine Million Einwohner, die leider zum größten Teil sehr arm sind. Eine Hauptursache der Armut ist, dass das Land durch die leichtfertige Vergabe von Konzessionen an ausländische Firmen vor langer Zeit wirtschaftlich kaum von seinen eigenen Rohstoffvorkommen und der Landwirtschaft profitieren kann. Dass man in Swasiland nicht den Weg der Enteignung und Verstaatlichung wie in Simbabwe gegangen ist, wird jedoch von der Weltbank und der EU honoriert, die den allmählichen Rückkauf der Konzessionen bezuschussen. Dadurch wird Swasiland eines Tages vielleicht wohlhabender werden, wenngleich ein bitterer Nachgeschmack bleibt, dass reichen Großkonzernen aus öffentlichen Mitteln noch Gelder für die Aufgabe der Ausbeutung gezahlt werden.

Die Einreise nach Swasiland erfolgte problemlos und schnell. Wir hatten bereits im Bus das Einreiseformular ausgefüllt und erhielten am Grenzposten Lavumisa zuerst den südafrikanischen Ausreise- und dann den Swasiland-Einreisestempel. Noah fuhr in der Zwischenzeit unseren Bus über die Grenze und nahm uns gleich danach wieder an Bord. Dann konnten wir uns auf den Weg über eine der wenigen asphaltierten Überlandstraßen des Königreiches machen. Diese Straße machte keinen vertrauenswürdigen Eindruck; alle paar hundert Meter tauchten tiefe Schlaglöcher auf und zwischendurch mussten wir immer wieder auf Rinder und Ziegen warten, die die Straße überquerten. Nachts sollte man diese Straße auf keinen Fall befahren, sagte Noah. Abseits der Straße sahen wir immer wieder kleine Dörfer mit Häusern einfachster Bauart. Um die Dörfer herum betreiben die Leute Ackerbau und Viehzucht zur Selbstversorgung, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Da es Vormittag war, sahen wir immer wieder Gruppen von Schulkindern in farbenfrohen Schuluniformen. Auf eine solide Schulausbildung wird in Swasiland viel Wert gelegt, da man aus dem unbedachten Verkauf der Konzessionen durch den damaligen König gelernt hat, dass man sich nie wieder wegen Analphabetismus übervorteilen lassen will.

Nach gut einstündiger Fahrt änderte sich allmählich die Landschaft. Weitläufige Graslandschaften mit Rinderherden und Zuckerrohrfelder, die allesamt ausländischen Konzernen gehören, wechselten sich ab. In der Nähe des Ortes Manzini machten wir einen Halt an einer kleinen Kerzenfabrik, wo in Handarbeit hübsche Kerzen in verschiedensten Formen und Farben hergestellt werden. Da fast die gesamte Produktion in die USA verkauft wird, nutzen wir hier die Möglichkeit zum Einkauf einiger dekorativer Kerzen für uns und unsere Freunde. Später schloss sich noch ein Besuch in einer Glasfabrik an, in der Altglas weiterverarbeitet wurde. Hier fanden wir jedoch nichts, was den Kauf gelohnt hätte. Die Mittagspause verbrachten wir in einem hübschen Hotel nahe der Hauptstadt Mbabane und fuhren anschließend weiter in die Hochebene des Nordens, die bis zu 2000 Meter hoch liegt. Wir überquerten das Hochplateau bei Piggs Peak, wo wir ausgedehnte Kiefernwälder südafrikanischer Holzkonzerne sahen. Hier wird in Monokultur Holz nach einem Maximalprinzip angebaut. Die unteren Äste der Bäume werden abgesägt, um einen engen Besatz zu ermöglichen und um die Feuergefahr gering zu halten, wird das gesamte Unterholz aus den Plantagen entfernt.

Nach der Überquerung der Hochebene fuhren wir mit leichtem Gefälle bergab in Richtung des Grenzüberganges Matsamo. Zwischendurch legten wir eine kleine Pause für einen Fotostopp ein, was innerhalb weniger Minuten einen Schwarm von mindestens 50-60 kleinen Kindern zum Betteln an unseren Bus lockte. Und wie es sich für westliche Touristen gehörte, mussten natürlich fast alle unserer Mitreisenden die Kinder mit Süßigkeiten und Geld versorgen und sich anschließend mit ihnen fotografieren lassen. Wir fanden das ziemlich peinlich und gingen rasch in den Bus zurück. Zum Glück waren die Bonbons schnell verteilt und wir konnten weiterfahren. Der Grenzübertritt klappte ebenso schnell und unbürokratisch wie vormittags in Lavumisa. Nachdem wir in einem Laden an der Grenze noch ein paar Erfrischungen und eine schöne CD mit afrikanischer Chormusik gekauft hatten, konnten wir die Weiterfahrt nach Hazyview in der Nähe des Krüger-Nationalparks fortsetzen, wo wir am frühen Abend in unserer Unterkunft, dem Greenway Woods Resort eintrafen. Dieses Resort mit eigenem Golfplatz sollte für die nächsten drei Nächte unser Zuhause sein. Wir bekamen mit jeweils vier Personen ein großes Ferienhaus mit drei Schlafzimmern, zwei Bädern, Küche und Wohnzimmer und fühlten uns dort sehr wohl. Nur eine Klimaanlage im Haus vermissten wir wegen der feuchtwarmen Luft sehr. Zum Abendessen gönnten wir uns ein Büffet-Dinner im hoteleigenen Restaurant. Da es bereits um 21.00 Uhr schloss, konnten wir dort leider nicht sehr lange bleiben und kehrten frühzeitig in unser Ferienhaus zurück.

9.4.-Tag 11:

Besondere Erlebnisse erfordern manchmal besondere Opfer. Weil für den Morgen eine Bus-Safari durch den Krüger-Nationalpark auf dem Programm stand, ließ Thomas uns um 4.30 Uhr aus den Betten klingeln. Mit Lunchpaketen des Hotels ausgerüstet fuhren wir um 5.30 vom Resort ab, um pünktlich zur Öffnung des Parks um 6.00 Uhr am Eingang zu sein. Während wir uns im Besucherzentrum mit Informationsmaterial eindeckten, meldete Thomas unsere Gruppe bei der Rangerstation an. Dann konnte unsere Safari durch einen der bekanntesten Nationalparks der Welt beginnen. Gegründet wurde der Nationalpark schon im Jahre 1926. Benannt wurde er nach Paul Krüger, der nach dem ersten Burenkrieg südafrikanischer Präsident war und sich sehr für den Schutz der Natur einsetzte. Grundprinzip des Parks, der mit einer Fläche von 20.000 qkm zu den größten Nationalparks gehört, ist die Reduzierung menschlicher Eingriffe auf ein absolutes Minimum. Neben den asphaltierten Straßen wurden lediglich einige Camps für die Besucher errichtet und Wasserstellen für die Tiere durch Brunnenbohrungen angelegt. Ansonsten überlässt man die Natur sich selbst. Nur bei großen Gefahren für das ökologische Gleichgewicht, wie aktuell durch den stark angestiegenen Elefantenbestand, greift die Parkverwaltung regulierend durch Abschüsse ein.

Die Flut von Erlebnissen, die wir in diesem großartigen Park hatten, lässt sich kaum in geeignete Worte fassen. Durch unsere erhöhte Sitzposition im Bus hatten wir einen ausgezeichneten Überblick über die Landschaft und die Tierwelt. Im Laufe des Tages sahen wir neben kleineren Tieren wie Warzenschweinen, Impala-Antilopen, Pavianen und farbenprächtigen Vögeln auch Großwild, beispielsweise Büffel, Elefantenfamilien, Nilpferde, Giraffen und Nashörner. Zum Teil waren die Tiere so nah an der Fahrbahn, dass man sie beinahe hätte berühren können (was natürlich, wie auch das Füttern, streng verboten ist). In jeder Kurve musste man damit rechnen, dass auf einmal Tiere auf der Fahrbahn stehen oder sich in einem Baum oder im Gebüsch verbergen. Als besonderes Highlight der ersten Safari empfand ich die Begegnung mit einer Gruppe Hyänen, die mit großem Interesse die vorbeifahrenden Autos beäugte und bei einem stehen gebliebenen Mercedes an den Außenspiegeln knabberte. Auch die vielen Paviane fühlten sich sehr zu Autos hingezogen und fuhren manchmal einige hundert Meter auf der Motorhaube mit. Spektakulär waren natürlich die Sichtungen großer oder seltener Tiere, wie ein schlafender Leopard in einer Baumkrone, der schnell eine Fahrzeugansammlung verursachte Doch meistens war es einfach nur Zufall, wenn man Tiere zu Gesicht bekam. Am Nachmittag beispielsweise überquerte eine Gruppe von etwa 30 Elefanten nur eine Buslänge vor uns die Straße. Nicht jeder Besucher des Parks hat das Glück, die so genannten Big Five (Elefant, Löwe, Leopard, Büffel und Nashorn) zu sehen. Wir haben es aber in den zwei Tagen geschafft und dazu noch Tiere gesehen, die deutlich seltener sind.

Voller Eindrücke und absolut begeistert kehrten wir am späten Nachmittag zum Ausgang zurück, bevor der Park für die Nacht geschlossen wurde. Nach einer kurzen Fahrt waren wir wieder zurück im Resort, wo wir uns ein wenig ausruhten. Am Abend besuchten wir auf Empfehlung von Thomas ein gemütliches Restaurant in der Nachbarschaft, das von einem österreichischen Paar betrieben wird. Wir wurden sogar von Mitarbeitern mit Autos abgeholt und später wieder zurückgebracht. Das Essen war ausgezeichnet und nach den eher rustikalen Mahlzeiten der letzten Tage ein kulinarisches Highlight in einem sehr ansprechenden Ambiente (für Interessierte: die Webseite des Restaurants und die Speisekarte findet man unter www.olivers.co.za).

10.4.-Tag 12:

Heute unternahmen wir unsere zweite Safari durch den Krügerpark. Dieses Mal brachen wir erst um 8.30 Uhr auf, da wir keine allzu lange Strecke zu fahren hatten und uns hauptsächlich im südlichen Teil des Parks aufhalten sollten. Als Eingang wählte Thomas das Phabeni-Gate, was sich später als schlechte Entscheidung herausstellen sollte. Während der ersten eineinhalb Stunden Fahrt bekamen wir fast keine Tiere zu Gesicht. Selbst die sonst überall anzutreffenden Impalas hatten sich in andere Gebiete zurückgezogen, vermutlich weil ihre bevorzugte Grassorte hier nicht mehr so gut wuchs wie noch vor einigen Monaten. Dies zeigte uns deutlich, wie unberechenbar die Natur ist. Am späteren Vormittag aber sollte sich alles ändern. Nachdem wir eine Pause in einem Camp eingelegt hatten, sahen wir die ersten Elefanten, Giraffen und etwas später dann noch viele andere Tiere. Zur Komplettierung der Big Five entdeckten wir in einem trockenen Flussbett eine Löwin und ihr Junges, das gerade die Umgebung erkundete. Wir beobachteten die beiden Tiere einige Minuten lang und legten dann den letzten Abschnitt unserer Safari bis zum Ausgang am Krüger-Gate zurück.

Nach der Safari fuhren wir eine Dreiviertelstunde zurück zum Resort. Es war Sonntag und viele Leute kamen gerade von Gottesdiensten zurück. Die meisten der Menschen waren mit grün-weißen Umhängen bekleidet, die von Angehörigen der Church of Zion getragen werden. Diese Religionsgemeinschaft, der etwa vier Millionen schwarze Südafrikaner angehören, wurde während der Apartheid gegründet, als den Schwarzen der Zutritt zu den meisten Kirchen verwehrt war. So taten sich die Gläubigen zusammen und hielten ihre eigenen Gottesdienste unter freiem Himmel ab, was sie auch heute noch tun.

11.4.-Tag 13:

An unserem vorletzten Tag hatten wir fast 600 Kilometer bis nach Johannesburg zurückzulegen. Dabei verließen wir die subtropische Klimazone in Richtung des Hochplateaus, wo kontinentales Klima vorherrscht. Während der langen Fahrt durch den endlosen Maisgürtel Südafrikas erzählte uns Thomas von der Geschichte des Landes und den bedeutenden Personen, die sie mitgeprägt haben. Dies alles hier wiederzugeben würde den Rahmen des Berichts sprengen, aber genannt werden sollen die Personen doch. Es sind der Burenpräsident Paul Krüger, der Zulu-Häuptling Chaka, der Geschäftsmann Cecil Rhodes (Gründer der Firma Gold Fields und De Beers, Kupfermonopolist) und der Politiker Jan Smuts, der das reiche Südafrika im 2. Weltkrieg an die Seite der Engländer drängte. Die wichtigsten Personen der neueren Zeit sind Mangosuthu Buthelezi, der die Boykotte gegen die Apartheid mitorganisierte, Bischof Tutu, ein jahrelanger engagierter Kämpfer für Gerechtigkeit und gleichzeitig ein humorvoller redegewandter Mann, und nicht zuletzt Nelson und Winnie Mandela. Ohne das Wirken dieser Menschen sähe es in Südafrika heute vollkommen anders aus.

Am Vormittag unterbrachen wir die Fahrt für einen Panoramablick durch das "Fenster Gottes" und einen Rundgang am Blyde Canyon, der etwa 26 km lang und bis zu 800 m tief ist. Das Wahrzeichen des Canyons ist eine Felsformation, die wie drei Rundhütten der Eingeborenen aussieht. Schön anzusehen waren die in vielen Farben leuchtenden Felsen, an denen rote, gelbe und grüne Flechten wachsen. Das Vorkommen dieser Flechten deutet auf besonders gute Umweltbedingungen hin. Gegen Mittag legten wir eine Pause in der alten Goldgräbersiedlung Pilgrims Rest ein. Dieser Ort wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts verlassen, als man kein Gold mehr fand. Zurück blieben die alten Wellblechgebäude, die man seinerzeit als Bausätze aus England eingeführt hatte. In liebevoller Kleinarbeit wurden über viele Jahre die Gebäude renoviert; heute steht der gesamte Ort, der wie eine alte Westernstadt wirkt, unter Denkmalschutz. Anstelle einer Mittagspause nutzten wir die Zeit, den gesamten Ort einschließlich des alten Friedhofs zu erkunden. Besonders gefielen uns die Hotels und Restaurants mit dem uralten Mobiliar. Selbst die örtliche Tankstelle war im Stil der guten alten Zeit gestaltet.

Am Nachmittag setzten wir unsere Fahrt nach Johannesburg fort. Zuerst musste der Bus eine Bewährungsprobe am steilen Robber´s Pass bestehen, der eine Höhe von fast 1800 m hat und über die Drakensberge des Nordens führt. Hier befindet sich auch die Stadt Dullstrom, in der der am höchsten gelegene Bahnhof Afrikas zu finden ist (2004 m hoch). Je mehr wir uns Johannesburg näherten, desto stärker nahm die landwirtschaftliche Nutzung des Gebiets zu. Ausgedehnte Maisfelder erstreckten sich bis zum Horizont; die Farmen sind alle über 20.000 Hektar groß und beschäftigen hunderte Arbeiter, die in eigenen Dörfern untergebracht sind. Von der Straße aus konnten wir auch mehrere Tagebau-Bergwerke für Steinkohle sehen. Ein Teil der Kohle wird gleich über Förderbänder in Kraftwerke befördert, die das südliche Afrika mit Strom beliefern.

Am Abend erreichten wir schließlich unser Hotel in Johannesburg. Glücklicherweise lag es in einer sicheren Gegend, so dass wir abends noch in ein benachbartes Einkaufszentrum zum Abendessen und auf ein Abschiedsbier in eine gemütliche Kneipe gehen konnten.

12.4.-letzter Tag:

Unser Morgenprogramm begann nach dem Auschecken aus dem Hotel mit einer Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt Pretoria, die eine knappe Stunde von Johannesburg entfernt liegt. Thomas erzählte uns, dass die gesamte Region um Johannesburg auf dem so genannten Golden Arch liegt, einer etwa 500 km langen Felsformation mit praktisch unerschöpflichen Goldvorkommen. Zurzeit kann man bis in etwa 3500 m Tiefe goldhaltiges Gestein abbauen. Dort herrschen allerdings schon Temperaturen von etwa 40 Grad, was die Arbeit unter Tage sehr schwierig gestaltet. Der ganze Untergrund in diesem Gebiet ist durchzogen von Stollen und an der Oberfläche sind hohe Berge mit Abraumgestein entstanden, für das niemand Verwendung hat.

In Pretoria besichtigten wir zuerst das eindrucksvolle Union Building, vor dem Mandela 1994 als Präsident vereidigt wurde. Von hier aus hatten wir einen guten Überblick auf die Stadt und den wunderschönen italienischen Garten vor dem Gebäude, das ein architektonisch gleich gestaltetes Gegenstück in Neu Delhi hat. Während der Rückfahrt in die Stadt konnten wir auch noch einen Blick auf die deutsche Botschaft werfen, die sich in einer Nebenstraße nahe dem Union Building befindet. In der Stadt besichtigen wir das Paul-Krüger-Museum. Hierbei handelt es sich um ein großes Wohnhaus, das Krüger für seine Verdienste um das Land als Geschenk von der Regierung bekam. Heute kann man das Haus mit dem alten Mobiliar der Familie Krüger besichtigen. Angeschlossen ist ein kleines Museum, in dem die Geschichte Südafrikas erklärt wird.

Unsere letzte Station in Pretoria war das Voortrekkermonument, das sich mit wenigen Worten kaum beschreiben lässt und vermutlich einen gesonderten Bericht erfordert. Das Denkmal erinnert an die burischen Siedler, die sich ab 1835 auf den Weg in das Landesinnere Südafrikas, ihr Gelobtes Land machten, um dort ihre Freiheit wieder zu finden und sich dem Einfluss der Briten am Kap zu entziehen. Das Denkmal beschreibt im Innenraum auf einem 92 m langen Marmorfries die Erlebnisse und schlimmen Erfahrungen, die die Siedler auf ihrem Weg machten. Umgeben ist das 41 m hohe Monument von einer Lagermauer aus 64 steinernen Planwagen, die das Gebäude symbolisch schützen.

Zur Mittagszeit kehrten wir nach Johannesburg zurück, wo wir uns vor der Fahrt zum Flughafen noch ein schönes Essen gönnten. Danach zeigte Thomas uns noch die Innenstadt Johannesburgs, die sich seit dem Weggang der Weißen in den Stadtteil Sandton zu einem Getto für die schwarze Bevölkerung mit einer hohen Kriminalitätsrate entwickelt hat. Was wir hier zu sehen bekamen, war mehr als erschreckend. Ganze Hochhäuser und Hotels waren aufgegeben worden und sind seither dem Verfall preisgegeben bzw. von Leuten besetzt. In vielen der Gebäude waren bereits alle Fensterscheiben zerstört, in anderen Gebäuden hatte man die untersten Stockwerke zum Schutz vor Eindringlingen zugemauert. Wir waren heilfroh, als wir diesen Stadtteil wieder wohlbehalten verlassen konnten, denn der Aufenthalt ist hier -speziell für Weiße- auch tagsüber nicht ungefährlich.

Mit der Ankunft am Flughafen endete am späten Nachmittag unsere Rundreise durch Südafrika. Nur zu gerne erinnerten wir uns an die Worte unserer ersten Reiseleiterin Vera. Sie sagte: "Irgendwann wird jeder Urlauber Afrika wieder verlassen, aber Afrika verlässt den Urlauber nicht mehr." Mit diesem Spruch im Gedächtnis konnten wir beruhigt unseren Heimflug antreten und uns auf eine baldige Rückkehr in das wunderbare Südafrika freuen.

-ENDE-


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ingi4

ingi4

15.04.2006 16:41

Toller Bericht ! Werde im Nov. auch eine Rundreise durch Süfafika machen.

Swip

Swip

07.11.2005 23:47

Hervorragender Bericht über ein fantastisches Land! VG Swip

abutilon

abutilon

26.08.2005 15:22

Auch die Fortsetzung ist spannend. Aber doch ganz schön anstrengend - so eine Rundreise. Schöne Grüße Claudia

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