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Erfahrungsbericht

für Rotes Moor, Hessische Rhön
5 Sterne Rotes Moor Bericht mit Bildern
83 von 83 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Ein schöner Spaziergang, sehr informativ

Kontra Ohne Führung könnte man etwas enttäuscht sein

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

filfil67 Seit 13 Mrz 2011

Ich persönlich stehe ja auf Berichte mit Fotos ;-) mehr

55 Mitglieder vertrauen mir

Letztes Jahr haben wir Urlaub in der Rhön gemacht und zwar genau an der Grenze zwischen hessischer und bayrischer Rhön. Eine der Sehenswürdigkeiten, die wir während unseres Urlaubs sogar zweimal aufgesucht haben war das Rote Moor.
Und darüber möchte ich heute gerne berichten.

Wo genau ist die Rhön:


Die Rhön ist ein Mittelgebirge, das im Grenzgebiet von Bayern, Hessen und Thüringen liegt. Der Kernbereich der Rhön ist ein Biosphärenreservat. Von uns aus (Nähe Frankfurt) haben wir keine drei Stunden bis zu unserer Ferienwohnung gebraucht.
Das ist mal eine nette Abwechslung zu den sonstigen Anreisezeiten, die wir schon hinter uns haben.

Und wo liegt das Rote Moor:


Es liegt etwa fünf Kilometer südöstlich der Wasserkuppe an der Bundesstraße 278 zwischen der Gemeinde Ehrenberg (Ortsteil Wüstensachsen) auf hessischer Seite und der Stadt Bischofsheim an der Rhön auf bayerischer Seite.
Der Zugang zum Roten Moor geschieht am besten über den Parkplatz Moordorf an der B278.

Das Rote Moor:


Das Rote Moor ist ein Hochmoor und liegt in der Hessischen Rhön. In der Nähe (bayrische Rhön) liegt übrigens das Schwarze Moor, das ebenfalls ein Hochmoor ist.
Das Rote Moor entstand nach der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren
Eintritt:

Das ist ja das Schöne an solchen Sehenswürdigkeiten. Es kostet nichts. Und dafür bekommt man wirklich eine Menge geboten.
Was sind Hochmoore?

Hochmoore werden auch Regenmoor bezeichnet. Sie entstehen ausschließlich aus Regenwasser und sind damit sowohl sauer, als auch sehr nährstoffarm.
Durch diese Voraussetzungen existiert in diesen Mooren eine hochspezialisierte einzigartige Flora und Fauna.
Und wenn man sich überlegt, wie wenige von diesen Hochmooren es gibt, kann man sich vorstellen, dass diese Flora und Fauna auch sehr gefährdet ist.
Wer oder was lebt in einem Hochmoor?

Wie eben schon erwähnt, sind es eher Spezialisten, die in einem Hochmoor existieren. Bei den Pflanzen sind dies vor allem die Hungerkünstler. Im Schwarzen Moor findet man z.B. fleischfressende Pflanzen.
Im Roten Moor habe ich vor allem Moose jeder Art gesehen. Entlang des Bohlenweg, der zum Roten Moor führt, stehen viele Schautafeln, die die Entstehung, Geschichte, sowie die Flora und Fauna des Moors erklären.

Tiere haben wir nicht viele gesehen – was aber tagsüber in einem Wald auch kein Wunder ist. Etwas ganz besonderes im Roten Moor sind aber die vom Aussterben bedrohten Tierarten Birkhühner, Bekassine und Wiesenpieper.
Das mit den Birkhühner hat mich wirklich überrascht. Die Population ist wirklich sehr klein und in den letzten Jahren wurden aus Schweden andere Birkhühner „importiert“, um das Überleben zu sichern. Allerdings sind die Erfolgsaussichten wohl nicht so groß.
Moorlehrpfad:

1,2 Kilometer des insgesamt drei Kilometer langen Rundwegs verlaufen auf einem rollstuhlgerecht erneuerten Bohlenpfad. Insgesamt ist der Rundweg ab dem Parkplatz sehr einfach zu laufen und sowohl für Kinder, als auch für Menschen mit Gehbehinderung sehr gut zu bewältigen.

Am Parkplatz befindet sich übrigens das „Haus am Roten Moor“, in dem man eine Kleinigkeit essen kann. Es gibt z.B. diverse Blechkuchen und deftige Rhöner Brotzeitteller. Natürlich stehen auch behindertengerechte sanitäre Anlagen zur Verfügung. Im Winter ist die Gegend um das Rote Moor übrigens eine einzige fantastische Langlaufstrecke und das schneesicherste Gebiet Hessens.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Parkplatz aus gesehen kommt man über einen Schotterweg in das Rote Moor. Am Eingang zum Roten Moor kommt man auch am schönen Moorweiher, einem kleinen aufgestauten See vorbei (siehe Fotos).
Der nächste Haltepunkt ist ein größer Holzpavillon, in dem sich einige Informationstafeln befinden. Für Wanderer ist dieser Pavillon natürlich eine wunderbare Raststätte; vor allem, wenn es mal wieder regnet *g*

Geht man weiter stößt man auf den Bohlenpfad, der durch einen Karpatenbirkwald führt. Dieser Karpartenbirkwald ist für den Naturschutz ungemein wichtig. Und ich muss ehrlich sagen, dass mich der Wald wesentlich mehr beeindruckt hat, als das Moor selber, von dem man gar nicht viel sieht. Wer mit offenen Augen durch diesen Wald geht, wird dutzende von wunderbaren Fotomotiven entdecken. Von abgestorbenen Bäumen über diversen Moosen, vielen Pilzen (wir waren im Herbst da) gibt es dort alles. Alleine für diesen Waldabschnitt lohnt sich der Besuch schon.

Geht man den Bohlenweg zu Ende gelangt man zu einem Aussichtsturm. Von dort ist die ehemalige Torf-Abbaufläche zu erkennen, in der sich wieder Niedermoorvegetation eingestellt hat. Ich war etwas enttäuscht davon, wie wenig vom Moor selber zu sehen ist. Aber natürlich sollen keine Menschen im Moor herumlaufen und die empfindliche Flora und Fauna stören. Ich würde empfehlen, eine Fernglas mitzunehmen. Sonst hat man wirklich nicht viel von diesem Aussichtsturm und vom Ausflug zum Roten Moor. Bedingt durch den Torfabbau bis in die achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, ist nur noch eine Fläche von zirka fünf Hektar als Kernzone vorhanden.
Führungen durch das Moor:

Wir waren zweimal am Roten Moor. Das erste Mal haben wir es alleine erkundet und dann haben wir noch an einer Führung teilgenommen. Diese Führung kann ich nur jedem empfehlen.

Informationen dazu gibt es hier:
http://www.rhoentourist.de/fuehrung-rote​s-moor.html

Julia Djabalameli , die die Führungen durchführt, ist sehr nett und offen für alle möglichen Fragen. Von der Führung hatten wir viel mehr, als von unserem Streifzug, den wir einige Tage vorher alleine gemacht haben.
Uns hatte die Führung so gut gefallen, dass wir einige Tage später mit ihr noch eine weitere Gruppenführung in der Rhön gemacht haben.

Wieviel die Führung gekostet hat, kann ich nicht mehr sagen. Das läst sich aber vorab erfragen und ich weiß noch, dass ich es wirklich überhaupt nicht teuer fand.

Fazit:


Ich kann einen Ausflüg in das Rote Moor empfehlen – allerdings würde ich jedem raten, sich einer Führung anzuschließen. Von mir gibt es fünf Sterne für dieses außergewöhnliche Erlebnis.

Bilder

für Rotes Moor, Hessische Rhön
Moor1 - Rotes Moor, Hessische Rhön
Der Bohlenweg
von filfil67 filfil67
Moor1 - Rotes Moor, Hessische Rhön

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  • Jollynchen 25.12.2011 12:15
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • meerline77 08.11.2011 09:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • swissghostly 28.10.2011 23:59
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    sehr hilfreich
  • Gering 27.10.2011 16:09
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • lassie222 17.10.2011 13:10
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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