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Rom - die ewige Stadt

5 20. Mai 2002

Pro:
unglaublich viel zu sehen, schwer zu beschreiben

Kontra:
Grabscher in der U - Bahn und im Bus

Empfehlenswert: Ja 

StarMystery

Über sich: Bald in Taranaki-Lebende :-)

Mitglied seit:21.12.1999

Erfahrungsberichte:103

Vertrauende:7

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 19 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Im April diesen Jahres war ich zusammen mit meiner Abschlussklasse für viereinhalb Tage in Rom – und habe leider nicht alles gesehen, was ich gerne sehen wollte, da die meisten Mädels aus der Gruppe an einem Nachmittag lieber shoppen als ins Museum gehen wollten und meine Lehrer mich nicht alleine losziehen ließen. Nun, doch das soll natürlich nicht der Inhalt meines Berichtes sein und natürlich kann man in einem Bericht nicht alles erwähnen, was es in Rom gibt – und vier Tage reichen auch bei Weitem nicht aus, wenn man alles sehen möchte.

Rom ist auf jeden Fall einen – oder mehrere – Besuche wert. Mein Vorschlag ist, dass man sich mindestens eine Woche Zeit für diese äußerst interessante Stadt nimmt. Den April kann ich als Reisezeit wirklich empfehlen, das Wetter war in der Woche, in der wir uns in Rom aufhielten, sehr angenehm, es war nicht zu heiß und auch nicht zu kalt, geregnet hat es in den ganzen vier Tagen einmal für fünf Minuten, sonst hatten wir immer einen blauen Himmel und eine strahlende Sonne, die jedoch nicht so stark war, dass wir allzu starke Sonnenbrände davon getragen hätten. Ich blieb – ohne die Nutzung von Sonnencreme so gut wie verschont vom Sonnenbrand, obwohl ich leicht dazu neige, rot wie eine Tomate zu werden, wenn ich zu viel Sonne abbekomme. Über andere Jahreszeiten kann ich euch leider – noch – keine Auskunft geben, aber irgendwann werde ich bestimmt noch einmal nach Rom fahren, allerdings alleine, ohne eine nervende Gruppe um mich....

Rom erkundet man am Besten zu Fuß, denn alles ist gut zu erreichen, die U-Bahn und den Bus sollte man nur für wirklich lange Strecken verwenden – vor allem Frauen müssen in den öffentlichen Verkehrsmitteln aufpassen, da es immer einige Männer gibt, die es sich zum Hobby gemacht haben, in Bussen und Bahnen die Frauen zu begrabschen, womit wir auf unserer Fahrt mehrmals Bekanntschaft gemacht haben. Ausserdem sollte man seine Taschen immer in den Augen und fest am Körper tragen, da der Taschendiebstahl in Rom weit verbreitet ist – und die öffentlichen Verkehrsmittel eignen sich für Diebe besonders gut, da es dort an so gut wie allen Tageszeiten immer sehr eng ist, natürlich ist das auch für die Grabscher von Vorteil....

Sehenswürdigkeiten, die man in Rom auf jeden Fall gesehen haben sollte sind:
Das Kolosseum
Das Forum Romanum
Der Paladin
Trajans Forum
Das Pantheon
Die Engelsburg

Und natürlich das Kapitol mit der wunderbaren bronzenen Reiterstatue des Kaisers und Philosophs Marc Aurel, welche die einzige erhaltene Bronzestatue aus dem alten Rom ist. Das Original steht im Kapitolmuseum und auf dem Sternenplatz steht eine Replik.

In Rom gibt es natürlich sehr viele Kirchen, die man – wenn man sich für Kirchen interessiert – natürlich besucht haben sollte. Ich selbst war etwas genervt von den vielen Kirchen und empört, dass die Kirchen aus Diebesgut zusammen gebaut wurden. Das Forum Romanum diente den Christen als Ressource, den heidnische Bauten zu zerstören und für eigenen Zwecke zu verwenden, war für die Christen damals und heute nichts Schlimmes. Was ich in Rom alles über das Christentum und ihre Ausbeutungen gelernt habe, hat meine Meinung über den Papst und die Kirche nicht unbedingt verbessert. Man denke nur daran, wie viele Menschen für den Bau der Peterskirche (im Vatikan) durch die teuren Ablässe ausgebeutet wurden.

Rom ist eine sehr schöne Stadt, leider fahren dort viel zu viele Autos und Mopeds herum. Zudem haben die Römer wohl das Fahren dieser Dinge nie wirklich gelernt, denn an Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzung hält sich in Rom kein Mensch und der Tourist, der an einer roten Ampel wartet, wird nur mitleidig von den Römern angeschaut.

Essen kann man in Rom gut und billig – wenn man nicht den Fehler macht und direkt in den Restaurants neben den Sehenswürdigkeiten essen geht, dort kann man für eine halbe Pizza schon mal 10 Euro und für einen halben Liter Cola 6 Euro bezahlen. Empfehlenswert ist es also, ein zwei Straßen weiter zu gehen, dann bekommt man alles schon viel billiger und oft schmeckt es dort auch besser, weil dort keine solche Hektik herrscht.

Straßenhändler gibt es in Rom an jeder Ecke. Von ihnen kann man billige Postkarten kaufen (20 Stück für einen Euro! Und dann sind diese auch noch in sehr guter Qualität!). Der Schwarzmarkt ist in Rom leicht zu erreichen – von gefälschten Markenhandtaschen zu Raubkopien von CDs und Videos – man bekommt alles an der nächsten Straßenecke. Allerdings verschwinden diese Händler blitzschnell, sobald sie einen Polizisten in der Nähe sehen. Und Polizisten gibt es in Rom wahrhaft genug. Diese sind sehr freundlich und helfen immer weiter, wenn man Fragen hat. Sorgen sollte man sich in Rom wegen der Sprache keine machen, denn so gut wie jeder Römer kann sich mit Englisch verständigen. Und dass dort jemand Deutsch spricht, kommt auch nicht selten vor. Man sollte also nicht fragen: „Do you speak English?“ sondern „Do you speak English or German?“. Uns geschah es in einer der zahlreichen Eisdielen, dass wir uns auf Englisch verständigen wollten und der Verkäufer nach ein paar Minuten (als er merkte, dass wir Deutsche sind) sagte: “Ihr könnt gerne auch Deutsch mit mir reden.” Nett sind die Römer also, aber manche sind leider auch sehr aufdringlich und lassen einen selbst, wenn man schon dreimal „nein/no“ gesagt hat, nicht in Ruhe – da hilft dann nur noch ignorieren.

Zu den Toiletten in Rom: Es ist vorteilhaft, immer Taschentücher dabei zu haben und oft muss man nach der Toilettenspülung suchen. Mal ist es ein Hebel auf dem Boden, mal ein Knopf auf der anderen Seite des Räumchen und wieder ein anderes Mal eine Kette an der Decke... Also darf man nicht allzu schnell aufgeben ;-)

Eine weitere Empfehlung von mir: Wenn man in Rom ist, sollte man sich auf jeden Fall von einem der vielen Straßenhändler das Buch „imperial Rome – from ist origins to the present day“ kaufen (das gibt es natürlich auch auf Deutsch, Japanisch, Italienisch usw.), denn es ist sehr schön aufgemacht. Es ist ein kleines Büchlein, etwa halb so groß wie ein Durchschnittsbuch. Man kann darin sehen, wie sich Rom im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat. Über das jetzige Bild der verschiedenen berühmten Gebäude sind Folien gelegt, die Schicht für Schicht die Veränderungen anzeigen. Man schlägt also eine Seite auf und sieht, wie wunderschön vorher alles aussah, dann schlägt man die Folie um und sieht, wie der Platz heute aussieht. Das ist wirklich sehr beeindruckend. Ausserdem enthält das Buch viele historische Angaben und interessante Einblicke in das Leben der Römer und die Geschichte der Stadt. Normalerweise kostet es 10 Euro, aber mit den Händlern kann man sehr gut feilschen. Einen Versuch ist es immer wert! 

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
dieanke

dieanke

27.01.2003 20:22

Da weiß ich, auf was ich mich in meinem Sommerurlaub freuen kann... Fahre im Juli hin!!!

rouvinho

rouvinho

21.05.2002 16:29

Ich bin gerade letzte Woche eine Woche in "Roma" gewesen. Ein Muß bei den Besichtigungstouren ist in meinen Augen auch der Besuch der Vatikanischen Museen inklusive Sixtinischer Kapelle und und ein Besuch des Pantheons. Kontra sind die doch hohen Eintrits- und Hotelpreise. PS: Schön, daß es dir gefallen hat. LG von rouvinho

StarMystery

StarMystery

20.05.2002 19:25

Ja, die spanische Treppe wird von vielen Touristen besucht, aber ich persönlich würde sie nicht als besonders wichtig einstufen. Man kann dort zwar eine nette Zeit verbringen (mit Ausblick auf Asiatinnen, die einem, wenn man will, den Namen in chinesischen Schriftzeichen schreiben), aber für mich waren eben die anderen Sehenswürdigkeiten wichtiger. ;-)

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