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Termini – Endstation Spaß....

2 20. Jan 2002

Pro:
Kulturangebot, Sonne, öffentliches Verkehrsnetz

Kontra:
Luftqualität, Gestank, Hitze, Nachtleben, Kriminalität, Preise

Empfehlenswert: Nein 

one0one

Über sich:

Mitglied seit:11.01.2002

Erfahrungsberichte:9

Vertrauende:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 57 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Während einer einwöchigen Studienfahrt nach Rom lernte ich die schlechteren Seiten dieser Stadt kennen.

Unsere Unterkünfte (wenn man das so nennen kann) im Hotel D**** lagen 2 Minuten vom Bahnhof Termini entfernt. Das ersparte uns die Qualen, eine weite Strecke mit unseren Koffern zurückzulegen, und wir hatten auch eine gute Ausgangslage um alle Sehenswürdigkeiten Roms ( unendlich viele ) problemlos mit der Metro zu erreichen.
Nicht so gut war, dass der Tuntenstrich direkt vor unserem Hotel lag, so dass wir sie, vom Fenster aus, beim Anmachen der Passanten sehen konnten.

Nun zu den Zimmern. Wir waren zu dritt in einem kleinen Zimmer untergebracht, das außer 3 Betten und einem winzigem (1,5qm) Bad nichts zu bieten hatte. Später fanden wir dann noch heraus, dass ein Loch in der Wand die Dusche sein sollte. Hat auch irgendwie funktioniert (wir hatten ja keine andere Wahl), nur floss dann das ganze Wasser in den Flur.
Das Frühstück, welches im Preis enthalten war, bestand praktisch nur aus einem hohlen Brötchen (und das nennt man die wichtigste Mahlzeit des Tages). Die Angestellten des Hotels waren eigentlich ganz ok (diese Meinung entstand aufgrund der Tatsache, dass ich kein Wort verstanden hab, von dem was sie sagten), doch von Hygiene hatten sie wohl noch nichts gehört. Denn mit den gleichen Handschuhen in denen sie kurz vorher geputzt hatten deckten sie die Tische..., was das nicht gerade saubere Besteck erklären dürfte.

Im Haus war dann noch ein sehr antiker Fahrstuhl, wie sie in Rom üblich sind. Um mich von von der Stabilität zu überzeugen stellte ich mich rein und wippte kurz worauf ein Knarren und Klappern durch das ganze Hotel schallte. Ich stieg aus, entschloss mich dazu das nie wieder zu tun und nahm die Treppe.

Nun zum Essen.
Möglichkeiten etwas zu essen gab es viele. Entweder ging man in eins der etwas teuren Restaurants(€ 6-7 für eine Pizza Magarita + Getränke + Bedienung), oder kaufte Pizza in einer Tratoria (so hieß das, glaub ich ). Hier bekommt man auf Wunsch Pizza vom Blech, welche gewogen wird, um den Preis zu ermitteln. Preis und Angebot waren ok (4/5 verschiedene Sorten und für € 5 bekommt man mehr als genug) , essen musste man aber woanders, da diese Läden nur aus Theke und Pizzaofen bestehen.
Eine noch günstigere Alternative ist der Supermarkt unter im Bahnhof, der alles bot was man zum überleben braucht.

Doch das Schlimmste am Ganzen war die Hitze. Merke: Nie im Hochsommer nach Rom. Wir hatten z.T weit über 40°C IM SCHATTEN. Dazu kam dann noch die üble Luftqualität und der Gestank von unzähligen Autos, die wie die Verrückten durch die Straßen Roms heizen. Kein wunder das es kaum möglich war ein Auto/Roller ohne Schrammen zu finden.

Ein anderes Problem waren die Abende. Selbst nach langem Suchen, Befragen von Einheimischen und anderen Touristen war es uns nicht möglich irgendeine Disco oder ähnliches zu finden (damals hätten wir uns mit SEHR wenig zufrieden gegeben).
Das hieß für uns, auf zur Spanischen Treppe ( wie der Name schon sagt, eine Treppe), was dort so eine Art Jugendtreff ist und die Möglichkeit bietet Kontakte zu anderen Jugendlichen zu knüpfen.

WICHTIG: Mehrere von uns (ich nicht) wurden in der Metro ausgeraubt. Deshalb immer sehr wenig Bares dabei haben, dieses sicher aufbewahren und sich nicht gerade wie der typische deutsche Tourist kleiden, denn dann fällt man unter der Menge sofort auf (Bsp.: Jogginghose, weites T-Shirt mit Klassenfoto aufgedruckt und gelbe Plüschcappy => 400DM geklaut).

Doch es gab auch gute Seiten. Vor allem/nur die Mädels waren von den Shoppingmöglichkeiten angetan. Da gab es zum einen billigere Läden in der nähe des Bahnhofs, und dann noch die Designerläden.
Die Menschen die wir in Rom kennen gelernt haben waren wenige, weil immer sehr beschäftigt, aber auch sehr freundlich. Meist waren es ehemalige Gastarbeiter die uns, stolz das sie Deutsch können, Geschichten aus Deutschland erzählten.
Etwas anderes, eigentlich das Einzige was mich zum bleiben bewegte, war die Sonne bzw. das Bräunen.
Auch die Weine und Speisen waren meistens gut.
Und nicht zu vergessen der Espresso, einfach göttlich.

Fazit: Wären wir nicht in einer großen Gruppe dorthin gefahren, die , im Gegensatz zur Stadt, Unterhaltungsmöglichkeiten geboten hat *g*, hätte ich die Fahrt gehasst.

101

PS. Diese Meinung ist wegen den schlechten Bedingungen, die wir dort hatten, sehr abwertend geworden. Ich kann mir durchaus vorstellen in ein paar Jahren wieder hinzufahren, denn die Sehenswürdigkeiten wie z.B. Das Kolosseum, das Vatikanische Museum, das Forum Romanum... sind den Aufwand wert gewesen.

bis dann 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Dr.Claudia

Dr.Claudia

12.09.2004 18:06

In Italien ist es nun mal heiß *lacht*!

JanaLipy

JanaLipy

21.01.2002 08:52

der Bericht gefälölt mir. ich möchte Rom auch irgendwann einmal besuchen.

otto0816

otto0816

21.01.2002 08:32

das Wetter ist ja vorher eventuell zu erwarten, beim Zimmer war sicher der gezahlte Preis ausschlaggebend, Gruß Jörg

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