Rom an einem Wochenende!
25. Jul 2001
Pro:
sehr nah, viele Sehenswürdigkeiten
Kontra:
. . .
Empfehlenswert:
Ja
 Chulak
Über sich:
Wissensdurstig, reiselustig und lerngeil. Begeisterter Fernsehglotzer, Fan von Stargate, StarTrek in...
Mitglied seit:06.02.2001
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Unser Betriebsausflug führte uns im März nach Rom. Obwohl ich in München wohne, habe ich es bisher noch nie nach Italien geschafft....schwach, ich weiß. Aber da es in der Firma wo ich arbeite so üblich ist, das Betriebsausflüge nicht nur in den nächsten Biergarten führen, habe ich auch oben genanntes Defizit schnell beheben können. An einem Freitagmittag wurde die Firma geschlossen und es ging mit Gepäck Richtung Flughafen. Dort angekommen trafen wir dann auch mit unserem Vertrieb zusammen, so dass wir insgesamt zehn Leute waren. Nach einem schnellen Check-In bestiegen wir die kleine Lufthansamaschine und erhoben uns in die Lüfte. So manchem, der meine bisherigen Reiseberichte gelesen hat, dürfte aufgefallen sein, dass ich an Flugangst leide. So auch in diesem Flieger. Aber mein Chef war so nett und textete mich die ganze Zeit von links zu, erzählte von seiner Jugendzeit, erklärte mir die Funktionsweise des Flugzeuges, warum welches Geräusch zu einem bestimmten Zeitpunkt auftrat und so weiter und so fort. Wer an Flugangst leidet, weiß, dass jegliche Ablenkungsversuche zwar nett gemeint, aber meistens sinnlos sind. Irgendwie habe ich auch diesen Flug überstanden und war mal wieder kurz davor, den Boden zu küssen. Konnte mich aber zurückhalten. Will dem Papst ja nicht im eigenen Lande die Show stehlen ;-))
Das für uns zuständige Gepäckband hatten wir schnell gefunden, dafür brauchte das Gepäck selber geschlagene 15 Minuten, uns zu finden. Naja, die Zeit nutzen wir für das SMSen nach Hause, dass wir gut gelandet sind. Als wir unsere Taschen dann doch bekommen
hatten, gings gleich weiter Richtung Zug, der uns nach Rom rein bringen sollte. Das war ne richtig schöne Fahrt. Angekommen und ausgestiegen, entschlossen wir uns, doch zum Hotel zu laufen, das dieses nur ca. 20 Minuten zu Fuss weit weg war. Das Hotel hieß Porta Maggiore und lag am gleichnamigen Platz. Viel Zeit zum verschnaufen hatten wir dort allerdings nicht. Nur so eine Stunde. Dann ging es doch gleich mal Richtung Spanische Treppe, die wir per U-Bahn erreichten. Ich dachte schon immer, die U-Bahnfahrer in München wären lebensmüde, wurde aber von den italienischen U-Bahnfahrern eines besseren belehrt. Aber es war eine tolle Erfahrung.
An der Spanischen Treppe angelangt, hatten wir nach einigen Schnappschüssen auch schon ein nettes kleines Restaurant ausgemacht, wo wir zu Abend aßen und das so richtig lecker. Mein Getränk für das Wochenende war übrigens Wasser, während die restlichen Mitreisenden doch eher dem Wein zusprachen, sehr zu meiner Erheiterung ;-)) Wir schauten uns dann noch einiges an und trabten dann zurück zum Hotel.
Am nächsten Morgen nach einer relativ schlaflosen Nacht, ich schlafe in Hotels die erste Nacht grundsätzlich schlecht, ging es nach dem Frühstück auch schon wieder los. Wir hatten übrigens von Deutschland aus immer mal die Wettervorhersage verfolgt (www.wetter.de), welche für das Wochenende Regen angekündigt hatte. Aber wir traten bei strahlendem Sonnenschein raus auf die Straße und hatten bis Sonntag 21°C. Tja, wenn Engel reisen. Mit dem Bus fuhren wir vorbei am Kolosseum und vorbei am Denkmal des unbekannten Reiters zum Pantheon. Das ist ein riesiger Kuppelbau mit einem Loch in der Deck. Von da aus liefen wir weiter zur Fontana di Trevi. Dort warfen wir auch jeder eine Münze rein, in der Hoffnung, doch noch mal irgendwann nach Rom zurückzukehren. Per pedes ging es danach auch gleich weiter gen Forum Romanum, von wo wir dann auch gleich weiter zum Kolosseum liefen. . Das ist wirklich soooo gigantisch. Mir kam natürlich auch gleich "Gladiator" in den Sinn, den ich schon zig-Mal gesehen hatte. Es war wirklich beeindruckend. Nur der Gedanke daran, wie das früher gebaut wurde, ist absolut gigantisch.
Der Tag geht bei Besichtigungstouren schnell vorbei. Im Hotel hatten wir wieder eine Stunde Erholung bevor es nochmals per Tram in die Stadt ging. Dort landeten wir in einem kleinen Restaurant, wo der Chef persönlich die Gäste betreute. Er fragte, ob wir denn nach Karte bestellen wollten, oder ob er uns ein Menü zusammenstellen durfte. Ja, das durfte er. Zu Anfang gab es eine absolut leckeres Fischcarpaccio. Roher Fisch lecker eingelegt mit Ruccola-Salat. Danach gab es Miesmuscheln und Gambas. Weiter ging es mit Fisch- und Krabbenpasta, Sardellen und Tintenfisch. Völlig gemästet gab es auch noch ein leckeres Dessert. Zu allen Speisen wurde frisches Brot gereicht. Und es gab literweise Wasser für mich und Wein für die anderen. Es war ein richtig toller Abend. Mit der Tram sind wir dann auch völlig breit, die anderen zumindest, ich nicht, breit meine ich, zum Hotel zurückgefahren, wo wir noch eine Weile an der Bar zusammensaßen. Am nächsten Tag ging es nach einer besseren Nacht auch wieder gleich nach dem Frühstück los. Wir mussten ja noch den Petersdom sehen, bevor wir zurückflogen. Den erreichten wir dann auch. Aufpassen muss man hier schon. Wenn die Tasche oder der Rucksack zu groß ist, muss man diese oder diesen draußen lassen. Der Petersdom ist beeindruckend. Faszinierend war übrigens auch, wieviele Menschen diesen besuchten. Es waren Massen und das außerhalb der Saison. Ich möchte nicht wissen, wie es in Rom in der Hauptsaison ausschaut oder wie es letztes Jahr, das ja das Heilige Jahr war, ausgesehen hat. Um zwölf Uhr hielt dann sogar der Papst persönlich eine Predigt, von der ich zwar kein Wort verstanden habe, ich es aber schon mal interessant fand. Ich bin schließlich religionslos, wie nennt man das, Heide? Atheist? Keine Ahnung, jedenfalls glaube ich nicht an Gott. Lustig fand ich, dass jeder, der von meinem Trip nach Rom vorher erfahren hatte, mit Sprüchen kam, wie: "Du willst wohl den Papst besuchen" oder "Den Papst siehste ja sowieso nicht", abgesehen davon, dass der Papst nicht unbedingt meine Intention war, nach Rom zu fliegen. Aber ich habe ihn dann gesehen und die Leute mit diesen Sprüchen wollten es gar nicht glauben. Cool, häh? Ätsch! Der Papst hatte vorher anscheinend von der Anwesenheit einiger "Pilger" erfahren, die er dann in der jeweiligen Muttersprache begrüßte, was immer größte Begeisterung bei den Betroffenen auslöste. Das war absolut faszinierend.
Der Petersdom mit Papst war dann auch schon unser letztes Ausflugsziel, denn wir mussten zum Hotel, die Taschen holen und dann zum Flughafen. Den Rückflug überstand ich wesentlich besser. Meine Angst hielt sich in Grenzen. Ich war auch viel zu müde, um Angst zu haben. Naja...in München landeten wir dann wieder bei strömenden Regen, was das Märzwetter so an sich hat und fuhren heim. Es war ein tolles, wenn auch anstrengendes Wochenende und Rom ist eine Stadt, die man unbedingt mal gesehen haben sollte. Allerdings sollte man sich dann mehr Zeit nehmen, als nur ein Wochenende. Mir hats aber trotzdem gefallen.
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12.09.2004 16:06
Eine sehenswerte Stadt!
11.08.2001 22:19
Grübel - so einen Betriebsausflug möchte ich auch mal erleben. Mir als absoluter Rom-Fan kam bei Deinem Reisebericht alles sehr bekannt vor ;-) und auch ich fahre meist im März oder Februar, wenn bei uns noch alles trist und grau ist. Rom ist wirklich die schönste Stadt, die ich kenne und man sollte mindestens eine Woche bleiben, einen Stadtplan kaufen und dann einfach die Schätze dieser Stadt entdecken.
25.07.2001 15:32
ROM ist wirklich eine tolle Stadt... Aber: wo arbeitest Du??? Betriebsausflug nach Rom, gibt es bei Euch noch freie Stellen??? Kann nix, verlange dafür aber eine Schweinekohle...