Rockerl Grabkapelle, Haimhausen

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Rockerl Grabkapelle, Haimhausen

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Meine Himmelfahrt und der Schwarze Engel

4  04.05.2012

Pro:
Ein interessanter Ort, Ruhe, Abgeschiedenheit, die Natur

Kontra:
Schmierereien an den Wänden, wird sicher irgendwann verfallen,

Empfehlenswert: Ja 

Rainbow67

Über sich: Wo die Schwarze Seele wohnt, gibt es kein Licht am Horizont.....

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 105 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Rockerl Haimhausen


EINLEITUNG

Ich setze mich eine Weile in die Bänke dieser Kirche schaue auf den Altar, auf die Decke, eine prächtige Kirche, ich bin jedoch mit meinen Gedanken woanders, ich stehe auf, verlasse die Kirche, steige in mein Auto, fahre vorbei an dem Mädchen ,das mit ihrem Opa Ball spielt, vorbei am Rapsfeld, an den mächtigen Baum….
Das waren meine letzten Worte beim Bericht über die Kirche Maria Hilf in Inhausen, nicht weit fuhr ich die Straße Richtung Haimhausen entlang, als ich auf der linken Seite einen kleinen Wald sah, durch die mächtigen Bäume, die noch nicht ganz dicht bewachsen waren schimmerte ein Gebäude, so etwas wie eine größere Kapelle, oder eine kleine Kirche, die mitten in einem Wald, einsam, verlassen, das musste ich mir natürlich anschauen.
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BBEGRIFF ROCKERL

Rockerl steht sogar im Bayrischen Wörterbuch von Andreas Schmeller, dort wird auch dieses Rockerl in Haimhausen erwähnt. Bei einem Rockerl, handelt es sich um eine Vorrichtung zum Vogelfang. Das Wort kommt aus dem Italienischen “ ital. roccolo = Vogelnetz“. Dabei handelt es sich um einen Turm auf einer Anhöhe, der durch Büsche, Lauben und Bäume verborgen war sowie um Netze in den Büsche gespannt wurden. Um freie Vögel anzulocken, wurden in der Mitte Volieren aufgebaut. Waren genügend Vögel gekommen, scheuchten Jäger in den Türmen die Vögel in die Netze hinein. Umso ein Rockerl zum Fangen von Vögeln handelt es sich aber meiner Meinung nach in Haimhausen nicht, es war eine Grabkapelle für die Grafen von Haimhausen, so etwas wie ein Mausoleum. Was ich dort sah erfahrt ihr nun.
ADRESSE

85778 Haimhausen, Hochstr. 30

Das Rockerl befindet sich direkt an der Straße von Inhausen Richtung Haimhausen in einem kleinen Wald mit mächtigen sicher über 100jährigen Bäumen. Im Sommer ist es versteckt, aber im Winter und im Frühjahr kann man dieses Gebäude durch lichten Bäume sehen. Wer Interesse hat, ich mache gern eine Führung.
GESCHICHTE

Errichtet wurde dieses Mausoleum von Gräfin Henrietta von Haniel im Jahre 1904 nach dem Tod ihres Mannes im Neu-Renaissancestil. Eingeweiht wurde es erst ein Jahr später, am Tage der Beisetzung von James von Haniel am 8. November 1905. Interessant finde ich dass der verstorbene Graf 1Jahr aufgebahrt in der Klausen Kapelle auf seine Beisetzung in seinem Mausoleum warten musste.

Beerdigt und aufbewahrt wurden in diesem Rockerl Haimhausen:

James Eduard Haniel, gest. 1904
Henriette Gräfin Monts, gest. 1913
Edgar Karl Alfons Haniel, gest. 1935
Margarete, geb. v. Brauchitsch, gest. 1939

Widerholt wurde damals dieses Rockerl aufgebrochen und von Grabschändern heimgesucht die dort Schätze vermuteten, deswegen wurden die Von Haniels später exhumiert und auf den Haimhausener Friedhof bestattet, dort haben sie sicher nun ihre Ruhe gefunden.

WAS ICH DORT SAH

Wie ich diese Grabkapelle das sogenannte Mausoleum fand habe ich euch ja schon beschrieben. An dem Rand des Wäldchens parkte ich mein Auto. Eine Bank steht dort und ein kleiner Weg, mehr so etwas wie ein Trampelpfad führt zu der Kapelle. Zwischen über 100 Jahre alten Moosbewachsenen Bäumen lief ich zu dem“ Rockerl“ was ein wenig erhöht steht. Raben krächzen in den Bäumen über mir, sie melden mein kommen.
Das “Rockerl“ erbaut im Neu Renaissancestil, Die Form ist Quadratisch mit je einen Vorbau an jeder Seite und in der Mitte ist eine große Runde Kuppel wie eine Krone aufgesetzt. Die Kuppel ist mit grünen Platten belegt und oben auf sehe ich ein Kreuz. In der Kuppel befinden sich runde Fenster und unten in den Wänden so Bogen Fenster die leider verbarrikadiert sind. Schade, dort hätte ich gern einmal hinein geschaut. An der Eingangstüre versperrt mir als erstes ein großes Gitter den Weg, dahinter noch einmal ein Holzverschlag. Es gibt kein Hineinkommen.
Ich laufe um diese s Mausoleum, kein e Öffnung ist zu finden, nichts. Die Wände sind vereinzelt mit Graffitis beschmiert. Nicht einmal so richtig gute Graffitis, nur Schmierereien.
Durch einen kleinen Schlitz im Fenster kann ich erkennen dass in der Kapelle ein großes Marmorkreuz steht, mehr ist nicht zu sehen. Die Grabkammern sind leer und die ehemals bunten Glasfenster, die dieses Mausoleum innen in ein richtig geheimnisvolles Licht verzauberten wurden von Menschen mutwillig zerstört. Schade, es ist eigentlich ein wunderschöner Ort, so etwas erhöht, die mächtigen Bäume, die Ruhe, die Stille bis auf die Krähen, mystisch, geheimnisvoll, verzaubernd.

Plötzlich sah ich eine junge Dame, gekleidet in schwarz, ein schwarzer Engel vor dem Mausoleum? Treibt sie hier ihr Unwesen, wacht sie über diesen Ort, so plötzlich wie sie aufgetaucht war, war sie wieder verschwunden.

Ein seltsamer aber auch wunderschöner Ort. Ich werde ihn auf jeden Fall wieder besuchen. Wer mag mit kommen?

SUMMAREY

Das „ Rockerl“ in Haimhausen, die ehemalige Grabkapelle oder auch das Mausoleum der Familie von Haniel. Versteckt zwischen über 100 jährigen, mächtigen Bäumen. Das Gebäude von außen sehr interessant, ideal der Ort. Leider blieb dieses leere „Rockerl“ mir und sicher auch den anderen Menschen verschlossen, Graffitis an den Wänden abgeblasste Schrift. Der Zustand so, so, was das schönste an diesem Ort für mich war die Ruhe, die Stille und die Abgeschiedenheit. Nur die Raben krähten über mir und der schwarze Engel wollte auch nicht meine Gesellschaft, so plötzlich wie er kam war er wieder entschwunden.
Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren dieses hoffentlich nicht zu stillen und schwarzen Berichtes

Bilder von Rockerl Grabkapelle, Haimhausen
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
maus1980

maus1980

14.06.2012 19:45

bh

Antonia007

Antonia007

13.06.2012 08:40

leider zu weit weg

LoewieLoew

LoewieLoew

28.05.2012 11:59

Schade, dass du hie rnicht rein konntest, das wäre sicherlich ein beeindruckendes Erlebnis gewesen. LG Loewie

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