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Detailbewertung
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| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Grüß Gott aus Wien !
Ich stelle Euch heute Roatan, Honduras vor.
A L L G E M E I N E S
1998 wurde die Insel durch den Hurrikan Mitch verwüstet. Seit Beginn des 21.Jahrhunderts fahren immer mehr Kreuzfahrtschiffe Roatan an.
Der Hafen von Roatán wurde rechtzeitig für die Saison 2008 / 2009 fertiggestellt. Dafür mussten aber Korallenbänke weichen. Er verfügt über drei öffentlich zugängliche Gebäude, die Juwelierläden, Duty-Free Läden, Souvenirshops und Gastronomieeinrichtungen beherbergen. Am Terminalgelände gibt es Bus- und Privatparkplätze. Wir waren mit der Voyager of the Seas angelandet. Das Schiff nimmt schon mal einen Großteil des Hafens ein. Mühsam war man die Vertäuung an Land und machte das Schiff klar. Mein erster Blick fiel auf die Halbinsel, die aufgeschüttet wurde. Wozu bloß ? Um die Schiffe daran anlanden zu können, um einen Busparkplatz für die Ausflugsbusse zu haben und einen Parkplatz für die Autos. Außerdem musste ja auch irgendwo der omnipräsente Shoppingwahn der Kreuzfahrer gestillt werden. Das blaue Diamonds International Haus war nicht zu übersehen. Ich habe jetzt auch auf anderen Fotos entdeckt, dass ein Sessellift installiert wurde. Was für eine Gag! Der war bei unserem Besuch noch nicht da, aber ich habe ihn der Aktualität halber mit erwähnt.
Bevor wir an Land gehen konnten, sollte uns noch etwas Besonderes geboten werden. Das erfolgte dank einer spärlich bekleideten Volkstanztruppe. Die tanzte bis einem schwindlig wurde und trommelte dabei ohne irgendeine Gnade. Das Getanze hat uns sehr beeindruckt. Die farbigen Tänzer trugen braune Masken und ein rotes Fleckenkostüm. Das hatte neben der Farbe Rot auch viel Weiß mitdrinnen. Die Kopfbedeckung war ganz flauschig. Von der Weite aus dachte ich, die tragen eine graue Russenkappe. Das war aber etwas anderes. Nachher konnten wir den Tänzern auch die Hand geben und gegen Geld Fotos machen. Wir wandten uns dann dem Hafen zu. Als erstes mal die sehr große Übersichtstafel mit allen bestehenden und kommenden Angeboten. Vor dem Diamonds international gab es einen großen, schönen Springbrunnen. Die gesamte Plaza war mit rosanen und grauen Steinen ausgelegt worden und wirkte eigentlich sehr einladend. Auch ein Natursteinbau, der eine kleine Mall war, gefiel mir sehr. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass es einen sehr negativen Aspekt für den Hafenbau gibt. So sehr Geld durch die Schiffe auf die Insel gespült wird, hat man darauf vergessen, die Natur zu schützen. Die Korallenriffe im Hafenbecken waren schon sehr geschädigt und teils abgestorben.
C O X E N : : : H O L E
Wie wird dann mehr ins Zentrum kamen, wurde es besser. Nur das mulmige Gefühl, dass die Stadt für Touristen nicht sicher wäre, wurden wir nie los. Die Leute sahen nicht eben einladend drein und wollten keine Touristen, obwohl die Devisen bringen. Wir gingen über einen Kanal, der sehr übel roch. Das war nicht weiter verwunderlich, bei dem, was da alles drin kreuchte und fleuchte. Da lag viel Plastikmüll, Styropor und alles, was zu Haus im Weg stand. Ein romantisches Flair über dem Müll vermittelten die Palmen. Auch eine kleine Main Street Mall war vorhanden, die wir aber nicht besuchten. Ein wenig karibisch war es doch mit dem einen oder anderen bunten Haus. Auch gab es etliche graue Bauruinen und mit Planen verhüllte Häuser. Das Maya World in Orange und Gelb sah noch recht einladend aus. Bei der türkisen Mini Diana mit den vergitterten Fenstern haben wir 2 Postkarten erworben. Auch ein Mini Coconut Tree Gebäude verkaufte sich als Mini Super. Für Gläubige stand die Adventistenkirche zur Verfügung. Baulich aber auch kein Augenschmaus. Zwei Sachen fand ich sehr kurios. Eine heruntergekommene Bretterbude bezeichnete sich als Hilton Hotel. Eine andere lustige Sache war bunt aufgehängte Wäsche in einer Reihe unter einem Dachgiebel. Mode wurde im rosanen Sabrinas verhökert. Das einzig echte Hotel der Stadt hatte eine hohe, graue Hohlziegelmauer mit Stacheldraht. Sehr vertrauenserweckend.
Dann ging es zurück auf den Parkplatz am Hafen. Diese Tour war eigentlich ein Rahmenprogramm, das von den Kunden mitbestimmt werden kann. Unter anderem ist ein Shoppingprogramm im Westend Village, sowie ein dortiger Badeaufenthalt vorgesehen. Alternativ kann das in Sandy Bay stattfinden mit einem gleichzeitigen Museums- und Delphinbesuch. Aktuelle Preise und Durchführungsbedingungen sind über den Anbieter Roatan Adventure Tours zu erfahren.
Der Avonlea Garten bietet eine Auswahl an einheimischen und importierten tropischen Pflanzen, die allesamt klassifiziert und ausgeschildert sind. Diverse Wege führen u.a. auch über japanische Brücken durch das Dickicht. Mehr als 55 Palmenarten sind dort anzutreffen. Zwischen ihnen wurden Holzskulpturen lokaler Künstler aufgestellt. Der Garten war unser erster Stopp. Wir blieben außerhalb der Mauer stehen und gingen alle zum Garten hin. Über eine Holzplattform ging es zum Eingang. Die Anzahl an Holzstufen hat vor allem die älteren Leute ermüdet. Links neben dem Eingang stand ein kleines Schild. Auf weißem Untergrund stand in Schwarz Avonlea und das war mit rosanen Tupfern umgeben.
Im Garten selbst ging es tropisch zu. Der war ganz schön verwachsen und man musste aufpassen, dass man sich nicht an so manchem scharfen Blatt schnitt. Die Fremdenführerin erklärte viele Pflanzenarten, die irgendwie alle gleich aussahen. Auch war jede in Latein beschriftet. Auch hier kuriose Sachen ohne Ende. Ein geschnitzter, schwarzer Affe im Urwald oder das kopflose Deadheaded Girl. Weiters eine frisch gestrichene weiße Holzbrücke mit Geländer, die eigentlich über festen Boden nach 10m weiter im Dschungel führte. Ein Pendant dazu die modernere rote Holzbrücke mit dem Kreuzgeländer, die eigentlich auch keine Brückenfunktion hatte.Etwas beeindruckender waren die zwei trichterförmigen Termitenhügel und der große Schmetterling in grünen und gelben Farben, der nur geschnitzt war. Zum Park gehörte auch ein Komposthaufen, auf dem sich Gänse tummelten. Die schnatterten ordentlich und waren sehr keck. Auch viele Luftwurzeln schlängelten sich in diesem Bereich. Das sah sehr verworren aus. Aus dem grünen Pflanzenwerk wurde ich nicht so recht schlau. Eine Art ist mir aber in Erinnerung geblieben. Ich weiß den Namen nicht mehr, aber die Blätter hatten so große Löcher, dass eigentlich mehr Loch als Blatt da war. Nach einer halben Stunde machten wir uns wieder auf die Socken.
Das West End Village liegt am Westende der Nordseite von Roatán. Wir fuhren dort eine halbe Stunde vom Avonlea Garten hin. Die Straße durch dieses Viertel durfte nicht asphaltiert werden, damit sie authentisch wirkt. Entlang dieser liegen, Restaurants, Bars, Souvenirläden, Internetcafé, Hotels und Lebensmittelläden. Da die Hauptstraße dem Strand folgt, gibt es auch Tauchanbieter. Zu weitere entfernteren Stränden starten vor ihr aus Wassertaxis.
Der erste Eindruck war, dass hier alles so belassen wurde, wie sich es Touristen von einem nicht berührten Fleck Erde vorstellen würden. Kein Asphalt, nur Staubstraßen und das soll angeblich auch immer so bleiben. Wer jetzt glaubt, es geht Grau in Grau weiter, der irrt. Selbst am Strand gab es viele schillernden Verkäufer. Auch viele Stühle waren zu sehen, einfach zum Ausruhen auf dem dünnen Streifen entlang der Hauptstraße. Alle Abschnitte waren eigen, mal breiter, dann schmäler, belebter, ruhiger, sauberer oder eher schmutziger. Viele Einheimische waren auch zu sehen.Als erstes sahen wir den bunten Souvenirladen Gift Shop Evelyn. Das weiße Schild wurde von einem bunten Papagei und einem Mayazeug flankiert. In ihm gab es viele bunte Tücher und Teppiche sowie Matten. Zum Essen gab es eine Thai Küche bei Tong’s. Auf dem Schild sah man einen weißen Elefanten.
Wenn man eine Sehenswürdigkeit sucht, findet man sie am ehesten in der Form der kleinen Baptist Church. Sie hat über dem Eingang einen kleinen Kirchturm. Daneben war gleich ein gelbes Strandhotel. Kurioses gab es auch hier wieder. So zum Beispiel das Cannibal Café.Wer sich nicht mehr heraus sah war in der mit vielen Fenstern ausgestatteten Touristeninformation gut aufgehoben. Die hatte auch viele Tipps zu Surfläden und Tauchkursanbietern. Computer fanden sich im Paradise Computers und Lokale direkt am Meer, die nur über einen Steg zu erreichen waren. Das galt auch für die große Anzahl an Wassertaxis. Tropicals Mart in Blau bot Lebensmittel, Anthonys Kioks in Gelb viele Snacks.
Die Alte Kirche liegt auf einem Hügel am Ortsrand von Flowers Bay, einem Ort an der Westküste von Roatán. Sie wurde im 17.Jahrhundert von den ersten Missionaren auf Roatán errichtet. Die weiße Kalkkirche hat Kirchenfenster aus Weißglas, die von einer oben spitzen Vertiefung umgeben werden. Der eckige Kirchturm hingegen ist aus Holz. Im Inneren gibt es eine Holzgalerie und einen hölzernen Altar, der von Blumen umgeben ist. Die Kirche hat mich durch ihre Einfachheit fasziniert. Ihr Kirchturm ist alles andere als regulär. Nicht nur dass er aus vertikalen Holzplanken besteht, nein, er hat noch einen Knicks darin. Seitlich sieht man 3 Fenster mit Rillen und ein dreieckiges Rillenfenster am unteren Ende des Kirchturms. Das Innere ist leider relativ schlicht. Es gab einen Holzaltar mit purpurner Decke und einem schlichten Holzkreuz. Der Altar wurde durch drei Blumenvasen geziert. Über ihm stand, our mission is seeking the lost. Durch eine kleine Holztüre kam man bis zum Altar vor. Dort stand auch ein kleines Blumengesteck. Die Uhr darüber zeigte exakt die Zeit an. Die Kirchenbänke waren aus dunklem Holz und sehr stabil. Dennoch sieht die kleine Kirche in Ufernähe sehr gut aus, da sie von Palmen umgeben ist. Auch das mittelbraune Kirchentor hatte einen karibischen Charme.
Rudy's Restaurant liegt in Strandnähe und ist zum Frühstücken oder zum Mittagessen geöffnet. Diese Mahlzeiten kann man im luftigen, überdachten Bereich vor der Bartheke einnehmen. Als Spezialitäten werden Rudy's Banana Pancakes und Tropical Smoothies angeboten. Zum Frühstück gibt es Omelettes, Eier und Speck. Rudy's verkauft auch alkoholfreie Getränke zum Mitnehmen. Wir hielten dort für ein Gratisgetränk. Die offene Bauweise lernte man dort gleich schätzen. Bei der Schwüle kam das einem sehr entgegen. Wir setzten uns an die zusammengeschobenen Holztische und tranken zwei Cola. Die Bar war in einer Art Naturstil errichtet. Ein Tresen mit fester Holzplatte und dahinter viel hellbraunes Geflecht von Holzplanken. Auf dem Pult stand eine Glasvitrine mit Obst, hinten an der Wand ein Regal mit nichtalkoholischen und alkoholischen Getränken. Über dem Tresen schwebte ein Bild, welches ein Stilleben war und einen exotischen Fruchtkorb zeigte. Von der Decke herunter hing ein Ventilator. Die Bedienung war auch sehr nett. Wir haben uns dann noch die Wohncabanen und den Strandabschnitt angesehen, bevor wir einen Spaziergang machten.
Der West Bay Beach ist ein langgezogener Strand im West End Village auf Roatán. Der teils weiße Sandstrand ist zum Großteil ein öffentlicher Strand, wo auch Liegestühle, Sonnenschirme und Hängematten angeboten werden. Er liegt unmittelbar an der nicht-asphaltierten Hauptstraße. Etliche Cafés, Restaurants, Hotels und Tauchschulen sind an ihm bzw. auf der anderen Straßenseite anzutreffen:
Der Cameo Shop befindet sich im Stone Castle an der Küstenstraße. Die Kunst, Gemmen herzustellen, wurde 1851 aus Neapel auf die Insel Roatán mitgenommen. Neben Korallenschmuck werden auch Armreifen, Ringe und Halsketten hergestellt. Es gibt kostenlose Führungen und Präsentationen. Dorthin wurden wir geschleppt, um uns verschiedene Artefakte anzusehen. Die Verkäufer waren sehr bemüht, uns etwas anzudrehen, aber es gelang nicht. Wer braucht schon Perlen oder goldene Armreifen im Urlaub. Wir sicherlich nicht. Manche schlugen aber zu. Auch ein paar Gemmen wurden gekauft. Die meisten Besucher mochten den Zwangsstopp nicht. Der Schmuckvortrag kam auch nur mäßig an. Also blieb nur übrig, ins Freie zu flüchten und die 30 Minuten dort abzustehen. Das war noch das schönste, denn so konnte ich besser den Natursteinbau begutachten. Der hatte einen bemerkenswerten Holzaufsatz mit mehreren Fenstern. Für mich war das das Kunstwerk. Nachdem ein paar Leute genug gekauft hatten, konnten wir die Touristenfalle verlassen und zum Schiff zurückkehren.
Danke fürs LesenCelles
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nicki28 07.05.2012 17:33
Ela675 27.04.2012 14:51
blonde.locke 25.04.2012 19:11
manyatta 22.04.2012 20:33
bh
wuschel11.12 22.04.2012 12:07