Da wir nach unserem Aufenthalt in New York bzw. New Jersey nicht gleich nach Haus geflogen sind, ging es für uns weiter nach Miami, wo wir in der Zeit vom 06. - 10. Dezember und vom 13. - 15. Dezember 2008 ein Zimmer gebucht hatten. Wie es uns gefallen hat erfahrt ihr im Folgenden.
01 - Lage/Anreise/Adresse/Umgebung
02 - Hotel allgemein
03 - Zimmer
04 - Frühstück
05 - Service
06 - Publikum
07 - Fazit
01 - Lage / Anreise / Adresse / Umgebung
Nach etwas mehr als drei Stunden Flugzeit von New York nach Miami haben wir bei Alamo unseren Mietwagen übernommen. Das mitgebuchte Navigationssystem hat uns in gut 20 Minuten über die Interstate 195 und 95 zum Hotel gebracht, wobei einmal Toll in Höhe von 1,25$ gezahlt werden musste.
Gelegen ist das Hotel laut den Reisekatalogen in Miami South Beach, was eigentlich ein wenig geschummelt ist. Das Hotel liegt auf Höhe der 31. Straße, die zum North Beach gehört. South Beach beginnt erst an der 23. Straße.
Gelegen ist das Hotel aber nichts desto trotz direkt am Strand, der etwas grob ist und nicht ganz so weiss, sondern eher etwas ins leicht bräunliche geht, was mich persönlich gar nicht stört. Da wir auch generell sehr viel unterwegs waren sind wir nur einmal für etwa drei Stunden am Strand gewesen. Über die Beschaffenheit des Wassers kann ich daher leider auch nichts sagen, da es sehr windig war und somit die rote und lilane Flagge hingen, welche Badeverbot erteilten.
Über die Collins Avenue, an der das Hotel liegt, gelangt man in etwa 30 Minuten zu Fuß zum Ocean Drive oder auch zur Einkaufsstraße, der Lincoln Road Mall, auf der man auch sehr viele Restaurants findet. Alternativ kann man auch mit dem Bus fahren, was 2$ pro Person und Strecke kostet.
Vom Hotel aus kann man mit dem PKW den Everglades Nationalpark (Shark Valley) in etwa einer Stunde erreichen, der Miami Metro Zoo liegt etwa 30 Meilen entfernt. Nach Miami Downtown fährt man etwa 10-15 Minuten. Fort Lauderdale ist in etwa einer halben Stunde zu erreichen und Palm Beach in einer guten Stunde. Man hat also schon einen guten Ausgangspunkt für Ausflüge.
Die genaue Adresse des Hotels lautet:
RIU Florida Beach
3103 Collins Avenue
33140 - Miami - Florida
USA
02 - Hotel allgemein
Das RIU Florida Beach verfügt über 10 Etagen. Betritt man die Lobby gelangt man gleich an die Rezeption. Ein Stck weiter hat man Zugang zu den zwei Aufzügen und gelangt auch zum Shop in dem man Getränke, Süß, aber auch Sonnencreme etc. kaufen kann. Noch ein Stück weiter gelangt man in das Restaurant in dem man Frühstücken kann und das auch über eine Terrasse verfügt. Soweit ich weiss wird hier auch das Abendessen angeboten, welches wir allerdings auch nicht genutzt haben. Auf der Gegenüberliegenden Seite findet man eine Bar. Da wir hier nichts getrunken haben kann ich euch zu den Preisen nichts weiter sagen. Ausserdem gibt es noch einen Billiardtisch, sowie etwas weiter hinten die Tische der Reiseleitung (TUI), bei der man dann auf Wunsch auch Ausflüge buchen kann. Desweiteren gibt es dann noch vier PC's (von denen 3 funktionierten) an denen man das Internet nutzen kann. Hierfür muss man vorher im Shop einen Gutschein kaufen. Angeboten werden 15 Minuten für 4$ und 30 Minuten für 7$, was ich schon ganz schön gesalzen finde. Hat man alternativ den eigenen PC dabei kann man in der Lobby das W-Lan umsonst nutzen, was auch gut genutzt wurde.
Durchquert man die Lobby einmal komplett gelangt man durch eine Tür in den Aussenbereich in dem man zum einen einen Kinderpool findet wie auch den normalen Pool. Dieser ist nicht gerade sehr groß und ich denke es könnte etwas eng werden wenn das Hotel wirklich mal ausgebucht ist. Liegen und Schirme gibt es am Pool umsonst, ebenso die Auflagen. Diese sind jedoch aus Stoff, ich weiss nicht ob dies so optimal ist, wenn sich die Leute nass wieder darauf legen? Ausserdem kann man sich am Pool noch Badehandtücher geben lassen. Hierzu zeigt man einfach die Handtuchkarten vor die man beim Check-In erhalten hat. Zudem gibt es noch eine Poolbar an der man etwas trinken kann, aber wohl auch Kleinigkeiten zu Essen bekommt. Aber auch hier muss ich wieder bei den Preisen passen, da wir unterwegs waren und diesen Teil somit nicht genutzt haben. Verlässt man den Poolbereich gelangt man an den Strand, der sehr sauber und gepflegt ist. Liegen und Schirme können hier gemietet werden, kosten allerdings 10$ das Stück. Als Gast von RIU soll es einen kleinen Rabatt geben. Als wir unsere drei Stunden am Strand waren haben wir es jedoch vorgezogen uns auf die Handtücher zu legen. Einen Schirm brauchten wir auch nicht, da es bewölkt war.
Die Aufzüge haben auch beide tadellos funktioniert. Morgens kann es allerdings schon einmal zu Wartezeiten kommen, da sehr viele Leute zur gleichen Zeit eben diese beiden nutzen möchten. Bei 10 Etagen dauert es da zwangsläufig etwas eh der Aufzug wieder da ist. ;) Am Aufzug hing ein Schild, dass der Aufzug zeitweise nicht in der 5. Etage halten kann, wegen technischer Arbeiten, jedoch hielt er bei uns immer dort an wenn jemand dort raus wollte.
In den Fluren zu den Zimmern ist Teppichboden verlegt. Dieser dürfte schon seine Jahre auf dem Buckel haben, jedenfalls sah er so aus und sollte demnach bei Gelegenheit ruhig einmal erneuert werden. Aber auf dem Flur halte ich mich die wenigste Zeit auf.
03 - Zimmer
Wir hatten beide Male ein Zimmer auf der 7. Etage mit seitlichem Meerblick und Balkon. Diese Zimmerkategorie würde ich auch empfehlen, denn soweit ich weiss haben die "normalen" Zimmer keinen Balkon und auch die Fenster lassen sich nicht öffnen. Und alleine das finde ich schon nicht sehr schön. Gezahlt haben wir für die ersten drei Nächte 244 Euro pro Person und für die letzten zwei Nächte 148 Euro pro Person inkl. Frühstück. Der Aufpreis zum Standardzimmer war hierbei für die drei Nächte insgesamt 40 Euro pro Person und für die zwei Nächte 22 Euro pro Person, was ich nicht als zu viel empfinde.
Ausgestattet ist das Zimmer mit einem ausreichend großen Schrank im Eingangsbereich. Im Schrank befinden sich auch genügend Bügel zum aufhängen, sowie ein Bügeleisen und Bügelbrett. Ausserdem findet man auf dem Boden den Zimmersafe, in dem man alles wichtige verstauen kann (auch das Navi hat problemlos hineingepasst und das war eine dicke Tasche). Der Safe kostet 2 Euro pro Nacht und sollte gemietet werden, da das Hotel nicht für Sachen haftet die ausserhalb vom Safe aufbewahrt werden. Desweiteren findet man zwei große Queensize Betten (1,40mx2,00m) mit angenehmen und nicht durchgelegenen Matratzen. Zwischen den beiden Betten steht ein kleiner Nachttisch mit Schublade. Auf dem Nachttisch findet man auch einen Wecker. Ausserdem findet man eine Kommode mit 6 großen Schubladen in denen wir alles gut unterbebracht bekommen haben (wir hatten ja noch Wintersachen wegen New York dabei). Hinter der großen Tür der Kommode verbirgt sich der Kühlschrank der gute Dienste leistet und in beiden Zimmern auch nicht gebrummt hat, wie das sonst schon einmal gerne der Fall ist. Auch ein Fernseher darf natürlich nicht fehlen. Auch dieser war auf beiden Zimmern voll funktionsfähig und man hatte einige Sender zur Auswahl. Unter anderem Deutsche Welle TV. Desweiteren konnte man auch noch Pay TV nutzen, was wir aber nicht getan haben.
Die Klimaanlage hat ebenfalls funktioniert und auch gut gekühlt. Da wir aber nicht so gerne die Klimaanlage laufen haben, haben wir sie einfach abgestellt. Unangenehm laut lief diese meiner Meinung nach aber auch nicht. Als alternative zur Klimaanlage gibt es noch einen Ventilator, allerdings haben wir diesen im ersten Zimmer nicht zum laufen bekommen. Im zweiten haben wir es dann auch gar nicht erst versucht.
Die Größe des Zimmers war ausreichend und auch mit unseren drei Koffern hatten wir noch lange kein Platzproblem. Ausgelegt ist das Zimmer mit Teppichboden.
Der Balkon ist ebenfalls ausreichend groß und man findet zwei Plastikstühle darauf. Was etwas fehlte war eine kleine Wäscheleine zum Trocknen von Handtüchern etc. gewesen, aber nun gut wir haben dann eben einfach die Stühle zweckentfremdet.
Nicht zu vergessen ist das Badezimmer, das etwas klein ist, aber auch immer noch ausreichend Platz bietet. Es gibt eine Duschbadewanne, in der der Duschkopf abnehmbar ist. Die Temperatur des Wassers war sehr gut regulierbar, nur der Wasserdruck ab und an fast schon etwas zu gering. Zum Abtrocknen gab es immer vier große Badehandtücher und zwei kleine Handtücher am Waschbecken, sowie ein Handtuch zum Vorlegen vor die Dusche. Die Handtücher in der Wanne signalisieren das ein Tausch gewünscht wird. Ablagefläche neben dem Waschbecken ist ausreichend vorhanden. Ausserdem gibt es einen Föhn der ebenfalls sehr gut funktionierte.
Was zu erwähnen wäre, ist das die Wände ziemlich dünn sind. So hatten wir am letzten Abend das vergnügen das im Nachbarzimmer der Wecker klingelte... und klingelte... und klingelte. Scheinbar war niemand da um den Wecker abzuschalten und wir konnten ihn in unserem Zimmer sehr gut hören. Ein Anruf an der Rezeption brachte jedoch schnelle Abhilfe.
04 - Frühstück
Vom Frühstück waren wir sehr begeistert. Zum einen kann man wählen ob man drinnen oder auf der Terrasse frühstücken möchte. Wir haben bis auf zwei Tage die Terrasse bevorzugt, da es bei angenehmen Temperaturen einfach schöner ist draussen zu sitzen. Ich könnte mir jedoch vorstellen das es evtl. auch mal zu Wartezeiten kommen kann, denn ich denke das Hotel war zu unserem Reisezeitpunkt nicht voll ausgebucht.
Gestartet werden konnte mit dem Frühstück ab 7 Uhr und bis 10 Uhr. Wir sind meistens so zwischen 8 Uhr und 9 Uhr erschienen und auch wenn man bis kurz vor 10 im Restaurant war gab es immer noch ausreichend. Das um fünf vor zehn noch nachgelegt wird erwarte ich dann allerdings auch nicht mehr, denn das dann viel übrig bleibt dürfte vorhersehbar sein und muss ja nicht wirklich sein.
Für amerikanische Hotels dürfte das Frühstück wirklich sehr vielfältig und vor allem auch auf Europäer ausgerichtet gewesen sein. Es gab Rührei mit Speck, Würstchen, man konnte sich frische Omlettes machen lassen. Weiter gab es French Toast wie auch Pancakes mit Schokosirup. Ausserdem gab es dann noch verschiedene Sorten Brot die man sich abschneiden konnte, Croissants, Toastbrot das man selber toasten konnte, kleine Brötchen, Bagels und frisch Gebackene Süßigkeiten wie Cookies oder Muffins, die aber auch zum Frühstück schon sehr gut schmecken. :)
Damit man das Brot nicht trocken essen muss, gab es verschiedene Sorten Marmelade, Honig, Erdnussbutter, Schokoaufstrich (so in der Art von Nutella), Käse und Wurst. Desweiteren gab es dann noch verschiedenes wie Gurken und Tomaten sowie frisches Obst in Form von Ananas und Melonen.
Nicht zu vergessen seien dann noch die verschiedenen Müsli und Cornflakes Sorten, die man entweder mit Milch oder mit Joghurt essen konnte.
Verdursten musste man natürlich auch nicht. Es gab Kaffee, der in Kannen an den Tisch gebracht wurde, aber auch Tee konnte man sich machen oder Kakao. Ausserdem gab es noch Wasser und fertigen Orangen und Apfelsaft.
Ich würde mal behaupten, wer hier nix findet, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
05 - Service
Mit dem Service waren wir allgemein sehr zufrieden. Der Check-In verlief problemlos und man bemühte sich auch unser Zimmer vor 16 Uhr bezugsfertig zu machen, was auch kein Problem war. Die Damen und Herren sind wirklich sehr nett und hilfsbereit, nach der Safenutzung wird man sofort von sich aus gefragt. Was man allerdings hätte sagen können, das für die Safenutzung eine Kaution von 100 $ der Kreditkarte, die man hinterlegen muss, belastet wird. Aber gut, die bekommt man ja wieder, bzw. wird sie dann mit anderen Leistungen die aufs Zimmer laufen, wie z.B. dem Valet Parken, verrechnet. Gesprochen wird an der Rezeption übrigens neben Englisch auch Deutsch, Spanisch und Niederländisch. Wie es mit Französisch und Italienisch steht wissen wir nicht. Generell würde ich mich allerdings nicht zu 100 Prozent darauf verlassen das immer jemand da ist der Deutsch spricht und ich denke das sollte man bei einer Reise in die USA auch nicht, denn das ist sicher generell eher die Ausnahme.
Beim ersten Check Out hatten wir auf unserer Rechnung 1,88$ aus dem Shop auf der Rechnung stehen. Da wir nichts im Shop gekauft haben hat man dies eben abgeklärt und schließlich schnell von der Rechnung genommen.
Auch beim Personal beim Frühstück haben wir nichts zu meckern. In einigen Berichten habe ich gelesen das des öfteren gemeckert wurde das nur Spanisch und kein oder kaum Englisch gesprochen wird, da es sich oftmals um Kubaner handelt. Letzteres mag sein, allerdings war das Englisch des Personals mit dem wir gesprochen haben sehr gut. Jedenfalls haben wir alles verstanden, man hat uns verstanden und es war auch eine Unterhaltung möglich. Wir haben in dem Punkt also nichts zu bemängeln. Freundlich waren auch alle, Kaffee wurde auf Wunsch in einer Kanne und mit Milch an den Tisch gebracht und abgeräumt wurde auch alles zeitnah.
Auch bei der Reinigung der Zimmer haben wir nichts auszusetzen, es war immer alles sauber und zur Begrüßung gab es ein nett angerichtetes Handtuch in Herzform auf dem Bett, auf dem ein paar Bonbons lagen und eine kleine Willkommenskarte.
In der großen Eingangshalle gibt es dann noch einen kleinen Shop, in dem man auch den Concierge findet. Hier hilft man auch gerne bei Empfehlungen zum Essengehen etc. Wir haben nach Terminen für Basketball gefragt und er hat direkt noch nachgeschaut ob es Alternativen wie Football oder ähnliches gibt.
Zu guter letzt bleibt noch das Personal des Valet Parkens zu erwähnen, bei dem wir auch keinen Grund zum Meckern haben. Man hat beide Male ohne Aufforderung bei Ankunft und Abfahrt geholfen das Gepäck auszuladen und die Treppen rauf bzw. runter zu tragen. Mir wurde des öfteren sehr höflich die Beifahrertür geöffnet. Bei unserer zweiten Anreise hat man uns soger wiedererkannt (aber gut wir waren ja auch nur drei Tage weg :D). Zu erwähnen sei jedoch, das man sich über Trinkgeld wie natürlich in allen anderen Bereichen auch freut. Wir haben es so gehalten, das wir immer 1$ bei Annahme und Abgabe des Wagens gegeben haben und sind so auch sehr gut gefahren. Generell ging es auch immer sehr schnell das der Wagen geholt wurde und es kam eigentlich auch immer gleich jemand um den Wagen bei unserer Rückkehr in Empfang zu nehmen. Zu Wartezeiten kann es bei der Annahme natürlich mal kommen, wenn mehrere Leute gleichzeitig ihren Wagen haben wollen. Aber ich hab ja Urlaub, da brauch ich mich nicht zu hetzen und kann auch mal fünf Minuten warten.
06 - Publikum
Das Publikum ist sehr gemischt. Man findet viele Deutsche, aber auch Niederländer, Spanier, Franzosen, Italiener, Kubaner und Amerikaner. Vom Alter her ist es auch bunt gemischt, von jung bis alt findet man hier jeden.
07 - Fazit
Uns hat es im RIU Florida Beach sehr gut gefallen und ich würde jederzeit wieder hier einchecken. Der Service war sehr gut, die Kommunikation kein Problem. Vom Frühstück bin ich vollkommen begeistert und ausserdem ist das Hotel ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Somit ist eigentlich alles wie man es von RIU kennt und auch erwartet.
Vielleicht noch ein Wort zur Behindertenfreundlichkeit: das meiste ist gut zu erreichen, bis auf der Strand. Soweit ich gesehen habe gibt es hier nur Stufen die hinunterführen. Allerdings weiss ich nicht ob es evtl. ein Stück weiter einen anderen Zugang gibt. Ansonsten hat man auch nur Treppen im Zugangsbereich, allerdings ist auch eine Rampe angelegt. Ob jetzt wirklich alles zu 100% Rollstuhlgeeignet ist möchte ich nicht beurteilen, dies würde ich lieber eine Reisebüro klären lassen oder selber im Hotel anfragen.
Da alles andere bereits weiter oben steht mache ich es an dieser Stelle kurz, empfehle euch das RIU Florida Beach weiter und vergebe die vollen Sterne.