Nach einem einwöchigem Urlaub ist es nun an der Zeit Resümee zu ziehen, was die Unterbringung in unserem Hotel, dem Ringberg Resort in Suhl angeht.
Suhl ist in Thüringen gelegen und das Hotel Ringberg, auch Ringberghaus genannt, liegt außerhalb der Stadt auf dem Ringberg, dessen Namen es bezeichnender Weise trägt.
Etwas zum Hotel:
Das Hotel wurde zu DDR-Zeiten gebaut als Hotel für die Bauernschaft. Um das Gebäude bauen zu können, mussten Bereiche des Ringbergs gesprengt und abgetragen werden, damit das Hotel die wirklich einmalig schöne Lage gewinnen konnte. Sicherlich nicht unumstritten.
Von den Hotelangestellten wurde uns zugetragen, dass es zu DDR-Zeiten vier Jahre gedauert hat, bis man im Ringberghotel Urlaub machen konnte. So lang waren die Wartelisten zur damaligen Zeit. Heute ist das anders. Heute kann man sogar wie wir kurzentschlossen ein paar Tage vor der Anreise buchen. Die Zeiten ändern sich. Das Ringberg Hotel ist mit drei Sternen ausgezeichnet. In einer Informationsveranstaltung sagte man uns, dass das Ringberg im Test sogar noch besser abgeschnitten hat als es zur Wahl des besten Hotels Thüringens ging. Dort soll es sogar ein 5 Sterne Hotel geschlagen haben. Insofern ist das doch schon etwas etwas.
Das Haus verfügt über 290 Zimmer. Das ist eine ganze Menge für meinen Geschmack. Sie sind auf 6 Etagen verteilt, die man per Lift bequem erreichen kann. Insofern kommt man in ein wirklich großes Haus und das sollte man sich vor dem Buchen ganz klar vor Augen halten. Es ist halt ein großes Gebäude, keine gemütliche kleine Pension, die familiär geführt wird. Wer mehr Persönliches sucht, ist hier nur bedingt richtig.
Gäste:
Das Publikum im Ringberghotel war wirklich bunt gemischt. Wir fanden dort viele Familien vor, besonders unsere Etage hatte viele Eltern mit Kindern im Alter von unseren Jüngsten aufzuweisen. Ebenso waren viele Großeltern mit Enkeln im Hotel untergebracht, massenweise Teenager mit ihren Familien, wie wir durch unsere älteren Kinder merken.
Doch es gab auch viele Paare und Alleinreisende, die dort Urlaub machten und der Altersschnitt war wirklich gut durchgemischt. Vom Kleinkind bis zum Rentner war alles dabei.
Ebenso befanden sich im Hotel einige Gruppen zur Tagung oder ähnlichem.
Die Gäste stammten aus dem gesamten Bundesgebiet, viele auch aus dem benachbartem Ausland. So kann man das Ringberg Hotel nach diesen Eindrücken meines Erachtens nicht unbedingt auf der einen oder anderen Schiene fest machen, es war wirklich ein Hotel für jedermann. Ob Groß, ob Klein, ob in der Gruppe, Familie als Paar oder vielleicht auch Single. Und aus jeder Herren Länder.
Anreise:
Von der Nordsee aus sind wir aufgebrochen Richtung Thüringen. Die Fahrt belief sich auf etwa 7 Stunden in der meisten Zeit auf der Autobahn verbringend.
Interessant wurde die letzte halbe Stunde der Fahrt, denn da das Haus auf dem Ringberg thronen sollte, hielten wir schon lange Ausschau nach dem Hotel auf dem Berg. Doch wir Bewohner des flachen Landes hatten nicht mir so vielen Erhebungen gerechnet und suchten und suchten lange Zeit vergebens bis das Ringberg Hotel dann beim Durchfahren von Suhl endlich auf einem Berg sichtbar wurde über den Kronen des das Hotel umgebenden Waldes.
Wir sind es halt zu sehr gewohnt, weit gucken zu können. Schließlich heißt es von den Bewohnern der Nordseeregion, dass sie morgens schon in der Ferne sehen können, wer mittags zum Essen kommt...
Die Anreise war besonders in den allerletzten Minuten spannend. Denn die Zufahrt zum Hotel geht in Serpentinen den Ringberg hinauf. Einige scharfe Kurven, die auch als solches erkenntlich gemacht sind, sind zu durchfahren und ich war ehrlich gesagt nicht traurig drum, dass dieses Stück der Fahrt mein Mann am Steuer saß und nicht ich. In weiser Voraussicht hatte ich mit meinem Mann schon in Eisenach das Steuer getauscht. Wir waren übrigens auch vom Reiseveranstalter darüber informiert worden, dass das Hotel mit einer sehr kurivgen Zufahrt, alpin wie er sich ausdrückte, versehen ist.
Parken:
Das Hotel stellt den Gästen kostenlos Parkplätze zur Verfügung auf dem Parkgelände seitlich vom Haus. Insgesamt sollen es 300 Parkplätze sein, die vorhanden sind. Ich habe sie nicht gezählt, aber es waren wirklich reichlich Parkplätze vorhanden. Anspruch auf einen reservierten Parkplatz hatte man nicht. So mussten wir unser Fahrzeug mal hier mal da abstellen. Die Fülle des Parkplatzes variierte auch sehr wie ich fand, was wohl auch an abreisenden und anreisenden Gästen lag.
Das Parken geschah auf eigene Gefahr. Dazu hatte das Hotel große Hinweisschilder mit dem Ausschluss der Haftung aufgestellt.
Hatte man Glück, konnte man relativ nahe an einem der Eingänge des Hotels parken, erwischte man einen sehr vollen Tag, konnten es auch einige Schritte sein, die man zu gehen hatte, um ins Haus zu kommen.
Der Empfang:
Nachdem wir nun glücklich im Ringberg Hotel angekommen waren, das Gebäude gebührende bewundert hatten, denn es sah wirklich beeindruckend aus, checkten wir am Empfang ein.
Dazu hat man am Anreisetag ab 16 Uhr die Möglichkeit. Ich finde das zwar ehrlich gesagt etwas spät, doch wir hatten das auf unserer Anreise schon eingeplant und auf dem Hinweg die Wartburg in Eisenach besichtigt. Somit kamen wir in etwa pünktlich um 16 Uhr an, damit wir auch gleich auf die Zimmer konnten. Denn nichts finde ich unschöner als mit vier Kindern in der Lobby eines Hotels zu sitzen, nur weil man noch nicht aufs Zimmer kann. An der Rezeption wurden wir freundlich begrüßt. Wir gaben unsere Reiseunterlagen ab und erhielten die drei Zimmerschlüssel, die wir brauchten und zwei Gästekarten. Die Gästekarten galten quasi als Zugang zum Frühstücksraum und auch als Pfand, sollten wir Spiele an der Rezeption ausleihen oder dergleichen.
Die Gästekarten sind unterschiedlich gefärbt, denn es gibt einmal die Variante des Gastes mit Halbpension oder aber nur mit Frühstück, welche wir gebucht hatten. So können die Mitarbeiter die Gäste auseinander halten. Die Karte ist ständig bei sich zu führen und auf Verlangen vorgezeigt zu werden. Ein Hotelausweis im Prinzip. Obwohl wir insgesamt 3 Zimmer hatten, haben wir nur zwei Gästekarten bekommen, da zwei unserer Zimmer als Familienunterbringung gebucht wurden und dafür nur die eine Karte notwendig war.
Zusätzlich zu den Informationen, wo sich unsere Zimmer befinden, wie es mit dem Frühstück funktioniert, bekam jedes Familienmitglied ein Glas Eistee zur Begrüßung gereicht. Das war unheimlich erfrischend an diesem heißen Tag und eine sympathische Geste. Anschließend wurden wir noch zum Infoabend eingeladen, der im Untergeschoss des Hotels statt finden sollte.
Zimmer:
Wir hatten drei nebeneinanderliegende Zimmer zugewiesen bekommen. Davon waren zwei Zimmer nur mit einem Fenster ausgestattet, das letzte Zimmer hatte einen Balkon mit zwei Sitzgelegenheiten und einem kleinen Tisch. Hier gab es kein separates Fenster, sondern die Schiebetür des Balkons war die einzige Lichtquelle und Ort zum Lüften. Wir hatten in zwei unterschiedlichen Kategorien gebucht, einmal ein normales Standartdoppelzimmer, das unsere älteren Söhne bewohnen sollten und eine Familienunterbringung. Das bedeutete, dass zwei Zimmer direkt nebeneinander liegen sollten, aber KEINE Verbindungstür aufweisen mussten. Diese so genannte Familienunterbringung kostete pro Nacht und Person 8 Euro extra, so dass unsere eigentlich kostenfrei untergebrachten Töchter doch mit einigen Euro zu Buche schlugen.
Die Einrichtung:
Die Zimmer waren nett eingerichtet, das kann man wohl sagen.
In unserem Zimmer war es so, dass wir rechte Hand das Badezimmer liegen hatten, gegenüber war eine Art Garderobe geschaffen worden mit Haken zum Aufhängen von Jacken, einem Spiegel zum Zurechtmachen vor dem Ausgehen auf einer vertäfelten Fläche.
Hatte man diesen Durchgang hinter sich gelassen, stand man auch schon mitten im Zimmer. Vor einem Stand ein Doppelbett in einer Standartgröße mit zwei Bettdecken und zwei Kopfkissen. Rechts und links vom Bett waren zwei schmale Schränke. Diese erinnerten mich ein wenig an so genannte Abbauwände aus dem 80zigern. Der Schrank auf der einen Bettseite war ausgestattet mit einer Vitrine und einem geschlossenen Bereich, hinter dem sich ein Minikühlschrank verborgen hat. Dann kam eine Freifläche zum Ablegen der abendlichen Lektüre, Wasserglas etc und einer Schublade, sowie wieder einer kleinen Schranktür.
Auf der anderen Seite war das Gegenstück zu sehen, das allerdings keine Vitrine hatte, sondern über eine durchgehende Tür verfügte, hinter der sich Einlegeböden verbargen. Dann gab es auch hier den restlichen Aufbau gleich wie auf der ersten Seite.
Mein erster Gedanke war, wie um Himmelswillen soll ich in diesem spärlichen Mobiliar meine Sachen unterbringen? Die eine Seite war ja relativ gut durchdacht, aber die Vitrine war in meinen Augen nutzlos, verschwendete Stauraum und im Ganzen irgendwie unpassend für ein Hotelzimmer.
Aber dann drehte ich mich um und mein Platzproblem war gelöst. Ein schmaler Schrank war noch vorm Durchgang zum Bad aufgebaut und hier konnte man dann auf einigen Einlegeböden und einer Kleiderstange dann auch Kleider und Hemden etc unterbringen. Alles in allem war das Platzangebot für die mitgenommenen Sachen aber relativ klein. Das kannte ich aus Spanienurlauben anders, wo wir immer großzügige Wandschränke hatten. Es war aber im Nachhinein ausreichend und das war die Hauptsache.
Die beiden anderen Zimmer, die wir gebucht hatten, verfügten auch über einen großzügigeren Schrank mit Falttüren. Das fand ich gerade für die Kinder sehr wichtig, so daß ich in den unteren Bereichen des Schrankes ihre Kleidung unterbringen konnte und die oberen Regale auslassen, an die sie ohnehin nicht heranreichen konnten. Insofern hatten wir Glück, dass die ungünstige Schrankaufteilung nur meinen Mann und mich betraf.
Zu jedem Zimmer gehörte auch ein Schreibtisch, der bei unserer Ankunft schon recht vollgestellt war mit einigen Werbeflyern und Infomaterial das Hotel betreffend.
Ebenso stand dort ein Fernseher, der einige kostenlose Programme zur Verfügung hatte und einen Sender, der Informationen über Suhl und die Urlaubsmöglichkeiten dort preis gab. Das Pay-TV war während unseres Urlaubs außer Betrieb, was nicht weiter schade war, da wir es sonst eh hätten abschalten lassen.
Die Badezimmer waren klein. Sie waren aber nett renoviert, hatten helle Fliesen und einen wirklich schönen Waschtisch mit einem großen Spiegel.
Jedes Bad war ausreichend mit Handtüchern verschiedener Größen bestückt, die immer ausgetauscht wurden, wenn man sie morgens auf dem Boden liegen ließ, wenn die Raumpflegerin kam. Alles, was auf den Handtuchhaltern hing, wurde nicht ausgetauscht, der Umwelt zu liebe. Kleine Infoschilder dieses Verfahren betreffend, klebten im Bad.
Ebenso fand man in jedem Bad einige kleine Flaschen Pantene Pro V Shampoo und Spülung vor.Die Badewanne und das Waschbecken hatten jeweils einen Seifenspender, aus dem eine Cremeseife bei Bedarf floss.
Zum Bad gehörte ein Fön, der in einem kleinen Halter an der Seite des Waschbeckens angebracht war. Dieser Fön wurde mit einem Schalter am Halter an und ausgestellt. Leider konnte man den Fön nicht komplett wegnehmen, was mir ansich wichtig gewesen wäre im Zimmer meiner 6 Jahre alten Zwillinge, da er mir so in unmittelbarer Waschbeckennähe doch als Gefahr erschien.
Eine Besonderheit hatten die Badezimmer, die über kein Fenster verfügten noch. Nach einigen Minuten im Bad, wenn man das Licht angeschaltet hatte, begann ein Lüfter brummen, der für den Abzug der Badezimmerluft sorgte. Das war im ersten Moment befremdlich, aber an und für sich eine logische Sache, da ja kein Fenster vorhanden war.
Die Betten des Hotels waren für meinen Geschmack sehr sehr weich. Ich musste mich doch etwas umgewöhnen im Vergleich zu meinem Bett zuhause. Doch letztlich waren sie bequem, wenn gleich mit zwei einzelnen Matratzen ausgestattet, so dass zwischen beiden ein kleiner Spalt war. Die Betten wurden während unseres Aufenthaltes nicht frisch bezogen, sondern nur morgens vom Personal neu gemacht, selbst dann, wenn man sie selbst schon aufgemacht hatte... Im Kinderzimmer gibt es dann anzumerken, dass das Zimmermädchen die Kuscheltiere meiner Mädchen immer wie neu und nett drappiert hatte, was meinen Mädchen sehr gefallen hat.
Im Allgemeinen haben die Zimmer schon bessere Tage gesehen. Doch es wurde uns mitgeteilt, dass das Hotel wohl in naher Zukunft viele Sanierungspläne habe und einiges neu gemacht werden soll. Ich denke, dass die Zimmer auf meiner Etage wohl auch dazu gehören würden. Doch daran will ich mich nicht festbeißen, es kommt meiner Ansicht nach auch immer darauf an, was man sehen will. Die Zimmer waren in Ordnung, wurden täglich mit dem Staubsauger bearbeitet und das Bad geputzt etc.
Die Zimmer waren mit einem Schlüssel zu öffnen. Das hatten wir nicht gedacht. Wir hatten ein Schließsystem mit Karten erwartet. Doch das gab es hier noch nicht. Da wir zwischen dem Zimmer unserer Mädchen und unserem keine Verbingungstür hatten, lösten wir die Sache mit dem Schlüssel so, dass wir die Schlüssel bei uns hatten. Die Zimmer konnten jederzeit von Innen geöffnet werden (wenn man nicht zugeschlossen hatte) und nicht von außen, weil dort ein Knauf war, so daß wir jederzeit bei den Mädchen einen Blick ins Zimmer werfen konnten mit dem Schlüssel und die Mädchen jederzeit aus dem Zimmer rauskommen konnten. Das war die beste Lösung. Denn 6jährigen wollte ich noch keinen eigenen Hotelzimmerschlüssel anvertrauen.
Infoabend:
Beim Infoabend saßen wir wie in einem großen Forum auf aufgestellten Sitzreihen. Man reichte uns Erwachsenen ein Glas Sekt zur Begrüßung, den Kindern ein Brausegetränk. Dann wurden wir von einer Mitarbeiterin über das Ringberg Hotel informiert und durch einen Diavortrag so gesehen durch das Hotel geführt. Das ganze dauerte nur etwa eine halbe Stunde, danach konnten wir uns dann live ansehen, was wir beim Infoabend gehört hatten.
In der Lobby:
In der Lobby befinden sich die ansprechend gestaltete Rezeption, die mit ausgeprochen freundlichen Mitarbeitern besetzt ist, die sich wirklich bemühen alle Wünsche der Gäste zu erfüllen und Rat zu geben in Problemfragen.
Ebenso findet man dort die Zugänge zur Hotel eigenen Gastronomie, so dem Speisesaal, in dem wir das Frühstück einnehmen konnten, einem weiteren Speisesaal und einem Restaurantbereich.
Im hinteren Bereich der Lobby befindet sich eine Bar, das Smaltalk. Auch hier konnte man neben Getränken, Eis und Kuchen auch Kleinigkeiten zu essen zu sich nehmen. Der Bereich der Bar setzte sich so gesehen noch auf der Kaffeeterrasse des Hotels fort.
Die Terrasse:
Die Terrasse des Hotels ist stufenförmig angelegt. Über Treppen gelangt man noch auf eine weitere Ebene. Mit Tischen und Stühlen ist sie ausgestattet und schönen bunten Sonnenschirmen sowie Blumenarrangements.
Das Frühstück:
Das Frühstück in diesem Hotel war wirklich ausgezeichnet. Es ist in Büffetform einzunehmen.
Dabei hat man eine große Auswahl. Es gibt verschiedene Sorten Brot, Brötchen (auch in unterschiedlichen Sorten), Toast sogar, Müsli in verschiedenen Sorten, alle erdenklichen Sorten Cornflakes (zur Freude der Kinder), einen Bereich mit verschiedenen Früchten, ebenso Quark, Joghurt und verschiedene Obstsalate.
Als Brotbelag gab es auch alles, was das Herz begehrte. Da war für alle Süßen eine Vielfalt an Konfitüre vorhanden, abgepackt in kleine Portionen. Ebenso Honig, Nuss-Nougatcreme und Pflaumenmus.
Für alle, die es herzhaft mochten, gab es verschiedenen Aufschnitt, Streichwurst, Käse in einer guten Vielfalt, Schinken und auch Mettwurst.
Es standen Butterpäckchen ebenso zur Verfügung wie auch Margarine. Ebenso konnte man sich an einer großen Schale Rührei bedienen, welches man an einigen Tagen mit etwas geschnittenem Frühlingslauch verfeinern konnte. Leider war dieser nicht jeden Morgen vorhanden. Dann gab es noch täglich hart gekochte Eier und im Wechsel kleine Partyfrikadellen und Partywürstchen, wie man es aus dem englischen Frühstücksbereich kennt.
Dazu gab es noch täglich wechselnd kleine Kuchen. Doch diese haben mich zum Frühstück noch nicht begeistern können, obwohl sie reißenden Absatz fanden.
Kurz das Frühstück war wirklich super. Wer sich hier nicht satt essen konnte, dem war nicht mehr zu helfen.
Im Frühstückssaal konnte man Platz nehmen, wo man wollte. Es gab unterschiedlich goße Tische. Sie waren eingedeckt mit Tassen und Besteck. Teller nahm man sich vom Büffet mit.
Kaffee gab es in Kannen. Ansonsten wurden noch Tee, Säfte und Mineralwasser sowie kalte und warme Milch angeboten, die man am Büffet mitnehmen konnte. Kakaopulver für die Kinder stand auch zur Verfügung.
Am schönsten waren die Tische an der Fensterfront mit der herrlichen Aussicht auf die Berge. Diese waren aber teilweise von anderen Gästen reserviert, so dass man darauf achten musste, ob ein Reserveriertschild auf dem Platz stand.
Sport:
Sport wird groß geschrieben im Ringberg Hotel. So hatten wir schon mit der Buchung einen Nordic-Walking Kurs inklusive bekommen, den wir aber nicht eingelöst haben. Dazu hatten wir zuviele andere Dinge zu tun, die wir im Urlaub machen wollten. In erster Linie wollten wir etwas von Thüringen sehen und nur im Notfall, das Hotel ganztägig nutzen.
Weiter bot das Hotel ein Schwimmbad, das aber weder mit Sprungeinrichtungen ausgestattet war, noch mit Bahnen. Es war mehr oder weniger ein Pool zum Planschen mit einer Tiefe von 1,35 m. Kinder konnten hier das Seepferdchen in einem kostenpflichtigen Kurs machen, was für unsere Töchter nicht mehr in Frage kam, da sie bereits Freischwimmer sind.
Ebenso konnte man hier im Hotel Tischtennis spielen. Schläger gab es kostenfrei, Bälle wurden mit 50 Cent berechnet.
Eine Kegelbahn im Untergeschoss des Hotels diente auch der körperlichen Betätigung.
Ferner gab es einen Platz zum Volleyballspielen und auch für Fußball.
Den Jugendlichen wurde noch Bogenschießen angeboten, aber dazu später mehr.
Im Schwimmbad konnte man sich zur Wassergymnastik anmelden und sich so im Urlaub fit halten.
Ebenso gibt es einen Saunabereich im Hotel.
Kinder, Jugendliche und das Ringberg Hotel:
Eigentlich kann man es so sagen, dass das Haus sich sehr auf die Bedürfnisse der jungen Kundschaft eingerichtet hat. So gibt es einen Kinderclub, den Holli-Club, in den man seine kleinen Kinder in die Obhut von Erzieherinnen abgegeben kann.
Der Holli-Club hat ein wechselndes Programm, das einem als Hotelgast gleich bei der Ankunft ausgehändigt wird. So wurde mit den Kindern gebastelt, Ausflüge gemacht (die aber separat bezahlt werden mussten), auf dem hauseigenen Spielplatz gespielt und auch für Vorfühungen in der Hotellobby an einigen Abenden geprobt. So mussten wir unseren Urlaub so gestalten, dass unsere Kinder die Programme im Holli-Club auch mitmachen konnten, die sie interessierten.
Der Holli-Club hat seinen Raum im Untergeschoss des Hotels. Hier findet man auch eine Kletterwand, ein Puppentheater, Maltische und vieles mehr, was die ganz jungen Gäste begeistern kann. Man kann sich auch außerhalb der Betriebszeiten des Clubs, die meistens zwischen 10 Uhr und 12 Uhr und 14 Uhr bis 16 Uhr lagen (wenn keine anderen Zeiten expliezit angegeben wurden) den Schlüssel für den Club holen und unter eigener Aufsicht mit den eigenen Kindern dort spielen. Doch das haben wir nie gemacht, denn es gab in Thüringen soviel zu entdecken, dass es schade gewesen wäre, die Zeit dort im Kinderclub zu verbringen.
Für Jugendliche gab es einen Teen-Club. Hier konnten sich die Teenager den ganzen Tag über treffen. Man konnte sich verabreden, Zeit gemeinsam verbringen und von der Jugendbetreuung animiert werden zu verschiedenen Programmen.
So haben meine Söhne zum Beispiel für einen Unkostenbeitrag eine Mountainbiketour zum Schneekopf unternommen, dort dann am Kletterturm klettern dürfen und wieder zum Hotel zurückradeln dürfen.
Ebenso standen den Jugendlichen Programme wie Sportturniere zur Verfügung (Fußball, Bogenschießen,Tischtennis, Volleyball, Kegeln), Discoabende, Kinoabende im Haus eigenen Kino und Spieleabende mit Wii und Co. Das Jugendprogramm war so super aufgebaut, dass wir von unseren Teenagersöhnen kaum etwas sahen oder hörten. Meistens waren sie mit dem Teens-Club unterwegs oder bei den vielen von dort organisierten Aktivitäten dabei. Für uns als Eltern eine gewöhnungsbedürftige Sache. Doch zwei fast 17 und 16 jährige junge Menschen relaxen nun einmal mehr beim Spaß unter Gleichaltrigen als dass sie mit der Familie Ausflüge machen... Alles in allem kann ich das Teenagerprogramm dort im Hotel nur als absolut Top bezeichnen. Meine Söhne schwärmen noch heute davon und das ist gut so.
Kinderspielplatz:
Zum Hotel gehört auch ein haus eigener Spielplatz. Dieser ist relativ gut ausgestattet mit vielen Spielangeboten. Allerdings empfand ich ihn auch als etwas renovierungsbedürftig. Ich denke, hier wird sicherlich auch im Zuge der Renovierungsaktionen Hand angelegt werden.
Erwachsenenprogramm:
Auch wir Erwachsenen sollten vom Hotel bespaßt werden. So gab es für uns einen Bingoabend, Tanzabende, Karaoke in der haus eigenen Diskothek, verschiedene Bastelangebote (Keramik anmalen etc) in der Lobby, Kremserfahrten (Kutschfahrt) und organisierte Wanderungen.
Diese Programme waren größtenteils mit Extrakosten verbunden, die aber im Rahmen lagen.
Wir haben den Bingoabend mitgemacht, wo wir einen Euro je Karte bezahlen mussten und Chancen auf ganz nette Gewinne hatten. Chancen ja, gewonnen haben wir nichts.
Personal:
Das Personal im Ringberg Hotel war im Gesamten freundlich, nett und zuvorkommend. Etwas frostig war leider das Umgehen mit einem Unfall, den meine Tochter in der Obhut des Kinderclubs auf dem hotel eigenen Spielplatz hatte. Ich hätte mir hier dem Kind gegenüber etwas mehr Herzlichkeit und Anteilnahme gewünscht.
Nutzung der Lokalitäten des Hotels:
Jedes Essen und Trinken in den Bars/Restaurants etc kann man sich auf das Zimmer buchen lassen, ebenso die Nutzung der Kegelbahn (8Euro je Stunde und Bahn).
Ebenso kann man bar zahlen oder aber mit Karte.
Lädchen und Touristinformation:
Im Hause befinden sich einige kleine Lädchen, die ich aber nicht weiter aufgesucht habe. In einem Laden konnte man kleine Glasartikel kaufen, im anderen gab es Kleidung.
Eine Touristinformation war ebenso im Hause vorhanden. Hier konnte man sich über Ausflugsmöglichkeiten informieren, die zum Teil auch als Flyer in einem Bereich der Lobby auslagen, mit etwas Glück aus Ermäßigungskarten für die eine oder andere Sache bekommen.
Hotel eigene Angeboten (Kremserfahrt, Wanderung etc) konnte man dort buchen.
Wellness:
Neben dem Sauna-und Schwimmbadbereich gab es auch verschiedene Angebote für Wellnessprogramme mit Massagen etc.
Gesamter Eindruck:
Wir haben diesen Urlaub trotz Beinbruch unserer Tochter sehr genießen können. Das Hotel war komfortabel, man begegnete und freundlich und das Programm war wirklich aussergewöhnlich gut. Besonders für Teenager.
Das Hotel war schon imposant. Man könnte es als V-förmig bezeichnen. Von der Mitte, der Lobby gingen zwei Flügel ab. In diesen waren die Hotelzimmer untergebracht.
Vom Fahrstuhlbereich, der quasi die Mitte bildete, gingen lange Flure ab, Tür an Tür. Am Ende der Gänge war dann ein Balkon zu finden, der für jeden zugänglich war.
Neben diesen Balkon grenzte unser Zimmer am Ende des Ganges dann wiederum mit unserem Balkon an.
Da dieser öffentliche Balkon von Rauchern genutzt wurde, war es für uns leider etwas unangenehm, da wir ja nur die Balkontür zum Lüften hatten und dann der Rauch der Zigaretten in unser als Nichtraucherzimmer deklariertes Zimmer zog. Diese Lösung für die Raucher war in der Hinsicht nicht gerade ideal. Vielleicht sollte man das noch einmal überdenken.
In den Zimmern ohne Balkon waren tolle Fensterläden an den Fenstern angebracht. Das war für diese heiße Zeit im Juli einfach hervorragend. So hatte ich für meine Kinder mit den geschlossenen Fensterläden sehr schön kühle Räume und sie konnten dort gut schlafen.
Das Hotel war meiner Ansicht nach auch nicht zu laut. Von den Tanzabenden hörten wir auf unserem Ende nichts, auch wenn sie bis zum späten Abend gingen. Das Rauschen der Fahrstühle hörten wir in unserem Bereich ebenso wenig. Lediglich das laute Klappen der Türen, die man gar nicht vernünftig leise zu machen konnte, störte ein wenig. Ein merkwürdiger Schließmechanismus war dort vorhanden, der einen gewissen Schwung brauchte, um das Schloss einschnappen zu lassen, was jedes Mal mit einem kleinen Knall verbunden war. Schön war das nicht, wenn ich nachts bei meinen Zwillingen leise reingucken wollte, ob sie auch friedlich schliefen. Aber ich hatte immer Glück, die Unternehmungen machten meine Mädchen so müde, dass sie trotz des Rums der Türen immer gut geschlafen haben.
Behindertenfreundlichkeit/ Kinderwagenfreundlichkeit:
Die Gänge im Hotel sind breit genug, dass man auch mit Rollstühlen (Kinderwagen ) gut zurechtkommen kann. Es gibt Fahrstühle zusätzlich zu den Treppen und auch im Speisesaal könnte man mit Gehhilfen etc zurechtkommen.
Auschecken:
Am Abreisetag mussten wir unsere Zimmer bis 11 Uhr geräumt haben. Dieses hatten wir aufgrund der langen Heimreise natürlich schon früher getan.
Nach einem schönen letzten Frühstück beluden wir unser Auto mit unseren Koffern und zahlten die Dinge, die auf unser Zimmer gebucht worden waren, gaben die Gästekarten wieder ab und die Schlüssel und konnten die Heimreise zur Nordsee wieder antreten.
Den Ringberg fuhren wir inzwischen mit mehr Schwung hinunter als wir ihn genommen hatten bei der Anreise. Man übt sich auch als Flachländer. Generell möchte ich noch erwähnen. dass man im Ringberg Hotel am besten sein Auto dabei hat. In den Ort ist es ein langer Fußmarsch, wenngleich auch wunderschön durch den Wald.
Eine Busverbindung soll es auch geben, aber ich bin da doch lieber unabhängig mit meinem eigenen Auto.
Sprechen wir noch mal über Kosten:
Für eine Woche mit 6 Personen (vier Erwachsene (meine Söhne zahlten den Preis für Vollzahler) und zwei Kindern), Frühstück, Kinderclub, Nordic-Walkingkurs, Begrüßungsgetränk, Teenagerprogramm zahlten wir etwas über 900 Euro.
Gebucht habe ich über Lidl-Reisen.
Fazit:
Ich gebe gern eine Empfehlung von vier Sternen ab. Es waren im Grunde Kleinigkeiten, die ich bemängeln hatte, dem gesamten Urlaub im Hotel tat das aber keinen großen Abbruch.
Insofern halte ich vier Sterne für angemessen in der Bewertung. Unsere Kinder wären am liebsten noch länger im Hotel geblieben und das ist, denke ich, ein wirklich große Lob.
Wir können auch sagen, dass es uns so gut gefallen hat, dass wir neugierig darauf wären, wie es wohl im Winter im Ringberg Hotel wäre... Insofern ist ein weitere Urlaub im Thüringischen nicht ausgeschlossen und warum dann nicht im Ringberg, das dann mit Sicherheit auch renoviert sein wird, wie man uns ja angekündigt hatte....
tolles Hotel