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Erfahrungsbericht

für Revelstoke Dam, Revelstoke
5 Sterne Dam Great View Bericht mit Bildern
58 von 58 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Beeindruckender Staudamm / sehr informatives Besucherzentrum / Ausblick von oben einfach toll

Kontra Fotografieren nur auf dem Parkplatz erlaubt

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

Der Autor

LaJungle Seit 16 Sep 2002

Schön, dass Ihr vorbei schaut! Ich bedanke mich bei allen, die meine Berichte lesen, für die... mehr

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Als wir am fünften Tag unserer Kanadareise in Revelstoke erwachten, schauten wir uns erst einmal das Städtchen an. Im Visitor Centre von Revelstoke entdeckten wir einen Flyer zu einer Sehenswürdigkeit, die uns interessierte. Und so fuhren wir kurzentschlossen hin. Bei dieser Sehenswürdigkeit handelt es sich um den Revelstoke Dam, über den ich nun berichten möchte …

ALLGEMEINES ZUM REVELSTOKE DAM

Beim Revelstoke Dam handelt es sich um eine große Talsperre mit Wasserkraftwerk. Das im Jahre 1984 fertig gestellte Bauwerk gehört zu den größten und modernsten Anlagen, die man in Nordamerika findet. Zu der Talsperre gehört natürlich ein Absperrbauwerk, in diesem Fall eine 175 Meter hohe Betonmauer. Dahinter liegt der Stausee, der Lake Revelstoke, der etwa 130 Kilometer lang ist und an das nächste Kraftwerk, den Mica Dam angrenzt. Das Kraftwerk ist auf maximal 6 Turbinen ausgelegt. Gebaut wurde es zunächst aber nur mit vieren. Zu Beginn dieses Jahres kam die fünfte Turbine hinzu. Auf den Fotos kann man sehr gut sehen, dass noch ein Platz für die 6. Turbine frei ist. Nun bin ich keine Spezialistin für Wasserkraftwerke oder Staudämme, aber dass jede Turbine eine Leistung von 460,75 MW hat, mag den einen oder anderen vielleicht interessieren. Auf weitere technische Details möchte ich an dieser Stelle jedoch verzichten. Bei Bedarf kann man alles auf der unten angegebenen Internetseite nachlesen.

Da es sich beim Revelstoke Dam um ein Kraftwerk handelt und man in Kraftwerken keine Fotos machen darf, ist das Fotografieren nur auf dem Parkplatz erlaubt, sodass man Bilder von der Mauer mit den Turbinen machen kann, aber eben keine Bilder im eigentlichen Besucherzentrum. Selbstverständlich habe ich mich an das Verbot gehalten, sodass es heute einschließlich des ebenfalls von uns stammenden Produktfotos, nur drei Bilder gibt.

WO FINDE ICH DEN REVELSTOKE DAM?

Wie der Name schon verrät, befindet sich die Talsperre in der Nähe des Städtchens Revelstoke in der Provinz British Columbia. Genauer gesagt, 5 Kilometer nördlich des Ortes. Von Revelstoke aus, muss man einfach dem Highway 23 in Richtung Norden folgen und dann ist das Besucherzentrum schon ausgeschildert.
PREISE UND ÖFFNUNGSZEITEN

Das Besucherzentrum der Talsperre hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Allerdings nur in den warmen Monaten, sprich vom 21. Mai bis Thanksgiving. In den übrigen Monaten kann man den Damm nur aus der Ferne bewundern.

Die Preise sind mit 6 CAD für Erwachsene und 5 CAD für Kinder und Jugendliche in Ordnung. Allerdings kommt die Steuer noch dazu. Umgerechnet haben wir zu zweit etwa 9 EUR bezahlt. Für das, was man geboten bekommt, ist es absolut gerechtfertigt.
UNSERE ZEIT AM REVELSTOKE DAM

Als wir auf das Gelände des Revelstoke Dams fuhren, mussten wir erst einmal bei einem Pförtner anhalten. Dieser wollte den Führerschein sehen und notierte unseren Namen auf einer Besucherliste. Dann erklärte er uns, dass Fotografieren nur auf dem Parkplatz erlaubt ist und dass man nichts mit in das Besucherzentrum hinein nehmen darf. Weder Handys, noch Handtaschen, schon gar keine Fotoapparate seien erlaubt. Einerseits ist es natürlich schade, dass man so im Inneren oder oben von der Mauer keine Fotos machen kann, aber es ist natürlich auch verständlich, denn die Sicherheit des Kraftwerks geht eben vor.

Wir durften weiter bis zum Parkplatz fahren, auf dem nicht mehr als 5 Autos standen. Mein Mann machte erst einmal ein paar Fotos von der Staumauer, die auf den Bildern, die ich hochgeladen habe, zu sehen ist, dann ließen wir alles – bis auf das Portemonnaie, denn bezahlen muss man ja – im Auto und steuerten auf das Besucherzentrum zu.

Über ein paar Stufen gelangt man in den Eingangsbereich, wo sich die Kasse, die Toiletten und der Souvenirshop befinden. Seitlich führt an den Stufen aber auch eine Rampe hinein, sodass man auch mit einem Rollstuhl problemlos die Besichtigung machen kann. Das gesamte Besucherzentrum ist dafür ausgelegt, dass man auch barrierefrei überall hin gelangt. Es sollte nur jemand da sein, der die Türen öffnet, denn diese öffnen nicht automatisch.

An der Kasse bezahlten wir erst einmal den Eintritt und dann erhielten wir ein Heftchen mit Informationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten im Besucherzentrum. Dieses Heft ist auch auf Deutsch erhältlich. Als die Frau an der Kasse hört, dass wir aus Deutschland kämen, gab sie uns noch eine umfangreiche Broschüre über den Bau des Kraftwerks und der Talsperre mit. Darin konnte man wirklich alles nachlesen, was auch auf den Informationstafeln steht, die es überall gibt. Da wir Englisch sprechen, reichten uns die Tafeln aber aus.

Nun begannen wir unseren Rundgang. Im Erdgeschoss, gleich neben der Kasse gibt es zwei der 14 interaktiven Ausstellungen. So kann man hier beispielsweise einen Damm aus Bauklötzen auf feinem Kies bauen und das Wasser dann anstellen, um zu sehen, ob der Damm hält. Gerade für Kinder muss das sehr spannend sein. Die zweite Station im Erdgeschoss war defekt, hier konnte man irgendwas mit Energie im Haushalt ausprobieren.

Wir gingen die Treppe hinunter und kamen automatisch zum Filmraum. Auf dem Weg dorthin, sind die Wände voller Bilder und Infotexten über den Bau des Dammes. Wenn man sich alles genau durchlesen will, ist man schon ein Weilchen beschäftigt. Ein 15-minütiger Film über den Einbau der fünften Turbine wird im abgedunkelten Theatre gezeigt. Dieser Film war natürlich in Englischer Sprache, aber sehr interessant. Ein gewisses Grundinteresse für Talsperren sollte man allerdings mitbringen, wobei das gilt für das gesamte Besucherzentrum.

Nachdem wir den Film gesehen hatten, gingen wir weiter. Der Rundweg ist ausgeschildert, sodass man automatisch überall vorbei kommt. Auf jedem Wegweiser gibt es einen Biber zu sehen, der sich mit Dämmen halt bestens auskennt. Auch in diesem Bereich der Ausstellung gibt es wieder Informationen und Fotos zum Kraftwerk. Schließlich gingen wir durch eine Tür, waren kurz draußen und gingen durch die nächste Tür wieder hinein. Nun befanden wir uns im Inneren der Staumauer. An den Wänden, zu beiden Seiten, wie auch zuvor jede Menge Informationen. Ich denke, wenn man alles lesen möchte und nicht nur selektiert, was einen besonders interessiert, muss man mindestens 2 Stunden Zeit mitbringen. Am Ende des Gangs, der übrigens sehr kühl ist – also Jäckchen auch immer Sommer nicht vergessen, falls man schnell friert – befindet sich ein Aufzug. Der Aufzug bringt einen zur Aussichtsplattform auf 175 Metern Höhe.

Wir fuhren mit dem Aufzug hinauf und befanden uns in einem zu allen Seiten verglasten Raum. Im Raum ist ein Modell der Region aufgebaut, auf dem alle Flüsse und Talsperren eingezeichnet sind. Durch eine Tür tritt man nun hinaus an die Luft und hat einen herrlichen Blick über die Landschaft, den ich leider ja nicht fotografisch festhalten konnte. Nach einer Weile fuhren wir wieder hinunter.

Unten angekommen, muss man denselben langen Gang zurückgehen, aber an der Glastür, die wieder in die Ausstellung führt, biegt man nun links ab und gelangt zum letzten Abschnitt des Besucherzentrums.

Hier gibt es eine große Glasscheibe, durch die man hinunter zu den Transformatoren schauen kann. Infotafeln erklären auch hier wieder alles, was man sieht. Interessanter aber sind die Stationen, an denen man selbst einige Dinge ausprobieren kann. So kann man sich auf ein Fahrrad setzen und Strom erzeugen, man kann unterschiedliche Lichtquellen in verschiedenen Situationen testen und noch einiges mehr. Hier dreht sich das meiste um Energie und auch darum, wie man sie sparen kann. Kinder hätten hier sicher sehr viel Spaß, aber auch uns hat es gefallen und wir haben alles selbst ausprobiert.

Geht man die Treppe wieder nach oben – es gibt natürlich auch einen Aufzug – gelangt man in den Souvenirshop, wo es typisch kanadische Souvenirs, aber eben auch Souvenirs gibt, die an den Damm erinnern. So kann man hier beispielsweise eine Schürze mit einem kochenden Biber kaufen, auf der Dam great Cook (verdammt guter Koch – auch wenn man verdammt eigentlich so schreibt: damn) steht, denn mit den Wörtern dam und damn wird hier, weil es eben naheliegend ist, gerne gespielt.

Insgesamt haben wir uns eine gute Stunde am Revelstoke Dam aufgehalten und der Besuch hat sich sehr gelohnt. Möchte man alles in Ruhe durchlesen, oder ist man mit Kindern hier, die sicher noch länger ausprobieren möchten, was es zu entdecken gibt, dann sollte man aber ruhig 2 Stunden einplanen.
FAKTEN

Revelstoke Dam
Revelstoke Dam Visitor Centre
5km nördlich von Revelstoke, am Highway 23 North
British Columbia,
Kanada

Weitere Infos (Englisch) und Fotos unter: http://www.bchydro.com/community/recreat​ion_areas/revelstoke_dam_visitor_centre.​html
FAZIT

Der Revelstoke Dam ist ein lohnenswertes Ausflugsziel, wenn man sowieso in der Nähe ist. Der Eintritt ist recht günstig, aber dafür erfährt man wirklich alles, was man über dieses Kraftwerk wissen will, man kann selbst einiges ausprobieren, z.B. auf welche Art sich Strom erzeugen lässt, oder wie ein Damm funktioniert und ein informativer Film gibt einen guten Einblick darüber, wie die gewaltigen Turbinen montiert werden. Höhepunkt des Besuchs ist natürlich die Fahrt auf 175 Meter Höhe, denn der Ausblick ist einfach toll. A dam great view, um es mit den Worten des Bibers zu sagen. Schade ist, dass man den Ausblick nicht fotografisch festhalten darf, aber es handelt sich nun mal um eines der größten Kraftwerke Nordamerikas und da geht die Sicherheit vor. Von daher vergebe ich gerne die volle Punktzahl und eine Empfehlung.

Bilder

für Revelstoke Dam, Revelstoke
Revelstoke Dam
Mit Blick auf das Besucherzentrum
von LaJungle LaJungle
Revelstoke Dam

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Kommentare

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  • Brandung 17.11.2011 08:44
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Fanatico 22.09.2011 23:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • duderally 19.09.2011 15:28
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • celles 05.09.2011 20:12
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    sehr hilfreich
  • tapio-maunzi 04.09.2011 21:35
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    sehr hilfreich
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