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Erfahrungsbericht

für Restaurant Olga, Dresden
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5 Sterne ==bei Olga== Bericht mit Bildern
142 von 142 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Speisenauswahl, Speisenqualität, Getränkeauswahl, Service, Sauberkeit, sehr gut mit öffentl. Verk

Kontra nur bedingt für gehbehinderte Menschen geeignet, Parkplätze

Detailbewertung

Essen & Trinken
Preis-/Leistungsverhältnis
Atmosphäre
Service
Anbindung
Auswahl

Der Autor

blonde_lady Seit 30 Jun 2003

30.05.: Tolles Wetter = keine Lust auf Internet ...Vielen Dank für die tollen Bewertungen. mehr

178 Mitglieder vertrauen mir

Dank dailydeal.de bin ich günstig an einen Gutschein für ein 3-Gänge-Menü für zwei Personen im russischen Restaurant Olga in Dresden gekommen. Für diesen Gutschein habe ich 19,00 Euro bezahlt und er musste nicht lange auf seine Einlösung warten. So waren wir am letzten Freitag mal wieder russisch speisen. Es war toll, soviel kann und will ich schon jetzt verraten, Details folgen gleich.

Lage, Anschrift, Parken

Dresden ist groß, das Restaurant Olga findet man im Stadtteil Mickten (an der Stadtteilgrenze zu Pieschen Süd), genau zwischen Elbe und Leipziger Straße. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Ballhaus Watzke, nur mal so als Anhaltspunkt.

Die genaue Anschrift lautet:

Restaurant Olga
Leipziger Straße 99
01127 Dresden

Das Parken gestaltet sich ein wenig kompliziert, das Restaurant besitzt keine eigenen Parkplätze. In den nahe gelegenen Straßen gibt es sicher ein paar Parkmöglichkeiten, wobei ich hier den Vorteil erwähnen muss, dass die Straßenbahn direkt vor dem Restaurant eine Haltestelle hat. Mit den Linien 4, 9 und 13 gelangt man direkt bis zum Restaurant (Haltestelle Alt-Pieschen). Und wer geht in ein russisches Lokal, um dann nur bei Wasser oder Saft zu sitzen? Ich jedenfalls nicht, bei mir gehört zu einem russischen Abend mindestens ein Wodka dazu, besser sind zwei oder drei *gg*.

Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Reservierung

Das Restaurant ist wie folgt geöffnet:

- Montag bis Donnerstag und Sonntag: 11:30 Uhr bis 22:00 Uhr
- Freitag und Samstag: 11:30 Uhr bis 24:00 Uhr

Reservieren kann man nur telefonisch unter 0351 8894394, es gibt keine Internetseite. Das sehe ich aber nicht als Nachteil.

Wer am Wochenende (einschließlich freitags) einen netten Abend im Restaurant Olga verbringen will, sollte vorher auf jeden Fall einen Tisch reservieren. So habe ich ein paar Tage vorher angerufen und für den geplanten Freitag, ab 18:00 Uhr, einen Tisch für zwei Personen reserviert und erwähnt, dass ich im Besitz des schon genannten Gutscheines bin. Schnell und freundlich nahm die Dame am anderen Ende meinen Wunsch entgegen und schon war der Tisch reserviert.

Unser Aufenthalt

Es war ein recht kühler Abend, pünktlich zum bestellten Zeitpunkt kamen wir im Restaurant Olga an. Die Begrüßung war freundlich, wir wurden nach einer evtl. Reservierung gefragt, die wir bejahen konnten und dass wir einen Gutschein dabei hatten, erwähnten wir auch sofort. Übrigens…wir wurden direkt von der Restaurantchefin begrüßt. Wir konnten uns einen Tisch auswählen, entschieden uns für einen 4er Tisch, legten unsere Jacken ab. Diese mussten wir leider über die Stuhllehnen hängen, da wir nirgends eine Möglichkeit zum Aufhängen sahen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich meine Jacke lieber bei mir habe, als sie irgendwo an einem unbeaufsichtigten Platz aufzuhängen. Das Restaurant war noch recht leer, was sich aber im Laufe der Zeit absolut änderte. Das Personal bemerkte, dass uns nicht sonderlich warm war, bot uns gleich mal einen Wodka an und so orderten wir einen Honig-Chili-Wodka, der zügig serviert wurde und natürlich total lecker war. Wodka mit Chili war für uns nichts Neues, wir wussten also, dass dieses Getränk auch ordentlich wärmen kann. Und so war es auch, wir fühlten uns gleich viel besser, bestellten nun die eigentlichen Getränke. Mein Mann entschied sich für Baltika Nr. 6, ein dunkles, russisches Bier mit ca. 6 % Alkohol. Ich hatte auch Appetit auf ein Bier, orderte Baltika Nr. 4, welches auch dunkles Bier war, aber mit „nur“ 5 % Alkohol. Zudem ist dieses Bier etwas heller als Baltika Nr. 6. Es gibt natürlich auch deutsche Biersorten und Weine und selbstverständlich eine ausreichende Auswahl an alkoholfreien Getränken.

Das von uns gewählte Bier wurde in Flaschen (0,5 l) serviert, dazu gab es je ein toll geschliffenes Kristallglas. Das passte gut in das Gesamtkonzept und damit zum Ambiente. Und weil ich gerade dabei bin, will ich euch in ein paar Worten erzählen, wie es im Restaurant aussieht. Der Raum selbst ist schmal und lang, ist aber durch die passende und vor allem nicht übertriebene Dekoration sehr gemütlich. Die dicken, dunkelgrünen Gardinen passen perfekt zur kompletten Ausstattung. Das Restaurant ist mit dunklen Holzstühlen und Holztischen ausgestattet, ich empfand den Stuhl als sehr angenehm. Selbst nach drei Stunden schmerzte weder Rücken noch Po.
Ich war erstaunt, dass wenig russische Deko vorhanden ist, fand das aber gut. Der im vorderen Bereich vorhanden Tresen macht durch sein dunkles Holz einen massiven Eindruck, er passt natürlich ebenfalls wunderbar in den Raum. Am erwähnten länglichen Raum grenzt noch eine Art Nische an, in der auch noch zwei Tische unterschiedlicher Größe stehen. Allerdings führt hier der Weg zur Toilette, dort würde ich nicht so gern sitzen wollen. Ich habe mal grob durchgezählt und komme auf ca. 40 Plätze im kompletten Restaurant. Diese Größe finde ich gut, das Restaurant Olga ist damit weder zu klein noch zu groß. Ich fühlte mich sofort in diesem Restaurant wohl.

Bereits vor dem Kauf des Gutscheines wussten wir, dass wir aus vier Vorspeisen (Suppen), vier Hauptgerichten und drei Nachspeisen unsere Menüs zusammenstellen können. Damit hatten wir kein Problem, zumal Speisen aufgelistet waren, die wir auch so probiert hätten.

Als Vorspeisen standen zur Auswahl:

  • Borschtsch (3,50 Euro)
  • Soljanka (3,90 Euro)
  • Fischsuppe (4,80 Euro)
  • vegetarische Gemüsesuppe (Preis nicht bekannt)

Für uns war schon zu Hause klar, welche Vorspeisen wir probieren wollen. Mein Mann bestellte sich somit eine Soljanka und ich einen Borschtscht. Beide Suppen ließen nicht lange auf sich warten, wurden in nett ausschauenden und zum Ambiente passenden Keramiktöpfen serviert. Zu jeder Suppe gab es etwas Schwarzbrot, uns schmeckten die Vorspeisen hervorragend, auch wenn meinem Mann die Suppe nicht heiß genug war. Ich hatte dahin gehend nichts auszusetzen. In Bezug auf die Menge genügten die Suppen voll und ganz. Immerhin sollten noch zwei Gänge folgen.

Wie ließen uns aber Zeit, orderten neue Getränke und schauten dem Treiben im Restaurant zu. Das Personal war flink, nahm Bestellungen auf, servierte Speisen und Getränke. Nach einer längeren Zeit gaben wir dem Personal ein Zeichen und gaben unsere Wünsche in Bezug auf die Hauptspeise auf.

Dabei sei erwähnt, dass wir aus folgenden Hauptgerichten wählen konnten:
  • Hähnchen Kiev (12,00 Euro)
  • Schaschlik nach Georgischer Art (12,00 Euro)
  • Boeuf Stroganoff (9,50 Euro)
  • Vegetarischer Schaschlik (8,50 Euro)

Ich wollte das Hähnchen probieren und meinem Mann gelüstete es nach einem ordentlichen Fleischspieß, also dem Schaschlik und so kamen nach einer gewissen Zeit auch beide Gerichte, die uns zum Staunen brachten. Oft erlebt man bei solch einem „Gutschein-Essen“, dass die Portionen kleiner gehalten werden, hier war das absolut nicht der Fall. Unsere Teller waren genau so gefüllt wie die Teller anderer Gäste. Das ließ sich vor allem anhand des Fleischspießes nachvollziehen. Wir haben natürlich gegenseitig die Speisen probiert und so kann ich sagen, dass das Fleisch des georgischen Schaschliks saftig und außergewöhnlich gewürzt war. Der ursprüngliche Fleischgeschmack wurde dabei auf keinen Fall überdeckt. Die Backkartoffeln waren sicher auch gut, mein Mann hat sie jedenfalls restlos aufgefuttert. In Bezug auf die Menge gibt es nur zu sagen – absolut ausreichend, mehr hätte es nicht sein dürfen.
Mein Hähnchen Kiev war oberlecker, das Fleisch war super saftig und enthielt eine leckere und nicht zu dominante Füllung, bestehend aus Champignons, Paprika und Kräuterbutter, sowie eine knusprige Panierung, die aber zudem überhaupt nicht fettig war. Von der Menge her waren es zwei Hähnchenbrustfilets übereinander, mit der erwähnten Füllung dazwischen. Ich habe das Fleisch nicht geschafft, mein Mann musste mir helfen. Zum Hähnchen hatte ich Kartoffelbrei mit etwas Tomatensoße und etwas Rohkost. Das Restaurant schreibt in seiner Karte, dass der Kartoffelbrei selbst gemacht wird und ich behaupte, dass das auch der Wahrheit entspricht.

Nach dieser mehr als reichlichen Hauptspeise verlangten unsere Mägen nach einem Verteiler. Ja…ich weiß…das ist alles Quatsch…aber trotzdem hatten wir Appetit auf einen weiteren Wodka. Dieses Mal entschieden wir uns für einen Birkenwodka. Uns wurden schnell zwei damit gefüllte Gläser gereicht…na ja…was soll ich sagen. Diese Sorte Wodka riecht und schmeckt wie Birkenhaarwasser und war nicht wirklich unser Fall, wobei man auch mal diese Erfahrung machen muss *lach*. Was mir besonders gut gefiel und absolut zu der russischen Mentalität passt, ist, dass der Wodka per Flasche zum Tisch gebracht und dann in bereits vorhandene Gläser gegossen wird. Voraussetzung ist natürlich, dass man bereits einen Wodka intus hat und somit ein leeres Glas auf dem Tisch steht. Es mag vielleicht rustikal anmuten, aber ich fand es super.

Irgendwann hatte der Wodka bei uns seine Arbeit geleistet und die beiden ersten Gänge verteilt, so dass wir das Dessert nachschieben konnten. Drei dieser Speisen standen für uns zur Auswahl, nämlich
  • Russisches Eis (4,50 Euro)
  • Blinis mit Karamellsauce (Preis nicht bekannt)
  • Sirniki (5,50 Euro)

Bei Sirniki musste ich in der Speisenkarte erst mal nachlesen, um was es sich handelt. Es ist gebratener, mit Rosinen versetzter Quark. Das klingt doch interessant. Oder? Ich war jedenfalls neugierig und bestellte mir dieses Dessert. Mein Mann orderte das Eis. Ich war erstaunt, wie schnell uns die Nachspeisen serviert wurden. Der Kellner war ein wenig forsch und so rutschten die Quarkteilchen fast vom Teller, aber es war noch mal gut gegangen. Mir entlockte das Ganze ein Lachen. Es war ja nichts passiert und so konnten wir die Leckereien genießen. Ich bin kein Freund von Dessert, hatte aber die richtige Wahl getroffen. Der gebackene Quark war gar nicht süß und somit genau meine Geschmacksrichtung. Kleine Portionen Sahne waren auch auf meinem Teller, die mehr als Deko dienten, aber gut zu den Quarkteilchen passten, optisch und geschmacklich.

Mein Mann hatte eine große Portion russisches Eis, auf dem die komplette Oberfläche mit Sahne in einem schönen Muster versehen war. Ich habe selbstverständlich auch vom Eis probiert, es war absolut köstlich, sehr cremig und von angenehmer Süße. Natürlich war dies eine ordentliche Kalorienbombe, was uns an diesem Abend aber absolut egal war.

Nach diesem dritten Gang war nichts mehr zu wollen, wir waren satt und rundum zufrieden. Drei Stunden waren wir nun schon im Restaurant Olga, das Zeit war wie im Flug vergangen. Wir leerten in Ruhe unsere Gläser und verlangten nach der Rechnung…immerhin mussten wir die Getränke bezahlen. Insgesamt hatten wir 3 Bier (je 2,50 Euro), 1 großes Wasser (0,4 l = 3,00 Euro) und 4 Wodka (je 4 cl = 2,00 Euro) zu uns genommen. Unsere Getränkerechnung machte somit eine Gesamtsumme von 19,50 Euro aus, die wir selbstverständlich um ein ordentliches Trinkgeld aufstockten.

Als wir das Restaurant verließen, wurden wir sehr nett verabschiedet.

Toiletten, Raucherraum

Wenn man sich so lange in einem Restaurant aufhält, ist ein Gang zur Toilette oft nicht zu vermeiden. Mir geht es jedenfalls so. Außerdem bin ich neugierig und diese Örtlichkeit interessiert mich immer. Zur Toilette muss man in das Kellergeschoss gehen…ja….gehen. Hier wäre also für Rollstuhlfahrer Schluss und ein Toilettengang nicht möglich. Ich kann nur für die Damentoilette sprechen, sie war sauber. Da sich diese Örtlichkeit im Kellergewölbe befindet und dort aufgrund der sehr nahen Elbe immer mit Feuchtigkeit zu rechnen und diese auch vorhanden ist, blätterte die Farbe teilweise von der Wand…allerdings ist das meiner Meinung nach einer gewissen Feuchtigkeit auch nicht zu vermeiden. Es war ja nicht so, dass es so aussah, als würde diese Farbe nicht oft genug erneuert werden. Man hat hier sicher ein Auge drauf und bringt zu gegebener Zeit immer wieder Ordnung rein.
Die Toilettenbrille war mit einem sich auf Knopfdruck erneuernden Folienüberzug versehen. Ich bin nicht sehr groß, fand aber, dass das Toilettenbecken recht tief war. Doch daran will ich mich nicht weiter stören. Toilettenpapier und Papierhandtücher standen ausreichend zur Verfügung. Gut fand ich, dass auch zu einer späteren Zeit der Abfalleimer für die Papierhandtücher nicht wesentlich gefüllt war. Hier kann man direkt davon ausgehen, dass das Personal oft nach dem Rechten schaut.

Für alle Raucher gibt es die positive Nachricht, dass sie weder in großer Hitze noch bei eisiger Kälte zum Rauchen vor die Tür gehen müssen. Im Untergeschoss, unweit der Toiletten gibt es Sitzmöglichkeiten und Aschebecher. Hierhin können sich die Raucher zurückziehen. Die Gäste nehmen dieses Angebot natürlich an, wobei ich nicht feststellen konnte, dass der Zigarettenrauch auch nach oben in den Gastraum zieht, was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit

Laut Aufdruck waren diese beiden Menüs insgesamt 44,00 Euro wert, ich habe das anhand der Speisenkarte natürlich mal grob nachgerechnet und bin zum ungefähren Ergebnis gekommen. Genau genommen hätten wir für die von uns verzehrten Speisen insgesamt 41,40 Euro bezahlt....wenn ich das nun mit dem Gutscheinpreis von 19,00 Euro vergleiche, kann ich nur sagen, dass wir ein absolutes Schnäppchen gemacht haben.
Auf dem Gutschein stand auch folgender Satz „Lasst Euch verwöhnen von der russischen Gastfreundlichkeit kombiniert mit bester Kochkunst“….ja…. wir wurden verwöhnt. Das Essen war oberlecker und reichlich, der Service stimmte, wir haben uns absolut wohl gefühlt. Was will man mehr??

Für uns steht fest, das war zwar der erste aber nicht der letzte Besuch im russischen Restaurant Olga.

Von mir gibt es die volle Sternezahl und eine uneingeschränkte Besuchsempfehlung.

Vielen Dank für euer Interesse.

@blonde_lady

Bilder

für Restaurant Olga, Dresden
P1040228 - Restaurant Olga, Dresden
Außenansicht....nach dem ausgiebigen Gelage
von blonde_lady blonde_lady
P1040228 - Restaurant Olga, Dresden

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Kommentare

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  • duderally 28.01.2012 13:58
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • duderally 27.01.2012 14:37
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    sehr schön vorgestellt, das werde ich mir merken, bh folgt

  • miss_chocolate 06.01.2012 09:02
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Russisch essen war ich noch nie ;)

  • trixibelle 17.12.2011 13:45
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • yesup 06.12.2011 08:21
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich
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