Ciao - für Leute mit eigener Meinung
Neueste Erfahrungsberichte
|
Neue Fragen
|
Erfahrungsbericht schreiben
|
Produktvideos
|
Pro preisgünstige Gerichte, angenehmes Ambiente
Kontra Geschmack nicht immer überzeugend, Keine Kartenzahlung möglich
Angeregt durch unsere positiven Erfahrungen im Restaurant Palamyra und die Preise wollten wir auch mal eines der beiden anderen Restaurants, die auf der mitnehmbaren Speisekarte ausgewiesen sind und mit den selben Preisen und identischem Angebot aufwarten, ausprobieren.
Zwei Tage in Folge statteten wir daraufhin in unterschiedlicher Besetzung dem La Serra einen Besuch ab und waren uns – so viel will ich mal schon verraten - im nachhinein sicher, dass es mit dem Palamyra, mit dem man es recht gut vergleichen kann, nicht ganz mithalten kann.Das La Serra, das sich vor ein paar Jahren in den Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants „Treibhaus“ angesiedelt hat, hat sich nach dem überragenden Erfolg der Jubiläumspreise im Palamyra zusammen mit dem Bellissimo an dessen Niedrigpreispolitik angeschlossen und bietet diese seitdem ebenfalls auf Dauer an.
Zu den stark frequentierten Essenszeiten – Abends zwischen 19.00 und 21.00 Uhr und am Wochenende - und beim Einfallen mit einer größeren Meute empfiehlt es sich im voraus einen Tisch zu reservieren. Nur dann ist sichergestellt, dass man nicht mit hungrigem Magen wieder kehrt machen muss. Was passieren kann, wenn dann tatsächlich Gäste auf einen freien Tisch warten, werde ich im folgenden noch näher beschreiben.
Der Gastraum
Bei unserem zweiten Besuch wurde der linke Nebenraum gerade von einer Geburtstagsgesellschaft bevölkert. Kurzfristig wurde im ganzen Restaurant das Licht – einzig die Kerzen auf den Tischen blieben an - gelöscht und zwei Torten mit Wunderkerzen (oder so was ähnlichem) drauf aufgetragen. Wir fanden das Schauspiel recht imposant.
Im Sommer können diverse Plätze im restauranteigenen Vorgarten benutzt werden. Allerdings dürfte es hier aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf der Buschkrugallee nicht immer leise zu gehen und die Autoabgase könnten auch rüber ziehen.
Die Bedienung ist südeuropäischen oder arabischen Ursprungs. Extrawünsche sind kein Problem. Änderungen in der Zusammenstellung der Gerichte konnten ohne Murren unkompliziert vorgenommen werden. Die männlichen Mitarbeiter sind bemüht, freundlich zu sein. Dennoch gelingt ihnen das nicht immer. Mit dem Organisationstalent bzw. dem Gedächtnis ist es auch nicht soweit her. So erhielten wir an unserem ersten Besuchsabend plötzlich zwei Gläser Bier geliefert, obwohl wir noch gar nichts bestellt hatten. Koordinationsprobleme hatten zu einer Verwechslung des Tisches geführt. So was kann schon mal vorkommen und wir haben es zunächst nicht weiter gewürdigt. Auch konnte Kellner, der Bestellung aufgenommen hatte, weder Getränke noch Gerichte richtig zuordnen. Da die Getränkebestellung noch nicht lange her war, als serviert wurde, hätte ich zumindest hier eine korrekte Zuordnung erwarten, zumal wir nur zu zweit bzw. dritt waren. Am zweiten Besuchstag war es dann recht voll und wir hatten gerade gezahlt, da wurde den wartenden Gästen schon laut unser Tisch zugeordnet. Und das, obwohl wir noch nicht einmal ausgetrunken hatten. Klar muss bei den Preisen der Gewinn über den Umsatz erfolgen, dennoch kann es nicht sein, dass man hier regelrecht hinauskomplimentiert wird. Wer dies vermeiden will, muss wohl die Bezahlung soweit aufschieben, bis auch das letzte Glas gelehrt ist.
Die uns schon bekannte Speisekarte zeigt eine recht ordentliche Auswahl typischer südeuropäischer Gerichte italieneischer Ausprägung. Neben einer großen Anzahl am Hauptgerichten gibt es auch diverse Vorspeisen und mehrere Desserts. Das Angebot reicht von Nudelgerichten und verschiedenen Salaten bis zu Fleisch- und Fischgerichten unterschiedlicher Herkunft. Neben Fleischgerichten vom Rind, Schwein und Lamm stehen auch noch einige wenige Geflügelgerichte auf der Sonderkarte. Die recht große Auswahl an Fischgerichten reicht von der Seezunge über Calamari und Scampi bis zum Zander. Die Sonderkarte weist noch einmal 17 besonders empfohlene Gerichte aus. Eigentlich sollte bei dieser Auswahl jeder etwas passendes finden.
Die Preise der Hauptgerichte liegen zwischen 1,48 € und 6,48 €. Dies ist, wie ich finde, sehr günstig. Vorspeisen kosten zwischen 1,98 € und 3,48 €. So werden z.B. für 6 Weinbergschnecken 2,48 € aufgerufen. Die Preise der Nudelgerichte variieren zwischen 1,48 € und 2,48 €. Eine Lasagne schlägt mit 2,33 € zu Buche. Salate gibt es ab 1,45 € (Tomatensalat mit Zwiebeln). Pizzen liegen preislich zwischen 1,48 € und 3,48 €, wobei die teuerste Pizza eine Familienpizza bzw. eine Pizza „Scampi“ ist. Für 2,98 € erhält man schon ein paniertes Schweineschnitzel Wiener Art mit Pommes Frites, während man für das teuerste Fleischgericht, das Rinderfilet „La Serra“, gerade einmal 6,48 € auf den Tisch legen muss. Bei den Fischgerichten geht es bei den Calamari mit 3,48 € los. Eine Seezunge kostet 4,98 € und ein Zanderfilet 5,48 €. Für diesen Preis ist natürlich kein Salat dazu zu erwarten. Denn irgendetwas verdienen will das Restaurant an den Gästen ja auch. Wer einen Salat möchte, kann ihn sich ja extra bestellen. Getränke sind im Preis zwar nicht reduziert, sie sind aber dennoch noch recht preisgünstig. So kostet eine 0,2 l – Fassbrause oder eine Coca Cola 1,55 €. Ein Malzbier (0,33 l) wird für 1,80 € angeboten.
Als einziges der drei Restaurants wird hier auch Frühstück angeboten. So kostet ein Französisches Frühstück mit einem Croissant, Butter, Konfitüre und Früchten 1,45 €. Das teuerste Frühstück ist das Lachsfrühstück für 3,75 €. Hier ist neben Lachs, Toast, Butter, Sahnemeerrettich und Preiselbeeren sogar ein Glas Sekt im Preis enthalten. Eierspeisen sind zwischen 1,75 € (Omelett mit Käse und kleinem gemischten Salat) und 2,45 € (Omelett mit Schinken und Champignons) erhältlich. Die Getränkepreise sind morgens meist günstiger. So kostet eine Tasse Kaffee oder Tee 1,20 €, ein Kännchen 2,- €. Softdrinks sind für 1,20 €, Säfte für 1,30 € im Angebot.
Das Essen und der Geschmack
Die Qualität der verwendeten Zutaten scheint dennoch in Ordnung und wird durch den niedrigen Preis wohl nicht negativ beeinflusst. Hierbei dürften sich die umgesetzten Mengen sogar noch positiv auswirken und dem Restaurant auch noch Preisvorteile beim Einkauf sichern.
Die Wartezeit auf die warmen Gerichte hält sich in Grenzen und ist nicht allzu lang.Zum Frühstück kann ich leider keine Aussagen machen, da ich ein solches im La Serra bisher nicht eingenommen habe.
Die Toiletten befinden sich im Untergeschoss. Die Tür zum Treppenhaus, in dem sich auch der Zigarettenautomat befindet, geht vom rechten Nebenraum – gesehen vom Eingang – ab. Hierbei gelangt man über eine ausreichend breite und nicht zu steile Holztreppe recht einfach in den Keller. Die Einrichtung der Toiletten waren allerdings schon etwas älteren Jahrgangs, dennoch aber recht ordentlich und sauber. Zwar lag etwas Papier außerhalb des Papierkorbes, das kann ich aber nicht unbedingt einer mangelnden Kontrolle zuschreiben. Eine Behindertentoilette ist nicht vorhanden und wäre im Keller wohl auch ziemlich nutzlos.
Das Restaurant verfügt am Eingang über eine kleine Stufe. Somit ist es für gehbehinderte Mitbürger ohne größere Schwierigkeiten und ohne Anlegen einer Rampe möglich, die Räumlichkeiten mit ggf. kleinerer Hilfe zu betreten. Einen Aussichtplatz auf der Empore oder im Inneren würde ich dann aber nicht anraten. Hier bieten sich dann nur die direkt erreichbaren Fensterplätze an. Da die Toiletten sich im Untergeschoss befinden – ob behindertengerecht oder nicht tut da wohl nicht viel zur Sache, da kein Fahrstuhl existiert – ist eine große Blase oder ein Begleiter mit viel Muskelkraft erforderlich. Das Restaurant ist somit stark eingeschränkt behindertauglich. Da zum Zeitpunkt der Eröffnung als „Treibhaus“ eine Behindertentoilette noch nicht vorgeschrieben war, und diese bei der Übernahme vom Neuköllner Wirtschaftsamt wohl auch nicht nachgefordert wurde, werde ich das Fehlen nicht bei meiner Bewertung berücksichtigen.
Das Restaurant ist täglich von 8.00 bis 1.00 Uhr früh geöffnet. Während dieser Zeit gibt es vom 8.00 bis 11.30 Uhr Frühstück, anschließend bis zum Feierabend warme Küche.
Das La Serra befindet sich in Berlin-Britz, das verwaltungstechnisch zum Bezirk Neukölln gehört, direkt in der Buschkrugallee Ecke Jahnstraße. Es gibt keinen eigenen Parkplatz und die Parklücken in der näheren Umgebung können schon mal etwas knapper werden. Beide Male fanden wir jedoch ohne längeres Suchen eine solche in relativ geringer Entfernung (Jahnstraße bzw. Priesterweg) zum Restaurant. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Restaurant sehr gut zu erreichen. Schräg gegenüber befindet sich der südliche U-Bahn-Ausgang des Bahnhofs Grenzallee (U7). Vor der Tür hält die Buslinie 171 (U-Bhf. Grenzallee / Jahnstr.).
Einen Lieferservice gibt es nicht. Die Speisen können aber abgeholt werden. Wer telefonisch bestellt erspart sich dann das Warten. Die Preise sind dabei mit den Restaurantpreisen identisch. Karten zum Mitnehmen liegen im Restaurant aus.
Es wird nur Bargeld akzeptiert. Die Zahlung mit Karte ist nicht möglich.
Preislich ist das La Serra, wie auch die beiden anderen Restaurants mit identischer Speisekarte, ein Renner. Alle drei haben innerhalb von Berlin diesbezüglich wenig Konkurrenz zu befürchten. Auch die Qualität der Gerichte scheint im großen und ganzen in Ordnung. Dennoch gibt es im Geschmack leichte Defizite und das Personal hat sich bei beiden Besuchen auch nicht durchgehend von der besten Seite gezeigt.
Wir werden vorerst keine weiteren Versuche unternehmen, hier zu essen, und bleiben lieber beim Palamyra, das nicht nur mit dem selben Angebot mithalten kann, sondern gerade in den von mir kritisierten Punkten eindeutig die Nase vorn hat. Außerdem ist die Wartezeit auf das Essen geringfügig kürzer.Dennoch kann ich das La Serra aufgrund der Preise und der an sich angenehmen Atmosphäre noch empfehlen. Allerdings reicht es aufgrund der vorgenannten Gründe nur für drei Sterne.
Wer einen Besuch – insbesondere mit einer größeren Gruppe – plant, sollte sicherheitshalber eine telefonische Platzreservierung vornehmen.Wichtige InformationenAdresse und Kommunikation
Ristorante Steakhaus PizzeriaTel.: 030 / 685 30 70
Auch von diesem Restaurant existiert keine Internetpräsenz. Es gibt auch keine Möglichkeit über Email elektronisch zu kommunizieren.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.
Kommentar schreiben
tapio-maunzi 27.12.2008 23:37
Sowan 07.01.2008 11:55
tito_tiker 20.03.2005 16:57
dieFantafrau 26.01.2005 02:50
mozarteum 07.01.2005 23:04
hört sich interessant an! das ist vielleicht ein punkt für meinen nächsten berlin-besuch. gruss mzt