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ein kleines Stück Japan mitten in Frankfurt
Pro original japanisches Essen, große Auswahl, köstlich, freundliche Bedienungen, schönes Ambiente, im Iroha isst das Auge mit, super zusammengestellte Menüs
Kontra sehr teuer, teilweise spricht das Personal nicht gut deutsch
Hi liebe CIAO-Leser,
endlich hat CIAO meinen Produktvorschlag angenommen *freu* Wie in meinem Bericht über meine liebsten japanischen Gerichte angekündigt, schreibe ich heute über das (meiner Meinung nach) beste japanische Restaurant das ich in Deutschland bisher testen konnte - das IROHA im Frankfurter Hof /Frankfurt Main.IROHA bedeutet auf japanisch "A B C"!
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!***LAGE UND ERSTER EINDRUCK***Das Iroha gehört zu den insgesamt vier Restaurants des Steigenberger Frankfurter Hofs. Dieses liegt im Herzen Frankfurts, ganz in der Nähe der Hauptwache und nicht weit von den bekannten Einkaufsstraßen entfernt. Vom Parkhaus "Hauptwache" ist es nur noch ein Katzensprung bis zur Bethmannstr. 35 - dort präsentiert sich das Iroha perfekt eingegliedert in der schönen imposanten Fassade des Frankfurter Hofs.
Ein großes "Schaufenster" gewährt einen ersten Einblick - man sieht kunstvoll arrangiertes japanisches Geschirr und Bilder vom Inneren des Restaurants, alles allgemein nüchtern und ohne viele Accessoires - eben typisch asiatisch.
Ein braunes Schild mit der Aufschrift "Japanisches Restaurant IROHA" und den passenden Schriftzeichen zeigt deutlich, mit welcher Küche es man hier zutun hat.
Naja, die erste Hürde wäre also genommen. Man geht die Treppen hinunter und gelangt in einen wunderschön japanisch-gestalteten Raum mit einem kleinen ZEN-Brunnen in der Mitte. Die Wände zieren asiatische Muster und Sushi-Abbildungen, alles ist sehr edel und mit viel Holz gestaltet.
Ein kleiner, dünner Gang führt einen geradewegs zum Empfang des Iroha. Hier präsentiert sich auch sofort die geballte japanische Freundlichkeit: Ein freundlich lächelnder Japaner im Anzug empfängt uns verbeugend und mit Begrüßungen in deutscher und japanischer Sprache ("Irasshaimase" , zu deutsch "Willkommen" wird einem im Laufe seines Weges zum Tisch von fast allen Bediensteten gesagt. So als kleine Japanisch-Kunde nebenbei).
Wir werden nach Namen und Reservierung gefragt, anderenfalls sagt man einfach, was man will. Wie in jedem anderen Lokal auch.
Eine freundliche Japanerin nimmt unsere Jacken entgegen und verstaut sie für uns. Von einer weiteren Japanerin werden wir zu unserem Tisch geführt! Da das Iroha aus mehreren Bereichen besteht, kommen wir auch an der hauseigenen Sushi-Bar, am Teppan-Yaki-Bereich und am Tatami-Raum vorbei - überall werden wir mit einem freundlichen "Guten Abend" und "Irasshaimase" und mit Verbeugungen begrüßt. So hofiert fängt der Abend doch gleich richtig toll an!
***DER AUFBAU DES RESTAURANTS***
Wir nehmen also an unserem Tisch Platz. Was am Iroha sehr angenehm ist, ist dass sich die Tische in einer Art Separé befinden. Sie sind so verwinkelt, dass man sich "abgegrenzt", aber trotzdem im Restaurant eingefügt fühlt; also keinesfalls abseits oder ähnliches.Das außergewöhnliche am Iroha ist, dass es nicht einfach ein "à-la-Carte"-Angebot gibt, sondern zudem eine eigene Sushi-Bar, ein Teppan-Yaki-Tisch und ein traditioneller Tatami-Raum.
Hier eine kurze Erklärung dazu:
-Teppan-Yaki: Hierbei handelt es sich um eine große heiße Platte, um die man herumsitzt. Der Koch brutzelt die Gerichte also vor den Augen der Gäste, gibt sie auf einen Teller und serviert sie direkt. Im Iroha gibt es zwei große Teppan-Yaki-Platten, an denen maximal 14 Personen Platz haben. Es gibt für besondere Anlässe oder Menschen, die es diskret mögen, auch zwei heiße Tische für maximal 4 Personen in einem seperaten Raum.
-Tatami-Raum: Tatami bedeutet Matte. Der Raum ist mit den traditionellen Tatami-Matten ausgelegt, ein niederer Tisch befindet sich in der Mitte umringt von wunderschönen japanischen Accessoires (Rollbildern etc.). Hier werden die Schuhe ausgezogen und der Gast sitzt direkt auf dem Boden. Im Iroha gibt es zwei dieser besonderen Räume. In einem davon ist der Boden unter dem Tisch in eine Vertiefung eingelassen, was Sitzkomfort bietet und für die westlichen Gewohnheiten anfangs sicher etwas bequemer ist.
Wir sitzen also an unserem Tisch und bekommen eine dicke Speisekarte gereicht. Wow, die Auswahl ist enorm! Eine weitere freundliche Japanerin nimmt unsere Getränkebestellung ("grünen Tee", was sonst?) auf. Als sie die dampfenden Tassen wenig später bringt, verbeugt sie sich und entschuldigt sich für die "Störung" (auf japanisch). Dies ist in Japan so üblich! Wer sowieso kein japanisch kann, braucht sich daran auch nicht zu stören. Jeder der einige Brocken versteht im Prinzip auch nicht, aber für den ein oder anderen ist es sicher interessant und zeigt etwas von der japanischen Kultur.
***DIE AUSWAHL DER SPEISEN***
Die Hauptspeisen teilen sich in Gegrilltes (z.B. in Sojasauce mariniertes Hühnerfilet), in Nudelsuppen und Topfgerichte (z.B. japanischer Feuertopf mit Meeresfrüchten, Tofu,...usw.).
Neben Sushi, Tempura und anderen bekannten KöstlichkeitenMein Freund und ich haben uns für das "Sushi-Tempura"-Menü entschieden, was so reichhaltig und abwechslungsreich war, dass wir es besser nicht hätten zusammenstellen können.
Angefangen hat das Menü mit einer Art Sprossensalat, danach ging es mit einer heiß dampfenden Miso-Suppe weiter. Nacheinander wurden rohe Fischhäppchen, in Sojasauce mariniertes Fischfilet, Chawanmushi (pikanter Eierstich), Tempura (in Tempuramehl gebackene Meeresfrüchte und Gemüse), eine große Sushi-Platte, Sashimi und zum Nachtisch Obst gereicht.
***GESCHMACK***
Das Fischfilet (der zweite Gang) war so zart, dass es auf der Zunge zergangen ist. Man hat die Frische richtig herausgeschmeckt!
Die Sojasauce wurde stets in einem Schälchen frisch gereicht und paste perfekt.
Die Misosuppe war auch sehr gut, ebenso wie das Chawanmushi und der zart marinierte Fisch. Mhhhhm :-) Die Sushi-Platte kam auf einem kleinen "Holztischchen" und die Vielfalt war wahnsinn - von Thunfisch über Oktopus bis zu Aal war alles dabei. Von der Frische und Qualität überzeugt das Iroha 100%! Dazu der leckere grüne Tee....herrlich.
Jeder einzelne Gang war eine "Offenbahrung" für den Fan der japanischen Küche.
Im hinteren Teil der Karte findet man eine große Auswahl an Getränken, darunter auch japanische Liköre und andere Spirituosen. Natürlich gibt es auch viele Weinsorten, Bier und Softdrinks.
Ich habe zum Abschluss Sake aus den traditionellen eckigen Holzschälchen getrunken! Auch heißer Sake ist sehr zu empfehlen und bietet einen krönenden Abschluss nach einem tollen Essen.
***DIE PREISE***
Auch ohne Menü sind die Preise recht gesalzen. Beschränkt man sich auf 4-5 kleinere Gerichte und trinkt dazu noch zwei Getränke, kommt man ungefähr auch auf 40-50 Euro.
Ich habe jetzt aber von in Frankfurt lebenden Japanern gehört, dass es im Iroha auch einen günstigen Mittagstisch geben soll. Dies werde ich selbst in den nächsten Tagen testen und meine Erfahrung diesem Bericht anfügen!Allein für den Service hat das Iroha 5 Sterne verdient! Wir wurden den ganzen Abend "umsorgt", die Bestellungen wurden rasch ausgeführt und die Bedienungen waren einfach nur superfreundlich. Wir haben uns sehr wohlgefühlt.
Toll war auch, als ein Gang des Menüs von einer Japanerin im Kimono serviert wurde! Japan-Flair pur. Es ist vielleicht noch zu erwähnen, dass es normal ist, dass die Bedienungen wechseln. Den Tee haben wir z.B. von bestimmt 3 unterschiedlichen Frauen bekommen! Einige davon konnten kaum deutsch und haben eigentlich nur japanisch gesprochen. Keine komplizierten Sätze oder gar Fragen, sondern die "Höflichkeitsformen" (wie oben erwähnt) bzw. "hai, dozo" für "bitteschön" (eher im Sinne von "here we are", "hier ist die Bestellung" oder ähnliches).
***ADRESSE UND ÖFFNUNGSZEITEN***
Telefon: 069/21994930
ÖFFNUNGSZEITEN:Ich empfehle auf jeden Fall zu reservieren!
***PARKMÖGLICHKEITEN***
Also ich bin absolut begeistert vom Iroha. Genuss, Service, Abwechslung und das alles in einem wunderschönen Ambiente.
Toll ist natürlich auch, dass man zwischen verschiedenen Arten des Essens wählen kann, z.B. kann man auch nur die Sushi-Bar besuchen. Alle im Iroha sind absolut freundlich und zuvorkommend und sehr sehr höflich. Das Essen ist nicht nur von der Qualität überzeugend, sondern auch kunstvoll arrangiert - getreu dem Motto "Das Auge isst mit".
Wer die japanischen kulinarischen Künste also einmal in heimischen Gebilden kennenlernen will und der keinen zu dünnen Geldbeutel hat, dem sei das Iroha ans Herz gelegt!
Ich vergebe 5 Sterne!
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten! Freue mich auf Feedback! Liebe Grüße....Sab
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DamarisAnklam 30.09.2010 13:02
Cybersyssy 16.03.2010 19:16
Narcottic 07.01.2008 22:29
Mangekyou 02.12.2007 17:16
Yosy 04.09.2005 18:52
Super Bericht und schön ausführlich. Da muss ich auch mal hin, allerdings mag ich kein Suhsi. Aber in der Dom. Rep gab es ein japanisches Spezialitätenrestaurant mit Show Cooking und das Essen war echt spitze, nur das Sushi habe ich wie gesagt weg gelassen. Die Preise schein recht hoch, aber ich gebe dir voll und ganz recht, manchmal muss man sich was gönnen. LG, Yosy