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Restaurant Iroha, Frankfurt am Main

Erfahrungsbericht

für Restaurant Iroha, Frankfurt am Main
5 Sterne ein kleines Stück Japan mitten in Frankfurt
68 von 68 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro original japanisches Essen, große Auswahl, köstlich, freundliche Bedienungen, schönes Ambiente, im Iroha isst das Auge mit, super zusammengestellte Menüs

Kontra sehr teuer, teilweise spricht das Personal nicht gut deutsch

Detailbewertung

Service

Der Autor

PlanetSab Seit 18 Mai 2003

Bin jetzt zwei Jahre im Ausland ------✈Nicht wundern, wenn es etwas ruhiger um mich wird... mehr

155 Mitglieder vertrauen mir

Hi liebe CIAO-Leser,

endlich hat CIAO meinen Produktvorschlag angenommen *freu* Wie in meinem Bericht über meine liebsten japanischen Gerichte angekündigt, schreibe ich heute über das (meiner Meinung nach) beste japanische Restaurant das ich in Deutschland bisher testen konnte - das IROHA im Frankfurter Hof /Frankfurt Main.

IROHA bedeutet auf japanisch "A B C"!

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!***LAGE UND ERSTER EINDRUCK***

Das Iroha gehört zu den insgesamt vier Restaurants des Steigenberger Frankfurter Hofs. Dieses liegt im Herzen Frankfurts, ganz in der Nähe der Hauptwache und nicht weit von den bekannten Einkaufsstraßen entfernt. Vom Parkhaus "Hauptwache" ist es nur noch ein Katzensprung bis zur Bethmannstr. 35 - dort präsentiert sich das Iroha perfekt eingegliedert in der schönen imposanten Fassade des Frankfurter Hofs.
Ein großes "Schaufenster" gewährt einen ersten Einblick - man sieht kunstvoll arrangiertes japanisches Geschirr und Bilder vom Inneren des Restaurants, alles allgemein nüchtern und ohne viele Accessoires - eben typisch asiatisch.
Ein braunes Schild mit der Aufschrift "Japanisches Restaurant IROHA" und den passenden Schriftzeichen zeigt deutlich, mit welcher Küche es man hier zutun hat.

Geht man durch die Tür erwartet einen nicht etwa Tische und Stühle, sondern erstmal eine Art "Labyrinth" - ein paar Treppen führen nach oben, ein paar andere nach unten. Welche nimmt man nun? Um eventuelle Verwechslungen zu vermeiden und zu verhindern, dass man fast in der Küche eines italienischen Restaurants landet, verrate ich Euch den richtigen Weg: die Treppen die nach unten führen sind die zum Iroha!
Gekennzeichnet wird dies jediglich durch einen kleinen Lampenschirm mit asiatischen Schriftzeichen, welcher eher wie Dekoration aussieht und nicht wie ein Wegweiser.

Naja, die erste Hürde wäre also genommen. Man geht die Treppen hinunter und gelangt in einen wunderschön japanisch-gestalteten Raum mit einem kleinen ZEN-Brunnen in der Mitte. Die Wände zieren asiatische Muster und Sushi-Abbildungen, alles ist sehr edel und mit viel Holz gestaltet.
Ein kleiner, dünner Gang führt einen geradewegs zum Empfang des Iroha. Hier präsentiert sich auch sofort die geballte japanische Freundlichkeit: Ein freundlich lächelnder Japaner im Anzug empfängt uns verbeugend und mit Begrüßungen in deutscher und japanischer Sprache ("Irasshaimase" , zu deutsch "Willkommen" wird einem im Laufe seines Weges zum Tisch von fast allen Bediensteten gesagt. So als kleine Japanisch-Kunde nebenbei).
Wir werden nach Namen und Reservierung gefragt, anderenfalls sagt man einfach, was man will. Wie in jedem anderen Lokal auch.
Eine freundliche Japanerin nimmt unsere Jacken entgegen und verstaut sie für uns. Von einer weiteren Japanerin werden wir zu unserem Tisch geführt! Da das Iroha aus mehreren Bereichen besteht, kommen wir auch an der hauseigenen Sushi-Bar, am Teppan-Yaki-Bereich und am Tatami-Raum vorbei - überall werden wir mit einem freundlichen "Guten Abend" und "Irasshaimase" und mit Verbeugungen begrüßt. So hofiert fängt der Abend doch gleich richtig toll an!

***DER AUFBAU DES RESTAURANTS***

Wir nehmen also an unserem Tisch Platz. Was am Iroha sehr angenehm ist, ist dass sich die Tische in einer Art Separé befinden. Sie sind so verwinkelt, dass man sich "abgegrenzt", aber trotzdem im Restaurant eingefügt fühlt; also keinesfalls abseits oder ähnliches.

Das außergewöhnliche am Iroha ist, dass es nicht einfach ein "à-la-Carte"-Angebot gibt, sondern zudem eine eigene Sushi-Bar, ein Teppan-Yaki-Tisch und ein traditioneller Tatami-Raum.
Hier eine kurze Erklärung dazu:

-Sushi-Bar: Man sitzt an einer langen Theke mit Barhockern. Hinter der Theke hantieren die Sushi-Köche und zaubern allerhand Köstlichkeiten aus Fisch, Reis und Algen. Gegessen wird direkt dort; wie in einer "herkömmlichen" Sushi-Bar.

-Teppan-Yaki: Hierbei handelt es sich um eine große heiße Platte, um die man herumsitzt. Der Koch brutzelt die Gerichte also vor den Augen der Gäste, gibt sie auf einen Teller und serviert sie direkt. Im Iroha gibt es zwei große Teppan-Yaki-Platten, an denen maximal 14 Personen Platz haben. Es gibt für besondere Anlässe oder Menschen, die es diskret mögen, auch zwei heiße Tische für maximal 4 Personen in einem seperaten Raum.

-Tatami-Raum: Tatami bedeutet Matte. Der Raum ist mit den traditionellen Tatami-Matten ausgelegt, ein niederer Tisch befindet sich in der Mitte umringt von wunderschönen japanischen Accessoires (Rollbildern etc.). Hier werden die Schuhe ausgezogen und der Gast sitzt direkt auf dem Boden. Im Iroha gibt es zwei dieser besonderen Räume. In einem davon ist der Boden unter dem Tisch in eine Vertiefung eingelassen, was Sitzkomfort bietet und für die westlichen Gewohnheiten anfangs sicher etwas bequemer ist.
Da die Tatami-Matten sehr pflegeintensiv sind, kostet der Verzehr von Speisen in diesen Räumlichkeiten auch 10% mehr.
Möchte man im Tatami-Raum essen, sollte man vorher auf jeden Fall reservieren.


Wir sitzen also an unserem Tisch und bekommen eine dicke Speisekarte gereicht. Wow, die Auswahl ist enorm! Eine weitere freundliche Japanerin nimmt unsere Getränkebestellung ("grünen Tee", was sonst?) auf. Als sie die dampfenden Tassen wenig später bringt, verbeugt sie sich und entschuldigt sich für die "Störung" (auf japanisch). Dies ist in Japan so üblich! Wer sowieso kein japanisch kann, braucht sich daran auch nicht zu stören. Jeder der einige Brocken versteht im Prinzip auch nicht, aber für den ein oder anderen ist es sicher interessant und zeigt etwas von der japanischen Kultur.


***DIE AUSWAHL DER SPEISEN***

Die Karte ist sehr umfangreich. Es gibt allein 30 Vorspeisen und Nebengerichten, die man sich zusammenstellen kann, wenn man kein Menü ordern will. Ich bin sicher, dass hierbei für jeden Geschmack etwas dabeiist .

Die Hauptspeisen teilen sich in Gegrilltes (z.B. in Sojasauce mariniertes Hühnerfilet), in Nudelsuppen und Topfgerichte (z.B. japanischer Feuertopf mit Meeresfrüchten, Tofu,...usw.).

Neben Sushi, Tempura und anderen bekannten Köstlichkeiten
gibt es auch die Möglichkeit ein traditionelles Menü zu bestellen. Dies besteht aus ca. 8 Gängen und enthält je nach Geschmack die verschiedensten japanischen Köstlichkeiten.

Mein Freund und ich haben uns für das "Sushi-Tempura"-Menü entschieden, was so reichhaltig und abwechslungsreich war, dass wir es besser nicht hätten zusammenstellen können.
Angefangen hat das Menü mit einer Art Sprossensalat, danach ging es mit einer heiß dampfenden Miso-Suppe weiter. Nacheinander wurden rohe Fischhäppchen, in Sojasauce mariniertes Fischfilet, Chawanmushi (pikanter Eierstich), Tempura (in Tempuramehl gebackene Meeresfrüchte und Gemüse), eine große Sushi-Platte, Sashimi und zum Nachtisch Obst gereicht.


***GESCHMACK***

Unser Menü war einfach nur göttlich! Allein wie kunstvoll das Essen arrangiert wurde, in welch schönem traditionellen Geschirr es gereicht wurde, war ein Augenschmaus. Die Abstände in denen das Essen kam waren perfekt, ebenso die Reihenfolge.

Das Fischfilet (der zweite Gang) war so zart, dass es auf der Zunge zergangen ist. Man hat die Frische richtig herausgeschmeckt!
Die Sojasauce wurde stets in einem Schälchen frisch gereicht und paste perfekt.
Die Misosuppe war auch sehr gut, ebenso wie das Chawanmushi und der zart marinierte Fisch. Mhhhhm :-) Die Sushi-Platte kam auf einem kleinen "Holztischchen" und die Vielfalt war wahnsinn - von Thunfisch über Oktopus bis zu Aal war alles dabei. Von der Frische und Qualität überzeugt das Iroha 100%! Dazu der leckere grüne Tee....herrlich.
Jeder einzelne Gang war eine "Offenbahrung" für den Fan der japanischen Küche.

Das Tolle ist: man kann sich alles so zusammenstellen wie man möchte. Z.B. nur Tempura mit Miso-Suppe vorweg. Wer sich in das japanische Essen hineintesten will, dem kann ich ein Menü ans Herz legen, ebenso dem, der eine reichhaltige, abwechslungsreiche Mischung mag oder sich bei der Vielfalt nicht so recht entscheiden kann.

Im hinteren Teil der Karte findet man eine große Auswahl an Getränken, darunter auch japanische Liköre und andere Spirituosen. Natürlich gibt es auch viele Weinsorten, Bier und Softdrinks.
Ich habe zum Abschluss Sake aus den traditionellen eckigen Holzschälchen getrunken! Auch heißer Sake ist sehr zu empfehlen und bietet einen krönenden Abschluss nach einem tollen Essen.


***DIE PREISE***

Naja, dies ist wohl der unangenehme Teil dieses Genusses! Mein Freund und ich haben für zwei Sushi-Tempura-Menüs, insgesamt 6 Tassen grünen Tee und Sake auf traditionelle Art um die 150 Euro bezahlt....ganz schön happig! Hätte ich das Essen nicht zum Geburtstag geschenkt bekommen, hätte ich es mir dreimal überlegt, ob ich dort esse. Von der Qualität und vom Service stimmt es zwar absolut, aber ich als Schülerin kann nicht einfach mal 75 Euro für ein Essen bezahlen!
Wobei ich zugeben muss, dass ich mir mit dem Sake zusätzlich einen Luxus gegönnt habe, denn die feine Sorte des japanischen Reisschnaps inklusive traditionellem Trinkgefäß hat mich 13 Euro gekostet. Man gönnt sich ja sonst nichts...

Auch ohne Menü sind die Preise recht gesalzen. Beschränkt man sich auf 4-5 kleinere Gerichte und trinkt dazu noch zwei Getränke, kommt man ungefähr auch auf 40-50 Euro.

Ich habe jetzt aber von in Frankfurt lebenden Japanern gehört, dass es im Iroha auch einen günstigen Mittagstisch geben soll. Dies werde ich selbst in den nächsten Tagen testen und meine Erfahrung diesem Bericht anfügen!
***SERVICE***

Allein für den Service hat das Iroha 5 Sterne verdient! Wir wurden den ganzen Abend "umsorgt", die Bestellungen wurden rasch ausgeführt und die Bedienungen waren einfach nur superfreundlich. Wir haben uns sehr wohlgefühlt.
Toll war auch, als ein Gang des Menüs von einer Japanerin im Kimono serviert wurde! Japan-Flair pur. Es ist vielleicht noch zu erwähnen, dass es normal ist, dass die Bedienungen wechseln. Den Tee haben wir z.B. von bestimmt 3 unterschiedlichen Frauen bekommen! Einige davon konnten kaum deutsch und haben eigentlich nur japanisch gesprochen. Keine komplizierten Sätze oder gar Fragen, sondern die "Höflichkeitsformen" (wie oben erwähnt) bzw. "hai, dozo" für "bitteschön" (eher im Sinne von "here we are", "hier ist die Bestellung" oder ähnliches).


***ADRESSE UND ÖFFNUNGSZEITEN***

Restaurant IROHA
Bethmannstr. 35
60311 Frankfurt/Main

Telefon: 069/21994930

ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag - Samstag: 12-15 Uhr; 18:30-23 Uhr
Sonntag: 18:30 Uhr - 22:30 Uhr

Ich empfehle auf jeden Fall zu reservieren!


***PARKMÖGLICHKEITEN***

Es gibt einige Parkmöglichkeiten direkt vor der Tür! Da das Iroha allerdings zu einem gesamten Hotelkomplex gehört, würde ich mich nicht darauf verlassen, dass dort etwas frei ist.
Gute Parkmöglichkeiten bietet das nahegelegene Parkhaus "Hauptwache". Etwas günstiger ist das Parkhaus an der Alten Oper (1,50 Euro für jede Stunde). Leider ist dies etwas weiter entfernt, aber ich persönlich laufe gerne durch Frankfurt und schau mir die Schaufenster an. Ein Fussweg von ca. 10-15 Minuten ist aber meiner Meinung nach auch zu verkraften!
***FAZIT***

Also ich bin absolut begeistert vom Iroha. Genuss, Service, Abwechslung und das alles in einem wunderschönen Ambiente.
Toll ist natürlich auch, dass man zwischen verschiedenen Arten des Essens wählen kann, z.B. kann man auch nur die Sushi-Bar besuchen. Alle im Iroha sind absolut freundlich und zuvorkommend und sehr sehr höflich. Das Essen ist nicht nur von der Qualität überzeugend, sondern auch kunstvoll arrangiert - getreu dem Motto "Das Auge isst mit".

Lediglich die Preise machen das Iroha zu einem Restaurant, dass ich zumindest nur zu besonderen Anlässen besuchen kann, da es einfach sehr teuer ist. Umso gespannter bin ich auf den Mittagstisch!

Wer die japanischen kulinarischen Künste also einmal in heimischen Gebilden kennenlernen will und der keinen zu dünnen Geldbeutel hat, dem sei das Iroha ans Herz gelegt!

Ich vergebe 5 Sterne!


Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten! Freue mich auf Feedback! Liebe Grüße....Sab

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Kommentare

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  • DamarisAnklam 30.09.2010 13:02
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Cybersyssy 16.03.2010 19:16
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Narcottic 07.01.2008 22:29
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Mangekyou 02.12.2007 17:16
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Yosy 04.09.2005 18:52
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Super Bericht und schön ausführlich. Da muss ich auch mal hin, allerdings mag ich kein Suhsi. Aber in der Dom. Rep gab es ein japanisches Spezialitätenrestaurant mit Show Cooking und das Essen war echt spitze, nur das Sushi habe ich wie gesagt weg gelassen. Die Preise schein recht hoch, aber ich gebe dir voll und ganz recht, manchmal muss man sich was gönnen. LG, Yosy

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