Ciao - für Leute mit eigener Meinung
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Pro absolut leckeres Essen, toller Sevice, tolles Ambiente
Kontra Portionen könnten ein wenig größer sein
Detailbewertung
| Service | |
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| Qualität: | |
| Atmosphäre: | |
| Angebotsumfang: | |
| Preisklasse: | |
| Häufigkeit des Besuches: | |
| Küche: | international |
Wenn einer eine Reise tut, dann hat er nicht nur viel zu erzählen, sondern er muss auch essen und trinken. Denn essen und trinken hält Laib und Seele zusammen, sorgt dafür, das man sich wohl fühlt und das ist das wichtigste im Leben.
Mein Schatz ist dran maßgeblich schuld, das wir besagtes Restaurant besucht haben, bekam ich doch zum Geburtstag einen Gutschein von MyDays über ein Erlebnis, das ich mir selber raussuchen durfte. Und da ich gerne mit ihr verreise, habe ich den umgetauscht in ein Candlelight Dinner im++Restaurant Guy++
mitten in Berlin.Warum Berlin? Nun, wir hatten einen Hotelgutschein für 2 Übernachtungen mit Frühstück in einem Hotel in Berlin für sagenhafte 71 Euro ersteigert. Und das an genau diesem Wochenende, wo wir das einlösen wollten, auch noch Paul McCartney in Berlin in der O2-Arena auftreten wollte, traf dann den Nagel auf den Kopf.
Wir wollten Berlin in der Vorweihnachtszeit mal erkunden, was es so an Weihnachtsmärkten gibt. So buchte ich für den Freitag Abend einen Tisch im Guy, was problemlos möglich war. Zuerst war der Tisch für den Donnerstag gebucht, aber durch das Konzert musste ich den Termin verschieben... das ging schnell, einfach und unkompliziert.Berlin in der Vorweihnachtszeit ist einfach umwerfend klasse - bis auf die exorbitanten Parkhauspreise für das Einstellen des Autos... *grummel*... mit Taxi und Parkhausgebühren schleuderten wir fast 100 Euro in den Rachen der Stadtväter und das Steigern des Bruttosozialproduktes der Stadt Berlin. Aba egal... über Geld redet man nicht... hat man es??
++Anreise und Ankommen++Am besten reist man mit dem Taxi an... denn die Weine im Guy sind einfach nur lecker... zu lecker, um sie zurück zu weisen. Soviel ist sicher. Also kamen wir mit dem Taxi (einem sehr netten Fahrer, der uns viel über Berlin erzählen konnte - die Fahrt von Neu-Köln bis zum Guy war lang genug) am Gendarmenmarkt an.
Dort ist übrigens ein wunderschöner Weihnachtsmarkt, der unheimlich schöne Stände hat, die nicht nur Glühwein und Pommes im Sortiment haben. Wir haben uns in den Markt echt verliebt... so schön war der. Auch nach dem Besuch vom Guy waren wir dort und besuchten die Bude vom Guy dort... mit dem Kellner haben wir uns echt gut unterhalten, der war sowas von nett - und geschäftstüchtig *lach*... uns hat es gefallen und der Glühwein vom Guy war einfach umwerfend lecker.++Nun aber zurück ins Guy++
Hartmut Guy ist der Namenspatron des Restaurants. Was - der Name sagt Euch nix... der Herr Guy ist Schauspieler und Genussmensch. Da habe ich ja mindestens eine Eigenschaft mit ihm gemein *lach*... aber ich kann auch schauspielern, wenn ich will... seit 10 Jahren gibt es das Guy und verwöhnt seine Gäste. Um ihn hat er sehr fähige Menschen geschart, die ihn in seinem Bestreben unterstützt, die Gäste perfekt zu bewirten. Schaut einfach mal auf die Homepage, dann versteht Ihr, was ich meine.Ach ja,..... www.guy-restaurant.de
RestaurantTel.: 030 - 20 94 26 00
Fax: 030 - 20 94 26 10
Durch einen Gang kommt man in einen Innenhof, der schon heimelig ist. Man fühlt sich wohl... auch die Raucher, die dort stehen müssen, denn im Innern ist das Teeren der Lungen verboten *gg*.... Durch die Türe und schon steht man an der Gardarobe, wo man sofort von einem netten Mitarbeiter empfangen wird. Ich sagte, das ich einen Tisch reserviert hatte und bevor wir zum Tisch geleitet wurden, konnten wir unsere Jacken abgeben. Sie wurden in die Gardarobe gehängt und wir bekamen keine Gardarobenmarke *lach*... Nun wurden wir zu unserem Tisch geführt, ein Zweiertisch, der edel eingedeckt war. Kerzen, Leinenservietten, die zur Lilie gefaltet waren, Gläser für Wein und Wasser und Besteck.
Das Guy hat 2 Etagen, die für die Gäste da sind. Im Erdgeschoss und auf einer halben Ebene sind Tische im sehr übersichtlichen Restaurant. Alles ist weihnachtlich geschmückt, ein riesiger Kronleuchter dominiert den Raum. An dem hängt auch ein weihnachtliches Gesteck. Alles ist edel und gediegen, schöne Farbtöne an den Wänden und leise Musikuntermalung stimmen froh und neugierig auf die Leckereien, die uns erwarten. Wir sitzen an einem Tisch am Geländer, der uns einen Überblick über das ganze Restaurant zulässt. Neben uns ein Tresen, der Aperitive, Weine und Co beherbergt. Hier wurden auch unsere Aperitive und die Weine geholt, die wir dann genießen konnten.... Die meisten Tische sind schon belegt. Rotwein wird aus einer Dekantierkanne eingeschenkt, die aufmerksamen Mitarbeiter des Guy sind überall zur Stelle um nachzuschenken, das Essen zu servieren oder auch mit den Gästen einen kurzen Plausch zu halten. Uns gefällt der erste Eindruck sehr gut.... und weiter geht es...Über eine Treppe kommt man eine Etage tiefer. Dort ist eine Tafel für eine Feier gedeckt... Auch hier gibt es einen Tresen - und der Kaffee... aber dazu später mehr.
Im Kellergeschoß ist auch das WC für die Mädels und Jungen. Die Türe zum Herren WC quietscht zwar zum Gotterbarmen, aber das ist egal. Nur das Waschbecken sollte schon mal ein wenig fester im Boden stehen. Das schaut zwar echt klasse aus, aber es wackelt wie der Schwanz einer Kuh...
Als Aperitiv bestellten wir einen Sekt (Sonja) und ich einen Campari pur, ohne nix.... Leider gab es an diesem Abend keinen Campari also orderte ich einen Portwein. Beides kam und schmeckte sehr gut. Ich finde es nur komisch, das man einen Standardaperitiv nicht auf Lager hat... na ja... davon geht die Welt nicht unter...
Nun bekamen wir die Speisekarte, aus der wir uns aus folgenden Menüs 3 Gänge aussuchen durften:Dem normalen 5-Gängemenü mit Fleisch und dem vegetarischen Menü.
Nun schauten wir und kamen zu folgenden Schluss:Sonjas Wahl:
Thunfisch, Erbsen und Pfefferminze (13 Euro)Kaninchenkeulen mit Schwarzwurzeln, Dörrpflaumen und Zimt (29 Euro)
Eingelegte Zwetschgen mit Schokoschaum und Mirabellenpfeffersorbet (11 Euro)Harrys Wahl:
Ruccula- und Apfelterrine mit Roquefortkäse (12 Euro)Ochsenbacke, Kalbsbries, Steckrübe, Boskop und Morcheln (29 Euro)
und das gleiche Dessert wie Sonja *schleck*Dazu gab es jeweils den korrospendierenden Wein zum Essen.
Doch bevor es soweit war, kam ein Gruß aus der Küche, der auf einem länglichen, schmalen weißen Teller serviert wurde. Es gab einen lauwarmen Buritto mit Gurke gefüllt, dazu Feldsalat. Ich kann Euch sagen, das war sowas von lecker, daran hätte ich mich satt essen können. Schon alleine wie es angerichtet war... ein Augenschmaus.++Die Vorspeisen++
Nun wurde Weißwein gereicht. Wir bekamen den gleichen Wein, obwohl wir verschiedene Vorspeisen hatten... Sonja Fisch und ich die vegetarische Fraktion. Doch der Wein war wunderbar spritzig und schmeckte sehr lecker zu den Vorspeisen.Sonjas Thunfisch waren eigentlich 3 Varianten vom Thun... ein kleines Stück war glasig gebraten, dann gab es Thunfischtatar mit Erbsen und eine Variante mit Minze. Mein Engel sprang da schon über ihren Schatten, denn im Tatar waren Zwiebeln drin. Die waren roh *ein absolutes No Go normalerweise für sie*... aber sie hat es gegessen. Der Fisch schmeckte gut, wie sie mir sagte.
Meine Vorspeise war ebenfalls sehr lecker. Ich bekam 2 rechteckige Stücke der Terrine. Diese war zweischichtig, unten der tiefgrüne Ruccola und oben drüber eine dünne helle Schicht, das war der Apfel. Um die Stücke war eine cremige Soße gelegt, dazwischen lagen Apfelspalten, die gedünstet waren und darauf ein paar Brocken köstlichen Roquefort...++Der Hauptgang++
Weg mit den Weißweingläsern. Nun wurden große Geschosse aufgefahren, denn zum Hauptgang gab es einen Roten. Der kam zwar nicht aus der Dekantierkanne wie zwei Tische weiter, aber auch der Rote hatte einen kräftigen Geschmack und passte sehr gut zu den beiden Hauptgängen.Sonja bekam 3 echt große Stücke von der Kaninchenkeule, dazu ein paar Stifte Schwarzwurzeln, Dörrpflaumen und Soße. Den Zimt konnte man nicht sehen. Das war auch gut so... denn zuviel Zimt ist dann doch nicht der Hit. Das Fleisch fiel schon beim Ansehen auseinander und alles schmeckte Sonja sehr gut... Leider habe ich keine Bilder machen können... aber wer packt schon in so einem Lokal die Kamera aus und fotografiert sein Essen *sfg*... nicht mal ein Restaurantkritiker macht das...
Ich bekam ja die Ochsenbäckchen und Kalbsbries auf Steckrüben.Von der Optik her einfach nur genial. Angerichtet als exaktes Rechteck lagen auf einem kleinen Soßenspiegel und 4 länglichen Stangen der Steckrübe die Ochsenbäckchen, darauf das knusprig gebratene Kalbsbries, jeweils in mundgerechte Stücke geschnitten. Daneben lagen 3 winzige Morcheln, das war es. Das Rechteck war so ca. 8 x 4 cm groß und etwa 4 cm hoch... nun ja, satt wird man davon nicht :-( aber es schmeckte herrlich... Ich frage mich, wie man Ochsenbäckchen soooo weich bekommt. Ich war hin und weg... einfach lecker. Auch das Kalbsbries war wunderbar auf den Punkt gegart und die Steckrüben schmeckten würzig und hatten den richtigen Biss. Ich hatte noch nie Steckrüben gegessen, das kennt man bei uns nicht, bei Sonja jedoch kann man sie in jedem Lebensmittelmarkt kaufen...Ich bekam zur leiblichen Rettung noch ein Stück von Sonjas Kaninchen, was wirklich auch ausgezeichnet schmeckte. Das Fleisch war so weich, man brauchte keine Zähne zum kauen... wie das funktioniert, ist mir ein Rätsel. Auch die Frage an die Bedienung brachte keine Erleuchtung, sie sagte nur, die hätten Geräte in der Küche, davon würde eine Hausfrau nur träumen *grinz*...
++Dessert++Da wir ja beide das Gleiche bestellt hatten, bekamen wir auch dieses Mal den gleichen Wein... einen weißen. Es war eine Auslese, der soooo genial schmeckte... himmlisch mineralisch und süß, schwer und wuchtig... genau richtig zu einem leckeren Dessert.
Das kam und wir staunten. Unten lagen die Pflaumen im Rund. Dazwischen eine Form aus Zucker, hauchdünn in Form gebracht. Darin lag der Schokoschaum. Darüber eine Halbkreisform aus weißer Schokolade, auf der wiederum das Sorbet lag.... Eine Augenweide und nicht nur das... es war ein Gedicht, was da auf unseren Tellern lag. Himmlisch und mehr als eine Sünde wert, glaubt mir.++After Essen++
Nun fehlte nur noch der Kaffee... wir warteten ein paar Minuten und bestellten dann einen Cappucino und einen Latte Maciato. Beides kam schnell und heiß an den Tisch. Beide schmeckten hervorragend. Dazu bekamen wir eine Auswahl verschiedener Zuckersorten, aber leider kein Gebäckstück oder eine Praline. Das wird schon in der Regel zum Kaffee gereicht... aber hier leider nicht...++Service++
im Guy gibt es sehr viele gute Geister, die den Gästen schnell und freundlich das Gewünschte bringen. Auch zu einem kleinen Plausch bleibt immer die Zeit, auch wir unterhielten uns mit der netten Dame, die uns bediente. Hier sind 5 Sterne auf jeden Fall angebracht, die ich auch sehr gerne gebe. Als wir gingen, holte man unsere Mäntel von der Gardarobe, und Sonja wurde sogar in die Jacke geholfen. Das nennt man Service.++Fazit++
Ja das Guy ist schon was besonderes. Wenn man schon 16 von 20 Punkten hat... Der Service ist ausgezeichnet, das Essen ebenso. Klar sind die Portionen nicht so groß wie in einer fränkischen Landwirtschaft, aber das kann man nicht vergleichen. Ich denke, wenn ich alle 5 Gänge des Menüs bekommen hätte, wäre auch ich pappsatt geworden.'Die Qualität des Essens ist tadellos und die Ideen sind echt genial. Das macht auch mal Spaß, das sollte sich auch mal die McDonalds Generation gönnen *lach*... da merkt man mal, das es auch andes geht als wabbeliche Brötchen und Pseudofleisch...
Klar hat der Service und die Qualität der Speisen seinen Preis. Wir zahlten mit dem MyDays Gutschein 120 Euro. Das mag teuer erscheinen, ist es auch. *grinz*... nein, mal im Ernst... so ein Essen bekommt man nicht alle Tage und die Getränke waren ja auch dabei. Deshalb ist es auch angemessen. Wobei - das 5 - Gangmenü wäre für 59,90 Euro zu haben, ebenfalls mit den Weinen zu den Gängen. Aber dann ohne Aperitiv und ohne Kaffee.... Somit kann jeder selber entscheiden, ob er einen Gutschein von MyDays verschenken will, oder doch so ins Guy schlendert, um den Magen nicht zu stark zu belasten.Wir jedenfalls waren restlos zufrieden. Hier hat alles gepasst, der Service und das Essen. Nach dem Besuch vom Restaurant waren wir dann noch auf dem Gendarmenmarkt auf dem Weihnachtsmarkt und besuchten dort den Stand vom Guy. Ich trank den absolut leckeren Glühwein mit Zimtlikör, der himmlisch schmeckte. Dabei kamen wir mit dem netten Kellner ins Gespräch, der uns einiges über das Guy erzählte, was das ganze noch sympatischer machte.
Deshalb ist mir dieser Abend - das Guy und der Weihnachtsmarkt mit dem Stand vom Guy - auch die volle Wertung wert und ich vergebe mit leichten Herzen 5 Sterne von den fünf möglichen und eine klare Besuchsempfehlung.Danke nun für die Bewertungen und Kommentare, es grüßt Euch Euer harry
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yesup 21.04.2011 22:53
IlkaSehnert 19.02.2010 10:10
Habe mit gespeist !!!! Lecker, wer braucht da noch Fotos...lach...Hätte übrigens passieren können, das Ihr mich auf der Gendarmenmarktbühne habt rumspringen sehen...
LoloMay 13.02.2010 12:58
*sehr neidisch is* die Zwetschgen mit Schokoladenschaum... uaaah.
heike79 26.01.2010 14:11
Wolle0509 02.01.2010 08:22