Ciao - für Leute mit eigener Meinung
Neueste Erfahrungsberichte
|
Neue Fragen
|
Erfahrungsbericht schreiben
|
Produktvideos
|
Pro s.Bericht
Kontra s.Bericht
Detailbewertung
| Erreichbarkeit: | |
|---|---|
| Übersichtlichkeit | |
| Dienstleistungsangebot (Banken, Geschäfte etc.): | |
| Abfertigungszeit und Pünktlichkeit: | |
| Atmosphäre | |
| Flughafensteuer: |
Die Region Kansai umfasst die Großstädte Kyoto, Osaka und Kobe sowie einige kleinere Städte wie Wakayama oder Nara. Touristisch ist die Region durch Kyoto sehr bedeutend. Kyoto ist nach Tokyo nach wie vor die meistbesuchte japanische Stadt. Osaka ist ein bedeutendes Handelszentrum und Kobe hat den bedeutendsten Hafen Japans. Kulinarisch sind alle Städte einen Besuch wert.
Ich kann in diesem Bericht aber nur zu Kyoto und Nara hilfreich sein. Allerdings habe ich eine sehr gute Freundin in Kobe - die auch immer hilfsbereit ist. Wer also Kobe besucht kann sich gerne bei mir melden und ich gebe die email Adresse dann weiter.Innerhalb Japans ist die Gegend für ihren Humor bekannt. Die Bewohner der Region Kansai gelten als die witzigsten JapanerInnen. Insofern als alle mir bekannten Japaner aus Kobe bzw. Kyoto sehr amüsante Menschen sind kann ich dies auch bestätigen.
Ich möchte hier einen idealen Besuchsablauf in Kyoto darstellen und damit die Stadt vorstellen. Es gibt hier auf ciao auch noch andere sehr gute Berichte zu Kyoto (von mir gibts dort keinen - aber ihr lest ja hier :-)Wer Zeit hat sollte sich auch Nara ansehen oder Kobe. Osaka ist wohl mehr was für Business Leute. In Japan sagt man Osaka eine kulinarische Sonderstellung zu. Da ist aber auch Kyoto schon eine Reise wert.
Er ist auch definitiv ein Meisterwerk.
Die Gleise sind übereinander angeordnet. Die U-Bahn ist unter der Erde, die Züge darüber.
Die gläserne geodätische Hallendachkonstruktion ahmt das Dach eines Bambuswaldes nach, die schweren Säulen sehen aus wie die Dachkonstruktion von Tempelhallen, welche ihrerseits Pinien-Proportionen nachahmen. Eine kleine Lounge und ein Kiosk erinnern in ihrer Form an Lotos-Früchte, die aus dem Wasser ragen.
Die keilförmigen Gebäude sind mit einer großen Freitreppe abgedeckt, die Rolltreppen aus blankem Edelstahl reflektieren das Licht und bilden in der Mittagssonne den Aspekt eines Wasserfalls, der sich von den Hügeln in den Teich ergießt.
Klingt gut? Ist auch sehr ansprechend.
Ein großer Vorteil des Bahnhofs ist dass sich auch nicht-schriftkundige (sprich Menschen die nicht die chinesischen Schriftzeichen der Japaner lesen können, zu dieser Gruppe gehöre auch ich) sich ohne Probleme zurechtfinden.
Dies ist bei einem solch riesigen Gebäude - vor allem aber auch in Japan, wo ich mich auch schon verirrt habe - sehr lobenswert.
Der Orginal Kinkaku-ji wurde 1397 vom Shogun Yoshimitsu (1358-1408) errichtet. 1950 fiel er einem Brandanschlag durch einen geistesgestörten buddhistischen Priester zum Opfer und erst 1955 wieder aufgebaut. Nebenbei erwähnt gibt es darüber sogar einen Bestseller von Yukio Mishima (Titel: Der goldene Pavillon)
Der Shogun feierte hier Feste und empfing den Kaiser.
Nach seinem Tod wurde die Anlage zu einem Zen-Tempel umgewandelt. Die Bezeichnung Goldener Tempel ist insofern nicht falsch.
Seit 1994 gehört der Kinkaku-ji zum Weltkulturerbe.
Der Teich/See vor dem Kinkaku-ji trägt den Namen kyoko/Spiegelsee und soll die Pracht mit seinem Spiegelbild verdoppeln. Wie schon erwähnt finde ich dass dies durchaus gelang.
Die den Teich/See umfassende Gartenanlage finde ich hingegen weniger spektakulär. Das Teehaus auf der anderen Seite des Sees mit dem klingenden Namen "Haus, von dem aus der Blick auf den Kinkaku-ji im Abendlicht besonders schön ist" bietet meiner Ansicht nach nicht wirklich den besten Ausblick auf den Kinkaku-ji, der übrigens nicht betreten werden darf. Schade.1.3.
Ebenfalls im Norden Kyotos ist der Ryon-ji
ein lohnenswerter Zen Garten. Der touristisch bekannteste aller Zen Gärten kennt in Japan jedes Kind.
Der 500 Jahre alte Garten, dessen Erbauer aus der Muromachi-Periode (1333 bis 1573) unbekannt ist, wurde 1994 von der Unesco in die Liste der Weltkulturerbe der Menschheit aufgenommen.
Täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr ,
außer von Dezember bis Februar dann 8.30-16.30 Uhr
Am besten gleich am frühen Morgen - um dem Besucherandrang
aus dem Weg zu gehen.
Eintritt 400 Yen,
Anfahrt mit der S-Bahn-Linie Keifuku Kitano bis Ryoan-ji
Wer etwas Zeit hat -
ein sehr guter link mit Video des Gartens ist
http://www.lichtensteiger.de/ryoanji.html
Damit dürfte der erste Tag genügend Attraktionen haben. Für den Abend bietet Kyoto eigentlich alles was man sich vorstellen kann - neben den zu erwartenden japanischen Attraktionen (Sushi-Lokale, Karaoke ;-) gibt es vom besten Salsa Club bis zur Inn-Disco alles, wenn auch nicht in der Anzahl wie in Tokio.
Eine Option für den Abend ist mein Lieblingsviertel in Kyoto - Pontocho- dieses Viertel ist eines der fünf hanamachi (Blumenviertel) Kyotos, die anderen sind Miyagawa-cho, Gion Kobu, Gion Higashi und Kamishichiken. Pontocho war früher ein Rotlichtviertel - ist es heute aber nicht mehr.
Das Pontocho Viertel ist mehr als nur ein gewöhnliches Stadtviertel, es ist ein kulinarisches Paradies.
Erreichbarkeit:
Pontocho ist nicht schwierig zu erreichen, es liegt im Herzen Kyotos.
Die naheste Busstation ist Shijo Kawaramachi an der 10 Buslinien (u.a. 17 und 205 von Kyoto Hauptbahnhof) anhalten.
Die naheste Zugstation ist Kawaramachi.
Eintritt gibt es selbstverständlich keinen.
Pontocho ist eine von Kyotos traditionellen Ausgehvierteln in der man mit Glück auch eine Geisha sehen kann. Uns war dieser Zufall sogar mehrmals gegeben. Eine Geisha zu mieten wäre freilich zu teuer gewesen. An der Stelle auch eine wichtige Klärung - Geishas sind keine Prostituierte und waren es auch nie. Sie bieten Unterhaltung bei Musik, Tanz und Gesprächen über diverse Themen.
Sie sind sehr gebildet und jahrelang ausgebildet.
Das unsägliche Buch Die Geisha hat die Wahrheit extrem verzerrt, woraufhin er ja auch von der Geisha verklagt wurde.
Beeindruckend ist schon die Anzahl von Restaurants und Teehäusern. Es gibt für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack etwas. Finanziell kann man in einem Yakitori Laden sehr günstig durchkommen oder in einem Nobelrestaurant an einem Abend komplett pleite gehen. Dazu gibt es noch Restaurants die nur für eine geschlossene Gesellschaft, spezielle vom Restaurant ausgewählte Kunden öffnen.
Es gibt Restaurants mit Terrasse zum Fluss, diese sind von der Atmosphäre besonders eindrücklich.
Zudem gibt es ein Theater.
Als wir dort waren gab es ein Stadtfest am Fluss welches jedes Jahr stattfindet. Die Zeit im August ist daher besonders empfehlenswert. Bei diesem Stadtfest waren diverse Aktionen gratis, man konnte in einen japanischen Polizeiwagen sitzen und sich "abführen lassen", einen Kaligraphie-Schnellkurs besuchen (ich lernte meinen Namen zu schreiben), Origami, ein japanischer Pensionist referierte anhand von Aquarien über Garnelen (für mich besonders interessant :-), diverse Musikgruppen sangen, es war wirklich sehr vergnüglich.
Aber auch an anderen Tagen ist am Fluss sehr viel los, vor allem ist er ein Treffpunkt für verliebte Japaner.
Ich denke man sollte dieses Viertel unbedingt besuchen und zumindestens einmal hier gegessen haben. Falls man im August in Japan ist sollte man das Stadtfest besuchen.
2. TagDer Daisen-in ist ein Subtempel des Daitoku-ji. Daitoku-ji ist der Haupttempel der Rinzai Zen Buddhisten. Die Rinzai sind heute die zweitgrößte der drei Zen-Schulen in Japan. Der Daitoku-ji ist einer der besten Tempel um den Zen Buddhismus kennenzulernen. Daitoku-ji wird von 22 Sub-Tempeln umrahmt, dadurch ergibt sich ein ganzes Tempel-Dorf. Der Daisen-in ist einer dieser Subtempel - bekannt durch seine 4 Steingärten.
Von der Kyoto Station mit der Karasuma U-Bahn Linie zur Kitaoji Station, von dort ist der Tempel-Komplex mit einer weiteren 5 Minuten Bus oder Taxifahrt oder 15 Minuten zu Fuss entfernt
Daisen-in:Garten, eigene Meinung
Wie ich schon beim anderen Garten erwähnte ist die Bezeichnung
Garten für Europäer schon kaum zu verstehen. Die Gärten bestehen im Wesentlichen lediglich aus einer Kiesfläche und darin zueinander arrangierten Felsen.
Der Zen Garten ist von seinem Sinn her als Ort der Harmonie, der Ruhe, Gelassenheit und des inneren Friedens gedacht.
Der Daisen-in ist umgeben von 4 Steingärten.
Je nach Zeitplan empfehle ich auch die umgebenden Tempel und Gärten!
2.2. sowie den NinnajiDer Tempel Ninnaji wurde im Jahre 888 (die Orginalgebäude sind allerdings nicht erhalten geblieben, sondern Nachbauten zumeist aus dem 16. Jahrhundert) gegründet ist UNESCO Weltkulturerbe sowie nationales Kulturgut Japans.
Die Tempelanlage ist die Hauptstätte der Omuro Schule der Shingon Buddhisten in Japan.
Beschreibung und eigene Meinung
Neben Ninnaji nennt man die Tempelanlage auch den Omuro Palast, da die Anlage ursprünglich als Palast gebaut wurde.Wir haben die Anlage im Sommer besucht und kamen daher leider nicht in den Genuß der Kirschblütenpracht. Die Anlage war dennoch sehr beeindruckend.
Ninnaji ist eine der schönsten Tempelanlagen Kyotos.
Es gibt sehr viele beeindruckende Gebäude in der Tempelanlage und sehr schöne Gärten. Zudem natürlich die 5stöckige Pagode, Tempelhallen, Teehäuser, ein beeindruckender Eingang.
Am Eingang sind ein riesiges Tor und zwei große Wächterfiguren.
Die Anlage hat im Grunde kein "Must see" Gebäude wie den Goldenen Pavillon aber sehr viele schöne Gebäude und eben meiner Ansicht nach einen der schönsten Gärten Japans. Es gibt auch einen weitläufigen Zen-Garten der mich jedoch weniger beeindrucken konnte (perfekt "gekehrter" Kies, die Erleuchtung war für mich zu fern).
Fazit: bei einem längeren Kyoto Ausflug empfehlenswert
3. Tag Ost-Kyoto - hier führt am Kiyomizudera kein Weg vorbei!
3.1. Kiyomizudera
Auch in meiner Lieblingsstadt Kyoto gibt es Orte die von regelrechten Touristentornados überfallen werden.
Einer dieser Plätze ist der Kiyomizudera, einer der berühmtesten Tempel Japans.
Wer hier Ruhe und Erholung sucht ist definitiv am falschen Platz. Dafür bietet diese Tempelanlage durchaus viel Spaß, worauf ich gleich eingehen möchte.
Eintritt: 300 Yen (1,80 Euro)
Öffnungszeiten: 6:00 bis 18:00
offizielle Homepage (nur in japanisch!)
http://www.kiyomizudera.or.jp/
Dennoch lohnt sich ein Besuch - man muss nur die richtige Einstellung haben. Ich hatte sehr viel Spaß.
Zum einen gibt es vom Kiyomizudera, von der Holzterrasse aus, einen beeindruckenden Ausblick. Man sieht auf die tiefer gelegene Pagode und die Wälder ringsherum.Die riesige Anlage beinhaltet sehr schöne Gebäude mit goldenen Buddha Statuen und eine Pagode.
Unter der Terrasse des Kiyomizudera ist das namengebende Quellwasser welches in drei Fontänen herabfließt.Was will man mehr?
3.2. ebenso ein Muss ist der Sanjusangendoder wirklich nicht im Besuchsprogramm fehlen darf: Sanjusangendo.
Erreichbarkeit, EintrittSanjusangendo liegt sehr zentral und ist mit den Linien 100, 206 oder 208 vom Hauptbahnhof Kyoto erreichbar.
Eintrittszeiten: 8:00 bis 17:00 (9:00 bis 16:30 von November bis März)
Eintrittspreis: 600 Yen (3,65 Euro)
Adresse: 657 Mawari-cho Sanjusangendo, Kyoto, 605-0941
Telefon: +81 75 525 0033
Fax: +81 75 561 6698
Eigentlich besucht jeder den Tempel wegen der Haupthalle.
Was mich dort gestört hat war der Massentourismus, der Gruppentourismus. Andauernd wurden irgendwelche amerikanische, französische, chinesische oder auch japanische (oder waren es Koreaner?) Gruppen durchgeschleust. Blitzlichtgewitter gab es zwar keines da fotografieren verboten ist aber andauernd Unruhe.
Zudem störte mich die Art der Amis und der Franzosen, erstere waren rüpelhaft (ließen die Schuhe an obwohl es Pflicht war sie auszuziehen), letztere machten auf Intellektuelle. Wieso kann ich nur englisch und französisch... ;-) Wir warteten bis die Gruppen draußen waren, aber da kamen schon die nächsten rein. Der Tempel ist wirklich ein Massentourismusort, allerdings gab es nach einer chinesischen Gruppe eine längere Lücke und die haben wir geduldigen Besucher genützt.
Schon entfaltete der Tempel seine Anziehung auf mich. Die Haupthalle ist Japans größter Holzbau mit über 100 m Länge.
In der Mitte ist eine sehr große Statue links und rechts mit jeweils 500 kleineren Statuen flankiert. Die kleineren Statuen sind so groß wie ein Mensch. Vor diesen Statuen stehen wiederum 28 Wächterfiguren und zwei berühmte Statuen von der Gottheit des Donners Raijin und der Gottheit des Windes - Fūjin.
Dies fand ich alles sehr beeindruckend, die Statuen sind sehr schön gestaltet und eben alle einzigartig. Für einen besseren Eindruck:
Sehr gute Fotos gibt es auf den folgenden Seiten:
http://sanjusangendo.jp/ (offizielle Webseite)
http://www.susanosborn.com/photos.html
h ttp://www.lyon.edu/webd ata/groups/rph/
JapanTrip/Sanjusangendo.jpg
und hier
http://static.flickr.com/41/114530993_816299f 74f.jpg
Der unter gleichem Namen heute noch stattfindende Wettbewerb findet im Hof statt und nur über läppische 60 Meter Distanz.
Dennoch wäre es natürlich interessant den Tempel zu dieser Zeit zu besuchen.
Mir persönlich haben die Statuen gereicht diesen Besuch als gelungen anzusehen.
Am 4. Tag würde ich mit einem Schrein anfangen dessen Garten am Morgen attraktiver ist.
4.1.
Der Heian Schrein in Kyoto ist einer der bedeutendsten Schreine Japans. Er gehört zu einer Handvoll Schreine die ein Anrecht auf einen Chokushi einen besonderen Abgesandten des japanischen Kaisers (Tenno) zu wichtigen Festen haben.
Der Schrein ist relativ jung und wurde erst im Jahre 1895 erbaut, in Gedenken an den 1100. Jahrestag an dem Kyoto kurzfristig zur Hauptstadt Japans wurde.
Schrein:
Öffnungszeiten: 6:00 bis 17:30
Freier Eintritt
Ruhetag 22. Oktober
Garten:
Öffnungszeiten: 8:30 bis 17:00
Eintritt: 600 Yen (1 Euro = 164 Yen, Stand 16.5.2008 also 3,65 Euro)
Der Heian Schrein liegt sehr zentral. Man kann ihn am besten mit den Buslinien 5 oder 100 vom Hauptbahnhof Kyoto erreichen. Von der Bushaltestelle sind wir dann noch ca. 5 Minuten zum Schrein gelaufen. Schneller geht's noch mit der Tozai U-Bahn Linie bis zur Higashiyama Station und dort 10 Minuten Fussmarsch.
Am Eingang der Anlage gibt es sowohl rechts als auch links ein Becken, an dem man sich vor dem Gebet den Mund und die Hände spült um die Seele zu reinigen.
Wir wollten einfach den riesigen Schrein und den dazugehörigen Garten besichtigen. Sein Torii (sein Eingangstor) ist mit einer Höhe von 24,2 Meter und einem 33,9 Meter langen Bogen sehr beeindruckend und der größte in Japan. Der Garten besteht aus vier Teilen die an den vier Himmelsrichtungen orientiert sind.
Falls möglich würde ich den Garten zur Kirschblütezeit im April besichtigen - wenn die Kirschblüten in ihrer voller Pracht sind ist dieser Garten mit seinen vielen Kirschbäumen sicherlich eine wahre Pracht.
Der Garten hat 33.000 m², vor allem sehr schöne Teiche und einladende, schattige Häuschen dazu. Für uns war es nach einem heißen Sommertag mit 39 Grad eine hoch geschätzte Erholung im kühlen Schatten sitzen zu können und die Kois sowie die Teichlandschaft betrachten zu dürfen.
Die Ruhe war sehr erholsam, mitten in der Stadt und dennoch hörte man nur das Zirpen der Zikaden. Wer also im Sommer Erholung von der Hitze und der Stadthektik sucht ist hier genau richtig.
Geschichte, Lage
Chionin erreicht man am besten mit der Tozai Linie U-Bahn und steigt dort bei der Station Higashiyama aus. Chionin befindet sich im Norden des Maruyama Parks.
Adresse: 400 Hayashi-shita-cho 3-chome, Yamato-oji, Higashi-hairu, Shimbashi-dori, Kyoto, 605-0062
Telefon: +81 75 531 2111
Eintritt: 400 Yen
Wir sind damals allerdings gratis hineinspaziert.
Chionen ist der Haupttempel der zweitgrößten buddhistischen Richtung Japans, Jodo-Shinshū (Wahre Schule des Reinen Landes), kurz auch Shinshū bzw. Shin genannt. Im Zentrum dieser Lehre ist das Vertrauen in Buddha Amitabha und der Glaube an eine Wiedergeburt in seinem Reinen Land (jodo).
Diese Richtung wurde 1175 von Honen gegründet.
Der Tempel beinhaltet zwei Superlative, das mit 24 m größte Tempeltor Japans, San-mon, und die größte sowie schwerste Glocke Japans. Sie wiegt 74 Tonnen und ist wirklich sehr imposant.
Sehr beeindruckend waren für mich neben der sehr großen Haupthalle in der gerade ein Ritual stattfand, auch die Nebengebäude. In ihnen kann man - im Gegensatz zu so manch anderem Tempel in Kyoto - Ruhe finden und - sofern man Buddhist ist bzw. dies will - in Frieden beten. Weiters sind dort sehr schöne Statuen anzutreffen.
Lage, Einwohner:
Einwohner: 1488800 (damit lediglich die 7. größte Stadt Japans)
geog. Länge: 135.75°
geog. Breite: 35.01°
Höhe (NN): 53 m
Alle Sehenswürdigkeiten Kyotos zu beschreiben würde selbst diesen Bericht sprengen, ich möchte vielmehr den Kyoto-Interessierten eine Auswahlmöglichkeit für den Besuch der Stadt bieten:
1. Tag1.1. Bahnhof
Die meisten Besucher Kyotos werden mit dem Zug anreisen - und schon angekommen hat man mit dem Bahnhof schon eine Attraktion vor sich.
Der Hauptbahnhof ist zum ersten ein wirklich futuristisches Gebäude und einer der größten Bahnhöfe Japans.
Er wurde 1997 zum 1200 Jahrjubiläum Kyotos als Hauptstadt Japans (was die Stadt bekanntlich nicht mehr ist, dennoch aber dieses Jubiläum groß feierte) fertiggestellt und eröffnet.
Er stieß damals auf heftige Kritik da sich konservative Politiker (die sich jedoch Liberaldemokraten nennen) keinen modernen Bahnhof in der "ehrwürdigen" Stadt Kyoto vorstellen konnten. Mittlerweile ist die Kritik jedoch verstummt und der Bahnhof generell akzeptiert.
Der Bahnhof ist riesig - 237.689 Quadratmetern, 470 Meter lang und bis zu fünfzehn Etagen hoch.
Dabei sind in diesen Etagen Shoppingparadiese und kulinarische Schätze.
In der Mitte des Hauptbahnhofes befindet sich die Eingangshalle, im westlichen Gebäudeteil befindet sich das Hotel Granvia Kyoto und im östlichen Teil ein riesiges Einkaufszentrum ist.
Die Architektur ist sehr beeindruckend. Besonders in dem "Jahrhundertsommer" in dem wir in Kyoto verweilten war es angenehm im kühlen Bahnhof zu sein. Die Halle des Bahnhofs war kühl und ist wie ein Teich, in schwarz-bläulichem Granit verkleidet, liegt zwischen zwei großen keilförmigen Bauwerken.
Das Dach... hm ich zitiere hier mal ausnahmesweise wikipedia.de da ich kein Architekt bin:
Wir haben damals mehrere Stunden am Bahnhof verbracht und uns weder gelangweilt noch den Besuch bereut.
Ganz oben ist eine Art riesige Dachterasse mit Rasen und Cafes.
Hier ist ein Sammelpunkt junger Japaner.
Es sind sehr viele ausgezeichnete Restaurants im Bahnhof vertreten ebenso wie Supermärkte die alles anbieten was man sich wünschen kann. Die Art und Weise wie man selbst in einem riesigen Supermarkt bedient wird hat mich sehr überrascht.
Die Angestellten sind immer freundlich, laden einen ein diverse Lebensmittel zu probieren (in meinem Fall u.a. auch ein Pfirsich für 30 Euro den ich nicht gekauft hätte aber gerne probierte - ich sagte dem Verkäufer das er mir zu teuer sei - er meinte nur probieren können sie ihn ja trotzdem) und freuen sich über wenn man dann ein Lebensmittel mitnimmt. Sehr kauf-motivierend.
Der Bahnhof ist auch ansonsten ein Einkaufsparadies - Bücher, Souvenirs, Elektronik, Kleidung - man kann wirklich alles kaufen!
1.2.
Es empfiehlt sich am ersten Tag entweder Attraktionen in Zentral-Kyoto anzuschauen (wo auch der Bahnhof ist) oder gleich einen der Höhepunkte auf sich wirken zu lassen: den goldenen Pavillon. Ich würde die kurze Busfahrt in Kauf nehmen und gleich diesen wunderschönen Pavillon ansehen.
Der architektonische Aufbau des Kinkaku-ji, der auf einer Pfahlbaukonstruktion in einen Teich hinausragt, vereinigt meiner Ansicht nach auf sehr überwältigende und überzeugende Art drei verschiedene Baustile. Besonders gut gefallen haben mir auch die eleganten Linien der Dächer und natürlich die goldene Oberfläche. Ich liebe Gold und wie der Kinkaku-ji sich im Teich spiegelt ist einfach herrlich.
Die Schönheit des Kinkaku-ji wird von den Japanern mit basara beschrieben, was übersetzt "durch gekonnte Raffinesse gezügelte Ausschweifung" bedeutet.
Die den Teich/See umfassende Gartenanlage finde ich hingegen weniger spektakulär. Das Teehaus auf der anderen Seite des Sees mit dem klingenden Namen "Haus, von dem aus der Blick auf den Kinkaku-ji im Abendlicht besonders schön ist" bietet meiner Ansicht nach nicht wirklich den besten Ausblick auf den Kinkaku-ji, der übrigens nicht betreten werden darf. Schade.
Der Teichgarten mit seinen Kieferinseln ist hingegen sehr schön und auch die Schildkröten fand ich sehr interessant.
Passende Bilder gibt es hier
http://www.japan-photo.de/gar01-09.htm
Lage, Eintritt
Täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr ,Garten, eigene Meinung
Garten - diese Bezeichnung ist für Europäer schon kaum zu verstehen. Der Garten hat weder Bäume, noch Sträucher, noch Blumen sondern lediglich 15 Steinblöcke (eine Siebener-, eine Fünfer- und eine Dreiergruppe) umrandet von Moos.
Die Fläche aus weißem Kies rundherum ist peinlichst genau geharkt
Der Zen Garten ist von seinem Sinn her als Ort der Harmonie, der Ruhe, Gelassenheit und des inneren Friedens gedacht.
Das Problem beim Ryoan-ji ist nur dass diese Ruhe sich bei einem "Nicht-Mönch" wie mir einfach nicht einstellte da Horden von chinesischen, japanischen und amerikanischen Touristen dies verhinderten. Auf einer Sitzterrasse kann man den Garten überschauen und ich kann mir gut vorstellen dass die Mönche vor 500 Jahren hier ihrer Erleuchtung näher kamen. Im Kreise filmender, fotografierender und laut redender Besucher ist dies kaum möglich.
Als ich jedoch meine Zen-Geduld laufen ließ und einfach eine Stunde länger blieb - bis die anderen Touristen wieder weg waren - hatte ich dann aber den Genuß eines fast einsamen Ryoan-ji. Für doch immer hin ca. 15 Minuten - dann kamen die nächsten anderen Touristen.
Das vielfach hinein interpretierte chinesische Zeichen für Herz oder Seele konnte ich dabei genauso wenig erkennen wie eine Tigerin, die mit ihren Jungen einen See überquert. Ich denke es ist am Besten man lässt diese außergewöhnliche Komposition einfach auf sich wirken und genießt den Anblick.
Ich empfehle zwar den Ryoan-ji zu besuchen - falls jemand jedoch nur einen kurzen Kyoto Aufenthalt plant empfehle ich den Daisen-in Steingarten (den ich ein anderes Mal beschreiben werde :)
Als Ort der Meditation funktioniert der Ryoan-ji nicht mehr - dennoch ist der Steingarten einfach sensationell und lohnt einen Besuch.
Beschreibung und eigene Meinung
Auch die Stimmung durch die enge Gasse mit den vielen roten Laternen zu laufen war sehr interessant. Pontocho macht einen Eindruck wie ein Antiquariat, die Häuser sind zwar nicht wirklich alt wirken teilweise aber so.
Eine zweite Strasse beherbergt nach wie vor etwas zwielichte Bars und Etablisments, da wir an denen lieber vorbeigingen kann ich dazu nicht viel sagen. Ich würde allerdings auch die Restaurants in deren Nähe meiden.
Zum Essen kann ich sagen das Pontocho sehr viele gute Restaurants beherbergt. Man sollte einfach zuerst nach Geschmack (möchte ich Fisch, Fleisch usw essen) und vor allem Geldbeutel auswählen. Wir hatten japanische Freunde die uns begleiteten aber auch für sie war die Qual der Wahl schwierig. Wir haben aber immer sehr gut gegessen.
2. Tag
2.1.
Ich empfehle noch einen Zen-Garten (sofern man sich dafür begeistern konnte) - den Daisen-in.
Lage, Eintritt
Daisen-in:
von 9:00 bis 17:00 (nur bis 16:30 Dezember-Februar)
Eintritt: 400 Yen (1 Euro ist derzeit 163 Yen, also 2,45 Euro)
Es gilt auch hier am besten gleich am frühen Morgen zu kommen um dem Besucherandrang aus dem Weg zu gehen. Dies hat bei uns damals sehr gut geklappt. Auch gegen Ende der Besuchszeit soll man "seine Ruhe" haben.
Während dies beim Ryoan-ji dank Horden von Touristen wohl nur Zen-Meistern gilt waren wir beim Daisen-in tatsächlich für über eine Stunde die einzigen Besucher! Einer der 4 Steingärten hat mich besonders beeindruckt - er stellt einen Fluss dar der in einem Meer endet - das Wasser wird durch Kies dargestellt. Nach einer gewissen Zeit der Betrachtung bekam ich wirklich den Eindruck eines Flußes. Zudem fühlte ich mich innerlich sehr ruhig, entspannt und verlor jegliches Zeitgefühl. Welches ich erst wieder bekam als meine Begleiter meinten ob ich mir nicht doch mal die anderen Gärten anschauen möchte. Die anderen Gärten waren dann interessant (siehe Bilder) kamen an den ersten Garten aber nicht heran.
Dieses Erlebnis blieb einzigartig, am liebsten wäre ich den ganzen Tag bei diesem Garten geblieben und hätte mich in jeden Stein vertieft.
Ich kann den Daisen-in daher uneingeschränkt empfehlen, der Steingarten mit dem "fließenden Wasser" ist sensationell und Zen Gartenkunst in Perfektion, wenn selbst ein von Meditation nicht gerade inspirierter Mensch wie ich so schnell seine innere Ruhe findet.
Fotos machen war leider nicht erlaubt. (dafür gab es dann eine erstklassige Bilderserie am Ausgang zum Kaufen aber die dürfte ich aus Copyright-Gründen hier nicht einstellen) - also mal nicht schlimm dass ich bei dooyoo keine Fotos einstellen kann
Tolle Fotos gibt es aber hier:
Die Umgebung des Gartens:
http://fuchur.at/fotoalbum/v/abilympics-w orldskills/shizuoka-2007 /2007-11-12+1+Steingarten+Daisen-in/
Der Garten selber:
http://www.zengardens.de/daisen-in.htm
htt p://www.japan-photo.de/ gar02-03.htm
2.2. sowie den Ninnaji
Der Tempel Ninnaji wurde im Jahre 888 (die Orginalgebäude sind allerdings nicht erhalten geblieben, sondern Nachbauten zumeist aus dem 16. Jahrhundert) gegründet ist UNESCO Weltkulturerbe sowie nationales Kulturgut Japans.Erreichbarkeit:
Ninnaji ist nur 5 Minuten westlich der Ryonji Station bzw. von der Omuro Station der Keifuku Kitano Linie entfernt.
Eintritt: gratis (!)
Neben Ninnaji nennt man die Tempelanlage auch den Omuro Palast, da die Anlage ursprünglich als Palast gebaut wurde.
Weiters ist die Anlage für seine vielen Kirschblütenbäume bekannt, die Omuro Kirschblütenbäume heißen und eine spätere Blüte haben.
Besonders beeindruckend waren für mich die Gärten im Norden der Anlage. Schön war auch in dieser Anlage Ruhe zu haben. Der Garten in Norden war für mich so schön dass ich den ganzen Tag im Garten verweilen hätte können. Die Teiche harmonieren perfekt mit den Pflanzen rundherum, der Eindruck ist einfach wundervoll.
Die Anlage ist alles andere als überlaufen und man hat immer ein ruhiges Plätzchen. Um einen so wunderschönen Garten betrachten zu können genau das Richtige.
Etwas mühsam war damals die Hitze von 40 Grad, die Anlage ist sehr weitläufig (ohne Schatten) dies war daher sehr anstrengend (vielleicht verstärkte dies auch meinen positiven Eindruck des Gartens der von einem Teehaus aus besichtigt werden konnte der angenehm kühl war)
Offizielle Webseite: http://web.kyoto-inet.or.jp/org/ninnaji/ (japanisch)
Tolle Fotos gibt es auch hier
http://www.taleofgenji.org/ninnaji.html
http://ww w.orientalarchitecture. com/kyoto/ninnajiindex.htm
(mit Lageplan)
Kiyomizudera erreicht man mit dem Bus no 100 (oder alternativ mit dem 206) in ungefähr 15 Minuten vom Hauptbahnhof Kyoto.
Man steigt an der Haltestelle Kiyomizu-michi aus, von dort hat man ca. 15 Minuten bis zur Tempelanlage. Der Weg ist zuerst entlang eines Flusses und mündet dann in eine sehr lang erscheinende Souvenirlädenstrasse, wo man wirklich jeden Blödsinn japanischen Touristenmarketings findet.
eine sehr gute englischsprachige Seite mit vielen Fotos und einem Plan vom Aufbau der Tempelanlage ist
http://www.orientalarchitecture.com/kyoto/kiyo mizuindex.htm
Wer in diesem Tempel Ruhe oder Erleuchtung sucht wird es verdammt schwer haben da er von Japanern überrannt wird und sich mehrmals brav anstellen muss.
Dennoch lohnt sich ein Besuch - man muss nur die richtige Einstellung haben. Ich hatte sehr viel Spaß.Zum einen gibt es vom Kiyomizudera, von der Holzterrasse aus, einen beeindruckenden Ausblick. Man sieht auf die tiefer gelegene Pagode und die Wälder ringsherum.
Vor dem Tempel kommt man links oben zu zwei bei Japanern sehr beliebten Steinen. Die Steine sind 18 m voneinander entfernt.
Man muss mit geschlossenen Augen bei dem einen losgehen und sollte dann beim zweiten ankommen. Gelingt dies so hat man Glück in der Liebe, verfehlt man den zweiten Stein jedoch bedeutet dies Pech in der Liebe.
Falls man den Stein verpasst, gibt es rundherum Verkaufsstände für Talismane, Glücksbringer und Wunschholztäfelchen mit welchen man dieses Liebespech abwenden kann.
Sehr amüsant, vor allem die japanischen Mädchen die in hellster Begeisterung kichern, die Freundin lotsen (was bei Erfolg dann bedeutet dass die Liebe vermittelt wird), Fotos schießen und bei Erfolg losjubeln und kreischen.
Ein Freund von mir der in unserer kleinen Japan-Reisenden Gruppe war, verpasste den Stein - wurde dann aber von einem halben Dutzend japanischer Mädchen getröstet - und aufgrund seiner blonden Haare gleich auch noch fotografiert. Sehr witzig.
Unter der Terrasse des Kiyomizudera ist das namengebende Quellwasser welches in drei Fontänen herabfließt.
Das Wasser wird mit Metallschalen an langen Stielen aufgefangen und getrunken.
Je nachdem welchen Wunsch man hat sollte man aus einer der Fontänen trinken. Gesundheit, ein langes Leben und Erfolg stehen zur Auswahl.
3.2. ebenso ein Muss ist der Sanjusangendo
der wirklich nicht im Besuchsprogramm fehlen darf: Sanjusangendo.Erreichbarkeit, Eintritt
Sanjusangendo liegt sehr zentral und ist mit den Linien 100, 206 oder 208 vom Hauptbahnhof Kyoto erreichbar.Beschreibung und eigene Meinung
Sanjusangendo ist eigentlich nicht der richtige Name dieses Tempels der im Grunde Rengeo-in heißt sondern die umgangssprachliche Bezeichnung. Der Tempel gehört zum Tempel Myoho-in damit zu Tendai-shu einer auf dem Lotos-Sutra basierenden Schule des Buddhismus.
Berühmt ist der Tempel durch seine 1001 Statuen von Kannon bzw. die tausendarmige Kannon, der Göttin der Gnade, Bodhisattva Sahasrabhuja arya avalokitesvara.
Der Tempel wurde 1164 gegründet, der derzeitige Bau kommt aber aus dem Jahre 1266. 1604 fand hier einer der berühmtesten Schwertkämpfe der japischen Geschichte statt. Gegner waren Miyamoto Musashi, der noch heute als Kensei, als ein Schwertheiliger verehrt wird und Yoshioka Denshichiro.
Ersterer soll in der damaligen Hauptstadt Kyoto in der Yoshioka-Schule erschienen sein, um die Ehre seines Meisters wiederherzustellen, der von Yoshioka besiegt worden war. Die Geschichte berichtet, dass Musashi aus diesem Kampf als Sieger hervorging (aus diesem Kampf und aus allen seinen anderen Kämpfen, er war wirklich unbesiegbar)
Die Statuen sind der Grund weshalb man Sanusangendo besuchen sollte. Sie sind sehr eindrücklich. Alle Statuen sind individuell einzigartig, jede hat einen kleinen, feinen Unterschied von den anderen Statuen und es macht Spaß diesen herauszufinden. Etwas was den durchgeschleusten Touristen wohl fehlen wird.
Der Sanjusangendo war aber seit dem 16. Jahrhundert aber auch der Veranstaltungsort des schwierigsten und berühmtesten Bogenschießturniers Japans, des Toshiya (=treffender Pfeil)
Es war eigentlich ein Bogenschießen Marathon da die Schützen 24 Stunden lang ununterbrochen schoßen (!) und dies über eine Distanz von 119 Meter! Natürlich nicht mit einer Zielscheibe sondern einem großen Tuch mit aufgemalten Ringen. Im Sanjusangendo sind nach der Haupthalle mit den Statuen Bilder der Sieger und des Wettbewerbes ausgestellt
Der beste Schütze war ein gewisser Daihachiro Wasa, er schoß am 7. April 1686 in der vorgegebenen Zeit von 24 Stunden 13.053 Pfeile (!) wovon 8.133 ihr Ziel trafen. Dies entspricht einem Durchschnitt von 544 Pfeilen je Stunde oder fast 10 Pfeilen je Minute.
Den zweiten Platz hält mit 2500 Pfeilen Abstand (!) der Samurai Hoshino (10.542 Pfeile, 8.000 Treffer).
Eventuell kann man den Ginkaku-ji noch dranhängen ansonsten besucht man ihn am
4. Tag.
Öffnungszeiten, Eintritt, Verbindungen
Eigene Eindrücke
4.2.
Welcher Kyoto Besuch wäre perfekt ohne den Besuch des Chionin, den Haupttempel der Jodo Schule?
Bei uns war er der Höhepunkt des vierten Tages in Kyoto und auch hier empfehle ich ihn für den vierten Tag.
Fotos
gibt es hier
http://www.ichwillnachjapan.de/chionin.html
h ttp://www.sacred-destinations.com/japan/kyoto-chio nin.htm
Der Tempel wurde im Jahr 1234 dort errichtet, wo Honen gelehrt und sich schließlich zu Tode gefastet hatte. 1633 gab es jedoch einen großen Brand der fast alle Gebäude zerstörte.
Das älteste noch stehende Gebäude auf dem Areal kommt aber aus dem 17. Jahrhundert.
4.3. Fakultativ kann man noch den Ginkaku-ji besuch. Diesen Tempel habe ich ausführlich in meinem Japan Bericht beschrieben.
Erreichbarkeit
Ginkakuji erreicht man am besten mit den Linien 5, 17 oder 100 vom Bahnhof Kyoto. Oeffnungszeiten: 8:30 bis 17:00 (9:00 bis 16:30 von Dezember bis Mitte März)Besuch, Erreichbarkeit, eigene Meinung
Wir hatten das Glück Ginkaku-ji zu einer relativ besucherlosen Zeit zu besichtigen. Der Pavillon selber hat mich nicht wirklich beeindruckt. Gerade nach dem Besuch des goldenen Pavillons wirkt der unverkleidete Pavillon nicht sehr imposant.Fotos von mir (dort als templeroliver)
http://www.trivago.de/kyoto-91381/h otel/silberner-pavillon-768108
5. Tag
Die meisten Touristen werden hier keine Zeit mehr haben - für diejenigen die länger bleiben empfehle ich einen Ausflug nach Arashiyama. Ich möchte damit zu einem der seltener besuchten Tempeln kommen. Seltener bezieht sich natürlich auf europäische Touristen - Japaner besuchen den Tenryu ji sehr gerne. Der Tempel wurde von Japanern sogar zum no 1 Tempel der fünf großen Zen Tempel gewählt. Seit 1995 ist der Tempel Weltkulturerbe der UNESCO.
Öffnungszeiten: 8:30 bis 17:30 (17:00 von November bis März)
Eintritt: 500 Yen
Der Tempel wurde 1339 gegründet, allerdings brannte er mehrmals nieder. Die derzeitigen Gebäude in der Tempelanlage kommen von der Mejii Periode - aus dem Jahre 1900.
Interessanter als die Gebäude ist aber sowieso die Gartenanlage. Im Herbst muss sie ein Gedicht in sich sein, aber auch im Sommer war sie einen Besuch wert.
Die Gartenanlage wurde zudem seit der Gründung des Tempels nicht verändert und ist damit einer der ältesten Anlagen in ganz Japan.
Muso Soseki, der Gartendesigner gestaltete einen Garten der einfach wunderschön ist.
Einfach mal dieses Bild anschauen dann weiß jeder von was ich spreche. Dies ist der Blick von einem Tempelgebäude auf den Hauptgarten:
http://www.kyoto.travel/kspc/img/phot o/038.jpg
Ich hoffe hier allen Besuchern der Region einige wertvolle Tipps gegeben zu haben. Falls noch Fragen sind - einfach mal im Gästebuch hier bei ciao.de vorbeischauen und mich löchern ;-)
PS: Die Fotos wollen heute bei ciao.de nicht so - ich werde sie aber nachreichen :-)
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.
Kommentar schreiben
deinliebling 01.06.2011 16:40
sensaitionell :-) bh
Lischenx 26.05.2011 13:11
TheAnimelord 24.05.2011 09:00
Das hört sich sooooo klasse an ^_^ Ein BH-Bericht! MFG TheAnimelord
hansi04 23.05.2011 19:41
bin ja jetzt blau da hab ich ja noch ein BH :o)
bh lg felix :D