Regent Palace Hotel, London

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Regent Palace Hotel, London

Gesamtbewertung (26): Gesamtbewertung Regent Palace Hotel, London

 

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Geschmacksache...

2 6. Nov 2005

Pro:
sehr gute Lage, netter Pub, recht günstig

Kontra:
Essen, Sauberkeit, Fahrstühle

Empfehlenswert: Nein 

Prince_Vegeta

Über sich: Auch wenn ich Ciao derzeit (so gut wie) gar nicht benutze, ein kleines Profilupdate: Momentan lebe ...

Mitglied seit:23.05.2001

Erfahrungsberichte:61

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 33 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich hab mir jetzt mal einige Berichte über das Regent Palace Hotel hier durchgelesen und wollte auch mal meine eigene Meinung dazu schildern. Ich denke aus den anderen Berichten lässt sich schon recht viel erkennen, weswegen ich jetzt auch nicht mehr jedes Detail beschreiben möchte bzw. mich auch nicht mehr an alles erinnern kann.


Ich war also, wie auch viele andere hier, mit meinem Englisch-LK vor knapp 4 Wochen für eine Woche in diesem Hotel untergebracht. Im Vorfeld hatten wir schon von anderen sehr viel über dieses Hotel gehört, und eigentlich kaum etwas Positives. Mir wurde gesagt, dass das Frühstück sehr unappetitlich sein sollte, dass sich die Fenster nicht öffnen ließen und das man zum Duschen anrufen musste etc.

Vorweg muss ich sagen, dass sich nicht unbedingt alles bestätigt hat, was uns da erzählt wurde, aber dass ich mich auch nicht zu jenen Personen zähle, die das Feinste vom Feinsten brauchen. Ich komm da mit relativ wenig aus.

Aber nun zum eigentlichen Bericht.

*LAGE*
----------

Die Lage vom Hotel finde ich ziemlich wichtig, vor allem wenn man, wie wir, auf Studienfahrt dort ist, ein recht vollgepacktes Programm hat, und nicht immer Zeit hat, erst ins Zentrum zu fahren. Das Hotel liegt wirklich so zentral wie es nur geht, man ist direkt am Piccadilly Circus und sozusagen mitten im Geschehen. Vor der Tür liegt ein Burger King, eine Pharmacy, eine Geldwechselstube, der große Virgin Megastore, Lillywhites (RIESEN Sportgeschäft) und nicht sehr weit entfernt gibt es einen Supermarkt, ein McDonalds und naja...sehr viele andere Läden :)
Die U-Bahn Station liegt ebenfalls direkt vor dem Hotel, wo man in die Piccadilly-Line oder in die Bakerloo-Line einsteigen kann.

*HOTEL an sich*
----------------------


Von außen sieht das Hotel recht edel aus, finde ich. Nachts ist eine Leuchtschrift mit dem Namen des Hotels an der Fassade, bei der mir aber gleich aufgefallen ist, dass ein Buchstabe kaputt war ;)

Wenn man das Hotel betritt kommt man zuerst in die Lobby, rechts die Rezeption, links 3 Fahrstühle (zu denen ich gleich noch etwas sage werde), geradeaus gehts in den hauseigenen Pub und dann gibt es dort auch noch Internetzugang, der mir allerdings zu teuer war (1 Pfund für 15 Minuten).

Wir kamen damals an einem Sonntag Vormittag in London an, konnten aber erst um 14 Uhr unsere Zimmer betreten. Dafür wurde uns ein Zimmer zum Unterstellen des Gepäcks gegeben, bis wir einchecken konnten. Ich hatte mir ehrlich gesagt so etwas wie einen Gepäckaufbewahrungsraum vorgestellt, wie ich es von einigen Jugendherbergen her kannte, aber es handelte sich einfach nur um ein 1-Bett Zimmer, das auch noch unaufgeräumt war, wo wir also das Gepäck von 22 Leuten unterstellen sollten. Gut, besser als gar nichts, aber mein erster Eindruck vom Hotel war nicht besonders toll. Bis wir dieses Zimmer im 4. Stock gefunden hatten, verging auch einige Zeit. Die Flure sind das reinste Labyrinth. Man sollte sich wirklich vorher den Plan ansehen, der an der Wand hängt, sonst läuft man erst einmal eine Weile im Kreis, bis man sein Zimmer gefunden hat :) Da das Hotel 9 Stockwerke mit über 600 Zimmern hat, kann man sich ja vorstellen, wie riesig es ist.

Später konnten wir dann unsere Zimmer im 8. Stock beziehen. Wir hatten 4er Zimmer, die quasi in 2 Bereiche mit jeweils 2 Betten unterteilt waren und durch einen Durchgang miteinander verbunden waren. Im einen Teil des Zimmers gab es das Telefon, den Fernseher und ein Fenster, sowie eine kleine Gaderobe mit einigen Bügeln und 2 Schubladen. Im anderen Teil des Zimmers gab es 2 Fenster nebeneinander, ein Waschbecken und eine Ablage mit 3 Tassensets und einem Wasserkocher. Uns wurde zuvor ja schon von anderen berichtet, dass die Fenster nicht zu öffnen seien. Allerdings waren die Fenster schon einen Spalt breit offen. Immerhin würde man Luft bekommen, dachte ich mir. Erst nach 2 Tagen bin ich auf die Idee gekommen, da mal etwas kräftiger zur Sache zu gehen (in der Tat - das Fenster klemmte einfach nur), sodass ich es weiter geöffnet bekam. Kalt war es ohnehin nicht, als wir dort waren. Aber besonders toll waren die Fenster nicht. Dennoch waren sie zu öffnen, also halb so schlimm. Was mich irritierte waren die sogenannten Fensterbänke draußen vor dem Fenster. Dort lag recht viel Müll herum wie z.B. eine alte Zahnbürste und in der Regenrinne befanden sich allerlei Bierdosen und Wodka-Flaschen. Schön! ;)
Das nächste, was ich inspizierte war das Waschbecken. Es waren Risse vorhanden und ich fragte mich, wann es das letzte Mal richtig sauber gemacht wurde. Es sah einigermassen hygienisch aus, aber vergilbt war es schon. Der Wasserkocher sah gut aus, und den brauchten wir auch, denn wir hatten nicht vor, das Leitungswasser zu trinken, ohne es vorher abzukochen. Allerdings gab es nur eine Steckdose im Zimmer. Wir hatten aber vorgesorgt, einen Adapter und eine Mehrfachsteckdose mitgebracht.
Nächster Punkt, die Betten. Es waren recht antike Bettgestelle auf Rollen, auf denen 2 dicke Matratzen lagen. Einige aus meinem Zimmer hatten sich beschwert, wie unbequem diese waren und dass sie so weich waren, dass man fast dachte, es wären Wasserbetten. Mir kam es allerdings nicht so vor, ich konnte dort relativ gut schlafen....aber ich bin vielleicht einfach nur nicht so anspruchsvoll und ganz anderes gewöhnt ;) Das einzige, was mich gestört hatte, war die Art, auf die die Betten dort gemacht wurden. Ich kannte das bisher nur aus Frankreich, aber mich störte es jedes Mal, das halbe Bett auseinanderzunehmen, bevor man die Decke hochbekommt ;) Diese Tagesdecke sah auch nicht sonderlich neu aus, aber wenn man wirklich müde ist, was ich meistens war, konnte man dort schon recht gut schlafen. Von dem angeblichen Lärm, von dem ich in anderen Berichten gelesen habe, habe ich nichts mitbekommen. Allerdings habe ich zufällig einmal auf dem Flur gehört, dass es in einem Zimmer ein 'Tierchen' gab (die Personen konnten sich noch nicht drüber einige, ob es eine Ratte oder eine Fledermaus war). Ob das allerdings stimmt, weiß ich nicht, aber ich bin froh, dass es bei uns nicht der Fall war!
Nach einigem hin und her haben wir dann auch den Fernseher zum laufen bekommen und das war schon ein nettes Extra, da man z.B. so Frühstücksfernsehen sehen konnte. Deutsche Sender gab es aber nicht.

Frühstück:
Eigentlich war es so gedacht, dass wir einen "Wakeup-Call" über das Telefon bekommen sollten. Leider war es gleich am ersten Tag so, dass wir von der Frühstücksfrau geweckt wurden und der Anruf erst eine Viertelstunde später kam. Das Frühstück wurde uns jeden Morgen aufs Zimmer gebracht und zwar von einer/einem Hotelangestellten, die/der mit einem großen Wagen voller 'Frühstücksboxen' durch die Flure ging und an die Tür klopfte, sodass man sich die gewünschte Anzahl dieser 'Boxen' vom Wagen nehmen konnte oder in die Hand gedrückt bekam.
Das Frühstück muss man sich folgendermassen vorstellen:
Man erhält eine Plastikbox in der sich 1 Croissant, 1 Brötchen, 1 grüner/saurer Apfel, 2 kl. Marmeladen, 1 kl. Butterpäckchen, 1 Packung Orangensaftkonzentrat, Plastikbesteck, 1 Serviette und jew. ein Teebeutel sowie Instant Kaffee und Zucker befindet.

Ich erinnerte mich an das, was uns im Vorfeld über das Frühstück erzählt wurde und hatte eigentlich keine Lust, es überhaupt zu essen (uns wurde erzählt, dass man schon nach einem Tag genug davon haben würde). Ich ging aber dennoch positiv an die Sache heran. Das Croissant war wirklich gar nicht so schlecht, abgesehen davon, dass es pappig war. Das Brötchen war dann schon eher so ein Fall für sich. Sehr weich, pappig und geschmeckt hat es nicht wirklich. Hab es nur einmal gegessen, weil ich Hunger hatte. Die Marmeladen sind eigentlich akzeptabel, vor allem Himbeer/Erdbeer und Pfirsich. Die Orangenmarmelade ist ja wie in England bekannt, immer recht bitter. Die Butter war kaum ausreichend, eigentlich nur für das Croissant und zudem leicht salzig, aber das fand ich nicht so schlimm, da es in anderen Ländern auch so ist. Dieser sogenannte Orangensaft hätte auch besser sein können, war aber trinkbar. Der Tee war recht gut (schwarzer Tee) und den Apfel hab ich nicht probiert, aber andere meinten er sei recht hart und sauer. Also nicht unbedingt mein Fall. Geschmackssache - einigen hat er aber geschmeckt.
Fazit zum Frühstück: Man sollte nichts tolles erwarten, aber es ist nicht so, dass man es nicht essen kann. Hätte man noch einen Toaster zur Hand gehabt, wäre vielleicht sogar das Brötchen etwas appetitlicher gewesen. Sehr zu empfehlen sind aber - als Alternative - die Croissants vom Tesco-Supermarkt in der Nähe. Meistens ist das Hotelfrühstück für uns sowieso nicht ausreichend gewesen.
Eher etwas für Leute ohne hohe Ansprüche.

Kommen wir zum Bad. Die Gerüchte über die abgeschlossenen Duschen haben sich bei uns nicht bestätigt. Es gab auf dem Flur 2 Toiletten mit jew. 2 Duschen. Für ein Hotel waren diese allerdings schon
Bilder von Regent Palace Hotel, London
Regent Palace Hotel, London Bild 5927901 tb
Hotel von außen
sehr sehr dreckig teilweise. Eigentlich konnte man sie nur benutzen, wenn sie gerade saubergemacht wurden und das war auch nur einmal am Tag. Am Sonntag hatten wir Glück, dass wir die Duschen benutzen konnten, als sie gerade saubergemacht wurden. Allerdings würde ich dort nicht ohne Badelatschen reingehen. Es gibt eine Art kleinen Vorraum, mit einer kleinen Ablage, die aber meistens nass war. Ich hab es so gemacht, das Handtuch, das wir im Zimmer hatten mitgenommen, es darauf gelegt und auf das Handtuch meine Klamotten. So ging das in etwa. Die Dusche an sich war irgendwie auch seltsam. Entweder ich bin durch das Heiß/Kaltwasser-System nicht durchgestiegen oder das Wasser war einfach immer kochend heiß. Richtig duschen konnte man dort also nicht.
Die Toiletten waren aber schlimmer. Wenn man bedenkt, wieviele Leute sich auf einer Etage befinden und dass die Toiletten nur 1x am Tag saubergemacht werden, kann man sich in etwa vorstellen, wie dreckig sind abends sind. Dass die eine mal verstopft war, kam auch hin und wieder vor, oder dass das Toilettenpapier ausging. Tipp: Immer Sakrotantücher dabei haben.
Das Waschbecken war eher ein Witz. Sehr klein, ohne Seife, ohne Handtücher (da waren die auf dem Zimmer besser). Zwar gab es einen Handfön, aber der funktionierte auch nicht immer.
Daran könnte man einiges ändern, oder vielleicht mal 2-3x am Tag sauber machen, das wäre schon viel besser.

Nun zu den Fahrstühlen. Zum Glück sind wir nicht steckengeblieben, aber ich hätte mich nicht drüber gewundert. Es gibt 3 Fahrstühle, von denen aber nur 2 einen Hoch/Runter-Knopf haben. Und es dauert teilweise wirklich ewig, dass sie kommen. Einmal hing einer der Fahrstühle auch ständig im 4. Stock fest. Wie gut, dass es auch noch Treppen gibt, aber wenn man im 8. Stock wohnt, möchte man nicht jedes Mal 8 Stockwerke zu Fuß hinter sich bringen. Also bei den Fahrstühlen Zeit mitbringen und sich nicht wundern, warum sie manchmal hochfahren anstatt runter, obwohl niemand einsteigt... ABER die haben funktioniert!

Um schließlich auch noch etwas Positives zu nennen: am besten gefallen hat mir der Pub unten im Hotel. Ab 23 Uhr ist er nur noch für Hotelgäste offen, sodass man seine Zimmerkarte vorzeigen muss. Außerdem ist er, wie eigentlich viele Pubs, erst ab 18 Jahren zugänglich. Drinnen ist es aber wirklich gemütlich und wir waren eigentlich fast jeden Abend dort. Das Bier ist auch gut, aber leider teuer - das ist aber ein Kapitel für sich - London IST teuer. Trotz allem, da würde ich immer wieder reingehen.

Fazit: Empfehlenswert ist dieses Hotel nicht. Jedenfalls nicht, wenn man vor hat in London Urlaub zu machen. ABER es ist günstig (genaue Preise habe ich nicht im Kopf, aber es war für London schon mit das billigste was man bekommen konnte). Allerdings habe ich erfahren, dass immer noch viele Studienfahrtskurse dorthin fahren, weil es eben billig und zentral ist. Viele von uns haben sich auch beschwert, aber meinten im Endeffekt, dass sie es sich viel schlimmer vorgestellt hatten. Wir haben es überlebt und nach einiger Eingewöhnungszeit kam man auch damit klar. Man muss schließlich nicht den ganzen Tag dort verbringen und wären die Duschen/Toiletten etwas sauberer, könnte man es auch noch besser aushalten. Essen kann man auch außerhalb. Wer allerdings mehr Geld zur Verfügung hat, dem würde ich lieber zu einem anderen Hotel raten. Wenn man aber nur ein paar Tage dort bleibt und günstig wohnen will, dann sehe ich keinen Grund nicht hinzufahren. Man sollte seine Ansprüche allerdings runterschrauben und sich denken "Für die paar Tage halte ich das hier auch aus...geht schon vorbei". Ich hoffe allerdings mal, dass die Leute im Hotel einige der Kritikpunkte ändern, ein bisschen renovieren und auf Sauberkeit achten. 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Almstedt

Almstedt

28.08.2006 00:58

Wahnsinn... - und ich dachte immer, ich würde schon die miesen Hotels in London kennen... Gut teuer sind die immer, Frühstück geht meistens auch nicht (selbst wenn man halb verhungert ist sollte man besser zu MacDonald gehen...) und die Schimmelpilze haben in den sanitären Anlagen längst die Macht übernommen. Am schlimmsten ist es in Londoner Hotels im Sommer wenn es heiß wird.... - nur die modernen Hotels verfügen über eine Klimaanlage und wenn man "überraschend" dienstlich nach London muss, bleiben oft nur noch solche alten Schrottkästen übrig - da hilft dann auch die Bar nicht mehr weiter...

Wolle0509

Wolle0509

10.11.2005 09:52

jetzt würde mich nur noch interessieren, was das Ganze kostet

Chris26

Chris26

06.11.2005 23:21

Schöner differenzierter Bericht zu diesem "wohltönenden" Hotel.

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