Über sich:Ich bin wieder da, schreib- und lesfreudig wie in den guten alten Zeiten!
Und bald ist wieder Bunde...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 94 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Auf meiner Studienfahrt brauchten wir natürlich eine Unterkunft. Die Wahl viel auf das Regent Palace Hotel, welches direkt am Picadilly Circus liegt und zudem von nahezu allen vorherigen Jahrgängen meiner Schule genutzt wurde. Also einen kurzen Blick ins Jahrbuch geworfen und mit Entsetzen fest gestellt, dass dieses Hotel wirklich fies sein soll.
Lage: Direkt am Picadilly Circus gelegen, hat das Regent Palace Hotel die perfekte Lage, für Städtereisende. Von dort kann man alle Londoner sehenswürdigkeiten binnen 20 Minuten erreichen. Besser geht es also nicht.
Ankunft: Nach 12-stündiger Busfahrt freuten wir uns alle auf die Zimmer, doch diese durften erst nach 14 Uhr belegt werden, und bis dahin waren es noch 5 Stunden Zeit. Wer nun dachte, dass man das Gepäck sicher aufbewahrt abgeben könnte, wurde schnell eines besseren belehrt. Unsere Lehrer mussten ihr Zimmer einen Tag eher mieten, damit wir unsere Koffer dort unterbringen konnten.
Erster Eindruck: Von Außen macht das Hotel einen recht gepflegten Eindruck, im Innern ist dies ganz anders. War die Lobby noch einigermaßen akzeptabel, so waren die Flure wirklich unter aller Sau. Überall waren irgendwelche Haare auf dem Boden verteilt, nicht gerade einladend, dort 5x zu übernachten. Von den 3 vorhandenen Aufzügen, war einer grundsätzlich kaputt, bei einem weiteren benötigte die Tür eine halbe Ewigkeit, ehe sie sich geruhte aufzugehen.
Die
Lobby: Hier gab es neben der Rezeption einen Info-Stand für London, mit diversen Ermäßigungen für Londoner Sehenswürdigkeiten. Außerdem war ein kleiner Irish Pub und ein kleiner Kiosk vorhanden, in dem man neben Zeitung und Süßigkeiten auch kleine Mitbringsel erstehen konnte.
Die Zimmer: Wir waren in einen Dreibettzimmer untergebracht. Die Haare auf dem Boden waren ebenfalls nicht zu übersehen. Die Betten, welche den Eindruck vermittelten aus einer Kaserne zu stammen, waren viel zu weich, und außerdem nicht komplett heile. An der Wand über meinem Bett bröckelte bereits der Putz ab. Immerhin war das Waschbecken einigermaßen benutzbar, und auch die Schränke machten einen relativ stabilen und sauberen Eindruck. Das Fenster zum Innenhof durfte nur "auf Kipp" geöffnet werden, es scheint wohl passiert zu sein, dass ein Gast im Suff einen Abflug aus dem 9. Stock gemacht hat, oder man wollte selbiges verhindern. So war Zigarettenqualm so gut wie garnicht aus dem Zimmer herauszubekommen. Immerhin besaß das Zimmer einen Fernseher mit 3 frei emfangbaren Programmen und ein Telefon, mit dem man Nachts andere Hotelgäste belästigen konnte. (natürlich nur Mitglieder der eigenen Gruppe)
Sanitäranlagen: Nach dem Auspacken überkam mich dann das menschlichste aller Bedürfnisse, welches ich mir in der folgenden Zeit lieber verkniffen habe, da die Toiletten nicht nur sehr marode, sondern auch sehr schmutzig waren. Duschen suchte man zuerst vergeblich, uns kamen aber sofort zwei Türen auf der Etage mit ca 150 Zimmern merkwürdig vor. Also kurzerhand bei der Rezeption angerufen und um das Aufschließen der Duschen gebeten. Nach kurzer Zeit kam dann auch eine "nette" Frau mit frischen und vor allem sauberen Handtüchern, die zwar aussah wie eine Schließerin aus einer JVA, aber die Handtücher und die Tatsache, dass die Duschen abgeschlossen waren, ließen mich hoffen. Ein großer Fehler, wie ich dann in der Dusche bemerkte. Sauber ist was anderes, wobei die Jungen-Etagen-Duschen wohl noch vergleichsweise gut waren zu denen der Mädels. Ich habe zumindest keine Kakerlake in der Dusche gesehen, wie mir berichtet wurde.
Die Nacht: Trotz der überaus zentralen Lage, konnte man die Nacht sehr ruhig verbringen und mit einem gewissen Promillegehalt waren die Betten auch relativ gemütlich.
Das Frühstück: Das, wovor uns alle Jahrbuchberichte gewarnt hatten, wurde nun wirklichkeit. Uns wurde eine durchsichtige Plastikschachtel vor die Tür gestellt, die folgende Dinge enthielt: - ein labberiges Brötchen - ein Croissant, außen weich, innen gefroren - ein tiefgefrorener, saurer Apfel - ein Plastikbehältnis mit der Aufschrift orange juice und undefinierbarem Inhalt - ein kleines Stück Butter - zwei kleine Portionen Marmelade - ein Beutel Tee - ein Beutel Instant Kaffee
Am ersten Morgen wurde noch alles erwartungsvoll ausprobiert, die weiteren Tage wurde alles bis auf Tee und Marmelade schnellstmöglich wieder entsorgt. Wir waren alle froh, Morgens schon 5-Minuten-Terrinen essen zu können, um wenigstens etwas im Magen zu haben.
Auf Grund der perfekten Lage war es für uns aber kein Problem ein besseres Frühstück zu finden, Starbucks war nur einen Katzensprung entfernt.
Reinigung: Einmal am Tag wurden bei uns die Betten gemacht und angeblich auch geputzt, wobei sogar ich als absoluter Laie auf diesem Gebiet das besser hinbekommen hätte. Immerhin gab es jeden Tag ein frisches Handtuch und frische Bettwäsche. Und die Zimmerfrauen haben uns auch nicht beklaut.
Der Pub: Ein ganz netter Irish Pub, wie man ihn erwarten kann. Die Musik ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber die Preise waren für Londoner Verhältnisse wirklich akzeptabel. Besonders gefallen hat mir, dass dort Menschen aus sehr vielen Nationen zu Gast waren, man sich also mit Italienern und Spaniern genauso unterhalten konnte, wie mit Libanesen. Leider Gottes gibt es auch hier die obligatorische Sperrstunde. Zum Vorglühen für den Diskobesuch ist der Pub aber allemal zu gebrauchen.
Preis: Über den genauen Preis kann ich nichts sagen, nur soviel: Für Fahrt und Unterbringung von Sonntag bis Donnerstag habe ich ca 250 Euro bezahlt. Für Londoner Verältnisse also spottbillig und auch dem Hotel entsprechend.
Fazit: Auch wenn mein Bericht zugegeben sehr negativ ausfällt, so schlimm ist das Regent Palace Hotel nicht. Für einen wirklich günstigen Preis bekommt man das, was man erwartet. Schließlich hat keiner von uns eine Lebensmittelvergiftung erlitten, oder ist an irgendwelchen Hautkrankheiten erkrankt. Das Frühstück ist wiederlich, aber ein gutes Frühstück ist keine 5 Minuten entfernt. Der Komfort lässt zu wünschen übrig, aber wenn man eine 6-tägige Städtereise macht, fällt man sowieso nur noch zu sehr später Stunde ins gerade noch akzeptable Bett. Für Leute, die den ganzen Tag unterwegs sind, ist das Regent Palace Hotel also eine preisgünstige alternative zu den sonst extrem teuren Londoner Hotels. Denen, die sich aber auch mal das ein oder andere Stündchen im Hotel aufhalten wollen, ist jedoch vom Regent Palace Hotel abzuraten. Wegen der perfekten Lage und des niedrigen Preises bekommt das Hotel zwei Sterne von mir, eine Weiterempfehlung könnte ich aber mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.
ohje.. unsa englisch/ek-lehrer hatte uns schon gesagt, dass es nicht grade ein "luxushotel" sein wird .. naja vll sind die zwei sterne ja eine kleine hoffnung *g* werden nechstes jahr auch dort hausen
mfg s-m-k
Tja. Keine Einzelerfahrung, die Du da gemacht hast. Viele der "Mittelklassehotels" in London sind eher ziemlich mies. Habe zu Schüler- und Studienzeiten, als ich noch kein Geld für "richtige" Hotels hatte, auch eine Reihe Erfahrungen wie die, die Dui geschildert hast. London ist teuer, gut übernachten kostet kaum irgendwo mehr Geld in Europa. Besten Gruss Marc A.
29.11.2004 17:46
ohje.. unsa englisch/ek-lehrer hatte uns schon gesagt, dass es nicht grade ein "luxushotel" sein wird .. naja vll sind die zwei sterne ja eine kleine hoffnung *g* werden nechstes jahr auch dort hausen mfg s-m-k
29.12.2003 14:21
Klingt echt reizvoll. Aber wenigstens war es gut gelegen:)
29.12.2003 01:35
Tja. Keine Einzelerfahrung, die Du da gemacht hast. Viele der "Mittelklassehotels" in London sind eher ziemlich mies. Habe zu Schüler- und Studienzeiten, als ich noch kein Geld für "richtige" Hotels hatte, auch eine Reihe Erfahrungen wie die, die Dui geschildert hast. London ist teuer, gut übernachten kostet kaum irgendwo mehr Geld in Europa. Besten Gruss Marc A.