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Reading Festival Review
Pro Gutes Wetter
Kontra Zur kurze Spielzeit für die guten Bands
21. August: Ab heute gilt es - wir verfolgen täglich den Wetterbericht für das kommende Wochenende. Momentane Vorhersage: Regen. Vieleicht ändert es sich ja noch. Leider allerdings doch nicht, die ganze Woche sagen sie Regen für DEN Samstag voraus.
26. August: Na gut, schauen wir noch mal nach dem Wetter. Ein Hoffnungsschimmer, den Tag ueber Sonne, nur abends Wolken, vieleicht Regen.
28. August: Morgens um 10.30uhr, blauer und wolkenloser Himmel, die Sonne scheint. Nach einem stärkendem english breakfast machen wir uns fertig und brechen um 13.15 uhr auf. Das Taxi rollt vor, ein - schicker 7er BMW - der Fahrer könnte auch Zuhälter sein, so sieht er aus, aber er scheint nett zu sein.
So viele junge Leute auf den Straßen Readings. Was wollen die alle hier?! Ach ja, ist ja festival, da wollen wir auch hin.
Und da sind wir....
Aus dem Taxi raus, und hinein in die Menschentraube die sich Richtung Eingang bewegt. Erste Frage, wo bekommen wir unsere Bändchen her? Eine nette Ordnerin weist uns den Weg, über den halben Zeltplatz, aber immer schön auf dem Weg bleiben, der aus festen Platten besteht. Das machen wir auch, denn der Zeltplatz gleicht einem riesigen Schlammfeld. Zum Glück campen wir nicht. Die Menschen sind dreckig, mal „nur“ bis zu der Hüfte, mal bis zum Gesicht; Festival eben.
So, Bändchen umgeschnalt, auf zum Eingang. Das sieht aus als würde es länger dauern. Doch da, ganz an der Seite, eine nette Dame, die alle durchwinkt. Freundlich sind sie hier ja.
Da sind wir nun also, auf dem Reading Festival. Erstmal einen Überblick verschaffen, ein Programm kaufen und etwas Alkohol besorgen.
Erste Band heute auf dem Programm: Razorlight.
Thursday sind gerade fertig, da trinken wir schon unseren zweiten Becher, die Damen Weißwein, ich Smirnoff Black Ice - schmeckt wie Brause. Also etwas weiter nach vorne, aber auch nicht zu weit. Wir wollen gemütlich gucken.
14.35h, Razorlight betreten die Main Stage und werden sehr sehr freundlich empfangen. Gitarre umschnallen und los geht es. Das Publikum feiert The Libertines, nein, falsch, Augen auf, dann sieht man das sie es doch nicht sind, aber sie hören sich ziemlich nach ihnen an. Aber auf Dauer doch etwas einseitig. Wir schauen uns sie nicht ganz bis zum ende an.
Und gehen lieber schon mal rüber zur Radio 1 Stage, wo Har Mar Superstar um 15.40 uhr spielen soll.
Har Mar Superstar soll ziemlich lustig sein live, so wird mir gesagt. Ich kann das zu diesem zeitpunkt leider nicht bestätigen. Main Stage - Radio 1 Stage, max. 10min. zu laufen, wären da nicht die vielen Menschen. Wir kommen zu spät zu HMS. Das Zelt, in dem die Radio 1 Stage untergebracht ist, ist rappelvoll. Wir kämpfen uns trozdem rein, etwas nach vorne. eine nette kleine Bühne, auf der bereits ein halbnackter HMS rumtanzt - er weiß wie er sein Publikum fesseln kann. Die Stimmung könnte nicht besser sein. Leider haben wir nur vier Songs gesehen. Was kommt jetzt? Oh ja, The Ordinary Boys.
Das Zelt leert sich etwas, also etwas weiter nach vorne, aber an die Seite, dass wir nachher schneller rauskönnen.
16.30h. Das Zelt füllt sich wieder bis zum letzten Platz, uns egal, wir sehen super.
16.40h. Da kommen sie, die ordinären jungs, aber wo ist der Sänger ? Ach da. Man is der aber klein. Aber ein Rocker sein, das kann er. Von links nach rechts, mit kurzem Zwischenstop am Mikrophon. Die sind wirklich gut, sollte man sich noch mal bei einem ihrer eigenen Konzerte ansehen. Das fünfte und für uns das letzte Lied, „Talk Talk Talk“, weil noch mal schnell rüber zur The Concrete Jungle Stage ein bisschen Coheed and Cambria gucken, hat das Publikum fest in ihrer Hand, jedenfalls den refrain " How's the weather ? (Grey and boring), It's back to work on...(Monday morning). "
So, zum Glück stehen wir so weit außen, schnell raus und rüber ins nächste Zelt, wo schon Coheed and Cambria spielen.
17.30h. Schade nur noch 15 Minuten Coheed and Cambria. Gerade kommen die Damen von dem Getränkestand mit Weißwein, und Black Ice für mich, da spielen sie auch schon ihr letztes Lied, " A Favor House Atlantic ". Der Sänger, der hat wohl die beste Frisur des Festivals, da kann Jack Osbourne nicht mithalten. Dann hört man noch von vorbei laufenden strahlenden The Ordinary Boys - Fans, " how good were they?? very very good is how good, a really good crowd and the band are better than ever... can`t wait for the new tour! "
Na gut, dann gehts zurueck zur Main Stage, da spielen gleich Franz Ferdinand.
17.50h. Der Rote Teppich für Franz auf der Bühne ergibt einen schönen Kontrast zu der goldenen Jacke des Schlagzeugers, jedenfalls auf der Videoleinwand. Franz Ferdinand, irgendwie ist die Show nicht mehr so prickelnd wenn man sie öfter gesehen hat. Schön zum Anhören, und gucken wie die Leute tanzen, aber der Hunger und Durst treibt uns dann nach 20 Minuten doch wieder weg von der Main Stage.
Es gibt Fish & Chips...
17.50h. Ein riesengroßes Banner schmückt die Bühne, darauf das Up The Bracket-Cover, jetzt kommen The Libertines. 1,2,3,4 leute auf der Bühne, kein Pete dabei. Carl sing. Lustlos,ohne ein Wort zu dem Publikum spielen sie ihr Set runter. Man sieht es ihnen an, sie wollen heute nicht, vorallem Carl. Schade. Lichtblick " What a Waster ", wo ist Carl hin, auf der Bühne ? Nein, der rockt doch viel zu sehr. Doch is wirklich Carl, also kann er es doch noch.
Ich bin enttäuscht, ich hoffe das können sie noch bessere, denn so...ne, danke.
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larshermanns 08.12.2004 17:31
BlackAngl 28.11.2004 13:07
BillMaplewood 26.11.2004 23:29
emem 26.11.2004 18:27
hi! der bericht ist sau geil geschrieben, hat spass gemacht ihn zu lesen und super informativ war er auch! hoffe man hört mal wieder was von dir :). grüsse aus mörfelden