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Erfahrungsbericht

für Radisson Blu Resort, Rügen
3 Sterne Radisson Blu Resort auf Rügen - gutes Hotel mit einigen Mängeln Bericht mit Bildern
40 von 40 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen

Pro Für Ruhe und Natur genau das Richtige...

Kontra Am Wochenende dem Gästeaufkommen nicht gewachsen.

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

Tsiacom Seit 18 Feb 2004

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2 Mitglieder vertrauen mir

Unser Kurzurlaub zum Winterabschluss führte diesmal vom 25.-29.03.2011 nach Rügen. Abgesehen davon, dass ich Deutschlands größte Insel mal wieder besuchen wollte, lockte Expedia.de mit einem recht guten Angebot ins 4-Sterne-Hotel „Radisson Blu“ nach Trent: Pro Nacht im Doppelzimmer mit Frühstücksbuffet und Nutzung des Spa-Bereichs für 64,40 €. Nicht alle Gäste welche im Internet ihre Meinung zum Hotel wieder gaben, äußerten sich positiv. Aber dies wollten wir in 4 Tagen eben auch selbst testen.

1. Hotel
Das Radisson Blu befindet sich im Ortsteil Vaschvitz, ca. 4 km von der Gemeinde Trent entfernt, direkt am Breetzer Bodden (Meereszugang zum Großen Jasmunder Bodden). Durch seine Lage kann man das Hotel wirklich als abgeschieden bezeichnen, die Zufahrtsstraße endet auch am Parkplatz. Das Radisson Blu gehörte dadurch auch zu den am ruhigsten gelegensten Hotels, welche wir je besucht hatten - was wir aber als sehr positiv empfanden.
Die Lage bietet relativ kurze Anfahrtswege sowohl zur Fähre nach der Insel Hiddensee (Schaprode) als auch zu der über eine Brücke erreichbaren Insel Ummanz. Dagegen ist der Besuch der Touristik-Hochburgen Saßnitz, Binz oder auch Stubbenkammer mit über 40 km Anfahrtsweg etwas aufwändiger. Prinzipiell sollte man doch eher mit dem PKW anreisen, ansonst dürften Ausflüge zu den verschiedensten Zielen auf Rügen eher kleineren Weltreisen gleichkommen.
Der Hotelkomplex besteht aus einem Haupthaus mit Lobby, Speisesaal, Unterkünften, Raucherzimmer, Computerzimmer etc. sowie über Glasgänge angebundene Seitenflügel, in denen sich ebenfalls Unterkünfte und auch der Spa-Bereich befinden.
Das Hotel wird von einem großzügig gestalteten Garten umschlossen, an den sich auch die kostenlosen Parkplätze anschließen.
Ein Internetzugang über WLAN ist außerhalb des Haupthauses nicht möglich. Gäste aus den Seitenflügeln müssten sich dafür in die Lobby oder einen der nutzbaren Gemeinschaftsräume setzen.

2. Zimmer
Das Zimmer welches wir bekamen, befand sich (leider) im Erdgeschoss des Flügels „Kranich“. Da das Hotel durch die entsprechend günstigen Angebote ziemlich ausgebucht war, konnte man uns kein Zimmer mit Blick auf den Bodden geben. Dafür versprach die junge Dame an der Rezeption eine Terrasse
Diese bot allerdings nur einen Blick auf Büsche und Strauchwerk, zudem waren auch keine Sitzmöbel vorhanden. Bei dem schönen Wetter hätte man ja doch ein wenig die Sonnenstrahlen und den Frühlingsduft genießen können
Dennoch war das Zimmer auf den ersten Blick ganz nett, lediglich im Bad fiel auf, dass das Duschen in der Badewanne hinter einem Folienvorhang absolviert werden musste. Nicht unbedingt auszeichnend für ein Hotel in dieser Kategorie.
Auf den zweiten Blick bemerkten wir den kleinen schwarzen Röhrenfernseher als optischen Schandfleck. Zudem hätte das Zimmer eigentlich auch mal einer Renovierung bedurft: Der Teppichbelag hatte seine beste Zeit hinter sich und die Wände wiesen zahlreiche kleinere Flecken auf, was doch zeitnah einen Maler auf den Plan rufen sollte.
Kritikwürdig war auch Folgendes: Im Bad befand sich nur ein großes Handtuch (müsste dem Personal in einem Doppelzimmer eigentlich auffallen), im Wohnzimmerschrank nur ein zusätzliches Kopfkissen. Als wir dies am nächsten Morgen an der Rezeption reklamierten, wurde meiner Freundin das Handtuch ohne Umstände von einer anderen freundlichen Dame gereicht – für das zweite zusätzliche Kopfkissen rief diese in unserem Beisein den Zimmerservice an, welcher sowieso gerade bei der Arbeit war.
Nach Rückkehr von unserem Ausflug am Abend war jedoch kein Kopfkissen gebracht worden, so dass erneut ein Gang zur Rezeption notwendig war. Nun kam meine Freundin mit dem Kissen unterm Arm aus der Lobby zurück – nicht schön, wenn man in einem 4-Sterne-Haus letztlich selbst mit einem Kopfkissen an dutzenden Gästen vorbei zu seinem Zimmer traben muss.
Die tägliche Reinigung des Zimmers funktionierte, wenn auch nicht unbedingt sehr gründlich. Man hatte das Gefühl, dass die Zimmerkräfte überfordert waren.

3. Frühstück
Prinzipiell bietet das Radisson Blu qualitativ ein recht ordentliches Frühstücksbuffet an, welches von einem Hotel dieser Kategorie auch erwartet wird. Der Haken ist aber eben die „Vollauslastung“ am Wochenende. Dabei drängen sich die Gäste dann doch etwas nervig vor die Speisen, besonders an den 3 in V-Stellung gebrachten Behältern mit dem „Warmanteil“. Da blockiert ein sich am Rührei bedienendes Gästepaar eben auch ungewollt die Pfanne mit dem Gemüse. Die Küche hatte dazu auch arge Probleme mit dem Nachfüllen (gerade beim Ei) und man konnte beobachten, wie die Gäste 20 Minuten lang immer wieder einen leeren Behälter öffneten und ungläubig anstarrten. Nicht nur die warmen Speisen waren „ausgegangen“, auch Wurst, Käse und Obst fehlten, ohne das sich das Personal darum bemühte. Man merkte auch hier, dass schlicht weg Personal für so viele Gäste fehlte. Es wurde dann zusätzlich noch ein Raum geöffnet, in dem die Gäste ihr Frühstück einnehmen konnten, leider wurde aber nicht an eine Erweiterung des Büfetts gedacht. Diese Kunst sollte der Koch auch in einer Andrangphase beherrschen, schließlich ist 52 mal im Jahr Wochenende mit reichlich Gästen, was sich doch jedes Hotel wünscht.
Ab Montag waren die Probleme mit der Abreise der Wochenendgäste im Handumdrehen verschwunden und man konnte sein Frühstück zuzüglich dem höflichen und hilfsbereiten Personal wirklich genießen.

4. Wellnessbereich
Ein auffällig langer Gang (gefühlte 150 Meter) von unserem Zimmer am Ende des Kranich-Flügels bis an das Ende eines anderen Flügels mit dem „Badehaus“.
Wieder etwas unangenehm: Im Bademantel spaziert man vorbei an der Rezeption und den zu Abendessen sitzenden Gästen des an die Lobby angrenzenden Speiseraums und an der vom Hotel angepriesenen „längsten Bar“ auf Rügen.
Der Bereich mit Swimming- und Whirlpool sah doch sehr schick und gepflegt aus, jedoch war er zum Samstagabend trotz eng beieinander stehender Liegen hoffnungslos überfüllt.
Das Wasser im Swimmingpool war definitiv zu kalt! Geschätzte 22°C sind auch dem aktiven Schwimmer wohl etwa 3 Grad zu niedrig. In Folge dessen war natürlich der molligwarme Whirlpool fast immer besetzt. Besonders ärgerlich: Ein Paar im mittleren Alter kam mit ihrem (augenscheinlich) noch nicht schulpflichtigen Sohn jeden Abend erst nach 20 Uhr in den Spa-Bereich und machte es sich samt Kinderspielzeug im Sprudelbecken gemütlich. Müssen so kleine Kinder um diese Zeit noch in den Wellnessbereich geschleppt werden, wo sie dann den erholungssuchenden Gästen (wer fährt sonst ins Radisson Blu?) bis 22 Uhr eben in dieser Erholung einschränken? Für Kinder wäre der Poolbereich doch tagsüber geeignet, wo die meisten Gäste querfeldein die Insel Rügen erkunden.
O.k., dies kann man nur bedingt dem Hotel anlasten, aber die Unvernunft mancher Eltern verdirbt anderen Gästen den Urlaub. Ein Hinweisschild am Eingang, dass nach 20.00 Uhr die
für Kinder der Spa-Bereich tabu ist, hätte manchen Urlauber bessere Laune beschert
Nicht überzeugend war für uns der Saunabereich. Lediglich zwei finnische Saunen und die Duschen zum abkühlen waren vorhanden. Man kann sich gut vorstellen, wie überfüllt diese am Wochenende waren. Auch wurde kein Trinkwasser nach dem Saunagang angeboten, eigentlich schwach für ein 4-Sterne-Haus.
Punkt 20.00 Uhr schaltete die 70° C Sauna automatisch ab, dabei erlosch die Beleuchtung und vom Personal ward niemand gesehen. Der Sauna-Aufguss wurde nur sporadisch durchgeführt, wir konnten wären der 4 Tage Aufenthalt leider keinen „erleben“.
Positiv war allerdings, dass Handtücher jederzeit vorrätig waren.

5. Sonstiges
Das Hotelrestaurant bietet abends teils Buffet, teils Menüwahl an. Wer das Abendessen nicht im Hotel einnehmen möchte, müsste sich dann schon in den PKW setzen und wenigstens die 4 km bis zum nicht übersehenden „Fähreck“ in Trent fahren. Das Lokal ist zu empfehlen, vor allem ist es auch deutlich preiswerter als im Hotel.
Wir hatten dabei (gerade auch weil wir in der Wintersaison zu Besuch waren) aber eher ein zeitliches Problem: Verbringt man nach dem „Tagesprogramm“ mit allen erdenklichen Ausflügen auf der Insel den Abend noch im Spa-Bereich und verlässt diesen erst deutlich nach 20 Uhr, so wird das mit dem Abendessen außerhalb des Hotelrestaurants zu einem Problem. Nach 21 Uhr war es im Fähreck schon dunkel (trotz angegebener Öffnungszeit von 22 Uhr) und 5 Minuten vor 22 Uhr verschloss man vor unserer Nase auch die Tür des Burger-King in Bergen. Ein spätes Dinner ist um diese Jahreszeit eher schwierig.


Zusammenfassend würden wir sagen, das Radisson Blu ist – gerade wenn man außerhalb der Saison ein gutes Preisangebot bekommt – akzeptabel. Dies muss man aber differenziert sehen: Über der Woche ist es sicherlich sehr erholsam. Am Wochenende kann es jedoch sehr schnell nervig werden. Das Personal ist überaus freundlich und immer versucht, es den Gästen so recht wie möglich zu machen. Dabei stößt man jedoch recht schnell an seine Grenzen. Sollen die von uns genannten Probleme auch in der Hochsaison in dieser Form auftreten (vielleicht dann auch noch zum Übernachtungspreis von über 100 €), dann dürfte ein Urlaub in diesem Haus eher etwas negativ in Erinnerung bleiben.

Bilder

für Radisson Blu Resort, Rügen
IMG_4547 - Radisson Blu Resort, Rügen
Das Zimmer
von Tsiacom Tsiacom
IMG_4547 - Radisson Blu Resort, Rügen

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Kommentare

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  • verbatim158 17.10.2011 12:37
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Paula680 13.04.2011 12:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Queen500 09.04.2011 10:59
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    das könnte mir auch gefallen. LG Michael

  • Marnie61 08.04.2011 23:31
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Magneto85 08.04.2011 23:00
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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